Empfangsprobleme mit Mittelwellen-Röhrenradio

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Empfangsprobleme mit Mittelwellen-Röhrenradio
Suche nach: röhrenradio (181)

    










BID = 1063402

Corradodriver

Schriftsteller



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Ja, das versuchte ich damit auszudrücken. Hab mal nen YT-Video gesehn, wo man den Kondensator einfach zwischen den Fingern gehalten hat, und das "Signal" an den beiden Anschlüssen des Kondensators gemessen hat. Beim Masseanschluss (Außenbelag) sollte der Ausschlag auf dem Ozzi größer sein.
Hab ich so versucht, konnte aber keinen messbaren Unterschied feststellen. Somit konnte ich den Masseanschluss nicht identifizieren. ERGO: Blind reingelötet, in der Hoffnung es würde passen.

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MFG Andy

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Corradodriver am  2 Mär 2020 21:20 ]

BID = 1063422

stego

Schreibmaschine

Beiträge: 2171

 

  

Servus!


Zitat :
@ Stego, diese Erkenntnis hatte ich auch schon. Bin bei dieser Röhre rausgekommen...
https://www.ebay.de/itm/303136697559
Ein vernünftiges Angebot?

Ist vollkommen in Ordnung, das Röhrenprüfgerät Funke W19 (hab ich auch in der Werkstatt) zeigt ja ca. 90 % Emission an, geschätzt, da "?"-Bereich von 40 bis 60 % geht.

Zitat :
Das Problem, was ich dann aber haben werde, ist, rauszufinden, was außer der Röhre am Aufbau noch geändert oder ggf. sogar verstellt wurde.

Wenn Du den Neu-Aufbau gemäß Schaltplan gemacht hast, dürfte da nichts großartig geändert oder gar verstellt worden sein. Was will man in der Endstufe auch groß "justieren"? Ganz im Gegensatz zum HF und ZF-Teil gibt's in der Endstufe nichts abzugleichen.

Wegen des Brumms:
Hast Du im Verlauf der Reparatur den Ausgangsübertrager und/oder die Feldwicklung mal abgelötet und möglicherweise eine der beiden Wicklungen umgekehrt wieder angelötet? Stichwort: Brummkompensation.
Dass die Elkos richtig verlötet wurden, davon gehe ich mal aus.

Offtopic :
Da gibt's die lustige Geschichte, wo ich bei einem nagelneuen Becher-Elko mal auf den Massering reingefallen bin: Ein EMUD Radio von ca. 1952 wurde von mir generalüberholt, auch der Lade-/Siebelko im Netzteil mit 50+50 µF kam neu rein. Sparsam, wie ich halt bin, nahm ich einfach den vorhandenen Massering des alten Elkos, ohne darauf zu achten, dass der alte Elko zwar 3x so hoch war wie der neue, dafür etwas dünner im Durchmesser. Das führte dazu, dass der alte Massering das Alu-Gehäuse des neuen Elkos nicht berührte - Probelauf, heftiger Brumm, dass die Bude zitterte. Und zusätzlich bekam ich beim Berühren des nicht masseverbundenen Elkos noch eine betoniert. Aber Vorteil: Ich wusste SOFORT, wo der Fehler lag. Neuer Massering, fertig, Radio lief perfekt.


Gruß
stego

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BID = 1063443

Corradodriver

Schriftsteller



Beiträge: 904
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Zitat :
Wegen des Brumms:
Hast Du im Verlauf der Reparatur den Ausgangsübertrager und/oder die Feldwicklung mal abgelötet und möglicherweise eine der beiden Wicklungen umgekehrt wieder angelötet? Stichwort: Brummkompensation.
Dass die Elkos richtig verlötet wurden, davon gehe ich mal aus.


Die Feldwicklung MUSSTE ich ablöten, anders hätte ich das Chassis nicht aus dem Gehäuse bekommen. Ich hab aber Vorher/Nachherbilder gemacht, wo die Position der Kabelfarben drauf ersichtlich ist, und danach wieder zusammen gebaut.


Zitat :
Das führte dazu, dass der alte Massering das Alu-Gehäuse des neuen Elkos nicht berührte - Probelauf, heftiger Brumm, dass die Bude zitterte.


Ja ne, die neuen Elkos wollte ich im Gehäuse des alten verstecken. Hab den alten dazu geöffnet und entleert. Die neuen mit den Kabeln versehen, mit Schrupfschlauch isoliert, und die Anschlüsse durch den alten ELKO-Sockel geführt und angeschlossen. Und die Masseleitung (Starrer 1,5mm²-Draht) direkt am Kabelanschluss des Masserings verlötet. So, das ich später nur wieder den Becher drüber stulpen muss, und keiner was offensichtliches sieht. So die Idee...

Ob und wie ich mit der Röhre vorgehe, weiß ich jetzt noch nicht. Ich hab jetzt über Internet jmd. angesprochen, der beruflich Röhrengeräte repariert. Der soll dann entscheiden, wenn er sich das Gerät vornimmt, ob die Röhre getauscht werden soll oder nicht.

MFG Andy


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MFG Andy

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Corradodriver am  3 Mär 2020 16:39 ]

BID = 1063499

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Wichtig: Der Wellenschalter sollte auf einem der AM-Bereiche stehen.
In der Stellung TA (Tonabnehmer), könntest du dir Brummspannung evtl auch anderem Wege einfangen.

Nun zieh mal die ABC1 aus ihrer Fassung und berichte, ob das Brummen dadurch besser wird.

Egal, wie der obige Versuch ausgeht, lege mal das G1 des AL4-Verschnitts direkt an Masse.
Dann sollte weitestgehend Ruhe sein.
Falls nicht, wirst du doch mit den Elkos etwas falschgemacht haben.
Du könntest auch mal die Brummspannung vor und hinter der Feldspule messen (AC-Bereich des DMM). Mit jedem Schritt in der Siebkette weiter weg von der Gleichrichterröhre, sollte diese Wechselspannung deutlich kleiner werden.

BID = 1064110

Corradodriver

Schriftsteller



Beiträge: 904
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So, Radio ist zurück aus der Reparatur.

Fehler in der Mittelwelle (Was auch immer das heißt).
Kompletter Abgleich war von Nöten.
Die als AL4-Ersatz zusammen gefrickelte RV209 war ebenfalls defekt.

Radio spielt jetzt wieder, empfängt jetzt auch schon mehr Sender, aber ne ordentliche Antenne brauchts trotzdem.

MFG Andy

_________________
MFG Andy

BID = 1064136

stego

Schreibmaschine

Beiträge: 2171

Servus!


Zitat :
Fehler in der Mittelwelle (Was auch immer das heißt).

Von A bis Z alles mögliche.
Möglicherweise war im HF-Teil ein Fehler, der bei MW zum Tragen kam.

Zitat :
Kompletter Abgleich war von Nöten.

Das ist bei AM keine allzu große Hexerei. FM-Abgleich ist wesentlich aufwendiger.

Zitat :
Die als AL4-Ersatz zusammen gefrickelte RV209 war ebenfalls defekt.

Was durchaus sein kann, weil die elektrischen Daten der RV209 und der AL4 doch erheblich voneinander abweichen. Dieser RV209-Verhau ist wahrscheinlich dauernd auf Überlast gelaufen.

Zitat :
Radio spielt jetzt wieder, empfängt jetzt auch schon mehr Sender, aber ne ordentliche Antenne brauchts trotzdem.

Das war bei AM schon immer Voraussetzung für guten Empfang. Früher wurde stets eine Außen-(Hoch-)Antenne mit mindestens 10 oder 20 Metern Länge empfohlen. Eine gute Erdung kann den Empfang noch deutlich verbessern.

Hat der Reparateur auch die Metallisierung an der ZF-Röhre ausgebessert? Ich hoffe doch, sonst könnte das Gerät möglicherweise zum Pfeifen neigen.

Viel Spaß mit dem Oldtimer und trotzdem: NIE unbeaufsichtigt betreiben!!! Das Gerät ist trotz Reparatur immer noch über 80 Jahre alt!

Gruß,
stego

_________________

BID = 1064144

Corradodriver

Schriftsteller



Beiträge: 904
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Zitat :

Zitat :
Fehler in der Mittelwelle (Was auch immer das heißt).


Von A bis Z alles mögliche.
Möglicherweise war im HF-Teil ein Fehler, der bei MW zum Tragen kam.


Ja, irgendwie muss es wohl damit was zu tun haben. Zumindest ließ es sich wohl nicht vermeiden, für MW und LW getrennte Antenneneingänge vorzusehen. Es wurde eine weitere ehem. "blinde" Bananenbuchse beschaltet mit einem Draht der direkt zur Vorstufe/Oszillator geht. Wohin genau, ließ sich nicht ergründen, weil ich die Abschirmung nicht nochmal abnehmen wollte.


Zitat :
Hat der Reparateur auch die Metallisierung an der ZF-Röhre ausgebessert?


Jup!


Zitat :
Früher wurde stets eine Außen-(Hoch-)Antenne mit mindestens 10 oder 20 Metern Länge empfohlen. Eine gute Erdung kann den Empfang noch deutlich verbessern.


Ich scheue mich ein wenig, solch einen Blitzableiter im Garten aufzustellen. Deshalb hab ich heute mal einen Holzrahmen für eine Rahmenantenne gebaut. Leim muss jetzt trocknen, moin kanns weiter gehen.

Zur Erdung: Mangels Erdungspunkte am Radiostandort hatte ich testweise die Radio-Erde mit dem PE-Leiter einer Tischverteilerdose verbunden. PE ist ja im Hause schließlich komplett durch geklemmt... Grooooßer Fehler. Von 11 Sendern waren plötzlich nurnoch 2 zu hören, und das mehr schlecht als recht. Die Störeinflüsse auf das Hausstromnetz sind einfach zu groß.

MFG Andy


_________________
MFG Andy

BID = 1064158

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Früher wurde stets eine Außen-(Hoch-)Antenne mit mindestens 10 oder 20 Metern Länge empfohlen.
War aber schon damals wenig praktikabel.
2..5 m Draht sollten auch ausreichen und bringen weitaus mehr als der Ferritstab in moderneren Geräten.


Zitat :
Deshalb hab ich heute mal einen Holzrahmen für eine Rahmenantenne gebaut. Leim muss jetzt trocknen, moin kanns weiter gehen.
Vergebene Liebesmüh.
Solche eine Rahmenantenne sieht zwar dekorativ aus, bewirkt aber kaum mehr als ein Stück Draht.
Einziger Vorteil ist die Richtwirkung, durch die man u.U. manche Störer ausblenden kann.




Zitat :
Dieser RV209-Verhau ist wahrscheinlich dauernd auf Überlast gelaufen.
Das muss nicht sein, denn da der 150R Kathodenwiderstand beibehalten wurde, war die -Ug1 eher hoch.

Bei den gemessenen 3V beträgt Ik 20mA, also durchaus im Normalbereich.
Selbst wenn das nach dem vollständigen Anheizen 30mA geworden wäre, dürfte auch bei Ua=Ug2= 250V die maximale G2-Leistung von 1W nicht überschritten worden sein.
Wer will, kann ja mal die Kennlinien genauer auswerten.
Allenfalls war UG2 dann deutlich höher als die aus (unbekanntem Grund "nur") erlaubten 150V.




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