AEG Waschtrockner  Öko Lavatherm 59800

Reparaturtipps und Ersatzteile zum Fehler: Trommelantriebsmotor laut

Im Unterforum Wäschetrockner - Beschreibung: Reparaturtipps Wäschetrockner, Trockner, Waschtrockner

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Autor
Waschtrockner AEG Öko Lavatherm 59800 --- Trommelantriebsmotor laut
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Geräteart : Waschtrockner
Defekt : Trommelantriebsmotor laut
Hersteller : AEG
Gerätetyp : Öko Lavatherm 59800
S - Nummer : 70997125
FD - Nummer : Type 91BDBAB15A
Typenschild Zeile 1 : Mod. T59800
Typenschild Zeile 2 : 916 093 788 0 0
Kenntnis : Minimale Kenntnisse (Ohmsches Gesetz)
Messgeräte : Multimeter, Phasenprüfer
______________________

Guten Tag, liebe Reparaturfreunde,

unser geliebter und mittlerweile 19 Jahre alter Wäschetrockner gibt leider seit gestern laute Laufgeräusche von sich (siehe Video). Ich konnte als Verursacher den Motor ("Motor, Kit, HP Dryer" 4055161493) ausmachen, der anscheinend nicht mehr zu erwerben ist.

Nach Ausbau der Rotorwelle stellte ich fest, dass das im Bild vordere Kugellager sehr unrund und schon nahezu knirschend läuft. Dies müsste man doch abziehen und erneuern können, so hoffe ich.

Könnte Ihr mir evtl. Tipps geben, was für ein Ersatzkugellager ich kaufen müsste und wie ich das am besten runter- und wieder drauf bekommen kann?

Vielen Dank für Eure Hilfe und ein schönes Wochenende!









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silencer300

Moderator



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Die Lagergröße und -güte steht auf dem Außenring, oder der Käfigabdeckung des Lagers.
Die Lager sollten mit einem entsprechendem Abzieher entfernt werden, Schläge sind bei Rotorwellen eher nicht zu empfehlen.
Möglich wäre auch ein "Dremel" mit Trennscheibe, Lagerringe einschneiden und (z.B. mit einem Schraubendreher) aufhebeln.
Vorsicht beim Innenring, um die Welle nicht zu beschädigen.
Welle ins Tiefkühlfach und neues Lager gut anwärmen (ich nutze dazu einen Fön), dann sollte sich das leicht aufziehen lassen.

VG

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Ich bin nicht faul, ich arbeite im eco-Modus.

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Zitat :
silencer300 hat am 11 Apr 2026 18:30 geschrieben :

Die Lagergröße und -güte steht auf dem Außenring, oder der Käfigabdeckung des Lagers.


Danke, das habe ich nun äußerst mühsam identifizieren können. Es ist wohl ein 6201-2Z/C3LHT23 von SKF.


Zitat :

Die Lager sollten mit einem entsprechendem Abzieher entfernt werden, Schläge sind bei Rotorwellen eher nicht zu empfehlen.


Dann hole ich mir jetzt endlich einen Abzieher. Das ist schon das zweite mal, dass ich sowas brauche


Zitat :

Welle ins Tiefkühlfach und neues Lager gut anwärmen (ich nutze dazu einen Fön), dann sollte sich das leicht aufziehen lassen.


Das klingt nach einem super Tipp. Vielen Dank.

Dann muss ich nur noch darauf achten, dass die Lager wieder genau an der gleichen Stelle auf der Achse sind. Dann sollte ja alles gut gehen.

Auf die nächsten 19 Jahre

Vielen Dank!

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driver_2

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Zitat :

Danke, das habe ich nun äußerst mühsam identifizieren können. Es ist wohl ein 6201-2Z/C3LHT23 von SKF.


6201-2Z reicht als Angabe bei der BEschaffung.


Zitat :

Auf die nächsten 19 Jahre


Da verreckt eher die Elektronik.



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Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
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So, ich fürchte, dieses mal hat die Reparatur nicht geklappt

Ich wollte eigentlich beide Lager wechseln, aber an das Lager kurz vor den Kühlrippen konnte ich den Abzieher nicht anbringen. Dieses Lager hätte es aber vielleicht noch eine Weile getan. Also habe ich mich auf das offensichtlich defekte konzentriert.

Nach dem Abziehen legte ich die Rotorwelle in die Gefriertruhe und kühlte sie auf -18°C. Das neue Lager selbst packte ich in eine dünne Plastiktüte und legte diesen in eine große Schüssel mit frisch gekochtem Wasser zum Aufwärmen.

Dennoch wollte sich das heiße Lager dann nur mit großer Kraftanstrengung auf die Welle pressen lassen. Ich kam um den Hammer nicht herum: Ich hämmerte erst das Lager etwas auf die Welle, drehte diese dann um auf ein Loch, so dass die Welle unten zwischen dem Lager hervortreten konnte und musste direkt (trotz Warnung aber mangels besserer Idee) auf das andere Ende der Welle hämmern, damit das Lager weiter die Welle entlangrutscht. Ich nehme an, dass dabei die Welle etwas gelitten hat. Auf jeden Fall will sie im eingebauten Zustand nicht mehr wirklich rotieren.

Ich tröste mich damit, dass ich den Trockner dennoch immerhin 19 Jahre am Leben erhalten konnte.

Dennoch interessiert mich: Wie hätte man das wohl besser wieder aufbringen können? Ich will ja weiter lernen

Und hat jemand noch eine Idee, wo man einen erschwinglichen Austauschmotor (Motor, Kit, HP Dryer - 4055161493) herbekommen könnte?

Oder wie man den Rest des Trockners noch zu Geld machen könnte?

Danke Euch!

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silencer300

Moderator



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Beim Anwärmen von Bohrungen oder Lagerschalen reden wir von ca. 130°C (gerade so, dass das Fett nicht herauskocht).
Dein frisch aufgekochtes Wasser bringt es ohne weitere Energiezufuhr bestenfalls auf 90°C und bis das Lager in einer schlecht wärmeleitenden Plastiktüte richtig durchgewärmt ist, sind es vermutlich nicht mal mehr 80°C.
Auch das Kühlen der Welle dauert bei -18°C (real sind es meist nur -15 bis -16°C) durch den dicken Rotorkörper ziemlich lange.
Würde da mehrere Stunden mit "Super" lagern und vor dem Lageraufziehen vllt. noch einen Tropfen Öl spendieren.
Das ganze sollte dann ziemlich flott und ohne Verkanten gehen, ansonsten hängt das Lager durch die recht zügige Temperaturanpassung gleich wieder fest.
Ersatzmotor? Vllt. Wertstoffhof, oder Kleinanzeigen (Suche inserieren), ansonsten Gerät entsorgen, für die fast 20 Jahre alte Kiste, ohne Funktion, bekommst du keinen müden Cent mehr.

VG


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[ Diese Nachricht wurde geändert von: silencer300 am 17 Apr 2026 21:07 ]

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Kleinspannung

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Zitat :
silencer300 hat am 17 Apr 2026 20:45 geschrieben :

Beim Anwärmen von Bohrungen oder Lagerschalen reden wir von ca. 130°C (gerade so, dass das Fett nicht herauskocht).

Das kann aber manchmal schon zu viel sein.
Die Lagerhersteller sagen meist 80- max. 100°.
Gibt für die gängigsten Lagertypen sogenannte "Heizpilze" bzw. kann man die sich
auch drehen lassen.Der kommt dann paar minuten auf die 100° Herdplatte,dann kurz das Lager auf den Pilz. So erwärmst du nur den Innenring und nicht das ganze Lager.

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Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
(Albert Einstein)

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driver_2

Moderator

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Ihr macht es zu kompliziert da steckt man die Rotorwelle in den Schraubstock spannt sie leicht ein und schlägt das Lager mit einem passend großen Rohr auf dem inneren Laufring auf die Welle auf und gut ist mache ich alles im kalten Zustand bei Miele MRT Motoren

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silencer300

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@driver_2:

Natürlich machen wir das als "geübte" Schrauber so..., notfalls auch mit verbundenen Augen.
Kannst du dem unbedarften Laien aber nicht zumuten.
Wie ziehst du bei den MRTs die Riemenscheibe runter?
Mein Abzieher (2 Klauen) rutscht da immer ab.

VG


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[ Diese Nachricht wurde geändert von: silencer300 am 17 Apr 2026 22:49 ]

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Hallo zusammen,

ich muss mich einfach nochmal melden, denn freu mich total!

Nachdem ich den Trockner eigentlich schon abgeschrieben hatte, hat mich der Ehrgeiz gepackt. Als „letzte Amtshandlung“ vor dem Schrottplatz habe ich den Motor gestern Abend nochmal ausgebaut und komplett in seine Einzelteile zerlegt.

Diesmal bin ich die Sache ganz entspannt angegangen: Ich habe ihn in aller Ruhe wieder zusammengebaut und bei wirklich jedem Handgriff penibel darauf geachtet, dass alles richtig gängig bleibt. Der entscheidende Punkt war wohl der Klemm- und Abstandsring – den habe ich diesmal mit Engelsgeduld exakt platziert.

Und was soll ich sagen? Es funktioniert!!! Er schnurrt wieder! Es kann also tatsächlich weitergehen. Die Welle scheint am Ende doch deutlich mehr wegzustecken, als ich nach meiner rabiaten Hammer-Aktion befürchtet hatte. Glück muss man auch mal haben!

Eine Sache fuchst mich aber noch:

Das zweite Kugellager, das direkt an den Kühlrippen sitzt, konnte ich ums Verrecken nicht abziehen. Der Spalt zwischen den Rippen und dem Lager ist einfach so verdammt eng, dass ich mit meinem Abzieher dort keine Chance hatte.

Da dieses Lager momentan noch haödwegs ruhig läuft, habe ich es jetzt erstmal gelassen – aber falls jemand von euch Profis einen Tipp hat, wie man in so einer „beengten Situation“ grundsätzlich vorgeht, würde mich das brennend interessieren. Man lernt ja nie aus!

Ein riesiges Dankeschön nochmal an alle! Die Diskussion hier war nicht nur kompetent, sondern auch echt lebhaft – das hat mir den nötigen Motivationsschub gegeben, es doch noch einmal zu versuchen.

Auf die nächsten 19 Jahre!

Beste Grüße und einen schönen Abend

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prinz.

Moderator

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Zitat :
Das zweite Kugellager, das direkt an den Kühlrippen sitzt, konnte ich ums Verrecken nicht abziehen. Der Spalt zwischen den Rippen und dem Lager ist einfach so verdammt eng, dass ich mit meinem Abzieher dort keine Chance hatte.

Dafür gibt es spezielle Abzieher aber für einmaligen Gebrauch weiß nicht ob das Lohnt
Ansonsten die Flex geht auch - nicht damit abziehen aber das Lager zerschneiden

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