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BID = 896614
ambergauer Neu hier
Beiträge: 30 Wohnort: im Ambergau
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Moinsen!
Ich hab mir mal den Sicherungskasten unseres Einfamilienhauses Baujahr 1997 mal genauer angeschaut und muss da bezüglich dem FI mal ein paar Fragen stellen. Habe vorher schon aber einiges im Internet nachgelesen.
Der FI sichert nur das Badezimmer ab. Das war zu dem Zeitpunkt ja auch so vorgeschrieben.
An diesem Punkt verstehe ich aber nicht, warum man nicht gleich das ganze Haus über einen FI abgesichert hat und nicht nur das Badezimmer?! Von den Kosten her wäre das ja kaum ein Unterschied gewesen.
Mittelfristig werden wir also das mal machen lassen, damit alles abgesichert ist.
Nun aber die Hauptfrage: Auf dem FI steht In 25A. Die Hauptsicherung (die die ich sehen kann, also nicht die verblomten und unter Abdeckungen versteckten, am Stromzähler und Hausanschlusskasten) hat aber 63A. Es ist so ein "Schaltautomat" der wohl alle drei Phasen auf ein mal schaltet, also keine Schmelzsicherung, von daher kann da auch niemand mal was dran verändert haben.
So wie ich das nachgelesen habe, ist das aber doch falsch und gefährlich, die Amperezahl des FI muss doch größer als die der Hauptsicherung sein?!
Und schonmal zum Verständnis vorweg: wenn der Elektiker dann einen FI für alles einbauen wird, darf der dann 63 Ampere haben, also gleich der Amperezahl der Hauptsicherung, oder muss er die Hauptsicherung ausbauen und kleiner dimensionieren?!
Vielen Dank für die Aufklärung!
Gruß vom Tom |
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BID = 896617
Trumbaschl Inventar
Beiträge: 7573 Wohnort: Wien
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Zu deinen Fragen:
1) Vermutlich schlicht weil es nicht vorgeschrieben war. "Des hamma imma scho so gmacht!" ist nicht nur in Österreich ein gängiges Motto. Brauch' ma net, moch' ma oiso a net.
2) Derzeit ist hinter dem FI vermutlich nur ein Sicherungsautomat mit maximal 16 A. Der schützt auch den FI vor Überlastung.
3) Entweder das, oder man setzt eigene FI-Vorsicherungen, ist eventuell einfacher. Es könnte aber sein, dass das gar keine Hauptsicherung sondern nur ein Schalter ist, und die eigentlichen Hauptsicherungen kleiner sind. Ein 40-A-FI wird es aber mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens sein müssen, Hauptsicherungen unter 35 A sind heute selten, wenn die Hütte nicht grad in Wien steht.
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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!" |
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BID = 896620
ambergauer Neu hier
Beiträge: 30 Wohnort: im Ambergau
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Moin!
Derzeit sind hinter dem 1-Poligen FI drei Sicherungsautomaten von je 16 A verbaut.
Ich hab mir den Kasten nochmal genau angesehen. Das was ich oben als Hauptsicherung beschrieben habe ist mit Hauptschalter beschriftet.
Ist ein für mich als Laien komisches Bauteil. Er kommt auf jeden Fall direkt nach dem Sicherungskasten, es gehen die drei Phasen rein und auch raus, danach sind die Sicherungsautomaten angeschlossen.
Es ist dieses Teil hier: http://www.hager.de/produktkatalog-.....9.htm
Das ist gar keine Sicherung, oder? Sondern nur ein Schalter?!
Also hat die Anlage gar keine frei zugäglichen Hauptsicherungen sondern nur die verblombten die ja glaub ich direkt unterm Zähler sitzen und die die vielleicht im Hausanschlusskasten sind.
Also sollte nicht nur ein FI für alles sondern besser auch noch eine Hauptsicherung nachgerüstet werden...
Danke schonmal!
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BID = 896622
f77 Gesprächig
Beiträge: 125 Wohnort: Bielefeld
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Ja, das ist dann wohl ein Haupt-Schalter. Die 63A geben den Nennstrom des Schalters an.
Es würde sich evtl. anbieten, anstatt des Hauptschalters einen SLS Schalter zu setzen und dahinter dann entsprechend die Verteilung neu zu organisieren. Einziger Haken ist, dass SLS Schalter relativ teuer sind, daher wäre die klassische Neozed Sicherung sicherlich die günstigere Lösung.
Für genaue Vorschläge müsste man aber natürlich mehr über die ganze Anlage wissen (Sicherung im HAK, Entfernung HAK zur Verteilung, Art des Verteilers, etc. ...).
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BID = 896623
ambergauer Neu hier
Beiträge: 30 Wohnort: im Ambergau
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Nennstrom bedeutet, dass der Schalter mit 63A belastet werden kann und danach besteht die Gefahr dass er kaputt geht? Mal ganz Laienhaft gesprochen?!
Tiefer in die Materie vom Schaltschrank undso brauchen wir nicht zu gehen, da ich das ja nicht selber mache sondern dem Fachmann überlasse. Ich will halt nur immer gerne die Grundlagen verstehen und verstehen, was ich da vor mir habe...
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BID = 896631
Trumbaschl Inventar
Beiträge: 7573 Wohnort: Wien
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Ganz genau, das Ding hat nicht mehr Funktionen als ein Lichtschalter, nur halt entsprechend stärker.
Der FI ist so ziemlich sicher falsch eingebaut und kann überlastet werden, außer die verplombten Sicherungen sind - sehr unwahrscheinlich - 25 A. Das muss also ziemlich sicher geändert werden.
Die billigste Lösung wäre vermutlich, statt des Hauptschalters (oder danach) einen 3-poligen Sicherungssockel zu setzen und dahinter die FIs. Ob das sinnvoll ist hängt aber noch von der Stärke der unbekannten Hauptsicherungen ab. Sicherungen müssen nämlich mit entsprechendem Abstand gestaffelt werden, sont fliegen bei einem Fehler eventuell beide raus, und das will man bei verplombten Sicherungen besonders gern vermeiden.
Laienbedienbare, selektive Hauptsicherungen/SLS sind schon was schönes...
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BID = 896634
Murray Inventar
Beiträge: 4830
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Zitat :
ambergauer hat am 16 Aug 2013 06:40 geschrieben :
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Derzeit sind hinter dem 1-Poligen FI drei Sicherungsautomaten von je 16 A verbaut.
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Bist du dir da sicher?
Sind die vielleicht davor?
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BID = 896641
Surfer Inventar
Beiträge: 3094
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Wie sollen sinnigerweise 3 Automaten vor einen 2poligen RCD ?
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BID = 896643
winnman Schreibmaschine
Beiträge: 1628 Wohnort: Salzburg
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wo steht da 2 poliger FI?
Vielleicht ist es ja ein 4 poliger und an jeder Phase 1x16A wäre OK.
Es gehen dann halt bei einem Fehler in allen Bädern die Lichter aus.
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BID = 896646
Elektro Freak Inventar
Beiträge: 3429 Wohnort: Mainfranken
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Zitat :
Surfer hat am 16 Aug 2013 13:39 geschrieben :
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Wie sollen sinnigerweise 3 Automaten vor einen 2poligen RCD ?
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Wo steht das der 2 Polig ist, mit 4 Polen wär das ganze doch Vollkommen ok ^^.
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BID = 896647
winnman Schreibmaschine
Beiträge: 1628 Wohnort: Salzburg
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Ich war schneller
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BID = 896653
Surfer Inventar
Beiträge: 3094
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Lesen bildet - Der TE schrieb was von einem 1 poligen ( typisch Laienmund ) . Gehen wir mal von einem 2poligen aus ( 1polige sind äußerst selten bis gar nicht anzutreffen )
Gruß Surf
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BID = 896660
der mit den kurzen Armen Urgestein
Beiträge: 17434
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Und ein FI für das gesamte Haus ist einfach gesagt nur Dummheit. Denn bei einem Fehler stehst du komplett im Regen!
Fi erhöhen den Schutz, sollten aber auch Sinnvoll eingesetzt werden.
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Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!
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BID = 896663
ambergauer Neu hier
Beiträge: 30 Wohnort: im Ambergau
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Ja, verzeiht mir meine vielleicht wegen Unwissenheit unkorrekte Ausdrucksweise...
Es ist ein FI, der nur eine Phase schaltet. Habe gerade nachgelesen, das nennt man also zweipolig.
Und an diesen sind dann die drei Sicherungsautomaten für das Badezimmer angeschossen. 1x für Licht, 1x für eine Einfachsteckdose und Spiegelschrank und 1x für eine Doppelsteckdose.
Das Gäste WC (WC und Waschbecken) ist seltsamer Weise nicht über einen FI abgesichert.
Habe gerade hier im Forum mal gestöbert, welchen FI kann ich mir denn guten Gewissens installieren lassen? Ich meine welche Firma ist OK? Die Sicherungen sind alle von ABB und da hab ich für die FI hier ja nichts Gutes gelesen..
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BID = 896667
Rhodosmaris Schreibmaschine
Beiträge: 2354 Wohnort: Lindau/Bodensee
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Vermutlich ist der HAK schon nur mit 35A abgesichert, sonst wäre doch anstatt des Hauptschalters ein 3poliger Neozedblock eingebaut worden?
Ist der HAK mit 35A gesichert, würde ich 2Stück 3polige Neozed- oder Linocursockel (je 3x25A) setzen und damit 2Stück 4polige FI "speisen". Dort wären dann sinnvoll verteilt die einzelnen Endstromkreise anzuschließen.
Den alten 2poligen FI könnte man ja auch fürs Bad behalten.
Ist der HAK größer (zB. mit 50A) gesichert, könnte man die FI-Vorsicherungen ggf. auch auf 35A erhöhen.
25Agl FI-Vorsicherung zu den 35Agl im HAK dürfte nicht 100%ig selektiv sein - das würde ich aber in Kauf nehmen.
Mit Glück fliegen im Überlastfall nur die 25A und die sind für den Endverbraucher frei zugänglich und schnell zu wechseln.
Die NH im HAK sind da nur mittels Elektriker und Plobenmeldung schwieriger zu ersetzen.
Grundsätzlich sollte ein Elektriker aber schon vor den Umbauarbeiten die Endstromkreise isolationstechnisch durchmessen, ob sie überhaupt "FI-kompatibel" sind.
Außerdem richtet sich das Vorhaben nach den Platzverhältnissen in der HVT - 2 4polige FI und die beiden Neozedsockel fressen schon ein wenig PLatz.
Dann müsste ggf. eine zusätzliche UVT errichtet werden.
ciao Maris
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