BID = 121062
mayortom Gerade angekommen
Beiträge: 9 Wohnort: Lohr
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Hallo
Den Effektivwert
Mein Problem, ich habe ein E-Magnet der zwischen 0.1A und 2A gesteuert wird.Wegen den hohen Temperaturen an der Endstufe möchte ich nun eine Pulsbreitenmodulation mit
200 HZ verwenden.
Wie messe/berechne ich nun richtig diesen Strom so das er
z.B 1A normalen Gleichstrom entspricht und der Magnet die
selbe Kraft ausübt.
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BID = 121136
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Soll das eine Hupe werden, mit 200 Hz ?
Na ja, dein Problem.
Da zwischen Zugkraft des Magneten und der Stromstärke ein quadratischer Zusammenhang besteht, liegst du mit den
Effektivwert aber ausnahmsweise richtig.
Messen kannst du den mit Amperemetern, die "True-RMS" anzeigen. Solches kann man zu etwas höheren Preisen als gewöhnliche DMM kaufen. Bei dieser Frequenz geben die auch noch richtige Werte.
Falls du noch ein passendes Weicheisenamperemeter herumliegen hast, solltest du auch dieses verwenden können.
Ansonsten kommt ein digitales Oszilloskop mit Rechenfunktionen oder alle Verfahren, bei denen der Strom über die Wärmewirkumg gemessen wird - also auch Glühlampen - in Frage.
Die Kraft wird sich aber nur dann korrekt aus dem Effektivstrom ermittlen lassen, wenn der magnetische Kreis für Wechselsstrom geeignet ist.
Es dürfen also keine Kurzschlußwindungen, z.B. Rohre oder Ringe aus Metall (Spulenkörper!), die das Magnetfeld umschließen, vorhanden sein.
Auch die Eisenkerne selbst müssen aus lamellierten Eisenblechen oder aus Ferrit bestehen.
Wenn du diese Punkte nicht beachtest, passt einerseits Effektivstrom und Magnetfeld nicht zusammen, anderseits besteht große Gefahr, daß dein Magnetsystem überhitzt.
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Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
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