Man hat ja immer mal wieder Bilder, die keinen eigenen Thread rechtfertigen, die man aber trotzdem gerne zeigen würde. Für diese würde ich vorschlagen, hier einfach eine große Sammlung zu machen. Ich mache mal den Anfang.
Heut war ein guter Freund bei mir zu Besuch, plötzlich kriegt er einen Anruf von seiner Mutter "Du, wenn man hier den Geschirrspüler und den Herd berührt, kriegt man einen gefetzt!".
Schutzmaßnahmenprüfgerät und Werkzeugrucksack geschnappt und losmarschiert. Die WOhnung ist hier in der Nähe, Bj. 1960 und ich habe mit der Installation schon so meine Erfahrungen. Den Verteiler-Verhau gibt es im Sicherungskastenbilder-Thread auf Seite 14 in ID = 740447
Bei der Ankunft erstmal nach groben Problemen gesucht, Schleifen- und Netzinnenwiderstand der Arbeitsplattensteckdose nächst dem Geschirrspüler gemessen, alles unauffällig (Z
I 0,7 Ohm, Z
Schl 1 Ohm). "Wo ist denn die Geschirrspülersteckdose?"
Freund zerrt den GSP raus, dahinter: nichts. Die Leitung verschwindet nebenan. Dort alle Putzmittel aus dem Abwasch-Unterkastl beseitigt. Was findet mein Auge? Eine Merten-Herdanschlussdose an die Pressspanwand des Kastls gespaxt. Der Deckel unten komplett weggebrochen und nicht befestigt. Das ankommende NYM 3x1,5 säuberlich durch die Zugentlastung geführt, die abgehende flexible Leitung ohne Zugentlastung. Hier: Z
Schl 32 Ohm...
Ab zum Drahtverh.... äääähm, ich meine natürlich Verteiler. PE-Schiene durchkontrolliert, lockere Schrauben festgezogen, neue Messung. Z
Schl 97 Ohm. Temporär Schukostecker an den Geschirrspüler und den mit hochwertiger Verlängerung an eine Arbeitsplattensteckdose angeschlossen, ursprünglichen Stromkreis stillgelegt bis zur Reparatur/Erneuerung.
Neben der Tür war statt einer Steckdose jahrelang ein Loch in der Wand (Gerätedose), seit einigen Jahren wieder eine Steckdose. Da irgendwie mal von Ärger mit der die Rede war, hab ich da auch das Schutzmaßnahmenprüfgerät reingesteckt. Messung Z
I -> Finsternis in der ganzen Wohnung. Äääähm... kann ja wohl nur eine N-PE-Vertauschung sein!
Wie die Steckdose angeschlossen war, sieht man auf den beiden Bildern...
Zur Erläuterung: von oben kommt die Bestandszuleitung vi-vi-rt. Nach hinten geht eine weitere Leitung YM-Steg 3x1,5 (sw-gr-rt) ab. Da die alte Zuleitung kurz ist und die abgehende Stegleitung noch viel kürzer (knapp 4 cm) hat da jemand mit Blockklemmen gestückelt.
Verbunden war folgendermaßen:
L der Zuleitung (vi) mit gr der abgehenden Leitung und bl zur Steckdose
N der Zuleitung (vi) mit sw der abgehenden Leitung und sw (mit Isolierband umwickelt stillgelegt)
PE der Zuleitung (rt) an die Steckdose, PE der abgehenden Leitung blank im Leeren.
Aktueller Stand:
Zuleitung an die Steckdose, die Adern der zu kurzen Stegleitung mit Wagoklemmen und Aderstücken verlängert und ebenfalls an die Steckdose.
Als ich dann noch festgestellt habe, dass die alten Aderleitungen den Weichmacher verlieren und dieser das Kupfer komplett oxydiert, habe ich uneingeschränkt zu einer Kompletterneuerung der Anlage von der Zuleitung bis zur letzten Steckdose geraten, und zwar RASCH.
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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"