Geräteart : Verstärker
Defekt : Endstufe 'asymmetrisch'
Hersteller : Marantz
Gerätetyp : PM57
Messgeräte : Multimeter, Oszilloskop
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Hallo Leute,
ich habe ein Problem mit meinem Vollverstärker. Der Vorbesitzer hat einen Überhitzungsschaden verursacht und mir das Gerät dann kostenfrei überlassen :-)
Also: In der Endstufe (Gegentaktverstärker, dreistufig, Schaltplan gibts dadort [1]) waren Transistoren durchgebrannt. Die Transistoren der Endstufe hab ich deswegen alle ausgetauscht. Der rechte Kanal läuft seitdem auch wieder einwandfrei.
Der linke Kanal dagegen läuft 'asymmetrisch' - Die Potentiale an den Basisanschlüssen der Transistoren sind allesamt etwa 10-20V zu hoch. Nun finde ich nicht heraus, wo die Spannung herkommt. Die Keramikkondensatoren (zwischen der Basis des jeweils ersten Transistors in der Darlingtonschaltung und der zugehörigen Spannungsversorgung +41V/-41V) hab ich auf Verdacht ausgetauscht, aber ohne Erfolg. Zusätzlich ist noch ein Optokoppler drin (als 'Mute'-Schalter), den hab ich ebenfalls ausgelötet und gebrückt - ohne Erfolg.
Jetzt gehen mir langsam die Ideen aus, wo ich noch suchen könnte..
Eine Anomalie ist mir allerdings noch aufgefallen: Laut Schaltplan sollte am Vorverstärker-IC (ein AN7062) als -Vcc2 -29.5V anliegen. Tatsächlich hängt der Pin aber mit einer 15V-Z-Diode auf GND (und in die andere Richtung auf -41V) und dementsprechend finden sich dort auch -15V wieder.. sollte mich das beunruhigen? Wenn das relevant wäre, dann sollte das doch auch den rechten Kanal beeinflussen, oder? Abgesehen davon stimmen die Potentiale an den übrigen Pins mit den Angabem im Schaltplan überein.
Aber zurück zur Endstufe.. Wo könnte das zu hohe Potential noch herkommen?.. Und wie soll ich weiter vorgehen um den Fehler zu suchen - Endstufen-Transistoren wieder auslöten und sehen, wo was passiert?..
Vielen Dank für Tipps!
[1]
http://www. e service info . com/downloadsm/39610/Marantz_PM%2057.html