Wieviel kostet eine Wärmepumpe - hat wer Erfahrungen? (PV-Anlage sinnvoll?)

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Wieviel kostet eine Wärmepumpe - hat wer Erfahrungen? (PV-Anlage sinnvoll?)
Suche nach: wärmepumpe (315)

    










BID = 1051434

muster-mark

Gerade angekommen


Beiträge: 9
 

  


Ich nutze mal das Forum für das Heizthema, da wir gerade in der ersten Planungszeit für unser neues Haus sind. Es ist noch so viel unsicher und wir haben noch nicht mal den Grund gekauft. Deshalb kann ich die Frage bezüglich der Wärmepumpen auch nur so grob stellen, da ich nicht weiß ob auf dem zukünftigen Grund eine Tiefenbohrung zum Beispiel möglich sein wird oder nicht (seis bodentechnisch als auch wegen den Genehmigungen). Mal zu den Eckdaten: Es soll ein Einfamilienhaus mit ca. 140 Quadratmetern werden und mit Fußbodenheizung. Wie hoch kann man sich, abhängig von der Wärmepumpe (Sole, Luft, Brunnen,...) die Kosten vorstellen? Habt ihr selbst Erfahrungen damit und könnt etwas berichten. Das würde mir für die zukünftige Planung schon etwas helfen.

Dann würde ich noch das Thema Photovoltaikanlage in Verbindung mit einer Wärmepumpe ansprechen. Zahlt sich das wirklich mit der Zeit aus? Ist es überhaupt sinnvoll eine Photovoltaikanlage zu haben oder nicht? Denn, wenn der meiste Strom benötigt wird (also im Winter) ist am wenigsten Sonne da. Das kann ich mir nur mit großen Pufferbatterien sinnvoll vorstellen. Gebt mal euren Senf dazu

BID = 1051439

rasender roland

Schreibmaschine



Beiträge: 1323
Wohnort: Liessow b SN

 

  

Als ich vor gut 15 Jahren gebaut habe stand ich auch vor der Frage.
Meiner Meinung nach wird da viel schön gerechnet.
Wärmepumpe, egal welche, benötigen einen nicht unerheblichen Anteil Strom.
Photovoltaik mit Speicherbatterien kosten auch nicht wenig und die Akkus müssen
auch mal ausgetauscht werden.
Das muss man alles mal genau durchrechnen.
Die erhöhten Anschaffungskosten müssen auch finanziert werden.
Ich habe mich für eine Brennwertgastherme entschieden und gut.
Für gut 160 qm komme ich mit 800€ für Warmwasser und Heizung hin im Jahr.
Ein Bekannter von mir hat eine Wärmepumpe mit Erdwärme und zahlt ca. 400€
nur an Strom im Jahr für die Wärmepumpe.


_________________
mfg
Rasender Roland








BID = 1051450

Bubu83

Schreibmaschine



Beiträge: 2589
Wohnort: Allgäu

Ich hab eine Sole-Wärmepumpe mit 3 Erdsonden. Heizkosten etwa 960 EUR im Jahr. Geheizt wird das komplette Haus inkl. Keller (beheizte Fläche ca. 150 m²), bewohnt von 5 Personen (2 Erwachsene, 3 Kinder --> hoher Warmwasserverbrauch). Das Haus steht im Oberallgäu (also eher 1 Monat länger Winter als in Mitteldeutschland). Die Jahresarbeitszahl liegt irgendwo zwischen 4,4 und 4,8.

Ich bin ein gebranntes Kind und möchte dir, wenn du dich für eine WP entscheidest ein paar Tipps geben:
- Lass unbedingt eine vernünftige Wärmebedarfsberechnung machen
- Lege Wert auf eine absolut saubere Planung, mit PhimalDaumen schießt du dir ins Knie (Schlitzarbeiten nachträglich bei bewohnten Gebäuden zu machen ist ein Saudreck)
- Geize nicht mit Heizfläche (wir haben im Nachhinein Wände aufgeflext und Wandheizungen verlegt --> erst damit hab ich die gute JAZ bekommen)
- Nutze so viel Heizfläche wie möglich (v.a. warme Räume --> Badezimmer). Das heißt also gerade in warmen Räumen ALLE Innnenwände mit Wandheizung ausstatten.
- Kümmere dich um einen sauberen hydraulischen Abgleich (am besten über Wochen selbst machen) --> Mein Haus wird komplett ohne Einzelraumregelung beheizt und die Temperaturen bleiben in allen Räumen konstant (wird also nur witterungsgeführt geregelt). Heizkurve muss natürlich ebenfalls sauber eingestellt werden --> Nur durch diese Maßnahmen wirst du eine gute JAZ erreichen.
- Ich würde heute die Wärmequelle (Erdsonden) mit etwas mehr Leistung als berechnet auslegen, meine sind auf 8 kW Heizbedarf ausgelegt, würde ich heute eher auf 10 kW auslegen lassen, wenn 8 kW benötigt werden.
- Weniger ist mehr: WP möglichst "knapp" auslegen. Meine ist eigentlich zu leistungsstark. Heute würde ich eine 6 kW-Pumpe nehmen und mit einer 8-10 kW Wärmequelle koppeln.

Eine Wärmepumpe ist in meinen Augen eine klasse Art zu heizen:
- kein Kaminkehrer
- keine Wartungskosten
- Abgasfrei
- Leise
- Zuverlässig
- Transparente Heizkosten (ich schmunzel immer über die, die mir erzählen für wieviel EUR sie Gas kaufen. Dann frag ich, was kostet der Strom für die Umwälzpumpen und die Steuerung, der Kaminkehrer, die Wartung, das Brennholz im Schwedenofen... und schon kommen die auch auf ganz andere Summen). Meine Heizung kostet mit 960 EUR im Jahr und da ist ALLES bereits inbegriffen.

Wir haben die Heizung damals von einem Heizungsbauer planen lassen, dort wurde alles nach PhimalDaumen geplant und vieles so gemacht "weil mans schon immer so gemacht hat". Die Arbeitszahl die ersten zwei Jahre war bei unterirdischen 2,4. Ich hab mich dann (nachdem alles gefliest war, das Geländer fertig war und meine Arbeiten soweit erledigt waren) selbst um die Heizung gekümert und mich durchgefragt bei Fachleuten und reingelesen. Erste Maßnahme war mehr Heizfläche im Bad, also wieder schlitzen... . Zweite Maßnahme war ein sauberer hydraulischer Abgleich und die Anpassung der Heizkurve und die Stilllegung der Einzelraumregelung (ich habs damals selbst nicht geglaubt, aber es geht wirklich sehr gut ohne, wenn alles gründlich eingestellt ist).
Nun war das Bad für unseren Geschmack immer noch etwas zu kühl, dafür hab ich eine kleine OP-Verstärker-Schaltung gebaut dass nur noch Wärme ins Bad eingeleitet werden kann (VL muss wärmer sein als RL, dann geht der Stellantrieb auf). Damit hab ich bei gleicher Heizkurve etwa 1 °C im Bad zusätzlich gewonnen.
Mit den Maßnahmen bin ich von JAZ ca. 2,4 auf inzwischen 4,6 gekommen. Und das obwohl meine Wärmequelle sehr ungünstig ist (komplett in schluffigem Kies --> schlechter Wärmeübergang) und im Winter der Solevorlauf durchaus auch für einige Tage an der 0 °C-Marke kratzt (das ist der Grund, dass ich heute die Wärmequelle großzügiger dimensionieren würde). Im Sommer hab ich einen Solevorlauf von ca. 8 °C.

Mein Fazit: Ich würde mich wieder für genau die gleiche Heiztechnik entscheiden aber mich vorab viel, viel gründlicher informieren und mich auch viel mehr in die Planungen einmischen.

Halte uns bitte auf dem Laufenden, für was du dich entscheidest. Und wenn du Fragen hast, frag einfach.


Schönen Abend
Bubu

BID = 1051479

Primus von Quack

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Zitat :
Bubu83 hat am 23 Apr 2019 22:55 geschrieben :

……..
- keine Wartungskosten
…...



...da unterschlägt wohl jemand die jährliche F-Gas Prüfung

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...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!

BID = 1051482

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 16782

Du solltest darüber nachdenken ob du nicht in große Wärmespeicher investierst und die gestaffelt mit Wärme auflädst 2 *1500 Liter sind da nicht Übertrieben. Fußbodenheizung und evl auch Wandheizung benötigen max 35 Grad deine Puffer können durchaus auch 95 Grad bunkern. (Glyzerin-Wasser Gemisch als Wärmeträger)
Die Wärmepumpe bringt dann Vorteile wenn sie weiträumig mit Erdwärme ca 1,80m tief und ca 50 bis 100m Flächig verlegt versorgt wird . Von Luft oder Tiefenbohrung kannst du dich gleich verabschieden. (Sole -Wasser -Wärmepumpe)
Photovoltaik getrennt installieren und große Akkus verwenden ZB Staplerbatterien 2 oder 3 80 V 960Ah
Der Platz ist aber auch zu berücksichtigen und mit etwas sinnvoller Wartung halten die locker 8 bis 10 Jahre.
Dein Wechselrichter sollte den Bedarf des Hauses auch liefern können. So bist du auf Einspeisung ins Netz nicht angewiesen und kannst den Bedarf auch dann aus den Akkus ziehen wenn du den Strom brauchst.
Zudem gibt es auch Solaranlagen die als Dach ausgelegt sind und nicht aufs Dach montiert werden.

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Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!

[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 24 Apr 2019 21:24 ]

BID = 1051516

Bubu83

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Zitat :
Primus von Quack hat am 24 Apr 2019 17:38 geschrieben :


Zitat :
Bubu83 hat am 23 Apr 2019 22:55 geschrieben :

……..
- keine Wartungskosten
…...



...da unterschlägt wohl jemand die jährliche F-Gas Prüfung




Da ist meine kleine Wärmepumpe noch deutlich drunter... Zumindest zur Zeit noch...

BID = 1051519

Primus von Quack

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Zitat :
Bubu83 hat am 25 Apr 2019 22:59 geschrieben :

….
Da ist meine kleine Wärmepumpe noch deutlich drunter... Zumindest zur Zeit noch...



...da muss die aber sehr winzig sein


...welches Kältemittel ist den drin ? und wieviel Kg ?






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[ Diese Nachricht wurde geändert von: Primus von Quack am 26 Apr 2019  1:19 ]

BID = 1051524

winnman

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schau mal hier: Wärmepumpenforum Haustechnikdialog such da mal nach Ringgrabenkollektor, plane aber auch einiges an Zeitaufwand ein dich hier umfassen zu informieren.

Da wird meist sehr sachlich darüber Diskutiert und der Ringgrabenkollektor wird in Zusammenhang mit Solewärmepumpe, auf niedrigste Vorlauftemperaturen ausgelegte Flächenheizung und einem vernünftig isoliertem Haus zum sehr wirtschaftlichen Wärmelieferanten.

Wenn du dann noch PV aufs Dach packst, geht das durch Nutzung der Fußbodenheizung als Speicher sehr wirtschaftlich.

Die Investitionskosten bleiben überschaubar, klimaschädliche Gase sind in sehr geringen Mengen notwendig und unterliegen keiner Prüfpflicht, . . .

Wartungskosten nahe Null.

Wichtig ist die Richtige Auslegung der Fußbodenheizung auf geringst mögliche Vorlauftemperaturen sowieso (auch Brennwertthermen, Luftwärmepumpen, Fernwärme, . . . arbeiten so am effektivsten).


BID = 1051563

Bubu83

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Beiträge: 2589
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Zitat :
Primus von Quack hat am 26 Apr 2019 01:16 geschrieben :


Zitat :
Bubu83 hat am 25 Apr 2019 22:59 geschrieben :

….
Da ist meine kleine Wärmepumpe noch deutlich drunter... Zumindest zur Zeit noch...



...da muss die aber sehr winzig sein


...welches Kältemittel ist den drin ? und wieviel Kg ?







[ Diese Nachricht wurde geändert von: Primus von Quack am 26 Apr 2019  1:19 ]



Die ist für mein Haus ausreichend. Groß ist vor allem der Warmwasserspeicher...



BID = 1051566

Primus von Quack

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...die ist echt winzig

...dann sollte man aber nicht anderen Leuten, die eventuell nicht mit so einer winzigen WP auskommen, sagen es gäbe keine Wartungskosten...

...im übrigen braucht jede Anlage früher oder später mal eine Wartung

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BID = 1051570

unlock

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Zitat :
winnman hat am 26 Apr 2019 08:03 geschrieben :


Wenn du dann noch PV aufs Dach packst, geht das durch Nutzung der Fußbodenheizung als Speicher sehr wirtschaftlich.



Verbraucher als Speicher zu nutzen ist überhaupt keine gute Idee,da dieser eh geladen ist!

Besser wäre hier ein Mehrkreissystem mit unterschiedlichen Temperaturen und Latentwärmespeichern zu installieren,wenn die Solaranlage in der Übergangszeit oder im Winter niedrige Vorlauftemperaturen liefert,kann man diese Puffern und direkt für die Heizung verwenden,oder man schaltet die WP dazwischen um WW zu erzeugen,und kitzelt somit etwas wirkungsgrad heraus.
Im Sommer erzeugt man mit der Solaris des Wirkungsgrad wegens natürlich direkt WW,und den Überschuss speist man in den Boden ein,um einen besseren Wirkungsgrad für den Winter zu erhalten.

Natürlich sollte das ganze,wie schon erwähnt,mit den realen Daten und Fakten durchgerechnet werden,um ein optimales Ergebnis zu erziehlen.

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One Flash and you're Ash !

BID = 1051605

Bubu83

Schreibmaschine



Beiträge: 2589
Wohnort: Allgäu


Zitat :
Primus von Quack hat am 27 Apr 2019 06:52 geschrieben :

...die ist echt winzig

...dann sollte man aber nicht anderen Leuten, die eventuell nicht mit so einer winzigen WP auskommen, sagen es gäbe keine Wartungskosten...

...im übrigen braucht jede Anlage früher oder später mal eine Wartung



Hat immerhin 7,7 kW Heizleistung - ausreichend für die meisten neu gebauten Einfamilienhäuser


Schönen Abend
Bubu

BID = 1051662

Primus von Quack

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7,7kW das ist ja weniger als ein Herd

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BID = 1051666

Bubu83

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Beiträge: 2589
Wohnort: Allgäu


Zitat :
Primus von Quack hat am 29 Apr 2019 19:08 geschrieben :

7,7kW das ist ja weniger als ein Herd



Stimmt. Und doch als Heizung für die Hütte vollkommen ausreichend Kommt im Jahr auf etwa 2 kStunden


BID = 1051667

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 16782

Zitat: Stimmt. Und doch als Heizung für die Hütte vollkommen ausreichend Kommt im Jahr auf etwa 2 kStunden

Teure Heizung bei 7,7 kW *2000 Stunden

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 29 Apr 2019 22:03 ]


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