Impedanz (beim Kondensator)

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Autor
Impedanz (beim Kondensator)
Suche nach: impedanz (795) kondensator (17555)

    







BID = 494702

Kermit24

Gesprächig



Beiträge: 156
Wohnort: Köln
 

  


Hallo,

ich bin ein bisschen verwirrt: Was ist (ohne höhere Mathematik bitte) gemeint, wenn man beim Kondensator von Impedanzen spricht?

Laut sprut.de sei wohl einfach der kapazitive Wechselstromwiderstand X_C gemeint:
X_C = 1 / (2*pi*f*C)

Wie kommt es dann aber, das in Datenblättern feste Impedanzen abhängig von der maximalen Arbeitsspannung angegeben sind?


Mit dem Begriff Impedanz tu ich mir schon immer sehr schwer: Ist eine Impedanz nun grundsätzlich frequenzabhängig? Wenn ja, auf welche Referenzfrequenz bezieht man sich, wenn bei Lautsprechern, Kondensatoren oder gar Leitungen Impedanzen angegeben sind? Ein Leitung (z.B. 100Ohm Twistet Pair oder 50/75Ohm Koax) hat ja bekanntlich ein Tiefpassverhalten, also höhere Frequenzen werden stärker gedämpft. Wie kann man da frequenzunabhängig eine Impedanz angeben?


Danke im voraus,
Kermit

BID = 494711

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

 

  


Zitat :
Laut sprut.de sei wohl einfach der kapazitive Wechselstromwiderstand X_C gemeint:
Genauer gesagt ist es die Reihenschaltung von (gewolltem) kapazitivem Widerstand, und den ungwollten ohmschen (Verluste) und induktiven (Zuleitungen) Anteilen.
Formell ist das eine RLC-Reihenschaltung und tatsächlich kann man für diesen Schwingkreis, den ein realer Kondensator darstellt, eine Resonanzfrequenz messen.




Zitat :
Wie kommt es dann aber, das in Datenblättern feste Impedanzen abhängig von der maximalen Arbeitsspannung angegeben sind?
Das hat etwas mit der Bauform in Abhängigkeit von der Nennspannung zu tun.
Wenn man bei einem bestimmten Kondensator die Betriebsspannung ändert, verändert das die Kapazität und die Impedanz kaum.

Ausnahmen sind gewisse hochkapazitive keramische Kondensatoren, deren Kapazität mit steigender Spannug deutlich absinkt.


Zitat :
Ist eine Impedanz nun grundsätzlich frequenzabhängig?
Nein.
Ein ohmscher 50 Ohm Widerstand z.B. hat eine Impedanz von 50 Ohm und die ändert sich auch mit der Frequenz nicht.


P.S.:
Zitat :
Ein Leitung (z.B. 100Ohm Twistet Pair oder 50/75Ohm Koax) hat ja bekanntlich ein Tiefpassverhalten, also höhere Frequenzen werden stärker gedämpft. Wie kann man da frequenzunabhängig eine Impedanz angeben?
Darauf antworte ich jetzt nicht, weil Dämpfung und Impedanz verschiedene Paar Schuhe sind und die Wellenausbreitung auf Leitungen noch ein anderes Kapitel darstellt.

_________________
Haftungsausschluß:



Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !


[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 25 Jan 2008 23:18 ]

BID = 494733

Kermit24

Gesprächig



Beiträge: 156
Wohnort: Köln


Zitat :
perl hat am 25 Jan 2008 23:12 geschrieben :


Zitat :
Laut sprut.de sei wohl einfach der kapazitive Wechselstromwiderstand X_C gemeint:
Genauer gesagt ist es die Reihenschaltung von (gewolltem) kapazitivem Widerstand, und den ungwollten ohmschen (Verluste) und induktiven (Zuleitungen) Anteilen.
Formell ist das eine RLC-Reihenschaltung und tatsächlich kann man für diesen Schwingkreis, den ein realer Kondensator darstellt, eine Resonanzfrequenz messen.


So habe ich es auch mal gelernt: Impedanz sei der (komplexe) Gesamtwiderstand aus induktiver, kapazitiver und ohmscher Komponente. Aber dann ist die Impedanz doch frequenzabhängig?




Zitat :


Zitat :
Wie kommt es dann aber, das in Datenblättern feste Impedanzen abhängig von der maximalen Arbeitsspannung angegeben sind?
Das hat etwas mit der Bauform in Abhängigkeit von der Nennspannung zu tun.
Wenn man bei einem bestimmten Kondensator die Betriebsspannung ändert, verändert das die Kapazität und die Impedanz kaum.


Das ist mir schon klar (bzw. mir ist/war nicht klar, dass sich die Kapazität überhaupt mit der Betriebsspanung ändert, aber das sei jetzt mal egal). Es geht mir aber um die Frequenz, nicht um die Spannung: Was bringt es wenn in dem Datenblatt 4Ohm Impedanz angegeben ist, aber nicht bei welcher Frequenz die 4Ohm vorhanden sind?



Zitat :


Zitat :
Ist eine Impedanz nun grundsätzlich frequenzabhängig?
Nein.
Ein ohmscher 50 Ohm Widerstand z.B. hat eine Impedanz von 50 Ohm und die ändert sich auch mit der Frequenz nicht.


Ok, aber ich bezog mich eigentlich auf Kapazitäten (Kondensatoren) oder Induktivitäten (Spulen/Lautsprecher): Wenn eine Impedanz von 4Ohm angegeben ist (wie bsp. im gelinkten Datenblatt), auf welche Frequenz ist das dann bezogen? Die Spule oder der Kondensator hat ja nicht im gesamten Frequenzbereich 4Ohm?



Zitat :

P.S.:
Zitat :
Ein Leitung (z.B. 100Ohm Twistet Pair oder 50/75Ohm Koax) hat ja bekanntlich ein Tiefpassverhalten, also höhere Frequenzen werden stärker gedämpft. Wie kann man da frequenzunabhängig eine Impedanz angeben?
Darauf antworte ich jetzt nicht, weil Dämpfung und Impedanz verschiedene Paar Schuhe sind und die Wellenausbreitung auf Leitungen noch ein anderes Kapitel darstellt.


Vielleicht liegt aber gerade da irgendwo mein Verständnisproblem: Wenn die Dämpfung bei steigender Frequenz höher ist, muss doch auch der (komplexe Gesamt-)Widerstand der Leitung ansteigen? Oder gleicht sich der irgendwie aus: Der ohmsche und induktive Widerstand steigt ja (mit der Leitungslänge). Die Kapazität steigt auch, wodurch der kapazitive Widerstand sinkt. Nun wirken aber doch nicht alle Komponenten gleichmäßig auf den (komplexen) Gesamtwiderstand (=Impedanz) aus?
Die kapazitive Widerstand (der parallel liegt und quasi die Leitung kurzschließt) ist doch bei niedrigen Frequenzen sehr hoch und spielt somit keine Rolle? Der induktive Widerstand sollte bei niedrigen Frequenzen auch noch keine Rolle spielen. Hier überwiegt einzig der ohmsche Widerstand. Bei höheren Frequenzen kommt es dann darauf an, welche Komponente sich am stärksten auswirkt?


[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kermit24 am 26 Jan 2008  1:36 ]

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kermit24 am 26 Jan 2008  1:38 ]

BID = 494737

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
bzw. mir ist/war nicht klar, dass sich die Kapazität überhaupt mit der Betriebsspanung ändert
Ich schrieb doch schon, dass die Kapazität nicht von der Betriebsspannung abhängt.
Aber die Bauform und damit allerlei andere Parameter hängt von der Nennspannung, also dem was aussen draufgedruckt ist, ab.


Zitat :
Wenn eine Impedanz von 4Ohm angegeben ist (wie bsp. im gelinkten Datenblatt), auf welche Frequenz ist das dann bezogen?
Das muss dabei stehen, sonst ist die Angabe nicht viel wert.


Zitat :
Vielleicht liegt aber gerade da irgendwo mein Verständnisproblem
Das auszuräumen ist mir zuviel Arbeit.
Nur soviel: Eine mit ihrem Wellenwiderstand abgeschlossene Leitung verhält sich wie ein ohmscher Widerstand, ist also frequenzunabhängig.
Der Wellenwiderstand ergibt sich hauptsächlich aus den Dicken und Abständen der Leiter und der Dielektrizitätskonstante.
Die Dämpfung ist nur ein lästiger Nebeneffekt und wird durch Unvollkommenheiten wie den Widerstand des Kupfers und die dielektrischen Verluste des Isoliermaterials bewirkt.
Die Kapazität spielt dabei keine Rolle.

Wenn die Leitung nicht mit ihrem Wellenwiderstand abgeschlossen ist, d.h. im Extremgfall offen oder kurzgeschlossen ist, wird die Energie, die sonst vom Verbraucher abgenommen, oder auf dem Abschlusswiderstand verheizt wird, reflektiert und kommt nach kurzer Zeit wieder am Generator an.
Dann hängt es von der Laufzeit, also der Länge der Leitung, und der Frequenz ab, ob der Generator eine Kapazität eine Induktivität oder einen ohmschen Widerstand sieht.
Auf diese Art und Weise kann die Leitung sogar als Transformator wirken.
Dieses Verhalten wiederholt sich mit steigender Frequenz oder Länge periodisch.

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