Ich halte davon nicht so arg viel, aus mehreren Gründen (ich werde dir aber auch einen verbesserten Vorschlag machen):
- Wenn die 2,5mm²-Zuleitung lange ist, gehen schonmal keine 16A für den Endstromkreis, oft reichen die Abschaltbedingungen nichtmal aus, um Schmelzsicherungen gL als Vorsicherung im Kurzschlußfall zur Auslösung zu bringen.
- B/C16A ist keine gute Absicherung für Schukosteckdosen, da diese LS bis zu 23,19A durchlassen, ohne auszulösen. Besser ist B10/C10 oder B13/C13, wobei C hier evtl flachfällt wenn die Zuleitung zu lang ist.
- B16-LS hinter gL16 macht wenig Sinn, da ist fast keine Selektivität gegeben!
- Um den Spannungsfall nicht NOCH weiter in die Höhe zu treiben, sollte man kein 1,5mm² verwenden, sondern durchgängig 2,5mm²! Höchstens zu einer Deckenlampe oder so, die ja höchstens ein paar hundert Watt hat, kann man bedenkenlos 1,5mm² verlegen!
- Ich persönlich würde getrennt FI und LS nehmen, da man einerseits flexibler ist und es andererseits oft weniger kostet, zudem kann man dann auch noch ein paar kleine Kreise bilden, wenn man möchte. Zudem zeigen viele FI/LS bei Auslösung nicht an, was ausgelöst hat - der FI- oder LS-Teil
- Wenn möglich (kein felsgestein im Bodern, kein extrem harter Boden, kein "Leitungssalat", den man durchlagen könnte), würde ich Tiefenerderstäbe als Erder verwenden. Das ist insofern gut, als dass Tiefenerder generell zuverlässiger sind, als normale Staberder, zudem kann man soviele Segmente einschlagen, wie möglich (Richtwert für mindesttiefe ist etwa 7-9m). Geht es nicht so tief, kann man mit den übrigen Segmenten und einer weiteren Einschlagspitze einen weiteren Tiefenerder errichten und so die fehlende Tiefe kompensieren. Zwar kosten Tiefenerder mehr, als Staberder, bringen aber auch wie schon gesagt, deutlich bessere Ergebnisse. Man kann sogar mit mehreren Tiefenerdern eine Erderanlage für einen äußeren Blitzschutz aufbauen - etwas, das mit Staberdern sehr schlecht bis garnicht geht.
Ich brauche für ein vollständiges Konzept von dir folgende Daten:
- Länge der Zuleitung
- Absicherung der Zuleitung an der Speisestelle (dort, wo die Leitung Netzseitig angeschlossen wird)
- welche Lasten sollen betrieben werden?
Mein vorläufiger Vorschlag:
- im Speisenden Haus gL16 oder gL13 einbauen (wenn so viel geht, das hängt halt von der Leitungslänge ab).
- In der Hütte einen IP54 oder IP65-Verteiler setzen und erstmal einen FI 2-polig, 25A, 30mA einbauen.
- Dann daran je nach Vorsicherung die gewünschte Anzahl LS B/C/D/K/4, B/C/K/6, B/C/Z10, B/Z13 oder Z16 einbauen (es gibt auch noch andere mögliche LS-Werte, z.B. 5A, 8A, ... etc., aber 4, 6, 10, 13 sind die Standardwerte.
- Leitungen, die mit mehr als 6A abgesichert werden, in 2,5mm² ausführen, Lichtleitung kann auch bei B10 meist in 1,5mm² ausgeführt werden!
Ohne eine neue Zuleitung zu verlegen, sind die Möglichkeiten hier sehr begrenzt! Um die verfügbare Leistung zu erhöhen, gibt es nur zwei Möglichkeiten:
- Zwischenspeicherung Über Akkus (Netzteil mit Laderegler -> Akku -> Sinuswandler
- Hochspannen der Speisespannung auf 1kV als IT-Trasse (1kV zwischen Ader und Ader) und Niederspannen in der Hütte
Beide Möglichkeiten stehen aber für dich wohl eher nicht zur Diskussion und so bleibt neben einer Neuverlegung nur die Möglichkeit, damit zu leben
Richtig abgesichert werden muss es dennoch!
MfG; Fenta