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Woher kam der Strom für einen Flakscheinwerfer? Suche nach: strom (35780) |
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BID = 644116
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Offtopic :
| Stimmt:
Obwohl das Bogenlicht weiß war, war es nicht der Weisheit letzter Schluß! | |
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BID = 644125
Kleinspannung Urgestein
     
Beiträge: 13392 Wohnort: Tal der Ahnungslosen
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Zitat :
GeorgS hat am 29 Okt 2009 23:18 geschrieben :
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@kleinspannung: ich mach dir morgen ein paar
Scans aus einem schönen alten Buch.
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Das wär nett.
Muß auch nicht gleich morgen oder übermorgen sein.
Aber interessieren täts mich doch schon.
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Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
(Albert Einstein) |
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BID = 644139
DonComi Inventar
     
Beiträge: 8604 Wohnort: Amerika
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Bild1: Deutscher Flakscheinwerfer 90*60VA
Bild2: techn. Daten
Allein die Dimensionen, wenn man vor so einem Monstrum steht, sind überwältigend!
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[ Diese Nachricht wurde geändert von: DonComi am 30 Okt 2009 0:55 ]
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BID = 644142
Kleinspannung Urgestein
     
Beiträge: 13392 Wohnort: Tal der Ahnungslosen
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Zitat :
DonComi hat am 30 Okt 2009 00:53 geschrieben :
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Bild2: techn. Daten
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Nett,aber gegenüber dem was ich so gelesen hab(den in Sinsheim hab ich ja "verschlafen")ist das von dir genannte Teil eher nur ein Spielzeug.
Die "richtigen" hatten einen Durchmesser von 1,50 bis 2m,eine Reichweite je nach Wetter von 10-12Km und wie schon erwähnt ne Stromaufnahme von läppischen 200A.
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(Albert Einstein)
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BID = 644143
DonComi Inventar
     
Beiträge: 8604 Wohnort: Amerika
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Ist ja wurscht, wollte Bildmaterial liefern.
Stell sie dir halt größer vor...
Und beachtlich sind diese Leistungen trotzdem, auch wenn sie halb so klein sind wie deine Lämpchen  .
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BID = 644144
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Zitat :
| | Die "richtigen" hatten einen Durchmesser von 1,50 bis 2m, |
Ich habe mal mit jemandem zusammengearbeitet, der erzählte, dass er als Kind kurz nach dem Krieg in solch einem Spiegel als Boot auf dem Teich herumgerudert ist!
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BID = 644148
Kleinspannung Urgestein
     
Beiträge: 13392 Wohnort: Tal der Ahnungslosen
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Hab auch grad noch was nettes gefunden.
(vom 14.August 1937)
http://www.bochumer-bunker.de/scheinwerfer.html
Was mich aber am meisten interessieren würde:
Was für ein Motor genau auf den "Stromerzeugern" drauf war.
In dem von Perl weiter oben genannten Link ist (soweit mein Englisch mitgespielt hat) von einem Achtzylinder mit 52 "Horsepower die Rede.
Und das ergibt für mich keinen Sinn.
1) erscheinen mir 52 PS für einen 24KW Generator nun nicht gerade üppig,und
2)für 52PS hat man selbst in der damaligen Zeit 4 Zylinder weniger gebraucht.
Also irgendwie beißt sich die Katze grad in den Schwanz.
Die werden doch seinerzeit nicht freiwillig einen "Achttopf" da draufgesetzt haben,wenn es nicht hätte sein müssen...
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(Albert Einstein)
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BID = 644155
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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In dem von dir verlinkten Artikel von 1937 steht, dass für den 60cm Scheinwerfer ein 4kW-Generator verwendet wurde, in dem englischen ist von 8kW die Rede.
Möglich, dass nach der Olympiade 1936, als viele solche Scheinwerfer für den Lichtdom verwendet wurden, die Leistung erhöht worden ist.
Was den 8 Zylinder angeht:
Zitat :
| | erscheinen mir 52 PS für einen 24KW Generator nun nicht gerade üppig |
Als alter Automechaniker solltest du wissen, dass 52hp wahrscheinlich um einiges weniger als 52PS sind, und rechnerisch braucht man für 24kW nur 33PS. Das kommt also hin und ergibt für einen von einem 50PS Motor angetriebenen Generator lausige 65% Wirkungsgrad.
Zitat :
| | für 52PS hat man selbst in der damaligen Zeit 4 Zylinder weniger gebraucht. |
Das steht aber da.
Vielleicht hat man sich verschrieben, aber vielleicht musste man die 50PS bei nur 3000/min machen, wenns ein Diesel war vielleicht sogar nur 1500/min. (M.W. verwendete die Wehrmacht aber keinen Diesel sondern nur Benzin)
Bei den Kfz83 ist aber auch ein Hubraum von 3,5 (64hp) bzw. 4 Litern (88,8hp) angegeben. Das können also durchaus 8 Zylindermotore gewesen sein.
Im übrigen wird noch ein B2C-Anhänger erwähnt, der mit einem 60kVA-Drehstromgenerator 220/380V ausgerüstet ist.
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BID = 644193
GeorgS Inventar
     
Beiträge: 6440
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Hallo,
in dem Link von Kleinspannung ist zwei mal
ausdrücklich von "Ottomotor" die Rede.
Dieselmotoren waren damals noch echte
Dieselmotoren, die sogenannten "schnellaufenden"
Dieselmotoren, die es heute in LKW und PKW
gibt, waren damals noch nicht (oder gerade erst?)
erfunden.
Gruß
Georg
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Dimmen ist für die Dummen
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BID = 644223
GeorgS Inventar
     
Beiträge: 6440
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Hallo,
hier die versprochenen Scans zum Thema Differentialbogenlampe
aus diversen Büchern.
Der "Hefner v. Alteneck", der erwähnt wird, ist
derselbe, der den Trommelanker erfand.
Die "Hefner-Kerze" als Lichtstandard war ein
Nebenprodukt der Bogenlampenentwicklung.
Dieser Hr. Hefner war so was wie Ober- oder
Chefingenieur bei Siemens.
Der Scan Nr. 5 stellt dieselbe Bogenlampe wie
im Scan 3 dar (von Körting), stammt aber aus
einem Physiklehrbuch der Jahrhundertwende.
Da in dem Buch die Bilder in farbiger Heliogravüre
(Luxus!) gemacht sind, wollte ich euch das nicht
vorenthalten.
Gruß
Georg
@DonComi
Parabolspiegel ist wahrscheinlich falsch.
Die Spiegel der Marinesuchscheinwerfer und der
Leuchttürme waren seit der Jahrhundertwende
Manginspiegel. Ich sehe keinen Grund, weswegen
man im 2 Weltkrieg davon hätte abweichen sollen.
Erst in den 70/80ern entwickelte Zeiß Methoden für
bezahlbare Aspären.
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Dimmen ist für die Dummen
[ Diese Nachricht wurde geändert von: GeorgS am 30 Okt 2009 14:15 ]
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BID = 644231
selfman Schreibmaschine
    
Beiträge: 1681 Wohnort: Seekirchen a. W.
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Zitat :
| | dass 52hp wahrscheinlich um einiges weniger als 52PS sind, |
Es gibt offenbar mehrere Definitionen für "Horse Power", aber die amerikanischen Pferde, von der die Einheit "HP" abgeleitet ist, waren wohl etwas kräftiger als die deutschen, und somit gilt 1 HP = ~1,014 PS.
Damit sind 52 HP schon fast 53 PS! Also eigenlich völlig überdimmensioniert für einen 24kW Generator. Wenn man allerdings eine kurze Spitzenbelastung eines solchen Generators mit ein berechnet, die leicht das doppelte betragen kann, dann könnte auch so ein Motor ohne weiters in die Knie gehen!
Schöne Grüße Selfman
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Traue keinem Ding, das du nicht selber vermurkst hast.
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BID = 644238
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Zitat :
| | die amerikanischen Pferde, von der die Einheit "HP" abgeleitet ist, waren wohl etwas kräftiger als die deutschen, und somit gilt 1 HP = ~1,014 PS. |
Nach meiner Kenntnis ist es eher umgekehrt, weil hierzulande die Wellenleistung des betriebsfertigen Motors angegeben wurde, während die Amis werbewirksam gerne den Leistungsverbrauch der Nebenaggregate wie Ventilator, Lichtmaschine, Pumpen, unter den Tisch fallen liessen.
Da fehlen dann ganz schnell ein paar kW an der Abtriebswelle.
Tatsächlich ist die Sache aber unübersichtlich, solange man nicht weiss, welche Art von hp gemeint ist: http://de.wikipedia.org/wiki/Pferdest%C3%A4rke
Siehe dort auch unter "Einzelnachweise" den Kommentar zum 9. Link.
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BID = 644296
selfman Schreibmaschine
    
Beiträge: 1681 Wohnort: Seekirchen a. W.
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Was Du meinst, ist der Unterschied der Leistungsangabe nach DIN oder SAE!
Hier ist es in der Tat so, daß bei der Angabe nach DIN die verfügbare Leistung angegeben wird, während bei der Angabe nach SAE sehr werbewirksam die vom Motor insgesammt erzeugte Leistung angegeben wird.
Schöne Grüße Selfman
_________________
Traue keinem Ding, das du nicht selber vermurkst hast.
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BID = 644611
TAB Schriftsteller
    
Beiträge: 571 Wohnort: rot-grünes Irrenhaus an der Weser
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Moin,
öfter mal was Neues, dieser 110 cm Scheinwerfer aus dem Bochumer Link samt Maschinensatz ist mir bislang nicht untergekommen. Der zugehörige Maschinensatz sieht beeindruckend modern aus, habe ich ja mal wieder was zum Suchen. Lt. L.Dv. 400 Heft 5b stammt das Teil von 1935.
Der ominöse Maschinensatz vom 60 cm Scheinwerfer hatte den Motor vom BMW 315: http://vorbild.ipmsdeutschland.de/Z......html und brauchte ganze 15 PS bei 1500 U/min, damit die Lampe leuchtete. Das Ding stand hinten auf der Krupp-Protze drauf. Irgendwie hat es im Laufe der Zeit wohl zwei Räder dazubekommen, wenn ich die Bilder vergleiche.
Für den 150er gab es den 110 V 24 kW Maschinensatz 37, Motor aus dem BMW 326 :
http://www.uploadarea.de/files/smuffjyy9zwf5nuc7g7syivjh.pdf
Das Lämpchen Typ 34 Bauart SSW hatte eine Lichtstärke von 1.2 Mrd HK (Hefnerkerze, 1 HK ist ungefähr ein Candela) und leuchtete waagerecht 10 km, senkrecht 15 km.
Für den 200er war dann der Maschinensatz auch schon was größer: http://rolfask.proboards.com/index......=244. Das Kleinkraftwerk brachte 125 Volt 60 kW, die Kohlestäbe im Scheinwerfer sollen armdick gewesen sein. Die Lichtstärke betrug 2,4 Mrd HK. Mehr zur Technik weiß ich leider auch nicht.
Ach ja, und noch der berühmte "Varta Volkssturm V3" aus Stenkelfeld, es soll ja ein 300 cm Flakscheinwerfer mit einer Lichtleistung von 10 Mrd HK bei Kriegsende in Entwicklung gewesen sein. Welcher "Dynamo" wohl zu dem Leuchtmittelchen gehört haben muß ....
Noch ein paar Bilder:
http://www.dzwi.de/60cmScheinwerfer.htm
http://www.afrikakorps.org/searchlights.htm
Viel Spaß
TAB
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BID = 644826
Kleinspannung Urgestein
     
Beiträge: 13392 Wohnort: Tal der Ahnungslosen
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Großen Dank an Georg und TAB für Links und Bilder!
Das von Georg muß noch mal in Ruhe studieren.
Und keine Ahnung,woher TAB das alles weiß,aber er hatt die für mich wohl interessanteste Frage beantwortet.
Auf den "Dynamos" waren also Motoren aus dem BMW-Programm von seinerzeit.
Müßten dann aber nach meiner Logik "gedrosselte" Versionen gewesen sein.
Denn (nach TAB):
Zitat :
| Der ominöse Maschinensatz vom 60 cm Scheinwerfer hatte den Motor vom BMW 315 und brauchte ganze 15 PS bei 1500 U/min, damit die Lampe leuchtete.
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Nach meinen Recherchen hatte der BMW 315 von 1934/35 40PS.
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(Albert Einstein)
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