SMD Bauteile löten?

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SMD Bauteile löten?
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BID = 984309

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13650
Wohnort: 37081 Göttingen
 

  


Meine ersten Versuche, einen SMD Transistor zu wechseln, sind kläglich gescheitert. Das Auslöten ging noch problemlos (mit Heißluft) vonstatten, aber beim Einlöten eines neuen Transistors ging so einiges schief.
Beim Versuch den Transistor mit einer Pinzette am Ort zu platzieren, um ihn dort mit dem Kolben anzulöten, war plötzlich mein Lötkolben (neue SMD-Lötstation mit Lötkolben und Heißluftgebläse) wieder kalt. Bei einem erneuten Versuch fiel mir der "Fliegendreck" in nämlichen. Nach einer Viertelstunde intensiven Suchens auf dem grau/schwarz mellierten Teppichboden, mit Taschenlampe auf den Knien krabbelnd, hatte ich den geflüchteten Transistor wieder eingefangen. Überglücklich faßte ich ihn erneut mit einer Uhrmacherpinzette um ihn an Ort und Stelle zu praktizieren, bis es "pling" machte und ich leise einen Aufschlag irgendwo vernahm. Das war der Moment, wo ich den Lötkolben und die Pinzette endgültig aus der Hand legte!
Meine lautstarken akustischen Bemerkungen möchte ich hier lieber nicht wiederholen.
Wer hat denn mehr Erfahrung als ich und kann mir vielleicht den einen oder anderen Tip geben, wie man es besser machen könnte?
Ich hatte etwas Bedenken, die Heißluftpistole einzusetzen, weil ich mir nicht sicher bin, ob der Transistor wirklich die Wärme verträgt.


Gruß
Peter




[ Diese Nachricht wurde geändert von: Otiffany am  7 Mär 2016 18:07 ]

BID = 984313

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17223

 

  

in Ermangelung von http://shop.ivh-ullrich.de/Kleber-41/SMD-Kleber/ benutze ich meistens in Spiritus aufgelöstes Kolophonium (je dicker der Sirup ist um so besser ) um die Fliegenschisser auf der Platte zu halten. Beim Löten hilft dann ein Streichholz die Dinger zusätzlich auf die Platte zu drücken. Wie gesagt normal mach ich um SMD einen Bogen und verwende die nur da wo unbedingt erforderlich.

_________________
Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!








BID = 984321

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13650
Wohnort: 37081 Göttingen

Daran hatte ich auch schon gedacht (eine Dose Kolophonium habe ich), aber weil das Zeug beim Löten ja auch mit weich wird und eine Klebewirkung damit wieder aufgehoben wird, habe ich den Gedanken wieder verworfen. Ich habe schon darüber nachgedacht, einen Draht mit etwas Sekundenkleber zu benetzen um damit das Bauteil besser fixieren zu können.
Es gibt ja wohl auch diese Vakuumpinzetten, aber ist das die Lösung?
Ich habe eine (mehrere) Vakuumpumpe, dazu fehlt mir nur eine entsprechende Pinzette. Ein dünner Silikonschlauch wäre vielleicht eine Lösung. Darüber muß ich mir mal Gedanken machen.

Gruß
Peter

BID = 984324

rasender roland

Schreibmaschine



Beiträge: 1470
Wohnort: Liessow b SN

Bei mir hat sich folgende Methode als recht erfolgreich erwiesen.
So oft kommt es in meiner nicht komplett ausgestatteten
Hobbywerkstatt ja nicht vor.
- Lötpads mit Entlötlitze blank machen.
- Jetzt kann der Dreibeiner plan aufliegen.
- Auf ein Lötpad kommt nun Lötzinn. Entweder ist noch genug Flussmittel
vorhanden oder man gibt noch was dazu.
- Jetzt nimmt man den Transistor und lötet ihn an das eine Pad.
Mit der Pinzette schön ausrichten dabei.
Fertig.

Macht man die Pads vorher nicht sauber liegt das Teil nicht plan auf
und springt meist von der Pinzette weg.
Oder man stellt fest das ein Bein nach dem Löten noch in der Luft hängt.

_________________
mfg
Rasender Roland

BID = 984338

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
bis es "pling" machte und ich leise einen Aufschlag irgendwo vernahm
Nur die Ruhe. Ein bischen Verlust gibts immer.
Deshalb hat man ja Reserven.
Eine gewisse Reserve war schon bei bedrahteten Bauteilen sinnvoll, denn auch die konnten schon mal auf Nimmerwiedersehen vom Tisch fallen oder beim Basteln zerstört werden.

Schaff dir eine andere Pinzette an, mit der du sicherer greifen kannst, oder streu die Bauteile auf die Platine und schubs sie dann mit Pinzette oder Zahnstocher in die gewünschte Position.
Zur Herstellung der ersten Lötstelle dann nur noch auf die Platine drücken.

BID = 984344

Rafikus

Inventar

Beiträge: 3759

Pads sauber machen, etwas Lötpaste aus der Spritze darauf, Element drauf "kleben" und dann mit der Heißluft drüber. Ein Dreibeiner saugt sich dabei genau auf seinen Platz.
Es geht auch ein Weller Gaslöter mit der Heißgasdüse.

Rafikus

BID = 984362

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13650
Wohnort: 37081 Göttingen

Natürlich habe ich nicht nur einen von diesen Transistoren, aber für 20Stck habe ich mehr als 40,- € geblecht, weil die nicht mehr produziert werden!

Vor ein paar Tagen hatte ich schon Probleme eine Leiterbahn (von einem ausgelaufenen Elko beschädigt) auf diesem Board zu reparieren. Ausgerechnet die dünnste Bahn hatte eine Unterbrechung und es war nicht möglich zwei Lötendpunkte zu benutzen, um die Unterbrechung mit feinem Draht zu brücken. Mit einer Uhrmacherlupe im Auge habe ich es aber doch noch geschafft. Leider sind meine Augen nicht so Uhrmacherlupen geeignet und die Lupe drohte immer wieder abzurutschen. Beim schnellen Zugreifen, als sie mal wieder fast aus dem Auge fiel, vergaß ich, daß ich noch die Entlötlitze in der Hand hatte. Natürlich stieß ich mir das Ende der Litze genau ins Auge und hatte dann ein paar Tage Einblutung im Augapfel.

Gruß
Peter


[ Diese Nachricht wurde geändert von: Otiffany am  8 Mär 2016  0:00 ]

BID = 984376

nabruxas

Monitorspezialist



Beiträge: 8568
Wohnort: Alpenrepublik

Alles 1/2 so wild!

Solange Du kein Finepitch oder gar Superfinepitch verarbeitest geht das mühelos.

1.) Achte auf geringem Luftstrom sonst bläst Du Dir das Teil von der PCB!

2.) Wenn möglich nimm Inertgas das macht das Löt-Leben leicht. (Ich verwende Stickstoff) Für Bastelzwecke geht freilich auch Luft.
3.) Mit dem Entlötkolben oder meinetwegen Sauglitze die Pads vom Altlot befreien. *) Du kannst das Bauteil auch ins Altlot setzen, doch musst Du dann neu Fluxen.

4a.) Ein Pad auf der PCB vorverzinnen und auch am Bauteil vorverzinnen damit es gut "flutscht". Anschließend mit dem normalen Lötkolben den einen Pin ausrichten und verlöten. Anschließend die anderen Pins anlöten.
4b.) Lötfläche Fluxen! Entweder mit einem Fluxpen, Spray oder Paste -> Einfach das nehmen was gerade herumliegt. Alle Gullwing des Transistors in Lötpste eintunken und mit Heißgas anlöten. Bauteil währenddessen mit der Pinzette an die PCB andrücken. (dabei vorübergehend auf der Zittern der Hand verzichten -> eine Auflagefläche für die Hand reicht üblicherweise aus)

5.) Lötstellen reinigen. Ich verwende einen speziellen Flussmittelreiniger.
Hier noch ein nettes Video. Zu beachten ist das Kaptonband das Kratzspuren auf der PCB verhindert!


_________________
0815 - Mit der Lizenz zum Löten!

BID = 984377

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Offtopic :

Zitat :
Natürlich habe ich nicht nur einen von diesen Transistoren, aber für 20Stck habe ich mehr als 40,- € geblecht, weil die nicht mehr produziert werden!
Eieiei!
Wie heisst denn das Juwel?

BID = 984388

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1570
Wohnort: Dresden

=>Leider sind meine Augen nicht so Uhrmacherlupen geeignet und die Lupe drohte immer wieder abzurutschen.<=



Bei SMD-Bauteilen hat sich bei mir eine
NICHTFEDERNDE Pinzette bewährt.
Diese Kopflupe ist von Vorteil da auch eine Brille darunter passt.
Billigteile mit Plastgläsern sind für mich nicht so brauchbar,
gute Teile kosten...




[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kaira B am  8 Mär 2016  4:40 ]

BID = 984404

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13650
Wohnort: 37081 Göttingen

Das "Juwel" heißt 2SA1341 und wurde vor Jahren von Sony verbaut.
Kaira, Lupenbrillen habe ich auch, aber entweder ist die Vergrößerung zu klein oder zu groß, so daß man mit dem Lötkolben nicht mehr dazwischen kommt; deshalb der Versuch mit der Uhrmacherlupe. Auch muß immer ein Auge frei sein, damit man sich orientieren kann. Dumm ist es nur, wenn man sowieso schon eine Brille tragen muß. Es ist frustrierend, wenn ich daran denke, daß ich als Jugendlicher mal 120% Sehkraft hatte! Ohne viel Licht kann ich schon lange nicht mehr vernünftig arbeiten. Ja, so ist das nun mal, wenn man älter wird. Zum Glück sind die Hände noch recht ruhig.
Nabruxas, was heißt "fluxen"?
Lötpaste habe ich natürlich keine. So oft werde ich wohl auch nicht mit SMD zu tun haben.

Gruß
Peter





BID = 984413

nabruxas

Monitorspezialist



Beiträge: 8568
Wohnort: Alpenrepublik

Flux = Flussmittel

Ein Fluxpen ist eigentlich unentbehrlich wenn man sich mit SMD Fliegensch... beschäftigt.
Vergleiche die Preise!
Einige Anbieter haben schlichtweg einen Knall bzgl. der Preisvorstellung.

zB.
Fluxpen


_________________
0815 - Mit der Lizenz zum Löten!

BID = 984442

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Das "Juwel" heißt 2SA1341 und wurde vor Jahren von Sony verbaut

Der PDTA144ET (gibts beim C) hätte nicht gereicht?

BID = 984452

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13650
Wohnort: 37081 Göttingen

Der hätte sicherlich auch gepaßt, aber irgendwie bin ich beim Suchen der Datenblätter immer wieder fehlgeleitet worden.
Na ja, Dummheit muß bestraft werden
Ich hake es als Lehrgeld ab!
Jetzt habe ich aber die geeignete Pinzette in der Hinterlassenschaft meines Schwiegervaters gefunden!

Gruß
Peter




BID = 984456

nabruxas

Monitorspezialist



Beiträge: 8568
Wohnort: Alpenrepublik

Krasses Teil!

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