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Reed Schalter - haelt nicht was er verspricht Suche nach: schalter (25929) |
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BID = 767381
strolchi84 Gelegenheitsposter
 
Beiträge: 51 Wohnort: Bregenz
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Sehr vereehrte Forenkollegen !
Ich arbeite bei einem Zulieferer der Automobilindustrie und habe folgende, vermeintlich einfache, Aufgabe.
Es geht um einen simplen Reedschalter der laut Lastenheft folgende Spezifikationen erfuellen muss :
35V Betriebsspannung
20 mA Schaltstrom
Wenn ich nun das Datenblatt des Reed-Herstellers betrachte, koennte man meinen diese Pruefung sei ueberfluessig. Laut Hersteller kann der Reed 175V bei 500 mA schalten.
Aber nun kommts : Wenn ich die vorher erwaehnten 35V anlege und den Stromkreis mittels einer elektronischen Last belaste, kann ich mit dem Reed genau einen Schaltvorgang durchfuehren ehe er ins ewige Verderben stuerzt.
Will heissen nach nur einem Schaltvorgang ist der Reedschalter defekt. Unter dem Mikroskop sieht man, dass sich Schaltzunge nach der Belastung nicht mehr bewegt.
Nun habe ich mal einige der "zu tode geprueften" Reeds aufgeknackt um mir die Kontakte anzusehen. Nichts, rein GARnichts weisst auf eine Verschweissung der Kontakte hin, ich kann keinen Unterschied zu den unbelasteten Reeds erkennen.
So, nun nach dem ganzen Text die allumfassende frage : Warum ?
Kann es sein dass durch eine fehlerhafte Herstellung, in Kopplung mit der el. Energie, die ferromagnetische Schicht der Schaltzunge beschaedigt wird ?
Oder hab ich ein Prinzipproblem mit meinem Pruefaufbau ?
Bin mit meinem Latein am Ende, fuer sachdienliche Hinweise bin ich wie immer dankbar !
beste Gruesse
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PS : Anbei ein Schaltbild des Aufbaus
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BID = 767384
hajos118 Schreibmaschine
    
Beiträge: 2453 Wohnort: Untermaiselstein
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Bitte den Stromfluss mittels Oszi aufnehmen und bewerten. (Spitzenstrom?, Stromflanke?)
Evtl. mal eine drossel in den Stromkreis einfügen, um die Schaltflanken nicht zu hoch werden zu lassen.
Hintergrund: Durch steile Flanken könnten, durch Induktion, die magnetischen Eigenschaften des Reed Kontaktes geändert worden sein.
Wenn möglich, auch mal die mag. Eigenschaften des Reed Relais vor und nach dem Versuch untersuchen. (Magnetlinienverlauf ...)
edit:
Guckst Du hier - evtl. Unterstützung vom Profi möglich!
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Interpunktion und Orthographie dieses Beitrags sind frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
Wer einen Fehler findet, darf ihn behalten!
[ Diese Nachricht wurde geändert von: hajos118 am 27 Mai 2011 8:55 ] |
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BID = 767386
Surfer Inventar
     
Beiträge: 3085
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Kontakt ist auch für Gleich und Wechselspannung geeignet?
Gruß Surf
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BID = 767414
strolchi84 Gelegenheitsposter
 
Beiträge: 51 Wohnort: Bregenz
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Hallo Zusammen !
Vielen Dank fuer Eure Antworten ! Ich glaube ich habe des Raetsels Loesung gefunden. Es scheint ein prinzipielles Problem mit dem Einsatz der el. Last zu sein.
Ich habe mittels Oszi den Strom waehren des Schaltvorgangs angesehen, der ist in etwa 30 mal so hoch wie er sein sollte !
Nun habe ich die Last zur Seite gestellt und einen normalen 0,25 W Widerstand mit 1780Ω verwendet. Siehe da, nun ueberleben die Reeds !
Wenn ich mir die Spannungsabfall am Widerstand ansehe, dann reisst dieser lang nicht so aus als wenn ich die el. Last einsetze.
Fuer solche Tests ist eine el. Last also absolut ungeeignet weil zu langsam, auch wenn man zusaetzlich die zu erwartende Spannung mit angibt !
Bitte um Bestaetigung der Theorie
Beste Gruesse !
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BID = 767417
hajos118 Schreibmaschine
    
Beiträge: 2453 Wohnort: Untermaiselstein
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Nur mal interessehalber: Könntest Du Oszibilder und Typ der elektronischen Last hier einstellen?
Ggf. reicht schon eine Induktivität im Kreis aus, um (zu) schnelle Stromänderungen zu beherrschen.
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BID = 767421
strolchi84 Gelegenheitsposter
 
Beiträge: 51 Wohnort: Bregenz
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Die Last ist eine HP6060a - am Oszi habe ich leider kein Dateninterface, man sieht aber sehr schoen die Flanken und die Prellung beim Schalten.
Haette ich nicht gedacht, aber so lernt man dazu - die paar Reeds, die dem Heldentod starben sind zu verschmerzen.
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BID = 767587
hajos118 Schreibmaschine
    
Beiträge: 2453 Wohnort: Untermaiselstein
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Soweit ich noch informiert bin kann eine HP 6060 electronic load nur bis ca. 10KHz (maximal) die Last ausregeln. Eigentlich ist sie sogar nur für DC spezifiziert. Kann mich aber auch irren (ist schon eine Weile her, daß ich damit zu tun gehabt habe). Damit hat sie aber definitiv ein Problem bei abrupten Schaltvorgängen, wie er bei Schaltern vorkommt. Für solche Tests ist die Last (leider) nicht geeignet
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