RCD Vorsicherung

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RCD Vorsicherung
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BID = 760923

boina

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Beiträge: 27
Wohnort: Geisenhausen
 

  


Hallo zusammen,
ich habe folgendes Problem bei dem ich nicht so recht weiß wie ich es realisieren soll. Dazu erstmal folgende Fakten:
- Einfamilienhaus BJ 1975
- NH-Sicherungen im HAK 3x36A
- Keine Zählervorsicherung
- FI 25A/500mA, 11x H16A Automaten

Da die Verteilung also mittlerweile 36 Jahre und völlig veraltet ist möchte ich also einiges neu machen. Dazu möchte ich den FI gegen einen mit 40A/30mA austauschen und die LSS gegen B16A bzw. B13A.

Aktuell ist der FI ausschließlich mit der NH-Sicherung im HAK abgesichert. Dies möchte ich aus folgenden Gründen ändern:
a) Kann ich den FI nur freischalten wenn ich die Plombe des HAK aufzwicke
b) Sollte tatsächlich einmal der Strom erreicht werden löst als einzige Sicherung die Panzersicherung aus obwohl überhaupt kein Fehlerfall vorliegt
c) Ob eine 36A-NH-Sicherung einen 40A-FI wirkungsvoll schützt wage ich zu bezweifeln

Kurz und knapp ich möchte also den RCD gegen Überstrom (nicht Kurzschluss) vorsichern, die Frage ist jetzt nur wie. Über die Summe der nachgeschalteten Automaten wird das leider nichts. Ich dachte also an folgende Möglichkeiten:
1. 32A-Leitungsschutzschalter. Hier stellt sich die Frage welche Charakteristik, B, C oder K? Die Frage ist außerdem wäre in diesem Fall die Selektivität bzgl. einer Kurzschlussabschaltung wegen der nachgeschalteten Automaten gegeben? Ich denke wohl nein. Aber muss dies überhaupt gegeben sein (Vorschrift) wenn man es akzeptiert dass halt die ganze Phase abgeschaltet ist?
2. 35A-NEOZED. Hier stellt sich die Frage ob dies überhaupt Sinn macht und ob hier nicht auch im Falle eines Falles doch eher die HAK-Sicherung abschaltet. Außerdem wäre mir ein schaltbares kompaktes Element lieber.
3. SLS-Schalter. Wäre wohl technisch das richtige, scheidet aber eigentlich aus da im Verteiler kein Platz dafür vorgesehen ist. Außerdem recht teuer.
4. Keine Vorsicherung, nur Hauptschalter. Wäre eine elegante Möglichkeit zum freischalten, aber das Problem mit der Überstromabsicherung des FI bleibt. Es sei denn man akzeptiert die alleinige Absicherung über die NH-Sicherung.

Was meint ihr zu der Situation. Ich hätte am liebsten ein kleines Schaltelement, daher würde mir Möglichkeit 1 am besten zusagen. Die Frage ist nur, ist das erlaubt?

Ach ja, dass ich zunächst die Plombe aufzwicken muss um überhaupt irgendwas machen zu können ist bereits abgeklärt. Und auch bin ich kein Laie sondern Elektriker in der Industrie, ich weiß also wie man wie man installiert. Nur in diesem konkreten Fall weiß ich nicht so recht was erlaubt ist.

Danke für eure Antworten.
boina

BID = 760925

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17235

 

  

Als Elektriker solltest du wissen das da eine NH-Sicherung im Hak ist und keine Sicherung für ein Militärfahrzeug Und wenn du Wert auf Selektivität legst kommst du um 35 A SLS nicht herum. Diese SLS stellen zugleich den Überlastschutz für den 40 A RCD sicher. Nebenbei auch eine NH 35 A schützt den RCD zuverlässig vor Überlastung.
Gruß Bernd

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BID = 760929

Rhodosmaris

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Beiträge: 2340
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Der neue FI ist durch die 3xNH35A ausreichend geschützt, also würde ein Hauptschalter zum Freischalten ausreichen - natürlich wäre es im Fehlerfall (Vorsicherung löst aus) praktischer, die Plombe des HAK nicht öffnen zu müssen.

Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, zwei getrennte FI zu verbauen?. Damit würdest du die Ausfallsicherheit der Anlage in gewissen Grenzen erhöhen.
Dann könntest du zwei 3-polige Neozedsockel (evtl gar LINOCUR) einbauen und diese mit je 3x25A bestücken. Danach schaltest du je einen FI und teilst die vorhandenen Stromkreise auf die FI auf.

Ein paar Überlegungen solltest du dabvei aber anstellen, damit nicht alle einphasigen Großverbraucher (WA, TR, Microwell uä.) auf einem Außenleiter liegen und bei gleichzeitigem Betrieb eine der 25A Vorsicherungen ungewollt zum Auslösen bringen.

ciao Maris

BID = 760937

boina

Neu hier



Beiträge: 27
Wohnort: Geisenhausen


Zitat :
Und wenn du Wert auf Selektivität legst kommst du um 35 A SLS nicht herum.
Ist eben diese Selektivität vorgeschrieben?


Zitat :
Der neue FI ist durch die 3xNH35A ausreichend geschützt, also würde ein Hauptschalter zum Freischalten ausreichen
Ok, ich denke mal das gilt für meinen Fall mit 36A (ja es sind tatsächlich 36 und nicht 35A) ebenso. War eigentlich eine dumme Annahme von mir...


Zitat :
Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, zwei getrennte FI zu verbauen?.
Ja, aber das spare ich mir. Einen 2. FI halte ich eigentlich nur für sinnvoll wenn daran die Beleuchtung hängt um im Fehlerfall nicht im dunkeln sitzen zu müssen. Da aber alles zusammen verkabelt ist ist dies nicht möglich (jedenfalls nicht ohne groß Wände aufzuschlitzen).

BID = 760938

winnman

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Beiträge: 1498
Wohnort: Salzburg

und statt Neozed Linocur, . . . ev. jeweils einen LS (möglichst B Kennlienie) dann bist du auch im Kurzschlussfall Selektiv (wenn du nicht gerade im Verteiler einen Kurzschluss machst)

BID = 760944

Rhodosmaris

Schreibmaschine



Beiträge: 2340
Wohnort: Lindau/Bodensee


Zitat :
Einen 2. FI halte ich eigentlich nur für sinnvoll wenn daran die Beleuchtung hängt um im Fehlerfall nicht im dunkeln sitzen zu müssen. Da aber alles zusammen verkabelt ist ist dies nicht möglich (jedenfalls nicht ohne groß Wände aufzuschlitzen).

Wieso ist alles zusammen verkabelt? Wozu dienen dann die jetzigen 11 Hausbrandautomaten?
Du hast doch 11 getrennte Stromkreise (bzw. 8 plus Herd). Mit dem zweiten FI läßt sich schön eine Tiefkühltruhe im Keller und eine Flur-/Treppenbeleuchtung getrennt betreiben.

Außerdem solltest du gleich jetzt schon an die Zukunft und Umbau-/Erweiterungsarbeiten am Haus denken und genügend Reserven einplanen. Baujahr 73 bedeutet immerhin eine bald 40Jahre alte Installation.

ciao Maris
Edit: Oh ist ja Bj75 - ist aber auch nicht viel frischer.



[ Diese Nachricht wurde geändert von: Rhodosmaris am 18 Apr 2011 21:03 ]

BID = 760950

boina

Neu hier



Beiträge: 27
Wohnort: Geisenhausen

Naja wenn die Tiefkühltruhe im Keller den FI fliegen lässt dann ist mir das ja fast lieber wenn ich das noch mitkriege bevor alles abtaut
Es ist im Moment so dass immer etwa 3 Zimmer sich einen Automaten teilen, dazu kommt:
- Steckdose für Geschirrspüler
- Steckdose für Waschmaschine
- 3x Herd
Die Großverbraucher sind also eh separat abgesichert.

Außerdem ist das Platzangebot ohnehin recht beschränkt, ich habe genau 20 Platzeinheiten, das würde gerade noch reichen für 3x Neozed (oder Linocur) + FI + 11 Automaten = 19,5

Aber mit Linocur könnte ich mich anfreunden...

BID = 760992

elo22

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Zitat :
boina hat am 18 Apr 2011 21:11 geschrieben :

Außerdem ist das Platzangebot ohnehin recht beschränkt, ich habe genau 20 Platzeinheiten


Die Du nicht voll nutzen kannst, Du brauchst Reserve für die Wärmeabfuhr.

Lutz

BID = 761023

ergster

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Also wenn nicht irgendwie doch mehr Platz zu schaffen ist, dann würde ich folgendes machen.

1 FI 40A + 10 LS + 1 FI/LS + Hauptschalter.

Dann hast du die Abschaltmöglichkeit und noch min. einen Stromkreis der in Betrieb bleibt wenn ein FI mal auslöst.

Bei einer Sinnvollen aufteilung, also Wama, Trockner und Küche auf L1, L2, L3 und einer gleichmässigen verteilung vom Rest, halte ich es für sehr undwahrscheinlich, dass eine NH Sicherung jemals auslösen wird.

Ich verm. mal, dass ist seid 1975 auch noch nie passiert.

BID = 761045

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7462
Wohnort: Wien


Zitat :
elo22 hat am 19 Apr 2011 04:54 geschrieben :


Zitat :
boina hat am 18 Apr 2011 21:11 geschrieben :

Außerdem ist das Platzangebot ohnehin recht beschränkt, ich habe genau 20 Platzeinheiten


Die Du nicht voll nutzen kannst, Du brauchst Reserve für die Wärmeabfuhr.


Das halte ich leider für ein Gerücht. Es mag empfohlen sein, ist aber sicher nicht vorgeschrieben. Vorgeschrieben sind nur bei Neuinstallationen 20 bzw. 30% Planungsreserve für spätere Erweiterungen, nicht aber wie hier bei der Neubestückung eines Bestandsverteilers.

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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"


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