Offtopic :
|
@GeorgS: Das war mal so. Heute is ja alles "dischidoal".
Früher gab es Computerblitze sowie die Systemblitze mit TTL-Messung. Das meint hier nicht Time-To-Live sondern Trough-The-Lens und besagt nichts anderes als dass die Kamera die Belichtung misst und den Blitz bei erreichen der notwendigen Beleuchtung abschaltet.
Der Vorteil hierbei ist dass Korrekturen der Belichtung an der Kamera vorgenommen werden können, ohne den Blitz selbst neu einstellen zu müssen.
Die Computerblitze waren eine Generation davor - die haben eine Fotozelle drin und messen selbst das reflektierte Licht. Man hat am Blitz eine bestimmte Belichtungsstufe eingestellt und der Blitz hat bei Erreichen dieser auch abgeschaltet. Das hat auch funktioniert, wollte man aber die Belichtung ändern hatte man zwei Geräte an denen man etwas einstellen konnte.
Heute ist das Ganze etwas komplizierter: Die TTL-Messung erfolgte vormals anhand des vom Film reflektierten Lichtes. Diese Messung funktioniert mangels Film heute nicht mehr und die Sensoren in den Digiknipsen benehmen sich da anders. Es wird also ein Vorblitz mit definierter Intensität abgefeuert und von der Kamera gemessen. Darauf basierend wird die benötigte Lichtmenge berechnet und der Blitz entsprechend eingestellt.
Das sieht bei Systemblitzen für die meisten Leute aus wie ein Blitz da beide Blitze innerhalb von unter 1/10 Sekunde hintereinander gezündet werden. Manche Leute können mit einem Lidschlussreflex den Fotographen damit aber auch zum Wahnsinn treiben (Test im Selbstversuch: im 9. Bild waren die Augen mal offen).
|
Die Ladeschaltung des Elektronenblitzes ist eigentlich recht simpel - ein mehr oder weniger fetter Elko (umso mehr Profi/teuer desto wumms

) wird auf eine Spannung zwischen 300 und 800V aufgeladen. Üblicherweise mit einem kleinen Sperrschwinger ähnlich denen die auch zum Einsatz kommen bei TFT Hintergrundbeleuchtungen. Ein Hochspannungstransistor schaltet dann beim Blitzen den aufgeladenen Elko auf die Blitzröhre und ein kleiner Zusatztrafo erzeugt einen einzelnen Zündimpuls von ein paar kV.
Diese Schaltung sitzt im Prinzip in jedem Akkubetriebenen Blitz. Bei den ernsthaften Geräten abseits der Kompaktknipsen kommt dann halt noch eine Steuerung für die Lichtmenge und Kommunikation mit der Kamera dazu.
Die größeren Systemblitze und auch einige andere (z.b. die alten Metz-Stabblitze) haben eben auch direkt Anschlüsse für eine externe Ladeschaltung mit mehr Dampf. Und um diese nachzubauen ging es hier ja.
Allerdings stecken in diesen Systemblitzen auch Elkos in der Kragenweite einer zig hundert bis mehreren 1000 µF bei mehr als 300V, selbst in einem kleinen Blitz von Kompaktknipsen habe ich bereits 150µF/330V gefunden. Um das schnell zu laden sind wirklich erhebliche Ladestöme nötig die der Wandler ersteinmal schaffen muß.
Sowas gibts auch fertig mit Reserven:
http://www.qtm.com/
Für Studioblitze kommen auch schonmal umgebaute USVs zum Einsatz, die dann allerdings nicht die Ladung übernehmen sondern nur die Stromversorgung.