Peavey Verstärker für Bassgitarre

Reparaturtipps zum Fehler: Brummt und wird heiss, stinkt

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Autor
Sonstige Peavey Verstärker für Bassgitarre --- Brummt und wird heiss, stinkt
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BID = 1068709

perl

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Zitat :
nabruxas hat am 12 Jul 2020 18:32 geschrieben :

.....Wenn alles funktioniert würde ich, falls möglich, die beiden Transistoren, Q1 und Q2 in der Eingangsstufe mit Wärmeleitpaste zusammenpappen. Ebenso eine eng anliegende Metallhülse zB. aus Messing, drüber stülpen, die mit einer kurzen (!) Leitung auf Masse gelegt ist.
.....
Kann man machen, aber wichtiger hier ist eine gute thermische Kopplung von CR5 und CR6 mit dem Kühlblech, damit der Ruhestrom auch bei Erwärmung der Transistoren stabil bleibt.

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BID = 1068717

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So, Q1 und Q2 sind getauscht, habe auch die "B" bekommen.


Zitat :
Mit einem untypischen Fehlerbild übrigens.

Also, dem kann ich pauschal widersprechen - in dem Kontext (ICH versuche , was zu reparieren) ist das völlig normal, dass es KEIN Standardschaden ist, das ist bei meinem Auto auch immer so.


Dann habe ich das Ganze mal probiert, und es ist bisher nichts abgebrannt.

Ob sich der Amp "schrappig" anhört, kann ich noch nicht sagen, weil der Klang erstmal nicht vom Kratzen der Potis zu unterscheiden ist, die seit 15 Jahren nicht benutzt wurden (ja, das war so ein Ewigkeitsprojekt, das man immer aufschiebt...). Aber gehört hat man jedenfalls was, und die Endstufe blieb bei ca. 23°C (mit Brücken und Birne).
Aber gehört hat man schon mal was, was für mich persönlich schon ein großer Fortschritt ist - große Freude!

Gleichspannung am Ausgang habe ich gemessen, das bleibt recht wenig - ab und zu hüpft sie ins Negative, aber so wenig weit, dass mein Multimeter nicht wirklich mehr als "-0" anzeigt. Maximalwert war ca. 0,1V - das passiert, wenn man die Vorstufe weit aufdreht und kräftig in die Saiten drischt. Ansonsten bei "Stille" waren es ca. 0,05V.


Zitat :
Bei Vollaussteuerung werden aber Q3 und alle Transistoren dahinter mit fast maximaler Spannung gestresst und geschädigte Exemplare fallen dann hoffentlich auf.

Auf welche Weise würden die auffallen, bzw. wie würde sich das äußern?


Die Spannung an R5 habe ich auch gemessen, nachdem die Vorstufe dranhing, und es waren -19,8V.
Dann habe ich die Versorgungsspannung der Vorstufe gemessen (mit angeschlossener Vorstufe), und es waren +/- 18V. Wenn ich den Plan richtig lesen kann, sollten das aber +/-16V sein (gemessen hinter R28 und R30, direkt an den Klemmen, wo die Vorstufe angesteckt wird).


Nachdem ich diese Werte für insgesamt unbedenklich hielt, habe ich dann wie empfohlen die Brücke über den Dioden rausgeknipst und die Birne rausgenommen. Der Freude zweiter Teil, ist immer noch nicht abgebrannt!

Nachdem ich diese Freude dann auch quantifizieren wollte, hab ich nochmal gemessen.
An R5 sind es jetzt -21,9V statt -18V.
An den Klemmen der Vorstufe liegen jetzt +/-20.7V an.
Ausgang gegen Masse ist (bei "Stille") noch 0,06V.
...und da verließ mich dann etwas der Mut. Die Endstufentransistoren sind leicht wärmer geworden, so um die 24°C, also habe ich erstmal wieder alles ausgeschaltet, weil das weit jenseits der als unbedenklich geltenden Werte von +/- 5% liegt.
Ist das so noch ok? Oder sollte man da nochmal was tun?

Ach ja, bevor ichs vergesse: Den Netztrafo kann man noch auf 240V umstellen, das habe ich noch nicht gemacht, der ist noch auf 220V eingestellt (nur falls das relevant sein sollte).



Dem Hinweis von nabruxas bin ich auch gefolgt - hurra, was mechanisches! Messing hatte ich nicht, und mit Wärmeleitpaste zusammenpappen war auch nicht, weil ich sonst einen der Transistoren verkehrt rum montieren hätte müssen, daher habe ich den beiden eine Kupferhülse gebaut und diese auf Masse gelegt. Für den Masseanschluss habe ich ein neues Loch in die Platine gebohrt, da war ein Massefeld drunter. Ist zwar hübsch am "Ende" der Massebahn, aber meines begrenzten Wissens nach besser, als ein Kabel über die halbe Platine zu ziehen. Siehe Bild.

Das mit CR5/CR6 und der thermischen Kopplung wird leider nicht so toll werden... ich habe mal ein Bild davon gemacht. Da ist einfach nur eine riesige Bohrung im Kühlkörper, und die Diode wurde da reingeworfen. Siehe Bild drunter. Ich wusste mir nicht anders zu helfen und habe Wärmeleitpaste in den Spalt reingespachtelt.

Jetzt setze ich mich erstmal hin und wasche die Potis mit Kontaktspray aus... ich bin ja schon froh, überhaupt bis hierhin gekommen zu sein!







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BID = 1068728

perl

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Wohnort: Rheinbach


Zitat :
weil das weit jenseits der als unbedenklich geltenden Werte von +/- 5% liegt.
Ist das so noch ok? Oder sollte man da nochmal was tun?
Die Überschreitung der 5% Toleranz ist noch nicht bedenklich, aber 5% beträgt die Toleranz der meist verwendeten Zenerdioden.
Durch Alterung bei hoher Belastung erhöht sich deren Durchbruchspannung oft auch allmählich.


Zitat :
Ach ja, bevor ichs vergesse: Den Netztrafo kann man noch auf 240V umstellen, das habe ich noch nicht gemacht, der ist noch auf 220V eingestellt (nur falls das relevant sein sollte)
Dann schalte den mal auf 240V um. Wir haben ja seit geraumer Zeit eine Netzspannung von 230V, oft auch ein Tacken drüber, und dann ist es kein Wunder, wenn in der 220V-Einstellung die Gleichspannungen etwas höher sind als normal.


Zitat :
Gleichspannung am Ausgang habe ich gemessen, das bleibt recht wenig - ab und zu hüpft sie ins Negative, aber so wenig weit, dass mein Multimeter nicht wirklich mehr als "-0" anzeigt. Maximalwert war ca. 0,1V - das passiert, wenn man die Vorstufe weit aufdreht und kräftig in die Saiten drischt. Ansonsten bei "Stille" waren es ca. 0,05V.
Sehr schön.


Zitat :
Zitat :

Zitat :
Bei Vollaussteuerung werden aber Q3 und alle Transistoren dahinter mit fast maximaler Spannung gestresst und geschädigte Exemplare fallen dann hoffentlich auf.


Auf welche Weise würden die auffallen, bzw. wie würde sich das äußern?
Wahrscheinlich würden sie versuchen wieder mit Knall alles kurzzuschliessen, wobei sich wegen der Leistungsbegrenzung die Verwüstungen aber auf den sowieso defekten Transistor beschränken sollten.


Zitat :
Da ist einfach nur eine riesige Bohrung im Kühlkörper, und die Diode wurde da reingeworfen. Siehe Bild drunter. Ich wusste mir nicht anders zu helfen und habe Wärmeleitpaste in den Spalt reingespachtelt.
Ist ok. Ein erheblicher, wenn nicht gar der größere, Teil der Wärmeleitung geschieht übrigens über die kupfernen Anschlußdrähte der Dioden.
Den Ruhestrom kannst du als Spannungsabfall an einem der 0,33 Ohm Emitterwiderstände R19, R24, R22, R23 messen.
Ich schätze, dass pro Transistorpaar etwa 20..60mA, entsprechend 6..20mV am Widerstand, fliessen.
Die absolute Höhe der Emitterströme ist nicht so wichtig, aber sie sollten auf +/- 15% übereinstimmen und sich nur wenig verändern, wenn du den Kühlkörper auf z.B. 70°C erwärmst.

P.S. aus dem ersten Beitrag:

Zitat :
Danach dann habe ich die Dioden CR10 und 11 gemessen (einseitig ausgelötet). Da waren 2 verschiedene drin - habe ich durch 2 gleiche ersetzt. Es war hier ein Typ mit 1,5A spezifiziert, hatte ich nicht mehr, also nahm ich 3A. Ist das ein Problem?
Die Strombelastbarkeit ist hier nicht so das Problem, -im Normalfall fliesst dort sogar überhaupt kein Strom-, aber jede dieser Dioden muss die volle Betriebsspannung von über 80V aushalten können. Die 1N4003, die man auch an anderer Stelle in dieser Endstufe findet, ist also durchaus angebracht.






[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 13 Jul 2020 22:10 ]

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BID = 1068755

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Zitat :
Durch Alterung bei hoher Belastung erhöht sich deren Durchbruchspannung [der Zenerdioden] oft auch allmählich.

Besteht hier Handlungsbedarf? Nicht, dass die Zenerdioden dann auch noch hopps gehen und die Vorstufe auch noch kaputt geht...


Zitat :
Wahrscheinlich würden sie versuchen wieder mit Knall alles kurzzuschliessen, wobei sich wegen der Leistungsbegrenzun+/-g die Verwüstungen aber auf den sowieso defekten Transistor beschränken sollten.

Ärgs. Ähm. Habe die Leistungsbegrenzung schon entfernt, falls damit die Vorschaltglühbirne gemeint sein sollte. Darf ich dem entnehmen, dass es, wenns bisher nicht geknallt hat, jetzt auch nicht mehr knallen wird...? Oder soll ich besser mit Helm auf spielen?


Ja, und dann habe ich den Netztrafo auf 240 V umgelötet, und brav Spannungen gemessen (gegen Masse).
Die Spannung an R5 ist jetzt nur noch -20,9V.
Die Spannung an den Versorungsklemmen für den Vorverstärker sind +/-19,3V.
Ausgang gegen Masse ist jetzt 0,06-0,07V (stieg langsam an, blieb dann aber auf diesem Wert).
Zur Kontrolle habe ich nochmal die Spannungen an C15/16 gemessen, das sollten laut Plan +/-26V sein, sind im Moment nur +/-24,9V.
An C13/C14 sind es statt +/-42V nur +/-38,8V.

Bedeutet das, dass hier noch was nicht stimmt? (Unsere Netzspannung ist im Moment übrigens 227V.) Oder ist das im Rahmen des Tolerierbaren?


Ich habe mir beim Putzen der Potis die Vorstufe mal angesehen, und dort sind OPs verbaut (RC4558). Ein flüchtiger Blick ins Datenblatt sagte mir, dass die mit max. +/-18V betrieben werden dürfen. Ich habe mal versucht, da hin zu messen, und wenn ich mich nicht vertan habe, ist VCC dort 14,95V - das wäre ok, wenn ich das Datenblatt richtig gelesen habe.


Und dann habe ich noch versucht, die Emitterströme zu messen. Ging aber nicht. Habe das Multimeter im VDC-Bereich an beide Enden der Widerstände gehängt, und das Gerät zeigt exakt Null komma Josef an - also noch mehr Null, als wenn man die Messschüre frei hängen lässt, da sind ja gerne 1-3 mV im Display. Ich habe allerdings mit kaltem Kühlkörper gemessen, hatte ca. 23°C.
Würde sich da bei warmem Kühlkörper noch was einstellen? War dann zu feig, einfach mit dem Fön draufzuhalten...



Zitat :
P.S. aus dem ersten Beitrag:

Zitat :
Danach dann habe ich die Dioden CR10 und 11 gemessen (einseitig ausgelötet). Da waren 2 verschiedene drin - habe ich durch 2 gleiche ersetzt. Es war hier ein Typ mit 1,5A spezifiziert, hatte ich nicht mehr, also nahm ich 3A. Ist das ein Problem?
Die Strombelastbarkeit ist hier nicht so das Problem, -im Normalfall fliesst dort sogar überhaupt kein Strom-, aber jede dieser Dioden muss die volle Betriebsspannung von über 80V aushalten können. Die 1N4003, die man auch an anderer Stelle in dieser Endstufe findet, ist also durchaus angebracht.

Es fällt mir gerade schwer, diese Information zuzuordnen... ich habe diese Dioden schon mit Originaltypen ersetzt (1N5393). War das wieder eines der zu gering dimensionierten Bauteile? Die sollten doch bis 200V abkönnen. Und wenn ich das richtig verstanden habe, ging es hier um einen anderen Parameter (VF)?
Alternativ: 4003 habe ich nicht, aber ich habe 4007 mit bestellt, da mir das als Ersatzmöglichkeit für die CR5/CR6 genannt wurde (zweimal nehmen, halt).
Oder wolltest du mir etwas anderes mitteilen, was ich gerade einfach nicht kapiert habe?


Vielen Dank!

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BID = 1068768

perl

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Zitat :
Besteht hier Handlungsbedarf? Nicht, dass die Zenerdioden dann auch noch hopps gehen und die Vorstufe auch noch kaputt geht...
Nein, damit wird man leben können, bis vllt mal wieder eine andere Reparatur nötig wird.


Zitat :
Darf ich dem entnehmen, dass es, wenns bisher nicht geknallt hat, jetzt auch nicht mehr knallen wird...?


Ja, läuft doch.
Du hattest die richtige Einschaltprozedur ja eingehalten, und deine Frage war doch eher theoretischer Natur.



Zitat :
Bedeutet das, dass hier noch was nicht stimmt? (Unsere Netzspannung ist im Moment übrigens 227V.) Oder ist das im Rahmen des Tolerierbaren?
Ist alles um grünen Bereich. Dass die Betriebsspannungen in der 240V-Einstellung etwas niedriger sein würden war zu erwarten und auch der Sinn der Umschaltung.


Zitat :
(RC4558). Ein flüchtiger Blick ins Datenblatt sagte mir, dass die mit max. +/-18V betrieben werden dürfen. Ich habe mal versucht, da hin zu messen, und wenn ich mich nicht vertan habe, ist VCC dort 14,95V - das wäre ok, wenn ich das Datenblatt richtig gelesen habe.
Nicht nur ok, sondern optimal.



Zitat :
Würde sich da bei warmem Kühlkörper noch was einstellen? War dann zu feig, einfach mit dem Fön draufzuhalten...
Kannst ruhig mal probieren. Falls du aber eine Heißluftpistole nimmst, dann achte darauf nicht irgendwelche Isolationen und Kunststoffteile anzukokeln.
Wenn die Schaltung überkompensiert ist, ist es aber möglich, dass du trotzdem keinen Ruhestrom findest,
Normalerweise heizen die Transistoren ja von innen nach aussen, und der Die ist wesentlich heißer als der Kühlkörper.

Du brauchst aber nicht sklavisch nach dem Ruhestrom zu fahnden, wenn du mit dem Klang des Verstärkers zufrieden bist. Problematischer wäre ein viel zu hoher Ruhestrom.


Zitat :
ich habe diese Dioden schon mit Originaltypen ersetzt (1N5393). War das wieder eines der zu gering dimensionierten Bauteile? Die sollten doch bis 200V abkönnen.
Dann ist es ja gut. Mir war nur nicht klar, was da nun drinsteckt.


Zitat :
ich habe 4007 mit bestellt, da mir das als Ersatzmöglichkeit für die CR5/CR6 genannt wurde (zweimal nehmen, halt).
Lass da mal lieber das Original drin, wenn das noch in Ordnung ist.
Diese Doppeldiode ähnelt wahrscheinlich mehr einer BZX75C1V4 als den Hochspannungsgleichrichtern mit ihren dicken Sperrschichten.
Wenn du das Teil prüfen möchtest, dann schau einfach, ob in der betriebswarmen (mindestens 15 Minuten Leerlauf) Schaltung ein Spannungsabfall von knapp 1,3V an diesem Bauteil auftritt.
Wenn der Kühlkörper noch kalt ist, kann das auch ein bischen mehr als 1,3V sein.



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BID = 1068787

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Zitat :
Nein, damit wird man leben können, bis vllt mal wieder eine andere Reparatur nötig wird.

Ok, alles klar.



Zitat :
Ja, läuft doch.
Du hattest die richtige Einschaltprozedur ja eingehalten, und deine Frage war doch eher theoretischer Natur.

Ähm, nein, leider noch nicht ganz. Ich hatte nach wie vor den 100Ohm-Widerstand in der Lautsprecherleitung.
Nachdem nun alles ok zu sein schien, habe ich den mal rausgenommen. Das Ergebnis ist noch etwas suboptimal: Der Lautsprecher schwingt ordentlich im Unterschallbereich (bei allen Reglern auf Null gedreht), laut Multimeter mit ca. 3,8 Hz und einer Amplitude von fast +/-5mm (was so ziemlich das Maximum für den Lautsprecher sein müsste - ich habe erstmal einen Visaton BG20 drangehängt, ohne Gehäuse und allem, da ich den noch rumliegen hatte).

Daher habe ich nochmal die Gleichspannung Ausgang gegen Masse gemessen, das pendelt zwischen 0,5V und einer negativen Spannung, die das Multimeter mit "-0" angezeigt hat, für eine exakte Messung ist es wohl zu langsam.
Da scheint noch irgendwas mitzuschwingen...

Aufgrund dessen habe ich mir die Emitterwiderstände nochmal angesehen, und die abfallenden Spannungen gemessen:
R19: 0,005-0,000V
R24: 0,004-0,000V
R22: 0,001-0,000V
R23: 0,001-0,000V

Die Spannungen schwanken ebenfalls zwischen beiden Werten - von der Frequenz her könnten 3-4 Hz gut hinkommen.

Kann man da noch was gegen tun?

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BID = 1068805

perl

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Zitat :
Der Lautsprecher schwingt ordentlich im Unterschallbereich (bei allen Reglern auf Null gedreht), laut Multimeter mit ca. 3,8 Hz und einer Amplitude von fast +/-5mm
Sehr hässlich.
Die Elkos C7 und C9 hattest du schon erneuert?

Falls ja, dürfte es sich um ein Problem mit der Siebung der Betriebsspannung handeln, und dann kann auch der Vorverstärker einbezogen sein.
Evtl auch durch ungünstige Masseführung.

Falls das Problem trotz Erneuerung von C7 und C9 auftritt, bitte auch den Schaltplan des Vorverstärkers und den wirklichen(!) Verdrahtungsplan des Ganzen posten.

Als erstes würde ich aber mal nachsehen, ob die Schwingung auch am Ausgang des Vorverstärkers zu finden ist.


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BID = 1068815

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Habe C9 getauscht, C7 hatte ich vorher schon ersetzt - das Problem ist das gleiche.
Allerdings nur, wenn auch ein Lautsprecher angeschlossen ist, und ohne die 100 Ohm Vorwiderstand am Lautsprecher.

Das Signal der Vorstufe ist meines Erachtens sauber - ich habe direkt nach der Eingangsklemme, vor R1 gemessen, und da liegen exakt 0,000V an. Da scheint auch nichts zu schwingen, der Lautsprecher schwingt aber munter weiter.

Jetzt frage ich wie empfohlen direkt bei Peavey nach, ob die noch genaue Pläne für das Ding haben...

Die Vorstufe scheint ja ok zu sein, schlimmstenfalls muss ich halt die Endstufe ersetzen und baue einen TDA1517 oder sowas in die Richtung ein. Aber das wäre halt sehr, sehr, sehr schade um dieses mittlerweile historische Gerät. Schnüff.


Besteht denn die Möglichkeit, dass noch ein weiterer der Transistoren ein untypisches Fehlerbild hat...? SO viele wären ja nicht mehr im Original auf der Platine...

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BID = 1068828

Busfahrer3000

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So, habe eine Antwort vom Hersteller bekommen - leider scheinen die auch nicht all zu viel zu wissen. Es gab scheinbar eine A- und eine B-Version von diesem Amp, wobei ich zumindest die Vorstufe von der B-Version habe.

In dem Schaltplan ist allerdings eine völlig andere Endstufe drin. Ich habe den Plan, der mir vorliegt, nochmal da hin geschickt... mal sehen, ob da noch was rauskommt.


PDF anzeigen


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BID = 1068841

Busfahrer3000

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Ha, Hartnäckigkeit zahlt sich aus - ich habe den Jungs von Peavey noch ein paar Fotos und den Plan geschickt, der mir vorlag - und siehe da, es fand sich doch noch eine Unterlage zu "meiner" Endstufe.

Hier sind nun auch die in den bisherigen Unterlagen fehlenden Sicherungen für die Vorstufe drin. Im Platinenlayout ist oben rechts noch ein Leistungstransistor eingezeichnet, aber den gibt es nicht - steht auch im Kommentar im PDF. Ist jedenfalls näher an der Realität als vorher.


PDF anzeigen


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BID = 1068845

perl

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Zitat :
Ha, Hartnäckigkeit zahlt sich aus - ich habe den Jungs von Peavey noch ein paar Fotos und den Plan geschickt, der mir vorlag - und siehe da, es fand sich doch noch eine Unterlage zu "meiner" Endstufe.
Gut gemacht!


Zitat :
m Platinenlayout ist oben rechts noch ein Leistungstransistor eingezeichnet, aber den gibt es nicht - steht auch im Kommentar im PDF. Ist jedenfalls näher an der Realität als vorher.


Neu ist vor allem die Erzeugung der -18V für den Emitterwiderstand von Q1,Q2 und die Stabilisierung mit der Zenerdiode.

Gut möglich, dass man das wegen des Pumpens der Endstufe gemacht hat.
Der neue Plan ist von 1985, der erste 6 Jahre älter.

Vermutlich ist es günstig diese Änderung zu übernehmen.



Den Vorverstärker schau ich mit später mal an.

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BID = 1068849

Busfahrer3000

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Na, irgendwas muss ich doch auch können...


Re Zenerdiode: Habe mir gerade mal flüchtig meine Platine angesehen, da ist CR20 und C25 noch nicht drauf. Muss ich mir aber alles nochmal genauer ansehen.

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BID = 1068860

perl

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Zitat :
Habe mir gerade mal flüchtig meine Platine angesehen, da ist CR20 und C25 noch nicht drauf.
Schrieb ich doch. Wenn auch mit anderen Worten.
R32 = 10k brauchst du auch noch.

Ich glaube, die Änderung wird sich lohnen.

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BID = 1068904

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So, hab mir beide Pläne nochmal angesehen.
Wenn ich das richtig lese, dann ist der Unterschied so:

1. R5 wird von dem Punkt, an dem sich R29, C18 und R30 treffen, getrennt (da wo im "alten" Plan die Spannungsversorgung für den Vorverstärker ist).

2. an R5 wird dann eine Zenerdiode 40102 angeschlossen, parallel dazu ein Kondensator mit 0,1 uF (ist das der korrekte Wert? Was bedeutet "NP"? Ist das ein Schreibfehler? Wär ja nicht der erste in diesen Unterlagen), und beides geht auf Masse.

3. nach o.g. Bauteilen kommt einfach noch ein Widerstand mit 10 kOhm rein, der zwischen R26 und R21 angeschlossen wird.

Und das wars? Habe ich was übersehen?


Was für ein Kondensator ist am besten zu verwenden? Keramik oder Folienkondensator? Hab hier noch einen WIMA Folienkondensator (MKS-4), für 100V. Ist der ok?

Welche Zenerdiode kann ich dafür verwenden? Mit Zenerdioden hatte ich noch nicht gearbeitet.
Die Cross Reference List schlägt eine 1N4744 vor (15V, 1W 5%). Ist das korrekt? Ich frage, weil die Typen, die in dieser List auftauchen, bisher gerne zu wenig Spannung ausgehalten haben - siehe das Beispiel mit dem vorgeschlagenen 2N4904 und dem tatsächlich spannungsfesteren BC546B. Nicht, dass ich wieder das falsche Teil kaufe...

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1068908

perl

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Zitat :
R5 wird von dem Punkt, an dem sich R29, C18 und R30 treffen, getrennt
Ja. Wenn er am Ende einer Leiterbahn sässe, könnte man diese einfach z.B. mit einem scharfen Bohrer durchkratzen.
Da das hier aber offenbar nicht der Fall ist, musst du ihn an der betreffenden Seite auslöten und hochbiegen. Dort kannst du dann die drei neuen Bauteile anlöten. Das geht leichter, wenn du die vier Drähte mit einem feinen Kupferdrähtchen z.B. aus einem alten Netzkabel, zusammenwickelst und dann erst lötest.


Zitat :
2. an R5 wird dann eine Zenerdiode 40102 angeschlossen, parallel dazu ein Kondensator mit 0,1 uF (ist das der korrekte Wert?
Ja, 0,1µF oder 100nF.
Die Zenerdiode wird ein 18V-Typ sein [in Europa meist BZX oder BZY und dann der Typ (z.B. 84), dann die Toleranzklasse (meist C) und danach die Spannung (hier: 18) *].
Du wirst ja sehen, welche Typen dein Händler hat.
Nimm ein Exemplar mit einer kleineren Leistung, z.B. 400mW, weil das besser zu dem geringen hier fliessenden Strom passt, als eine 1W ZD.
Der Ring wird hier mit Masse verbunden.

*] Zenerdioden für kleinere Spannungen z.B. 5,6V verwenden V anstelle des Komma, also z.B. BZX84C5V6 oder auch nur Z5V6]

Den Massepunkt für die ZD und den parallelgeschalteten Kondensator solltest du in die räumliche Nähe des Verstärker Eingangs legen, z.B. an den Masseanschluss von R2 anlöten.


Zitat :
Was bedeutet "NP"? Ist das ein Schreibfehler?
Nein, NP ist hier eigentlich überflüssig, denn es bedeutet "Non Polarized" also ziemlich das Selbe wie "kein Elko". Elkos mit solch geringer Kapazität kommen aber sehr selten vor.


Zitat :
nach o.g. Bauteilen kommt einfach noch ein Widerstand mit 10 kOhm rein, der zwischen R26 und R21 angeschlossen wird.
Ein Ende an die 18V Zenerdiode, das andere Ende irgendwo die -42V Schiene.
10k ist ungefähr der höchste in Frage kommende Wert, er darf auch etwas kleiner sein, z.B. 4k7.


Zitat :
Keramik oder Folienkondensator?
Dein MKS Kondensator ist ok. Normalerweise nimmt man da keramische Scheibenkondensatoren, hauptsächlich weil sie billiger sind.


Zitat :
ie Cross Reference List schlägt eine 1N4744 vor (15V, 1W 5%). Ist das korrekt?
Nicht gut. 1W auch nicht, s.o.
Aus der alten Schaltung wissen wir ja, dass dort -18V sein sollen. Wenn man die Spannung zu gering wählt, reicht evtl. der Ausgangsstrom des Differenzverstärkers wieder nicht aus.











[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 18 Jul 2020  1:07 ]

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