Ohm-Messung am Stecker - Elektronischer Tischrechner

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Ohm-Messung am Stecker - Elektronischer Tischrechner
Suche nach: messung (4750) stecker (19710)

    










BID = 1048825

AndiM

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Habe gesucht (auch google), aber nichts gefunden ...
Habe einen alten Tischrechner, der bisher bei jedem Startversuch seine Sicherung gekillt hat.
Ich habe nun die Sicherung rausgenommen und geprüft: Die eine Seite der Sicherung kommt direkt vom éinen Pol des Steckers.
Somit ist die andere Seite mit dem 2. Pol des Steckers verbunden. Der Rechner hat einen mechanischen Ein-Aus-Schalter. Diesen habe ich für die Messungen auf Ein gestellt (sonst passiert logischer nichts).
Ich habe eine neue wie Original 0,5A Sicherung eingesetzt.
Bei der Ohm-Messung der beiden Pole des Steckers habe ich häufig 170 bis 180 Ohm. Aber nach Wechsel der +/- Polung des MM oder kurzer Pause der Messung auch ohne Wechsel der Polung steigt der Ohm-Wert stark häufig an. Bis auf 1000 - 1300 kOhm und fällt dann plötzlich und unerklärlich wieder auf Werte um 200 Ohm. Oft habe ich keinen stabilen Wert. Wechsel der Hoch- und Niederohmigkeit hat für mich keine erkennbare Regelmäßigkeit.

Frage an die "Gemeinde": Ist das Verhalten normal? Zumindest an meinem Wasser- und auch am Reiskocher hatte ich auch sprunghafte Anzeigen des Widerstandswerts. Hat sich dann stablisiert - vergleichbar dem Tischrechner. Aber der Rechner hat dann wieder hohe Ohm-Werte gezeigt, was ich an den beiden anderen Geräten nicht feststellen konnte (habe aber auch nicht so lange gemessen).

2 Folienkondensatoren habe ich bereits gewechselt - ohne Erfolg. Sicherung fliegt weiterhin. Die habe ich beide mit knapp 1µF bei Aufdruck 0,5µF gemessen.

Danke für Infos zu eurer Erfahrung
Andi

BID = 1048827

perl

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Geradezu ein Schulbeispiel, wie eine große Induktivität (des Netztrafos) den Stromanstieg verzögert.
Schalte mal das Autoranging deines Meßgeräts ab, dann wirst du stabile Widerstandswerte zu sehen bekommen.

Das hat aber nichts mit den durchgebrannten Sicherungen zu tun.
Dafür wird eher ein fauler X-Kondensator verantwortlich sein.

 

  








BID = 1048842

AndiM

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Danke für die Erklärung der springenden Widerstandswerte.

Das ist ein russisches Teil aus wohl 1976, zumindest steht dieses Jahr auf mehreren Bauteilen. Mit Nixies. Iskra 111.

Ich habe einen Kondensator im Netzteil ausgelötet. 100 µF / 50 V. Gemessen habe ich 133 µF, ESR 0,13 Ohm, Vloss 1%. Mit LCR-T4.

Am Nixie-Board habe ich einen weiteren Kondensator gemessen. 0,05 µF / 160 V. Hat 130 nF, ein Vloss von 6,8%. Ist das akzeptabel?

Last not least habe ich 2 Kondensatoren im Netzteil gefunden. Jeweils zwischen 2 Spulen. Bilder anbei. Die Teile in Gummihülle. Habe beide einseitig ausgelötet und gemessen.
Der obere im Bild liefert 170 µF Vloss = 10% - ist das zu viel? Evtl. der Grund für die vernichteten Sicherungen?
Der untere im Bild liefert um die 120 µF, Vloss um die 6%.

Die Gummiisolierung habe ich so weit es ging zur Seite geschoben, aber bisher keine Inschriften entdeckt. Wenn der eine oder beide raus müssen, dann kann ich detaillierter schauen.

Danke für eine weitere Hilfestellung für einen Nicht-Elektroniker.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: AndiM am  3 Feb 2019 16:32 ]

BID = 1048845

AndiM

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Beiträge: 26
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Dann eben jetzt die Bilder ... Geht wohl im Edit-Modus nicht.
















BID = 1048855

perl

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Zitat :
. 0,05 µF / 160 V. Hat 130 nF, ein Vloss von 6,8%. Ist das akzeptabel?
Nein, aber das kann auch ein Meßfehler sein, wenn du z.B. den Kondensator nicht ausgebaut oder zumindest an einem Bein abgelötet hattest.
Die anderen Meßwerte sind unverdächtig.
Du solltest mal die Sekundärwicklungen des Trafos ablöten (evtl. vorher markieren) und sehen, ob dann immer noch Überstrom in der Primärwicklung zustande kommt.
In diesem Fall wäre wohl ein X-Kondensator im Eingangsfilter oder der Trafo selbst defekt (was ich nicht glaube).

Falls ok, zuerst die Trafowicklung für die ICs wieder anschliessen (vermutlich um 10V~) und die gelieferte Gleichspannung(en) überprüfen.
Fals das ebenfalls ok, auch die Hochspannungswicklung für die Nixies wieder anschliessen.

Tunlichst in dieser Reihenfolge, denn der auf 170V aufgeladene Siebelkos für die Nixies kann auch nach einer Weile noch ordentlich zwicken, wenn man seine Spannung mit den Fingern "prüft". Außerdem reicht seine Ladung um etliche IC ins Jenseits zu befördern, wenn man an einer richtigen Stelle mit der Meßspitze abrutscht.


Für die Prüfungen musst du nicht unbedingt reihenweise Sicherungen verbrennen, sondern besser lötest du anstelle der Netzsicherung eine 60W oder 100W Gühlampe an. Diese sollte dann höchstens schwach glühen.
Wenn die Lampe hell leuchtet, bist du dem Kurzschluß auf der Spur.
GRÖSSTE VORSICHT MIT DEN NETZSPANNUNG FÜHRENDEN TEILEN!!!

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Haftungsausschluß:



Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !

BID = 1048974

AndiM

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Zitat :

Nein, aber das kann auch ein Meßfehler sein, wenn du z.B. den Kondensator nicht ausgebaut oder zumindest an einem Bein abgelötet hattest.


Habe ein Bein ausgelötet zur Messung. Kurzen Draht dran und gemessen. Meine, noch einen adäquaten Ersatz hier liegen zu haben.


Zitat :

Für die Prüfungen musst du nicht unbedingt reihenweise Sicherungen verbrennen, sondern besser lötest du anstelle der Netzsicherung eine 60W oder 100W Gühlampe an. Diese sollte dann höchstens schwach glühen.
Wenn die Lampe hell leuchtet, bist du dem Kurzschluß auf der Spur.


Danke, sehr guter Tipp. Werde mich voraussichtlich am kommenden WE nochmals über die Maschine knien. Ich berichte dann.

BID = 1049092

AndiM

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Beiträge: 26
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So, wie versprochen mein Bericht.

Fassung angelötet (super Tipp!), Kondensator für Nixies getauscht. Habe dann bei eingeschaltetem Gerät eine 60W-Birne reingedreht. Birne leuchete nicht, die Maschine sprang an. Birne wieder abgelötet.
Habe dann eine Sicherung geopfert - war sofort gekillt.

Fassung wieder ran, Birne rein.
Nixies brauchten etwas und 3 Starts, dann waren sie alle an. Birne leuchtete auch da nicht.

Dann ging es aber los:
Die Birne fing an zu glimmen, dann wurde sie heller und heller - und die Nixies dunkler. Habe dann die Birne zum Ausschalten benutzt.

Das ist nun nach wiederholbar:
Mittels Birne Strom an, Maschine startet und Birne glimmt. Nach ein paar Sekunden wird die Birne heller und die Nixies werden dunkler.

Gehe ich recht in der Annahme, dass noch ein oder mehrere Kondensatoren die Übeltäter sind?
Ist so ein Symptom bekannt?

Danke wieder für weitere Ratschläge.
Andi

BID = 1049097

AndiM

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Beiträge: 26
Wohnort: Rosengarten

Hmmmm ...
habe die Maschine jetzt einige Zeit in Ruhe gelassen - so 1 Stunde und
nun wieder probiert.
Auch jetzt bleibt die Birne dunkel für ca. 3-4 Minuten, dann fängt sie von ganz wenig beginnend mehr und mehr an zu glimmen und geht dann in mittelhelles Leuchten über (habe ich dann ausgemacht, dann die Birne ja dann auch beginnt, heiß zu werden). Wenn ich die Birne rausdrehe und dann wieder neu reindrehe, ist der Glühfaden rot, also nicht volle Helligkeit, wird aber dann immer heller (da mache ich dann stets sicherheitshalber aus).

BID = 1049107

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
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Zitat :
Auch jetzt bleibt die Birne dunkel für ca. 3-4 Minuten, dann fängt sie von ganz wenig beginnend mehr und mehr an zu glimmen und geht dann in mittelhelles Leuchten über (habe ich dann ausgemacht, dann die Birne ja dann auch beginnt, heiß zu werden
Da wird etwas warm.
Leider habe ich das ungute Gefühl, dass der Netztrafo einen Windungsschluss haben könnte.
Kannst ja mal die Temperatur der Wicklungen prüfen (mit dem Ohmmeter Gleichstromwiderstand in kalten und heissen Zustand vergleichen).
Oder dran riechen.

Wenn der Trafo auch in mit abgelöteten Sekundärwicklungen heiß wird, war's das wohl.

Sonst mal nachfühlen, was da warm wird.


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