Ohne Relais Wechselspannung schalten.

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Autor
Ohne Relais Wechselspannung schalten.
Suche nach: relais (22635) wechselspannung (3968)

    







BID = 415187

ffeichtinger

Schreibmaschine



Beiträge: 1050
Wohnort: Traunkirchen im Salzkammergut
 

  


Hallo

Habe wieder mal ein kleines Problem: Modelleisenbahnanlage fährt im Digitalbetrieb, d.h. auf den Schienen liegt ständig ca. 24VAC 50Hz, die allerdings ordentlich mit Oberwellen beladen ist. Diese Oberwellen (ca. 8kHz) enthalten nun ein digitales Signal, dass dem Lokdekoder sagt wie schnell er fahren soll usw.
Diese Spannung soll nun elektronisch geschaltet werden. Theoretisch könnte man natürlich auch einfach ein Relais verwenden, da diese aber verhältnismäßig viel Geld, Platz und Strom brauchen und da ich ziehmlich viele brauche möchte ich das vermeiden.
Daher entschloss ich mich es mal mit einem TRIAC (TIC206M) zu versuchen. Diesen steuerte ich über einen Vorwiderstand von 470Ohm mit den 5 bzw 0V vom Controller. Zunächst versuchte ich Wechselspannung direkt vom Trafo zu verwenden, was tadellos funktionierte.
Meine nächste Befürchtung war, dass der TRIAC das digitale Signal schlucken könnte, allerdings stellte sich heraus, dass das Signal diese Hürde bewältigte.

Das Problem ist nun: der TRIAC löscht nicht mehr!!

Irgendwie muss das mit der Oberwelle zu tun haben

Aber wie? Wer kennt sich mit TRIAC's aus? Was kann ich tun?

Danke für alle Beiträge!

[ Diese Nachricht wurde geändert von: ffeichtinger am 18 Mär 2007 19:15 ]

BID = 415197

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

 

  

Ein Triac braucht einen Moment ohne Strom, damit er löschen kann. Gewöhnlich reicht der Nulldurchgang des sinusförmigen Netzspannung dafür aus, aber wenn du versuchst ein Rechtecksignal zu schalten, oder die Oberwellen dafür sorgen, daß der Nulldurchgang sehr schnell erfolgt, klappt das nicht.
Eine andere Ursache kann die Induktivität der Last sein, aber vermutlich ist das hier nicht der Fall.

Es gibt Triacs mit kurzer Freiwerdezeit, aber der sicherere Weg ist es, zwei antiparallele Thyristoren zu verwenden.

Eine andere, vielleicht ökonomischere, Möglichkeit wäre es anstelle des Triac einen Brückengleichrichter in den Stromweg zu legen und dessen Gleichstromseite mit einem kräftigen Transistor kurzzuschliessen.


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Haftungsausschluß:



Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.



Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.



Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten !

BID = 415348

ffeichtinger

Schreibmaschine



Beiträge: 1050
Wohnort: Traunkirchen im Salzkammergut

Dass mit dem Gleichrichter hört sich interessant an. Danke für den Tipp. Nur leider habe ich von Transistoren nur sehr wenig Ahnung. Welcher wäre denn da geeignet? Es gibt ja ziemlich viele verschiedene. Ich möchte den zum Schalten nötigen Strom möglichst gering halten, da es sein kann dass auch mal sehr lange eingeschaltet ist. Der Strom, den der Controller hergibt darf max. 40mA betragen. Wenn ich die Sache richtig verstanden habe wäre ein FET das richtige, oder??

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BID = 415431

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Es gibt ja ziemlich viele verschiedene.
Das will ich meinen. Irgendetwas kräftiges und billiges. Denk dran, daß die Kurzschlusströme ziemlich groß werden können. Evtl. wickelt man dshalb einige der Speiseleitungen parallel um einen Reedkontakt und wenn der schliesst, schaltet der µC alles ab, bevor es raucht.

Bei einem Bipolartransistor wirst du tatsächlich einen Treibertransistor brauchen, was die Sache verkompliziert.
Optimal dürfte ein alter MOSFET der 20A Klasse sein. Der ist billig und braucht keine Kühlung, da im Normalfall der Spannungsabfall daran minimal ist.
Nachteilig ist, daß der mit 5V noch nicht vollständig durchgesteuert wird. 8..10V Ansteuerung sind günstiger, aber da man keinen Strom braucht, kann das ein ganz kleiner Transistor oder ein IC, sogar ein Optokoppler!, machen.


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BID = 415492

ffeichtinger

Schreibmaschine



Beiträge: 1050
Wohnort: Traunkirchen im Salzkammergut


Zitat :
Denk dran, daß die Kurzschlusströme ziemlich groß werden können.


Naja, der Strom, den ich schalten will halt, oder? Das sind ca. 3A, also nicht soooo groß. Stromspitzen hätte ich nur wenn ich kapazitive Lasten schalten wollte, aber meine sind höchstens induktiv, oder irre ich mich da?


Zitat :
aber da man keinen Strom braucht, kann das ein ganz kleiner Transistor oder ein IC, sogar ein Optokoppler!, machen.


Oder zb. ein ULN2803? Denn die gehören quasi schon zu meiner Standard-µC-Beschaltung. Das Problem ist nur, dass der gegen Masse schließt und nicht gegen +12V. (Aber da könnte ich doch einen Pullup von zb. 1kOhm verwenden, oder?) Die ganze Schaltung versorge ich über ein altes Computernetzteil, da kann ich die 12V abzapfen. Die Schaltung bekommt dann negative Logik, macht aber nix.

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