Dass der Draht absichlich an dem Kontakt geklemmt hat, bezweifle ich stark.
Eher ist er dort hängen geblieben und dann abgerissen.
Leider kann man auf deinen Fotos die interessanten Details immer noch nicht erkennen.
Schau dir den Stator noch einmal genau an!
Jede der Statorspulen muß logischer Weise 2 Enden haben, und wo enden diese bei der gesunden Spule?
Normalerweise wird nicht einfach der Kupferlackdraht herausgeführt, sondern innerhalb des Wicklungspakets ist dieser mit einem stabilen isolierten Draht verlötet, welcher dann herausgeführt ist.
Wenn das also bei der gesunden Spule so gemacht wurde, und diese stabilen Wicklungsenden bei der defekten Spule noch existieren, dann ist der Draht irgendwo aus der Wicklung herausgerissen worden, und diese Wicklung muß nun (mindestens) 4 Enden haben: 2 korrekt ausgeführte und die beiden Abrisstellen.
Wenn du eine ungerade Zahl von Enden findest, wirst du dich wohl von dem Motor verabschieden müssen, denn Verlöter hat ja weitere Verschleißerscheinungen diagnostiziert.
Gewöhnlich sind die Spulen und der Anker hintereinander geschaltet, und zwar symmetrisch:
o------/\/\/\/\/----Anker---/\/\/\/\/-----o
P.S.:
Zitat : Verlöter hat am 10 Aug 2015 19:28 geschrieben :
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Ich erkenne Schleifspuren am Anker, vor allem a-seitig. Da wird es ein Problem mit dem abtriebsseitigen Lager geben, oder Lagersitz, oder das Joch (Feldwicklung mit Eisenpaket) sitzt nicht mehr exakt im Gehäuse. Hier weitermachen wird wohl nicht lohnen. |
Die Kohlen sind scheinen auch schief abgenutzt zu sein, vermutlich weil die Köcher schief sind.
Insgesamt macht das alles keinen guten Eindruck, und der abgerissene Draht hätte nie passieren dürfen, ist ja wohl eindeutig das Ergebnis eines Fertigungsfehlers -falls nicht vorher jemand mit Wurstfingern und ohne technischen Verstand daran herumgespielt und nachher alles schief zusammengebaut hat-.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 11 Aug 2015 3:37 ]