Berechnung MIndestquerschnitt - DLE 21kW

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Autor
Berechnung MIndestquerschnitt - DLE 21kW

    







BID = 513158

RomanL

Gerade angekommen


Beiträge: 10
Wohnort: Dishley b. Rostock
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Moin moin,
hier kommt mal eine Frage, die den meisten von Euch vermutlich das Lächeln ins Gesicht treibt und den Kopf schütteln läßt. Aber die Vorgeschichte dazu geht folgendermaßen: Ein Freund von mir und ich saßen zusammen und wollten zur Vorbereitung einer Baumaßnahme einen Durchlauferhitzer nebst Zubehör in die Beschaffung einplanen. Um rauszubekommen, ob alle Materialien ausreichend da sind, wurden die Schaltungen ausgemessen und alle Querschnitte ausgrechnet. Der zugehörige Freund ist Elektroinstallateur (gelernt), hat es aber seit Jahren nicht mehr täglich ausgeführt sondern nur noch gelegentlich und dann eher Standardsachen wie einphasig Licht etc.

Nun packt er seine Büchlein aus, und rechnet mir vor, was wir für den 21kW-Durchlauferhitzer brauchen - und kommt auf 1,4qmm. Daraufhin mußte sowohl er als auch ich lachen. Aber der größte Witz war, daß wir eigentlich wissen, daß mindestens 4qmm benötigt werden (kurze Leitung), aber keine der Formeln diese Werte ausspuckt.

Jetzt die Frage: Hat jemand von Euch mal die richtige Formel parat, um die Anschlussleistung und Maximalabsicherung für einen 21kW-3-phasigen Durchlauferhitzer zu berechnen? Keine Angst, das Gerät wird von uns nicht angeschlossen, daß macht ein zugelassener Meister Es geht hier vor allem um den Kabelsortencheck. Da ich noch genügend 6qmm-Kabel auf Lager habe, wird's das wohl werden, aber IMHO sollten bei 21kW und 7m auch 4 reichen, oder?
Aber interessieren würde uns nun doch schon, wo wir die Esel sind...

Es ist also keine Gefahr für Leib und Leben gegeben und soll auch keine wilde Bastelei werden

Gruß und Danke schon mal vorab!
Roman


PS: Kann es sein, daß der DLE berechnet wird wie ein Motor in Dreieck? In allen anderen Formeln fehlt mir eine sinnvolle Stromteilung, so daß ich im Neutralleiter auf gigantische Werte für den Gesamtstrom käme. Und ausgerechnet der DLE ist das Beispiel, was in ekinem der Lehrbücher durchgerechnet wurde... Offensichtlich sind ein Blinder und ein Einäugiger nicht die besten E-Mathematiker

BID = 513170

Topf_Gun

Schreibmaschine



Beiträge: 1236

 

  

21 kW bei cos phi=1 macht

I=21kW/(400V*1,73)=30,3A

(Aus P=Wurzel(3)*U_LL*I)

das ganze auf 3 Leitern, im N fließt nix.

und nun in die Tabele geschaut (die ich grade nicht da habe) und je nach Verlegeart und Häufung und und Spannungsabfall und Abschaltbedingungen den Querschnitt rausgesucht. (Erhöhte Umgebungstemperatur kann auch noch reinspielen)

4mm² kommt mir da schon etwas knapp vor

Gruß Topf_Gun



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Die Sonne, sieh, geht auf und nieder,
täglich weicht die Nacht dem Licht,
alles sieht man einmal wieder,
nur verborgtes Werkzeug nicht!

BID = 513174

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Den kannst Du im Stern oder im Dreieck berechnen, mit oder ohne N (die meisten DLE haben gar keinen, trotzdem sollte man in Neuanlagen dafür 5-adrige Leitungen verlegen), das Ergebnis muß immer gleich sein (da symmetrischer Drehstromverbraucher).

I=P/(3*Ustrang)

hier also: I=21kW/(3*230V)=30,4A

Jetzt kommt es auf den Leitungstyp und die Verlegeart u. ggf. Häufung sowie u.U. abweichende Umgebungstemperatur an, welcher Mindestquerschnitt im Hinblick auf die thermische Belastbarkeit der Leitung zu wählen ist.

Hierzu bitte nähere Angaben!
4mm² wird jedoch nur bei heute unüblich guten Verlegebedingungen reichen. Wahrscheinlicher sind 6mm² nötig (sinnvoll sowieso, siehe unten).


Die Leitungslänge spielt bei einem anderen Grenzwert mit, nämlich dem für den Spannungsfall.
Auch da kann man kein Ergebnis nennen, ohne zu wissen, wieviel des zulässigen Gesamt-Spannungsfalls bereits auf der Leitung zwischen Zähler und der speisenden UV verbraten wurde.

Außerdem sollte man sich gerade bei einem DLE überlegen, den zulässigen Grenzwert nicht auszunutzen, denn das kostet im Betrieb unnütz mehr Strom!
Je nach Nutzungsumfang des DLE rentiert sich ein höherer Querschnitt schon in wenigen Jahren.
Und billiger wird der Strom wohl kaum...


_________________
"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"

BID = 513184

prinz.

Moderator

Beiträge: 8923
Wohnort: Gifhorn und Wolfenbüttel
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Außerdem sollte beachtet werden das eventuell mal der DLE gegen einen größeren getauscht werden könnte.
Mit 4qmm kommst Du da dann nicht weiter.
Im Netzt gibt es von den Herstellern Listen welchen Querschnitt die gerne hätten.

Auch beachten es gibt Programmierbare DLE von 18-24KW.
mfg


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Nur für nicht Mutige
1.Freischalten
2.Gegen Wiedereinschalten sichern
3.Spannungsfreiheit allpolig feststellen
4.Erden und kurzschließen
5.Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

BID = 513245

Primus von Quack

Unser Primus :)
nehmt ihn nicht so ernst




Beiträge: 7340


Zitat :
RomanL hat am  4 Apr 2008 09:48 geschrieben :

.......
Da ich noch genügend 6qmm-Kabel auf Lager habe, wird's das wohl werden, .......


...21kW mit 4(5) * 6mm² und 35A Neozed *perfekt*

_________________
...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!

BID = 513432

RomanL

Gerade angekommen


Beiträge: 10
Wohnort: Dishley b. Rostock
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Dicken Dank an Euch alle! Dann war es schon die richtige Formel

Den Spannungsfall kriegen wir wegen der kurzen Leitung von der UV noch verträglich hin (nur knapp 7m), aber der Denkfehler lag in der Schaltungsspannung -> ich hatte mit 400V und Stern gerechnet, dabei aber die Stromteilung auf den Phasen übersehen. Dann bleiben nämlich nur die knapp 30A auf dem Null und den Zuleitungen übrig. Tja, so geht es einem, wenn man schon ein paar Jahre keinen Physikunterricht mehr hatte...

Die 35A sind nach Aussage unseres Elektromeisters aber zu hoch. Er setzt dafür 32er in C ein. Das Modell wird elektronisch geregelt und bringt deshalb kaum die anggebenen 21kW auf die Leitung. Er muss es ja wissen - ist ja seine Anlagenabnahme.

Aber wie schon geschrieben: Nochmals dickes Danke!

Gruß
ein etwas schlauer gewordener
Roman

BID = 513509

Fentanyl

Fentanyl mit Overkill
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Beiträge: 1912

Warum denn 35A Neozed? B32 sind hier das Mittel der Wahl, damit ist auch die Selektivität zur übergeordneten 50A/63A-Sicherung gegeben! Außerdem ist der Leitungsschutz damit wesentlich besser. Ohne Not sichert man nie mit Schmelzsicherungen ab, einerseits da der LS wiedereinschaltbar ist, zweitens weil die Toleranz von gL-Sicherungen NOCH höher ist, als die von B-LS (es muß NOCH mehr Überlast vorhanden sein, damit die Sicherung auslöst), und außerdem, weil B32 näher am Gerätenennstrom sind, als gL35, zudem brauchen drei B32 weniger Platz im Verteiler, als 3 Neozedsockel D02!

Also in dem Fall sind Querschnitte ab 6mm² und 3 B32 (oder ein dreier B32, das ist aber nicht so wichtig) das mittel der Wahl. Wenn ihr 5x6mm² habt, legt das rein, ist zukunftssicherer, als 4x6mm².

@Roman: C-Charakteristik muss es nicht sein, B reicht da völlig, gerade bei elektronischen durchlauferhitzern. Okay, wenn man gerade C liegen hat, kann man die auch nehmen, aber ansonsten würde ich B einsetzen.

MfG; Fenta

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Fentanyl am  6 Apr 2008  1:45 ]

BID = 513514

Primus von Quack

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Beiträge: 7340


Zitat :
Fentanyl hat am  6 Apr 2008 01:43 geschrieben :

Warum denn 35A Neozed? B32 sind hier das Mittel der Wahl, damit ist auch die Selektivität zur übergeordneten 50A/63A-Sicherung gegeben! ......



...eben nicht

...laut Kennlinie/Tabelle müsste man für die Selektivität ein B32A LS mit gL63A vorsichern
und ein C32A mit gL100A, das ist bei normalen Zähleranlagen aber nicht drin ausgenommen bei deiner, Fenta

...deshalb Neozed gL35(32)A für den DLE, da in den meisten Fällen maximal eine gL50A Zählervorsicherung drin sein wird

_________________
...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!

BID = 513621

Fentanyl

Fentanyl mit Overkill
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Beiträge: 1912

Aus der Praxis weiß ich, dass das, was du sagst, einfach nicht stimmt! Eine gL-Sicherung löst IMMER verzögerter aus, als ein LS, selbst Charakteristik D, deshalb verwendet man diese ja zur Vorsicherung. B32 nach gL50 bietet daher wesentlich mehr Selektivität, als gL35 hinter gL50!

MfG; Fenta

BID = 513630

Primus von Quack

Unser Primus :)
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Beiträge: 7340


Zitat :
Fentanyl hat am  6 Apr 2008 17:03 geschrieben :

Aus der Praxis weiß ich,....

...welche Praxis



...gL Kennlinien und B/C/? Kennlinien schneiden sich an einem Punkt und ab diesem Punkt ist die gL schneller draussen als B/C/? trotz des grösseren Nennstroms

...diesen Punkt überschreitet man zwar ehr selten aber es kann vorkommen und dann sitzt man/der Kunde am Samstag Abend im Dunkeln, weil die verplompte Zählervorsicherung/HAK-Sicherung draussen ist

...aber das muss RomanL entscheiden ob er das will oder nicht

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BID = 513723

Fentanyl

Fentanyl mit Overkill
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Beiträge: 1912

Wesentlich häufiger passiert das aber, wenn man deinen Vorschlag berücksichtigt, da kannst du sagen, was du willst! Einzige echte/häufige Ausnahme ist der direkte Außenleiterschluss, aber auch da löst LS praktisch nie nach der Schmelzsicherung aus - es lösen in dem Fall meistens beide aus. Allerdings kann das auch mit LS 20A/gL20 vor gL50 leicht passieren, dass alles auslöst. Das einzige Konzept, was alle diese Eventualitäten berücksichtigt und somit wesentlich zuverlässiger ist, sind vernetzte Leistungsschalter. Aber selbst nicht-vernetzte Leistungsschalter mit den passenden Auslösermodulen (universal/elektronisch oder Selektiv) bewältigen diese Aufgabe wesentlich besser, als LS und Schmelzsicherungen. Mit letzteren beiden hat man bei Phasenschlüssen sowieso fast immer verloren, von Selektivität ist dann oft nichts mehr zu spüren (außer bei sehr großen Nennstromdiskrepanzen.

MfG; Fenta

BID = 513729

Dark Dragon

Schreibmaschine



Beiträge: 1363
Wohnort: Solingen

@ Fenta :

Du redest in Deinen Beiträgen immer von "Leistungsschaltern".
Darunter verstehe ich einen simplen Ein / Aus Schalter, der einen nicht näher bestimmten Strom und somit eine Leistung schalten kann.

Du meinst wahrscheinlich Leitungsschutzschalter, also einem Überstrom-Abschaltelement (Sicherungsautomaten mit Wiedereinschaltfunktion), der eine Leitung vor Überlast schützt...



[ Diese Nachricht wurde geändert von: Dark Dragon am  6 Apr 2008 21:58 ]

BID = 513732

sam2

Urgestein



Beiträge: 35330
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Nein.
Das ist für Onkel VDE etwas völlig anderes!

Ein Leistungsschalter löst bei einem (zumeist einstellbaren) Strom aus.

BID = 513739

Dark Dragon

Schreibmaschine



Beiträge: 1363
Wohnort: Solingen

> Leistungsschalter löst bei einem (zumeist einstellbaren) Strom aus.

Leistung in "P" (Watt) und Strom in "I" (Ampere´) sind was völlig verschiedenes.

P=UxI

Also doch ein (Sicherungs-)Schalter, der ab einer bestimmten LEISTUNG abschaltet, nicht bei einem bestimmten Strom ???






[ Diese Nachricht wurde geändert von: Dark Dragon am  6 Apr 2008 22:11 ]

BID = 513745

Primus von Quack

Unser Primus :)
nehmt ihn nicht so ernst




Beiträge: 7340

...kurzgesagt ist ein Leistungsschalter ein Overkillschalter


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