Hast zur Sicherheit die großen 1206 Widerstände genommen. An die 0603 Bauform traust du dich noch nicht ran?
Wenn du nur die LED schalten wolltest, brauchtest du die Zenerdiode oder die Freilaufdiode überhaupt nicht.
Solche Teile werden erst benötigt, wenn Spulen, z.B. die des Motors, im Spiel sind.
Solche Spulen speichern nämlich Energie in ihrem Magnetfeld und wenn man den Strom abschaltet, versucht die Spule die Stromrichtung beizubehalten.
Wenn nun keine Verbindung mehr da ist, durch die der Strom fliessen kann, entsteht dabei eine enorm hohe Spannung, bis weit über 100V sind möglich, die jedenfalls ausreicht den kleinen Transistor zu killen.
Freundlicherweise kehrt sich dabei aber die Spannung an den Spulenanschlüssen um, da die Spule ja nun nicht mehr versorgt wird, sondern selbst Energie liefert (aus dem verschwindenden Magnetfeld).
Durch diese Spannungsumkehr wird die Freilaufdiode leitend und die Induktionsspannung auf etwa 0,7V begrenzt. Da nun der Strom weiterfliessen kann, bricht das Magnetfeld nun langsam zusammen. ( 1/1000 stel Sekunde ist für Elektroniker langsam.

)
Die Schaltung mit der Zenerdiode funktioniert etwas anders.
Auch hier kehrt sich die Spannung an der Spule beim Abschalten um, so daß am Transistor eine hohe positive Spannungsspitze entstehen würde.
Die wird aber dadurch begrenzt, daß die Zenerdiode oberhalb der aufgedruckten Spannung,- 4,7V bei der, die du ausgesucht hast -, leitend wird.
Dann läuft der Strom aus der Spule am Transistor vorbei durch die Zenerdiode.
Je höher man deren Spannung wählt, umso höher wird auch die Spannung an der Spule und umso schneller baut sich das Magnetfeld ab.
Natürlich muß man bei diesen Diodengeschichten ein paar Randbedingungen einhalten.
Die Spannung, bei der die Zenerdiode leitend wird, darf nicht kleiner sein als die Batteriespannung (4,2V bei Li-Akku), sonst leitet die ZD immer etwas, und sie darf nicht höher sein als was der Transistor verträgt - hier 20V.
Die Freilaufdiode hingegen muß immer richtigherum eingebaut sein, sonst leitet sie wenn der Transitor einschaltet und dann gehen beide kaputt.
Diese Gefahr der Verpolung besteht besonders dann, wenn die Diode nicht auf der Platine untergebracht ist.
Warte mal mit der Bestellung noch ein bischen.
Vielleicht ergibt sich durch die Fotos noch die ein oder andere Ergänzung und vielleicht bekommst du ja wirklich noch deinen Gutschein.
P.S.:
Zitat :
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| Der Mosfet ist sozusagen wie ein Relais und schaltet mit einem kleinen Strom einen großen |
Nein, der MOSFET ist wirklich nur spannungsgesteuert.
Er braucht, wenn die Gateelektrode einmal so weit aufgeladen ist, daß die Source-Drain-Strecke leitet, überhaupt keinen Steuerstrom mehr.
Es gibt dazu schöne Demostrationen, wo der MOSFET eine Lampe steuert und man tippt ihm mit dem Finger am Gate nur kurz an.
Dann bleibt die Lampe über Minuten so hell, wie es der durch das Antippen auf das Gate übertragenen Spannung entspricht.
Anderseits sind diese Transistoren deshalb durch elektrostatische Aufladung gefährdet, denn weil das Gate so gut isoliert ist, kommen da leicht Spannungen zustande, die den zulässigen Wert für Ugs überschreiten.
Dann gibt es ein mikroskopisch kleines Loch im Gateoxid und der Transistor ist hin.
P.P.S.:
Du hast lichtempfindliches Platinenmaterial auf deinem Wunschzettel.
Dann brauchst du auch noch Chemikalien zum Entwickeln und zum Ätzen sowie eine geeignete Lichtquelle.
Ich rate dir allerdings momentan davon noch ab, da man einige Erfahrung im Umgang damit braucht, bis man die Herstellung so feiner Strukturen beherrscht.
Als Anfänger wirst du vermutlich nur Ausschuss erzeugen, wenn du dich gleich an SMD-Technik versuchst.
Bestell dir lieber eine Rolle Fädeldraht, da kann man die Isolierung leicht durchlöten und er hat auch die richtige Stärke für solche fliegenden SMD-Verdrahtungen.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 9 Jan 2012 2:39 ]