Reparatur Netzteil Pan 1020 / DF1765Zig

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Reparatur Netzteil Pan 1020 / DF1765Zig
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rhophi

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Hallo liebe Forengemeinde,

seit Freitag ärgere ich mich mit einem Netzteil DF1765Zig rum, bei welchem zunächst offensichtlich nur der Netzschalter mechanisch beschädigt war.
Diesen auszuwechseln war einfach. Beim Blick in das dazu geöffnete Gerät stellte ich aber fest, dass die Siebelkos für den Leistungszweig "den Hut gehoben" hatten. Das war auch kein Wunder, denn an den für 25V ausgelegten Typen lagen fast 27 Volt an. Das Netzteil funktionierte zu diesem Zeitpunkt (noch) tadellos. Die Elkos C1 - C4 gegen 4700uF/35V auszutauschen war einfach. Jetzt aber wird es seltsam: Nach dem Kondensatortausch lieferte das Netzteil im Leerlauf ca. 19,55 Volt, diese aber stabil. Schon bei einer geringen Belastung (mit einem Widerstand von einem Kiloohm) stellte sich dann aber wieder eine stabile Spannung von 13,75 Volt ein, die auch bei Belastung mit über 5A kaum zusammenbrach.
Ich habe mir daraufhin den Schaltplan besorgt (ist zwar von einem Pan 1020, dieses ist aber bis auf die Zigarettenanzünder Buchse absolut baugleich - ich habe das Bauteil für Bauteil überprüft).
Auch hier habe ich den Siebelko C5 getauscht (obgleich der noch gut aussah und es auch messtechnisch noch ist). Die bei einem ähnlichen Netzteil ausgefallenen C6 und C8 habe ich prophylaktisch getauscht. Es ergibt sich keinerlei Veränderung.
Dummerweise brach mir V27 ab - (2S)D313 - den ich aber durch BD241A ersetzen konnte - das Fehlerbild ist unverändert. Im Leerlauf kann ich die Ausgangspannung rund um die 19,55 Volt regeln, bei (geringer) Belastung rund um die 13,75 Volt.

Die übrigen Bauteile habe ich dann zum großen Teil nach und nach durch BAUGLEICHE ersetzt (auch die SS9014), der Fehler bleibt unverändert.

Hat irgend jemand eine Idee, warum dieses Netzteil nach dem ursprünglichen Kondensatortausch jetzt plötzlich eine "Grundlast" verlangt?

Ach ja, den Schaltplan habe ich unter Schaltplan Netzgerät PAN 1020 - 13,8V 20/22A gefunden

[ Diese Nachricht wurde geändert von: rhophi am  6 Aug 2019 21:24 ]

[ Diese Nachricht wurde geändert von: rhophi am  6 Aug 2019 21:25 ]

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perl

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Evtl. schwingt der V31.
Die kleinen Kapazitäten in seinem Umfeld lassen vermuten, dass es derartige Probleme schon gab.
Halte mal dein Scope dran (und beobachte dabei auch die Ausgangsspannung des Netzteils).

Der BD241A dürfte auch langsamer sein als das Original und das Zeitverhalten der Regelschleife verändern.








BID = 1054505

rhophi

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Hallo Perl,

zunächst einmal vielen Dank für Deine rasche Antwort.
Leider habe ich heute nicht viel an der Schaltung machen können, es scheint aber tatsächlich irgendein Schwingungsproblem zu sein - leider bekomme ich auf dem Oszi KEINERLEI Schwingungen auf den Schirm - ich hoffe nur, dass das Ding nicht oberhalb von 20MHz schwingt. So messe ich mit dem Multimeter an der Basis von V27 bei *19,5V output (also völlig unbelastet, eine Spannung von ca. 9V, unter "Belastung" mit 1k jedoch etwa 5,8Volt - obwohl dort normal etwa 20,5 bzw 14,8 Volt zu erwarten wären.
Zufällig konnte ich im "Lieblingskaufhaus" (vulgo eBay) ein baugleiches - angeblich neues - Netzteil des gleichen Typs ergattern, wenn das da ist, werde ich mal die ganze Treiberplatine gegneinander tauschen uns dann sehen, wo ich den Übeltäter suchen muss.

Gruß rhophi

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rhophi

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Hallo,

heute habe ich nach längerem krankheitsbedingten Ausfall mal wieder Hand an das Netzteil legen können. Als fauler Hund habe ich die Elektronikplatine des "neuen" Netzteils in das "kranke" eingebaut, der Fehler ist aber geblieben. Eigentlich können es nur noch die Endtransistoren oder der davorliegende Zwischentreiber (alles 2N3055)sein. Sobald ich wieder richtig schrauben kann, wird das dann der nächste Schritt sein.
Das nur als Zwischenberciht, nur damit niemand denkt, ich würde mich einfach nicht mehr melden.

Gruß rhophi

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rhophi

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Hallo,
ich versuche mich kurz zu fassen.
Zuerst habe ich alle Transistoren ausgebaut und mit einem Komponententester geprüfte, alle ok.
Dann v27 und R6 entfernt - die Ausgangsspannung blieb bei knapp 20Volt. Also MUSSTE der Fehler bei V22 bis V26 liegen, obwohl die laut Komponententester alle ein hfe zwischen 88 und 104 und eine Be-Spannung von 540 bis 595mV hatten.
Nachdem ich V26 ausgebaut hatte war die Ausgangsspannung immer noch bei knapp 20Volt, an der Basis von V22 bis V25 aber ca. 8 Volt.
Ich hatte Glück, schon nach Ausbau des ersten Endtransistors war die Ausgangsspannung annähernd 0 Volt, ebenso wie die Basis von V22 etc.
Einen neuen 2N3055 eingesetzt, V26 wieder montiert, jetzt funktioniert die Spannungsregelung.
Nach Rückbau der übrigen vorübergehenden Ausbauen funktioniert das Netzteil bei einem Kurztest bis 8A einwandfrei. Einen Dauertest mit Spitzen bis 20A ist dann morgen am anderen Platz dran.
Ach ja, bei der Aktion habe ich den Endtransistoren auch je einen Emitterwiderstand von 0R1 spendiert.
Den ausgewechselten Endtransistor möchte ich noch einmal testen, hat jemand vielleicht eine Erklärung für dieses seltsame Phänomen?
Gruß rhophi

BID = 1060868

perl

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Zitat :
Den ausgewechselten Endtransistor möchte ich noch einmal testen, hat jemand vielleicht eine Erklärung für dieses seltsame Phänomen?

Kann eigentlich nur ein beschädigter 2N3055 sein, der zuviel Reststrom hat.
Für solche parametrischen Schäden kommen verschiedene Ursachen in Frage. Hier ist es vermutlich Überhitzung eines bestimmten Transistors über längere Zeit durch thermisches Weglaufen wegen der fehlenden Emitterwiderstände.

Garantiert werden max. 0,7mA bei 30V, 25°C und offener Basis.
Bei höherer Temperatur kann das erheblich mehr werden, Ströme von 5mA und mehr pro Transistor sind dann möglich.
Unter diesen Umständen (4 parallelgeschaltete Transistoren) sind auch die in dem Schaltplan eingezeichneten Spannungsteiler eindeutig zu hochohmig.
Man muss dann, -ohne ausreichende Grundlast durch die Spannungsteiler-, damit rechnen, dass bei einem Lastabwurf nach starker Erwärmung die Ausgangsspannung hochläuft!




Zitat :
an den für 25V ausgelegten Typen lagen fast 27 Volt an.
Könnte an der in den 1990ern durchgeführten Netzspannungsanhebung von 220V auf 230V liegen.
Das wäre in jedem Fall aber arg auf Kante genäht, denn auch damals waren 10% Toleranz zulässig.

Normalerweise sterben Elkos aber nicht an so geringer Überspannung, denn sie wurden bei der Herstellung mit deutlich höherer Spannung formiert.
Wenn man sie dauerhaft mit etwas zu hoher Spannung betreibt, merkt man oft gar nichts davon.
Dann wird die Oxidschicht etwas dicker, und dadurch sinkt die Kapazität ein bischen, und das wars dann auch schon.

Geplatzte Elkos sind meist das Resultat von hoher Wechselstrombelastung.
Durch Alterung, besonders auch bei hoher Spannung und hoher Temperatur (höherer Reststrom), wird durch Elektrolyse dem Elektrolyten Wasser entzogen, wodurch die Leitfähigkeit sinkt, der Innenwiderstand (ESR) steigt.
Hohe Wechselstrombelastung erzeugt am ESR Wärme, wodurch der Wasserverlust noch schneller erfolgt, mehr Wärme, höherer ESR, noch mehr Wärme,.. peng!


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