Ich habe mir vor ein paar Tagen eine kleine Audioendstufe mit diskreten Bauteilen aufgebaut. Zuerst mal eine kleine Version mit Teilen die ich da hatte, später sollen es >200W werden.
Prinzipiell funktioniert die Endstufe auch, allerdings liegt die Anstiegsszeit am Ausgang bei 3V/µs und die Abfallzeit bei 12V/µs. Nicht sonderlich schnell, aber für den Audiobereich ausreichend. Allerdings wäre es schön, wenn die Anstiegszeit auch ähnlich schnell wäre, wie die Abfallzeit. Dann wäre das ganze zumindest symmetrisch.
Den Grund für die geringe Anstiegszeit habe ich auch schon gefunden:
Anstelle von T3 und T4 habe ich 330Ohm Widerstände eingesetzt.
Da durch die Stromquelle T2 nur etwa 2,5mA fließen, reicht der Strom nicht aus, um Q7 ausreichend stark anzusteueren, damit dieser schnell einschaltet.
Vergröße ich den 330Ohm Widerstand, wird die Endstufe instabil, mit anderen Worten sie schwingt irgendwo bei einigen 10 bis >100kHz. Wenn ich anstelle der Widerständ die beiden Transistoren so wie im Schaltplan einbaue, schwingt die Endstufe bereits ohne Aussteuerung. Mit Widerstand nur/vor allem (je nach Widerstand) im Bereich der negativen Halbwelle.
Die einfache Lösung wäre C3 zu vergrößern. Dadurch reduziert sich leider die Bandbreite auf etwa 10kHz. Mit 100pF komme ich auf etwa 100kHz, das ist ideal.
Ich bin langsam echt ratlos, wo ich dran drehen könnte, damit die Schaltung stabil wird.
Momentan verwende ich einen großen 10 Ohm Drahtwiderstand als Last. Der ist ein kleinwenig induktiv und kommt einem Lautsprecher damit ein wenig näher als ein reiner Widerstand.
Dieser beeinflusst die Stabilität nur minimal (mit ist es ein wenig instabiler als ohne). Ein Boucherot Glied am Ausgang aus 10 Ohm und 220nF ist ebenfalls vorhanden. Das müsste ich mit unrealistischen Werten dimensionieren, damit die Schaltung einigermaßen stabil wird.
Betriebsspannung ist momentan +/-15V für die Endstufe und +/-23V für die Eingangs und Treiberstufe.