Röhrenverstärker

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Autor
Röhrenverstärker
Suche nach: röhrenverstärker (193)

    







BID = 1011486

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1570
Wohnort: Dresden
 

  


Hab mir mal ein Röhrenadapter 6V6 zu EL84 gelötet.
Damit kann ich meinen Altbestand an EL84
mit diesem Miniverstärker hörbar testen.
Klangunterschiede sind äußerst subjektiv.
Eigentlich nicht hörbar.
Keine Mikrofonie wie bei der "neuen" chinesischen 6V6GT.
Dafür spratzt eine ECC81 (552650) und ist klopfemfindlich.
Und schau ... eine von den EL84-Teilen fluoresziert.
Dudelt seit Mittwoch und leider wird das schöne blaue Leuchten
mit zunehmender Betriebsdauer schwächer...




https://de.wikipedia.org/wiki/EL84#......jpeg



[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kaira B am 20 Jan 2017 18:04 ]

BID = 1011499

Martin.M

Stammposter



Beiträge: 489
Wohnort: Biedenkopf
Zur Homepage von Martin.M

 

  

seltsam die Schaltung. Meiner Ansicht nach gehört die ECC81 in die Mitte und die ECC83 vorn an den Eingang.
Die kräftigere ECC81 macht da Sinn wenn die Endröhre so hoch ausgesteuert wird daß ein Gitterstrom entsteht, der muß ja irgendwoherkommen.
ECC83 ist eine gute Wahl für den Eingang, Strom liefern kann die aber nicht, typische ECC83 Schaltungen haben Anodenwiderstände von 200k und mehr. Sauber klingende Verstärker haben zudem noch eine Gegenkopplung, hinten von der Sekundärwicklung zurück nach vorne an die Anode der ersten Röhre.

lG Martin



[ Diese Nachricht wurde geändert von: Martin.M am 20 Jan 2017 20:45 ]

BID = 1011503

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Trotz sorgfältiger Entgasung der Röhrenbauteile kann es
besonders bei hoch belasteten Endröhren
zu Gasausbrüchen aus den Anodenblechen kommen.
Bei durchsichtigen Röhren kann man dies im Extremfall durch ein blaues Leuchten innerhalb der Anode erkennen.
.....
Bei Sauerstoff ist dieses Licht blau.
Bei Bariumdampf z.B. bei der Regenerierung von Röhren dagegen grün.
Ist alles bekannt und habe ich beides auch schon gesehen.
Die dort beschrieben Erscheinung beruht aber auf schlechtem Vakuum und da leuchtet das Gas in der Röhre.

Wenn aber nur das Glas oder das Anodenblech aufleuchtet, liegt das nicht am schlechten Vakuum, und es ist auch kein Fehler, der die Funktion der Röhre beeinträchtigt.
Meist kann man recht gut sehen, ob das Leuchten im Volumen zwischen den Elektroden auftritt, oder nur an der Oberfläche der Materialien.

Ein besseres Verfahren zur Beurteilung des Vakuums ist die Messung des Gitterstroms.
Bekanntlich lädt sich bei einer Röhre das Gitter negativ auf, weil viele der aus der Katode "herausgekochten" Elektronen einen Geschwindigkeitsüberschuß haben.
Mit einem zwischen Gitter und Kathode geschalteten Amperemeter kann man dann (auch ohne Anodenspannung) einen negativen Gitterstrom von etlichen µA messen.
Gelegentlich nutzt man das zusammen mit einem hochohmigen Gitterableitwiderstand aus, um das Gitter negativ vorzuspannen.

Wenn man das Gitter nun mit einer externen Spannungsquelle auf etwa 2V negativ vorspannt, können die Elektronen nicht mehr gegen dieses Feld anlaufen und der Gitterstrom verschwindet fast vollständig.

Bei Röhren mit schlechtem Vakuum aber entstehen, wenn man die Anodenspannung einschaltet, durch den Elektronenbeschuss der Gasatome positive Ionen, die zum negativen Gitter hin wandern.
Daraus resultiert dann ein positiver Gitterstrom, der sehr unerwünscht ist, weil er die Gitterspannung merklich bzw. unzulässig in positiver Richtung verschieben kann.
Es gab Verstärkerröhren, iirc war es die EF40, die man zur Druckmessung in Hochvakuumsystemen benutzen konnte, weil die Abhängiggkeit des Gitterstromes vom Gasdruck tabelliert war.

BID = 1011739

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1570
Wohnort: Dresden


Zitat :
perl hat am 20 Jan 2017 21:09 geschrieben :

Ist alles bekannt und habe ich beides auch schon gesehen.
=>Bekanntlich...

Johh, sicher wissen dies einige und Du gehörst dazu...
Geh aber mal besser von einem lötenden DAU aus
Bin immer wieder entsetzt wo überall es an exaktem Wissen mangelt.
Wer aber in diesem Fach sagt er wüßte alles flunkert...


Zitat :
Wenn aber nur das Glas oder das Anodenblech aufleuchtet, liegt das nicht am schlechten Vakuum, und es ist auch kein Fehler, der die Funktion der Röhre beeinträchtigt.

Spielt ja noch.
Habe zehn EL84 getestet, davon hat aber nur eine
hinter dem Anodenblech blau geleuchtet.

Habe mal bei verschiedenen Röhren die Gitterspannung gemessen und
so Anodenstrom geschätzt(Rk 240 Ohm Ua 230V).
Schwankt von -8,5V (35,4mA [EL84])bis -14,3V (59,6mA [EL34]).
Die 6P3S im "Schulterglas" kommt mit -13,8V bei 57,3mA
besser als die China 6V6GT (-12,2V/50,8mA) im Klang un bleibt durch
den großen Klaskörper auch kühler.
Daraus könnte man schlussfolgern:
Hubraum ist durch nichts zu ersetzen
Wird wohl auch das Erfolgsgeheimnis der direkt geheizten 300B sein.
http://www.jogis-roehrenbude.de/Roe.....E.htm
Leider hat mei Elektronisches Netzgerät B Regenwasser abbekommen...
Zu allem Überfluss ist vom Röhrentester die Stabiröhre abgepfiffen...
Die letzte Funktion habe ich noch glücklich "festgehalten".
Das gehört aber eigentlich in Historische Technik...
Ich arbeite daran

Die Gitterstrommessung ist angedacht...

EF40 WAS ES ALLES GAB !
http://www.jogis-roehrenbude.de/Roe.....6.htm





BID = 1011742

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Leider hat mei Elektronisches Netzgerät B Regenwasser abbekommen...
Das ist nicht weiter schlimm, das trocknet auch wieder.
Wir haben mal eine ASR-3 abgebaut und im strömenden Regen auf dem offenen LKW transportiert. Das Wasser stand 3mm hoch in den Einschüben.
Das Ding wurde später zu Lehrzwecken wieder aufgebaut und lief problemlos.
Die einzige Beschwerde gab es wegen dem Dreck, der dadurch offenbar wurde.
http://www.radartutorial.eu/19.kartei/11.ancient/karte015.de.html


Zitat :
Zu allem Überfluss ist vom Röhrentester die Stabiröhre abgepfiffen...
Welcher Typ?
Irgendwo habe ich noch ein paar OA2 oder OB2 oder sowas, kann ggfs. mal nachsehen.
Sonst eben Zenerdioden nehmen.


Zitat :
Die Gitterstrommessung ist angedacht...
Relativ einfach.
Verwende einfach einen extra hohen Gitterableitwiderstand, den du wahlweise kurzschliessen kannst

Wenn sich dabei nichts tut, ist die Röhre i.O.
Wenn bei der niederohmigen Einstellung der Strom steigt, hast den normalen negativen Gitterstrom, der aber nur auftreten sollte, wenn Rk zu klein ist.
Wenn bei der niederohmigen Einstellung der Anodenstrom fällt, bedeutet das, dass du positiven Gitterstrom hast.
Der positive Gitterstrom kommt vorwiegend durch schlechtes Vakuum zustande, aber auch Isolationsfehler oder Gitteremission durch eine überheizte Katode sind möglich.


Zitat :
Wird wohl auch das Erfolgsgeheimnis der direkt geheizten 300B sein.
Das sieht mir nicht nach einer direkt geheizten Röhre aus, sondern nach halbindirekter Heizung.





BID = 1011797

Otiffany

Urgestein



Beiträge: 13751
Wohnort: 37081 Göttingen

Ist in deinem RPG evtl. eine GR150A verbaut?

Gruß
Peter

BID = 1012515

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1570
Wohnort: Dresden

Danke für die lieben Angebote.
Kurzfristig hält Elektronik auch mal Wasser ab wenn keine Spannung
anliegt, Militärtechnik muß das abhalten
Mein Netzteil stand über 20 Jahre im feuchten
Das poste ich in Historische Technik.

Beim Röhrenprüfer ist noch anderes im argen...
Die GR20-12 hat überlebt, allerdings spielt sie im RPG61 nicht.



BID = 1012530

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Die GR20-12 hat überlebt, allerdings spielt sie im RPG61 nicht.
Was bedeutet das im Klartext?


P.S.:
Kann es sein,, dass du sie mit falscher Polarität betreibst?
Normalerweise würde ich erwarten, dass die Elektrode mit der größeren Fläche, also das äussere Drahtnetz, als Kathode geschaltet ist und leuchtet.



[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am  1 Feb 2017 15:13 ]

BID = 1012538

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1570
Wohnort: Dresden

Klartext: Der Röhrentester muss ebenfalls saniert werden.

Du hast es erkannt:Der Stabi ist "falsch rum" betrieben...
Ist aber einer Glimmlampe schnuppe. (Nicht ganz)
Die Stabispannug ist da etwas höher.






[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kaira B am  1 Feb 2017 17:06 ]

BID = 1012549

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :

Der Stabi ist "falsch rum" betrieben...
Ist aber einer Glimmlampe schnuppe. (Nicht ganz)
Die Stabispannug ist da etwas höher.
Weil die kleine Kathode überlastet wird, und das Ding nicht mehr stabilisiert.
Die Fläche der Glimmbedeckung ist proportional zum Strom, und solange die Kathode noch nicht vollständig vom Glimmlicht bedeckt ist, ändert sich die Brennspannung nur wenig. Das ist der Arbeitsbereich des Stabis.
Bei höherem Strom steigt dann die Brennspannung stark an.


Offtopic :
Es gab sogar Gleichrichterröhren, die nach diesem Prinzip funktionierten:
Bei der RGN1500 ragten zwei kurze Drahtstummel von vielleicht 1,5mm Durchmesser als Anoden in eine halbkugelförmige als Kathode geschaltete Blechkapsel.
Solange die "Anoden" negativ waren, floss gemäß ihrer geringen Oberfläche nur ein geringer Sperrstrom, und wenn die Halbkugel negativ war, konnte wegen deren grosser Fläche ein hoher Durchlassstrom fliessen.
http://picclick.de/1-RGN-1500-Glimm......html

Die Leistung dieser Röhre entsprach etwa den damals gebräuchlichen direkt geheizten Zweiweggleichrichterröhren, aber sie wurde in Rundfunkgeräten gewöhnlich nicht verwendet, weil mit dem Zünden und Erlöschen der Glimmentladung doch erhebliche HF-Störungen verbunden waren.
Da die Glimmstrecke vollständig gekapselt war, konnte man von den Leuchterschinungen von aussen leider kaum etwas sehen.

http://www.radiomuseum.org/forumdat.....e.pdf
http://lampes-et-tubes.info/re/re265.php?l=e






[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am  1 Feb 2017 17:46 ]

BID = 1012559

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1570
Wohnort: Dresden


Zitat :
perl hat am  1 Feb 2017 17:34 geschrieben :

Weil die kleine Kathode überlastet wird, und das Ding nicht mehr stabilisiert.

Das ist einleuchtend
Hatte 12k in Reihe und ganz gefühlvoll die Spannung hoch gefahren.
Geht mit dem Netzteil sehr gut (Feinreglung +/- 20 Volt Grob 0-450V).
Wieder was gelernt



[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kaira B am  1 Feb 2017 18:44 ]


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