Gefunden für adern bergmannrohr verlegen - Zum Elektronik Forum |
| 1 - Steckdosen funktionieren nicht mehr - Sicherung drin -- Steckdosen funktionieren nicht mehr - Sicherung drin | |||
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| 2 - ELTAKO tlz61np-230v+uc Anschlüsse -- ELTAKO tlz61np-230v+uc Anschlüsse | |||
Zitat : 2. Ich hoffe an den Stoffadern wurde nicht zu viel herumgebogen, die Isolation dankt es mit Zerbrösseln! Das kann im schlimmsten Fall den Blechmantel der Leitung / des Rohres unter Strom setzen Du hast gesehen wie grauenhaft das Kuhlo links geknickt ist? Das einzige Glück ist, dass das schon PVC-Adern zu haben scheint, sonst wäre die Isolierung da sicher durch! Bei den beiden anderen Leitungen würde ich auf Einzeladern in Bergmannrohr tippen und ebenso empfehlen, die DRINGEND zu erneuern! Außer vielleicht der Gummi unter der Textilumhüllung ist noch sehr weich und biegsam. ... | |||
3 - Flexibles Kabel im Unterputzrohr (Bergmannrohr) -- Flexibles Kabel im Unterputzrohr (Bergmannrohr) | |||
| Bei Einzeladern in Bergmannrohr unbedingt darauf achten, dass an der "Eintritsstelle" der Blechmantel ordentlich entfernt ist! Sonst schält der vor allem wenn man alleine arbeitet (und nicht ein Helfer nachschiebt) schön die Isolierung ab, hab schon nach Jahrzehnten halb blanke Adern aus Bergmannrohr gezogen!
Ansonsten sollte das aber ganz gut funktionieren. Und mit etwas Suche findet man H07V-U auch in Deutschland zu zivilisierten Preisen statt mindestens doppelt so teuer wie in den Nachbarländern. Letztens gesehen bei Elektro-Wandelt (ich sage gleich dazu, dass ich nur deren Onlineshop kenne und noch nie dort bestellt habe!). Das ist also nur ein Suchtipp und keine persönliche Empfehlung! ... | |||
| 4 - Allgemeine Fehlersammlung -- Allgemeine Fehlersammlung | |||
Zitat : f77 hat am 25 Mär 2013 08:52 geschrieben : Zitat : Mutet geradezu österreichisch an, vor allem mit der Masse gelber Adern! Waren die Klemmschrauben noch fest? Die Installation ist aus dem goldenen Zeitalter der Stegleitungen
Ah, das ist also der Mantel der Stegleitungen was da hinten so gelb wirkt! Jetzt kenn ich mich aus! Ich würde sagen das Zeug gehört komplett weg, fremde Leitungen haben in der Wohnung nix verloren - wenn nicht rechtlich (da weiß ich zu weng drüber) dann rein gefühlsmäßig. | |||
| 5 - Spaß in der Mietwohnung -- Spaß in der Mietwohnung | |||
| Ich wurde hausintern gebeten, mal einen Blick auf die Elektrik eines Neumieters zu werfen und zu prüfen, wie weit diese den aktuellen Normen entspricht bzw. wie man sie dorthin bringen kann.
Ein paar "Heimwerkerspezialitäten" waren mir in der Wohnung schon bekannt (Einzeladern in Putz, Schukos ohne PE,...), aber ich hatte nie die Gelegenheit oder den Auftrag tiefer in die Materie einzusteigen. Fazit nach 6 Stunden Herumkriechen: 1) Der Verteiler muss raus. Ein Legrand von 1980, wo man durch die fehlende Abdeckung der unbenutzten oberen Reihe schon die fliegende PE-Schiene sieht, lose an die Wand getackert. FI 40/4/0,1 von Neptun 2000 (was war das eigentlich? F&G? Baumarkt-Eigenmarke? Sonstige Billigmarke?), dazu vier LEgrand L12 1+N Marke Brandsatz. Beschriftung: Wohnung, WM, Kühlschr. und Küche. Schaltet man "Wohnung" aus, sind die Küchensteckdosen spannungslos. Schaltet man "Küche" aus, wird der ganze Rest der Dreizimmerwohnung dunkel. 2) Ein nicht ganz unerheblicher Teil der Leitungen stammt vom Bau des Hauses - Ende 1914. Teils in Bergmannrohr, teils nicht. Die ursprünglichen zwei Stromkreise wurden irgendwann zu einem zusammengefasst. Großartig! Und zwar sind die anscheinend sogar bis zum Verteiler geführt ... | |||
| 6 - Nahezu tödlicher Stromunfall -- Nahezu tödlicher Stromunfall | |||
| Also klassische Phasung mal wieder...
Ja, 1950 hatte man es noch nicht so mit der Aderfarbgebung. Zu Zeiten von NGA in Bergmannrohr kamen fast ausschließlich schwarze Adern zum Einsatz. Klassische Nullung ist da natürlich extragefährlich. ... | |||
| 7 - Fehlersuchbild -- Fehlersuchbild | |||
Zitat : Gibt es denn in Wien/Umgebung keinen Elektriker, der nicht meint dass Rot verboten ist und man sowieso alle 2 Jahre alle Installationen anpassen muss und etwas besseres als diesen Murx abliefert?? Wenn ich das wüsste... ich bin seit Jahren auf der Suche! Mit meinem bisherigen Favoriten hatte ich die erste Diskussion wegen roter Adern (die meine Begeisterung ziemlich gedämpft hat) mit dem Profi hier gleich die nächste. Er meinte auch, Bergmannrohre seien komplett verboten und müssten bei jeder sich bietenden Gelegenheit ersetzt werden (ich wollte die 12V-Versorgung der Sprechanlage durch ein vorhandenes Bergmannrohr ziehen). Immerhin war der Chef fähig, eine simple FI-Schutzschaltung zu verstehen und seinem Monteur mitzuteilen, er möge gefälligst NICHT die Zuleitung der Neozeds an das Gewinde klemmen und drei Leiter in die Klemme würgen. Seinen Namen an diesem Machwerk zu hinterlassen war ihm aber wohl auch zu heiß. Ich klebe bei Gelegenheit seine Visite... | |||
| 8 - Treppenhausbeleuchtung -- Treppenhausbeleuchtung | |||
Zitat : stelle es mir lustig vor,wenn ich bein Wäscheaufhängen alle 2 - 3 Minuten durch die Dunkelheit zum nächsten Flurtaster rennen müßte. So war das bei uns, der Dachboden war bei Dunkelheit nicht sehr brauchbar. Zitat : ID = 850411 Das hast Du etwas falsch interpretiert: "mit Bodenbeleuchtung" bedeutet NICHT, daß diese mit über den Zeitschalter läuft - im Gegenteil, sie ist (vor Ort) separat schaltbar. Auch nicht, daß es überhaupt eine geben muß. Sondern, daß man an eine Steigleitung von nur drei Adern (bei TN-C-System) bzw. 4 Adern (bei TN-S- und TT-System) neben den Tastern und den zeitgesteuerten Lampen auch Dauerverbrau... | |||
| 9 - Mängelliste E-Installation - hab ich was übersehen? -- Mängelliste E-Installation - hab ich was übersehen? | |||
Das wird immer lustiger
Einige der Steckdosen waren mit H05VV-F angeschlossen, das in den Styrodurplatten unter dem Fertigparkett verlief, dann bei der Wand abgemantelt(!) in Verlegeart C überging... ob die Leitung mit dem Styrodur verklebt war oder das eine chemische Reaktion zwischen Schaum und Leitung war wüßte ich auch gerne! Hitze dürfte wohl nicht im Spiel gewesen sein da auch einzeln verlegte Koaxleitungen betroffen waren. Der Elektriker legt morgen los, deswegen habe ich schon mal alles abgebaut was mir noch brauchbar für den Hausgebrauch erschien - war nicht allzu viel... ein paar AP-Steckdosen, zwei Feuchtraumleuchten 60W aus der Speisekammer, ca. 7m NYM-J 3x2,5, die gleiche Länge H05VV-F3G2,5, etliche Stangen Minikanal 15x15mm weiß und so. Da der Elektriker gemeint hat er schmeißt alles weg kommt (wenn ich die Zeit erübrigen kann) heute noch der Verteiler dran - ich meine hallo, ein 1 Jahr alter Hager Volta mit 5 Moeller-LSS 1+N in 1 TE Breite und FI 40/4/0,03 und einfach entsorgen?!? Hübsch fand ich den Anschluß des Wechselschalters in der Speisekammer... das war schon der dritte oder vierte Fund dieser Schaltungsart (in jeweils verschiedenen Häusern), offenbar ist es recht verbreitet die Funktion... | |||
| 10 - Sicherungskastenbildersammlung -- Sicherungskastenbildersammlung | |||
| Die Bestandsanlage und die neueren Teile berühren sich hier nur in der Unterverteilung. Die Originalanlagenteile sind auch dem Baujahr 1955. Fast alles im Bergmannrohr mit Einzeladern. Verwendet wurden ausschließlich die Aderfarben rot (PEN) und schwarz. Merkwürdig finde ich, dass eben nicht grau als PEN verwendet wurde.
In zwei Zimmern ist zum Schalter an der Tür Stegleitung verwendet worden. Merkwürdig auch dort: Es liegt jeweils zweimal NYIF-2x (mit grau/schwarz) und es wurden jeweils nur die schwarzen Adern verwendet! Die drei Stromkreis am FI führen alle ins Badezimmer (Licht+Steckdose, Waschmaschine, Trockner). Letzteres obwohl überhaupt kein Platz für eine Trockner vorhanden ist. Eigentlich passt schon die Waschmaschine nicht ... aber das ist ein anderes Thema. Von den "neuen" Küchenstromkreisen (Herd, Steckdose+Spülmaschine) ist keiner über FI geführt. KK ... | |||
| 11 - Altbau Schutzleiter nachziehen -- Altbau Schutzleiter nachziehen | |||
| Ich habe mal wieder eine Vorschriften-Interpretationsfrage.
Gegeben sei eine Wohnung aus den späten 1950ern, Eigentum in Österreich. Elektroinstallation Aderleitung Ye in Bergmannrohr, seit der Errichtung weitgehend unverändert, mit ein paar "Kleinigkeiten". Vor allem hat der Vorbesitzer die Lichtstromsteckdosen ersetzt, jetzt sind dort Schukosteckdosen, natürlich sämtlich ohne Schutzleiter. Da die Installation als 127/220V-Netz errichtet wurde, sind alle Adern schwarz. Darf man Schutzleiter nachziehen und den Rest belassen oder ist das als wesentliche Änderung anzusehen und daher die schwarzen Neutralleiter nicht mehr zulässig? Die Blech-Schalterdosen hätte ich ausgetauscht, da sowieso die meisten Einfach-Steckdosen gegen doppelte getauscht werden sollen. Anstelle von Abzweigdosen gibt es noch die alten Holzrahmen mit Blechdeckeln. Müssen diese unbedingt entfernt werden oder bleiben sie beim bloßen Nachziehen von Schutzleitern ebenfalls unberührt? Den Verteiler hat der Vorbesitzer erneuert, FI 40/4/0,1-S, FI 40/2/0,03, LSS B13A und B16A von Hager und Moeller, Zählerschleife 6mm2, abgesichert mit 25A gL. ... | |||
| 12 - Deckenlampe aufgehängt...nun steckdose kein strom mehr... -- Deckenlampe aufgehängt...nun steckdose kein strom mehr... | |||
| Freilich kenne ich diese Methode... nur zu gut. Da hängen dann 5 schwarze G-Drähte aus der Decke und die Vormieter haben jeden einzeln abgeschnitten und mit Leukoplast umwickelt. Dann geht das große Messen los - erst 1-polig den Dauer-L und den geschalteten ermitteln, dann 2-polig den N und die verbleibenden Adern sind die abgehenden.
Bei einem Freund (Haus von 1960) war das auch so, für die Balkonbeleuchtung. Installation übrigens in Bergmannrohr an die Rohdecke genagelt, darunter Gipskartondecke (beim Bau wurden in die Schalung Holzdübel eingelegt, an denen einerseits die Rohre befestigt, andererseits die 25x50mm-Traglattung für die Gipskartondecke). Zuletzt habe ich das unter Verwendung einer Deckendose in einem Bau von etwa 1999 gesehen. Das war vielleicht eine Riesenkrake! ... | |||
| 13 - Warum wechselstromzähler ? -- Warum wechselstromzähler ? | |||
| Unser Haus in Niederösterreich, an der tschechischen Grenze, bekam 1949 Strom. Die Leitung kam über den Dachständer des Nachbarn zu uns, der Zähler saß in der überdachten Einfahrt an der Mauer zumNachbarn. Vermutlich direkt auf dem hölzernen Zählerbrett saßen zwei Diazedsockel für die beiden Leiter eines Stromkreises. Von dort gingen, teils im Stahlpanzerrohr, teils in Bergmannrohr zwei Adern 1mm2 ins Haus. Jedes Zimmer hatte eine Leuchte, entweder Wand- oder Deckenleuchte und einen Schalter. Im ganzen Haus (ca. 65m2 sowie 2 Ställe mit zusammen ca. 25m2) gab es zwei(!) Steckdosen, eine in der Stube und eine in der Küche. Gekocht und geheizt wurde mit Holz und/oder Kohlen, Wasser gab es bei der Pumpe vor dem Haus (Gemeinschaftsbrunnen auf Gemeindegrund), das Plumpsklo war hinten im Hof. So wurde das bis 1976 bewohnt.
In Wien gab es dagegen immer und überall Gas, daher wurden auch für 120m2-Luxuswohnungen um 1965 25A Wechselstrom für völlig ausreichend erachtet. Drehstromzähler gab es für Gewerbebetriebe und Aufzüge, selten auch für Elektroherde. Wirklich flächendeckend durchgesetzt hat sich Drehstrom im Neubau erst in den 80ern, in der Altbausanierung noch später. Ich kenne eine Einzimmerwohnung von 1970, ohne Gasanschluß, die zum Bauzeitpunkt über 20A Wechselstrom und zw... | |||
| 14 - Welche farben für Wechselschaltung ? -- Welche farben für Wechselschaltung ? | |||
| Sofern nicht in den selben Dosen durchgezogene Drehstromkreise herumvagabundieren oder die Schaltung von einem aufgeteilten Drehstromkreis versorgt wird spricht aber IMO auch nihts gegen die Verwendung von braun und grau (wenn der ungeschaltete L schwarz ist, sonst ist braun ungeeignet).
Zu Zeiten von G-Drähten/NGA gab es über weite Strecken nur schwarze Adern, die Korrespondierenden wurden mit bunten Fäden an den Enden markiert Erhöht allerdings den Arbeitsaufwand beim Verklemmen sicher beträchtlich, wenn man die Fäden nicht schon vor dem Einziehen (wo sie potentiell runterfallen oder vom Teer im Bergmannrohr einheitlich schwarz gefärbt werden) anbindet und daher alles einzeln durchläuten muß.
Nachtrag: hier in der Gegend scheint es Konvention zu sein, für geschaltete L violett und orange zu nehmen, für Korrespondierende bleiben folglich von den Standardfarben nur mehr braun, grau und weiß. Habe auch schon Installationen mit weißen Korrespondierenden und grauem L' gesehen, da wird die Sache dann etwas lästig. [ Diese Nachricht wurde geändert von: Trumbaschl am 27 Jun 2009 13:00 ]... | |||
| 15 - Unser neues Haus -- Unser neues Haus | |||
| Letzte Woche war mal wieder Bastelstunde. FI gegen einen 30mA getauscht und im Zuge der allgemeinen Umbaumaßnahmen (Möbel raus, Verputz abschlagen,...) schon den einen oder anderen Blick auf die Elektrik geworfen (Generalsanierung kommt unmittelbar nachdem GWS erledigt ist).
Im Bad gab es ein Rohr, in das 6 Adern reingehen und nach 20cm gerader Strecke nur 5 herauskommen. Woran liegts? Mal kurz gezogen... die eine Ader reicht nur 10cm ins Rohr und ist am Ende blank. Das andere Ende? Ca. 2m lang und endet genauso blind im Rohr... Jeder will doch in einem Wohnraum eine Wandleuchte mit nackter Glühlampe (vulgo "Klolampe") die man nur von der danebenliegenden Küche aus schalten kann... Als die Vorbesitzer die Elektrik teilweise erneuern ließen, haben sie das nicht etwa abmontiert, sondern einfach nur die Küchenzeile vor den Schalter gestellt... Das Bergmannrohr zum Schalter haben sie 10cm über der Schalterdose aufgeschnitten um eine Abzweigdose zu setzen (natürlich Federdeckel im Handbereich), die spannungsführenden G-Drähte dabei völlig ruiniert (auf 2cm blank), aber nicht etwa abgeklemmt oder erneuert... nein, nur in das selbe Rohr noch zu L und L' noch einmal L, N und PE dazugezogen um eine Steckdose zu versorgen. Ja und das Nebenzimmer kann man ja ... | |||
| 16 - Mal wieder Baustelle Marke Uralt -- Mal wieder Baustelle Marke Uralt | |||
| Stimmt, wäre nicht uninteressant. Ich hab leider keine Idee, wo ich diese Zahlen herkriegen könnte.
Beschwören würde ich den Unterschied definitiv nicht... meine Oma hat im (großflächig zerbombten) Münster/Westf. in einem überlebenden 30erjahre-Bau gewohnt und die Elektrik dort war mindestens so haarsträubend. Steckdosen mit 1,5mm2 und H20A, bröselige Stoffadern in Bergmannrohr (die zeitweise Kurzschlüsse verursacht haben, weil von oben Wasser in die Rohre lief...) Steckdosen, bei denen man den grüngelben entweder gar nicht findet (weil er nicht existiert) oder er in der nächsten Dose blind endet... Leuchtenauslässe mit grau-grau-rot (grau waren beides L für Serienschalter, rot war der N im TT)... Dosen mit Serienschalter und Schukosteckdose in denen ich ausschließlich schwarze Adern sehen konnte... und so weiter. Oder anderes Beispiel... auf www.burenreege3.de verfolge ich ab und an die Renovierung eines Bauernhauses in Westdeutschland mit. Die Verkabelung? Textiladern in Bergmannrohr AP, alles klassisch genullt. Also gar so selten ist museale Installationstechnik auch in DE nicht. Achja oder bei Verwandten die originale Elektrik von 1955 mit ... | |||
| 17 - Altösterreichische Elektrik, gut gepflegt und in Betrieb -- Altösterreichische Elektrik, gut gepflegt und in Betrieb | |||
| Nachdem die Bilder von echt haarsträubender Technik immer mehr ausufern, biete ich jetzt einmal Fotos von zwar uralter, aber voll damaligen Standards entsprechender Installation.
In der Wand findet sich eine Mischung aus Textiladern in Bergmannrohr (1mm2 Cu), PVC-isolierten Adern 1,5mm2 in ebensolchen und österreichischer Stegleitung in alten Aderfarben. Die Gummiisolierung der Textiladern ist noch perfekt in Ordnung, und die Isolationswerte passen auch. Einzig der fehlende Schutzleiter ist nach heutigen Gesichtspunkten nicht ok, aber das ist Altbestand und zumindest mit 30mA-FI geschützt. Die in der Wohnung vorhandenen Schukosteckdosen (Mischung war ja in Österreich immer üblich) haben alle separate Schutzleiter, früher von der Wasserleitung, jetzt von der Steigleitung (TN-C-S mit PEN-Aufteilung im HAK). Rare Doppelkombination mit kleinem Rahmen (Abstand zwischen den geräteeinsätzen kleiner): Bild eingefügt Versorgung für Kleingeräte: Bild eingefügt Tischleuchte in SK 0: | |||
| 18 - Gruselkeller (jede Menge Bilder) -- Gruselkeller (jede Menge Bilder) | |||
| Wegen dem Schalter... ich find leider kein Bild. Die gabs sowohl in FR-Ausführung als auch UP, rechteckig, weiß. Und die Wippe war eben nicht glatt wie heute, sondern hatte in der Mitte einen (normalerweise waagrechten) Knick, so daß in beiden Schaltstellungen eine Hälfte der Wippe parallel mit der Plasteabdeckung war. Muß DER Standard-Lichtschalter gewesen sein, hab die überall gesehen.
Zitat : bergmannrohr ?O_o dieses Kulu rohr ( so nennen wir das hier unter kollegen) iss solch ein rohr aussen blech innen getraenkte teerpappe etc ? O_o oder redest du von einer anderen variante von rohr ?*g Genau das meine ich. Erfunden wurde das Zeug angeblich von einem Herrn Kuhlo, der speziellen Kuhloteer verwendete. Und in vielen Gegenden heißt das Zeug eben Bergmannrohr, vielleicht nach der Firma Ing. Ernst Bergmann Berlin. Wurde hier von vielleicht 1910 bis in die 60erjahre verwendet und dann langsam von Kunstoff verdrängt. Anfangs waren da immer stoffisolierte ... | |||
| 19 - Leitungsschutzschalter defekt -- Leitungsschutzschalter defekt | |||
| Also beim Leuchtenauslaß seh ich ganz eindeutig eine Porzellan-Endtülle für Bergmannrohr, das läßt mich hoffen, daß der Rest auch verrohrt ist.
Und im Übrigen... in Wien hätte noch vor 10 Jahren jeder Elektriker eine SK I-Leuchte so als SK 0 angeschlossen. Hier in der Wohnung in der ich sitze ist das überall so, bzw. hängen überhaupt noch uralte SK 0-Leuchten. Bis Mitte der 80er oder so wurde bei Leuchtenauslässen meistens gar kein PE gelegt. Oder wenn (bei manchen Mutt-90er-Renovierungen) ist völlig unklar wo der herkommt, weil die Versorgungsleitung nur 2-adrig ist und irgendwo mitten in der Mauer von Textiladern in Bergmannrohr auf moderne Adern in Flexschlauch wechselt und plötzlich auch ge/gn dabei ist... Ich hab gedacht ich würg den Verein, der das gemacht hat wie ich beim Stiegenhauslicht Fehler gesucht hab... ich glaub das war so Ende der 90er der letzte Sonntagsjob von 2 Rentnern... nachdem der Fehler aber leider wo anders lag, wurde dort oben natürlich nichts geändert. ging ja alles wieder. ... | |||
| 20 - Elektroinstallation in der ARD-Sendung Gutshaus 1927 -- Elektroinstallation in der ARD-Sendung Gutshaus 1927 | |||
Tach Zusammen, habt Ihr eben die Sendung Gutshaus... in der ARD gesehen?? In der heutigen Folge wurde das Haus bestromt. Das Haus wurde ausgestattet wie 1927: - Baumwollisolierte Adern im Bergmannrohr - Drehschalter und Lichtstromsteckdosen aus Keramik - Leuchten mit Kohlefadenlampen - Zählertafel aus Marmor mit Keramik-Diazed und Schalter - Schuko-Steckdose für die Waschmaschine (auch org. 1927) - handgegrabene Mastlöcher mit schönem Kreuzbund auf den Freileitungsseilen ... - viele alte Haushaltsgeräte Wie vereinbart sich das mit Herrn und Frau VDE? Sind o.g. Teile im Neueinsatz überhaupt noch zulässig? Wo bekommt man das Zeug überhaupt noch? Viele Grüße Udo edit: Betreff auf ausdrücklichen Wunsch von Gilb korrigiert. [ Diese Nachricht wurde geändert von: Mr.Ed am 28 Okt 2005 16:07 ]... | |||
| 21 - In Deutschland nicht möglich -- In Deutschland nicht möglich | |||
Im Zweifelsfall verwenden die dort Leiungen Typ Amerikanski, die haben von Haus aus höhere Querschnitte, zur Festinstallation gibts da nichts unter 14 AWG, das ist ca. 2,4mm2. Würde jedenfalls zu den US-Steckdosen gut dazupassen. Hab ich schonmal von der verglasten Veranda meines Onkels in Oberösterreich erzählt? Dort gibt es eine Deckenleuchte. Versorgung: verdrillte Stoff-Einzeladern auf Porzellanisolatoren, ein Porzellan-Drehschalter, Verbindungen gezwirbelt, vielleicht sogar gelötet, mit Gewebe-Isolierband umwickelt und offen auf der Wand. Ist noch heute so in Betrieb wie es im Jahre 1905 installiert wurde... (das Haus hatte bereits überall elektrische Leitungen Jahre bevor der Strom eingeleitet wurde). In einem anderen Zimmer sind L und N nebeneinander auf jeweils eigenen Isolatoren... "modernere" Teile der Installation wurden von meinem verstorbenen Großonkel aufputz in Bergmannrohr ausgeführt. Teilweise wurden neue Adern eingezogen (mit Schutzleiter), aber damit hats sich auch schon... und der Verteiler wurde auch mal erneuert, der einzige mir bekannte moderne Hutschienenverteiler als Wohnungsverteiler mit lauter Neozeds drinnen... ... | |||
| 22 - Zählerkasten -interne Rohrverlegung -- Zählerkasten -interne Rohrverlegung | |||
Ups, stimmt, verzählt.
Trotzdem ist IMHO bei Rohrverlegung jeder zusätzliche Bogen einer zu viel. Meine persönliche Faustregel ist: bei mehr als 2x 90 Grad zwischen Abzweig-/Zugdosen ist Schluß mit Einziehen. Bei Bergmannrohr sind 2 schon meistens zu viel, Außer vielleicht man macht den Durchmesser viel größer als eigentlich nötig. Bei FX 20 und 3 Bögen kriege _ich_ jedenfalls keine Feder mehr durch. Und bei FX20 mit 4x1,52Ye und 4 90-Grad-Bögen haben sich die Adern um keinen Millimeter mehr bewegen lassen... habe ich bei uns im Badezimmer vorgefunden, half nur mehr Austausch.... | |||
| 23 - E-Herd mit Wechselstromzähler -- E-Herd mit Wechselstromzähler | |||
| Normalerweise verteilt man einen Herd auf mehrere Außenleiter - für dich vermutlich unter Phasen bekannt. Beim Wechselstrom haben wir davon bekanntlich eine, beim Drehstom (oder Kraftstrom) sind es drei davon.
Von Phase gegen Neutral bzw. Null liegen 230V an wie du es kennst. Bei Drehstrom hast du zwischen den Phasen aber 400V (deswegen auch Kraftstrom). Der Herd nimmt nun normalerweise die 3 Außenleiter vom Drehstom und schaltet die gegen Neutral/Null. Dadurch wird die Leistung schlicht auf mehrere Leitungen verteilt. (8260W / 3 Phasen / 230V = knapp 12A pro Phase.) Da eine normale Herdleitung im Haushalt in der Regel mit 3x16A abgesichert ist kann sie a) dünner sein und b) billiger. Da der Herd aber nur die 230V nutzt und nicht die 400V zwischen den Außenleitern kann man prinzipiell auch die 3 Außenleiteranschlüsse am Herd alle mit der gleichen Ader anschließen. Diese muß dann aber entsprechend dicker sein da sie (die 8260W / 230V = ) fast 31A aushalten muß. Dann hast du das Problem daß der Zähler darauf ausgelegt sein muß, das setzt voraus daß deine Zuleitung ausreichend dick ist. Außerdem muß der Hausanschluss das aushalten. Bedenke daß es in einem Mehrfamilienhaus auch 2 Leute gäbe die auf den gleichen Gedanken kommen könnten. Dann hast du an We... | |||
| 24 - Gruselige Altinstallation (Teil 2) -- Gruselige Altinstallation (Teil 2) | |||
| Ich habe ja schon im Sommer einige Bilder der aparten Elektroinstallation bei meiner Oma gepostet. Jetzt ist sie ausgezogen und ich hatte unfreiwillig Gelegenheit mich nochmal mit der Elektrik zu beschäftigen.
Das Abnehmen der Lampen bescherte bereits einige Überraschungen. Netzform TN-C-S, Installation aus dem Jahre Schnee. Alles in Bergmannrohr, x-mal erweitert. Küche: Serienschaltung. 2 schwarze PVC-Adern als L, eine Textilader (N). Vorzimmer: 2 Textiladern (das hätt ich ja eigentlich überall erwartet). Schlafzimmer: 1x schwarze Einzelader, blau und gelbgrün von einem NYIF ohne schwarz (mit Mantel). Arbeitszimmer: 2x grau. Eßzimmer: 3x textil (Serienschaltung), davon einer mit grauem Isolierband gekennzeichnet, war der N). Einer davon war total mürb und teilweise blankes Kupfer. Wohnzimmer: Jetzt kommts. Grau, grau und rot. Häää? Auch nur ein Schalter vorhanden. Nachdem ich angefangen habe, die Verdrahtung der Lampe auseinanderzunehmen, kam dann recht rasch die Wahrheit ans Licht. Ehemalige Serienschaltung, durch Ausschalter ersetzt und die beiden Lampendrähte am Schalter zusammengeklemmt. Grau waren die beiden L, rot war der N... Schukosteckdosen, deren PE entweder einige Meter weiter in der nächsten Abzweigdose elegant versandete ode... | |||
| 25 - Schutzklasse Leuchte -- Schutzklasse Leuchte | |||
Zitat : Vielleicht ist es ja bereits eine dreiadrige Leitung, aber der Schutzleiter wurde nicht mit durch die Holzdecke herausgeführt... _Das_ wär echt Wiener Mentalität... A Lampn braucht ka Erdung! Schneid'ma's o! Außer in Installationen neuesten Datums (90erjahre, vielleicht 80er) hab eich hier auch bei TT noch _nie_ einen PE bei einem Deckenleuchtenauslaß gesehen
Beispiel: Ca. 1980 wurde eine Wohnung hier im Haus von einem guten Elektrobetrieb generalsaniert, inkl. neuer Zählerzuleitung, neuer HV usw. Die Deckenleuchtenzuleitungen sind samt und sonders mit Einzeladern blau und braun in Bergmannrohr ausgeführt. War da, wurde weiterverwendet, eben nur statt dem Stoffgerümpel moderne Adern eingezogen.... | |||
| 26 - Beim Auszug Uraltverteiler tauschen? -- Beim Auszug Uraltverteiler tauschen? | |||
| Ich habe hier ein sowohl rechtliches als auch elektrisches Problem. Meine Oma bewohnt seit 1967 eine Wohnung in einem MFH in NRW. Zu Weihnachten zieht sie aus und der Vermieter möchte die Wohnung renoviert zurück. Für den Fall, daß er verlangt auch die Elektroanlage zu sanieren wollte ich mich hier schon vorab ein wenig schlau machen.
Situation: 25A Vorzählersicherung (Sieht aus wie ein sehr tieft versenkter DII-LS), relativ neuer AEG-Wechselstromzähler, natürlich verplombt. Über der Zählerplatte direkt ein steinalter einreihiger Verteiler mit Haupt-FI 500mA (Schupa FI DY) und 1xH20A sowie 3 H15A LS (recht alte Bauart, größer und breiter wie moderne LS, mit einem schwarzen bzw. grauen Ein-Knopf und schwarzem Aus-Knopf, wie die Schraub-LS. Von der Zählertafel kommen schwarz grau und rot (Textil) Einzeladern, vermutlich 4mm2. Schwarz und grau gehen zum FI, rot direkt zur (rot unterlegten) PE-Schiene. Die (grau unterlegte) N-Schiene wird vom FI mit 2,5mm2 PVC-isoliert angefahren, detto die LS. Die Endstromkreise scheinen ein wüster Mix aus NYM mit alten und neuen Kennfarben, NYIF (neue Farben), PVC-Einzeladern in Bergmannrohr (sw, gr, rt) sowie baumwollisolierte Einzeladern in bergmannroohr mit rotem, nachgerüsteten PE zus ein, einzelne Adern sind im Verteiler nicht angeklemmt u... | |||
| 27 - Runde Abzweigdosen f. AP-Rohrinstallation -- Runde Abzweigdosen f. AP-Rohrinstallation | |||
| Na das schaut ja gar nicht so schlecht aus. Danke für den link!
Letztens hab ich in .de wieder einmal eine AP-Rohrinstallation aus den 30erjahren gesehen, ich glaub da kann man die Leitungen nur im zerlegten Zustand einziehen. Ein einzelnes Stück Bergmannrohr aus der Dose raus, nach 2cm plötzlich ein saumäßig enges Y-Stück, dann 2 Rohre weiter, mit höchstens 1cm Abstand parallel. Achja, die fehlenden Deckel der Abzweigdosen waren samt und sonders durch Leukoplast ersetzt! Teilweise wars weiß übermalt, aber sonst war die hellrosa Gewebestruktur unverkennbar. Gibt es eigentlich eine Fachbezeichnung für die uralten mantelleitungen, die man hier öfter sieht? Die Indoor-Version besteht aus 2 oder 3 textilummantelten Adern in einem Messingmantel, ungefähr so dick wie NYM 4x1,5, die Variante, die man meist im keller findet, ist dick wie ein Wasserrohr und mehrschichtig aus getränktem Gewebe, Bleiblech und wieder Gewebe. Zustand meistens uas, da die Adern nicht wirklich textilumsponnen, sondern eher mit Stoffstreifen lose umwickelt sind und der Gummi völlig zerbröselt. Auch bleiumhüllte Leitungen habe ich in einem Keller schon gesehen. Wirkt wie eine alte Hauszuleitung oder so. Jetzt wirds endgültig OT, aber fällt mir zum Thema Keller ein: ein völlig zerbröselnd... |
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