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klassischer Halogentrafo 3x20W Halogen durch 12V LED ersetzt Suche nach: halogen (968) led (32605) |
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BID = 1104341
AlterSachse Gerade angekommen
Beiträge: 14
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Hallo liebe Elektronikfreunde,
habe vor 30 Jahren einen vermutlich klassischen 12V 60W Trafo (wo etwa 2kg) mit 3x20W 12V Halogenspots gekauft und in die Decke eingebaut. Funktionierte bis zum letzten Tag problemlos. Irgendwann brannte die letzte Halogenlampe durch (mit einer wurde es nicht merklich heller) und ich beschloss künftig Strom zu sparen und diese durch G4 12V LED-Lampen 2W zu ersetzen. Zuvor habe ich noch die Ausgangsspannung gemessen: 11,9V Wechselspannung im Leerlauf und demzufolge auch lt. angebot 12V 2W LED´s gekauft, die für Gleich- und Wechselspannung ausgelegt waren. Aufdruck interessanterweise dann AC/DC 12-24V.
Ich setzte die erste ein, nach 2 Sekunden gab es einen Knall und diese war defekt. Toll, ein Einzelfall - hatte ja billige Chinaböller gekauft. Also setzte ich probehalber die anderen ein, hatte genug davon bestellt. Jetzt gehen auch alle 3, aber ziemlich dunkel eher wie 3x4W Halogen geschätzt und der Trafo summt leicht. Nichts neues, die bringen sicher die angegebene Leistung wieder nicht.
Aber auf der Werkbank getestet mit 12V Gleich- oder Wechselspannung sind die deutlich heller. Also Halogentrafo kaputtgegangen? Bei Wechselspannung am Ausgang kann doch nichts weiter drin sein als eine Sicherung, aber dann würde er ja gar nicht mehr gehen. Mich wundert nur, dass die Leerlaufspannung vor dem Einbau 12V betrug und sich auch unter Last kaum ändert (werde jetzt den Ist-Zustand noch mal prüfen). Ist da üblicherweise trotzdem noch zusätzliche Elektronik im Trafo verbaut? Eine Mindestlast braucht doch ein herkömmlicher Trafo nicht. Wie bekommt man den Trafo ohne Elektronik eigentlich kurzschlußfest? Oder kommt bei längerem Kurzschluß dann irgendwann die Thermosicherung und er ist hinüber?
Neue 12V-Trafos mit Schaltnetzteil aus China gibt es ja für 5-10€, sind die vom Brandschutz her zu empfehlen oder haben die ein erhöhtes Risiko?
[ Diese Nachricht wurde geändert von: AlterSachse am 14 Nov 2022 13:18 ]
[ Diese Nachricht wurde geändert von: AlterSachse am 14 Nov 2022 13:21 ] |
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BID = 1104342
silencer300 Moderator
Beiträge: 9896 Wohnort: 94315 Straubing / BY
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Dein alter Trafo gibt 12V AC aus, die LED Lampen erwarten aber DC von einem Netzteil/Treiber.
Hier müssen die Dioden also Gleichrichter spielen und auf der anderen Halbwelle leuchten.
Schmeiß den Trafo raus und verwende 230V Leuchtmittel (z.B. GU-10, die gab es schon als 230V Halogen).
VG
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Ich bin nicht faul, ich arbeite im eco-Modus.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: silencer300 am 14 Nov 2022 13:34 ] |
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BID = 1104346
Ltof Inventar
Beiträge: 9347 Wohnort: Hommingberg
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Zitat :
silencer300 hat am 14 Nov 2022 13:25 geschrieben :
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Dein alter Trafo gibt 12V AC aus, die LED Lampen erwarten aber DC von einem Netzteil/Treiber.
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Eher nicht. Aus den 12-Volt-LED-Netzteilen kommt häufig hochfrequenter Wechselrotz eines Royer-Wandler. Damit müssen die LED-Leuchtmittel auch klarkommen. Deshalb wundert es mich, dass die nicht mit einem konventionellen Trafo klar kommen. Den würde ich nämlich immer vorziehen falls der nicht gerade einen unverschämten Ruhestrom hat.
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„Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“
(Hanlon’s Razor)
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BID = 1104348
Murray Inventar
Beiträge: 4888
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Bist du dir sicher dass das ein konventioneller Trafo ist?
Könntest ja testweise mal Glühobst reinstecken .... aber hast wahrscheinlich keine mehr
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BID = 1104368
AlterSachse Gerade angekommen
Beiträge: 14
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Danke, wir kommen der Lösung langsam näher. Gerade mit anderem Meßgerät 13,9V Wechselspannung gemessen - also sollte der Trafo noch ok sein! Seltsam, warum die beiden Geräte so streuen. Bei 50Hz sollte doch der Meßfehler weniger als 1V betragen? Und ein klassischer Trafo sollte saubere 50 Hz bringen. Ich müßte ihn erst zerlegen, um es genau zu wissen.
Die LED´s hatte ich auf dem Tisch mit +12V, -12V und 12V Wechselspannung getestet und keinen nennenswerten Unterschied in der Helligkeit bemerkt. Allerdings ist die Helligkeit stark blickwinkelabhängig. Vielleicht ist der Helligkeitsunterschied doch nicht so groß, wobei ich bei der Lampe an der Decke keinen kurzzeitigen dunklen Fleck am Auge hatte wie beim Versuch auf der Werkbank. Also muß ich in den nächsten Tagen mal den Vergleich mit alten Halogenlampen testen. Vermutlich sind die LED doch dunkler als 10W Halogen. Leistungsaufnahme habe ich bei 12V Gleichspannung nur 1,12W gemessen obwohl die mit 2W angegeben waren. Das wundert mich bei China-Lampen allerdings nicht.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: AlterSachse am 14 Nov 2022 20:36 ]
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BID = 1104373
Murray Inventar
Beiträge: 4888
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Na da deutet aber viel darauf hin dass das doch keine 50 Hz sind.
Also meine 2,6W LED Spots empfinde ich heller als die 20W daneben.
Hab halt noch eine alte drin.
Der 1. LED Spot den ich gekauft hatte hat auch rum gesponnen. Hat beim Einschalten nur geflackert, erst beim 2. Einschalten ging die. Am Labornetzteil auch alles normal gewesen
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BID = 1104375
BlackLight Inventar
Beiträge: 5334
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Zitat : AlterSachse hat am 14 Nov 2022 20:33 geschrieben :
| Leistungsaufnahme habe ich bei 12V Gleichspannung nur 1,12W gemessen obwohl die mit 2W angegeben waren. |
Haben die Kinder keinen Namen?
1 W elektrisch bei der Angabe von 2 chinesischen Watt lässt mich leicht an der Qualität zweifeln.
Wer billig kauft kauft zweimal, da muss wohl jeder durch.
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BID = 1104377
Mr.Ed Moderator
Beiträge: 36207 Wohnort: Recklinghausen
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Mach doch einfach mal ein Foto von dem ominösen Netzteil und den neuen LED Lampen.
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