LC-Meter / Messmethoden

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Autor
LC-Meter / Messmethoden

    







BID = 600420

Lupin III.

Schriftsteller

Beiträge: 616
Wohnort: Salzburg
 

  


Ich hätte gern ein LC-Meter. Und wie die meisten Leute, die hier Fragen stellen, will ich nichts dafür ausgeben, außer den Dingen, die ich hier so rumliegen habe ;-).

Die Kapazitäts-Funktion ist kein Problem. Mein favorisierte Methode ist hier einfach, den Kondensator über einen Widerstand zu laden, dabei mit einem µC mitzuzählen und bei erreichen einer bestimmten Spannung am Kondensator den Zählwert auszulesen. Definiert man die Schwelle relativ zu U_0, ist die Methode betriebsspannungs-unabhängig und die Zeit ist direkt proportional zu C (der Logarithmus in der umgeformten Formel der Ladespannung eines Kondensators lässt sich durch die vorgegebene Schwellspannung schon extern berechnen und der µc hat nichts damit zu tun). Einziges genau zu bestimmendes Bauteil ist der Ladewiderstand. Der Wert ist einerseits leicht zu messen und andererseits auch schon von vornherein leicht verfügbar. Für andere Bereiche kann man einfach einen anderen Widerstand verwenden. (der µC hat an mehreren Pins mehrere Widerstände und probiert vom höchsten kommend einfach durch, bis der gewünschte Ladezustand innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls erreich wurde). Mit dem Analog-Comparator eines AVRs braucht man theoretisch sonst nur Widestände und die Schaltung ist fertig (ein externer Oszillator ist für die Zeit-Genauigkeit natürlich von Vorteil).
Ich finde die Lösung einfach elegant, und obwohl ich noch nichts programmiert oder abgeglichen habe, konnte ich testweise mit der Methode am Oszi schon relativ gut Kondensatoren sortieren.


Im Prinzip könnte man genau das gleiche für die Induktivitätsmessung machen. Das Problem ist allerdings, dass die Zeit bei der Induktivitätsmessung genau umgekehert proportional zum Ladewiderstand ist (bei beiden ist der Zeitwert aber proportional zum Wert des zu vermessenden Bauteils). Wenn ich mit dem Ladewiderstand nicht unter 1 kOhm gehen möchte (sonst wird durch den Widerstandsanteil besonders an den Messkontakten der Fehler einfach zu groß) und die Messzeit im zig Millisekundenbereich liegen sollte, ist die kleinste Spule, die ich messen kann, im ganzzahligen Henry-Bereich. Auf gut Deutsch: unbrauchbar.

Ist eine Spule wirklich nur mit einem Schwingkreis brauchbar zu vermessen? (Das ist die Methode, die die herumschwirrenden Anleitungen für den Selbstbau verwenden). Das würde nämlich um einiges mehr Teile bedeuten, unter anderem Kondensatoren mit möglichst genau bekanntem Wert. Außerdem ist das Umschalten zwischen verschiedenen Bereichen nicht mehr einfach das Verwenden eines anderen Pins. Gibt es noch andere Methoden?

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Lupin III. am  7 Apr 2009 21:00 ]

BID = 600428

perl

Ehrenmitglied



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Zitat :
Ist eine Spule wirklich nur mit einem Schwingkreis brauchbar zu vermessen?
Auch was du mit dem Kondensator anstellen willst, ist etwas blauäugig und geht oft genug an den praktischen Erfordernissen vorbei.
Beide Bauteile haben nämlich Verluste, die annähernd genau so wichtig werden können, wie der Wert von Kapazität oder Induktivität.
Klassischerweise und genau misst man soetwas mit Brückenschaltungen; wenn möglich auch noch bei mehreren Frequenzen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Maxwell-Wien-Br%C3%BCcke

Heutzutage kann man auch über einen weiten Frequenzbereich mit einem Vektoriellen Netzwerkanalysator Spannung und Phasenverschiebung bei eingeprägtem Strom ganz gut bestimmen und so parasitäre Kapazitäten oder Induktivitäten berücksichtigen.
Um einige Rechnerei kommst du aber nicht herum, wenn du vernünftige Werte haben willst.

BID = 600607

Lupin III.

Schriftsteller

Beiträge: 616
Wohnort: Salzburg

Das hört sich zwar nett an, und ich verstehe zumindest sogar ein bisschen das Prinzip. ABER, bevor ich mich da jetzt mehr damit beschäftige: Ist das ganze auch in einem kleinen Gerät mit µC realisierbar? (das soll der Sinn der Aufgabe sein). Ein Netzwerkanalysator ist halt doch eine ganz andere Kategorie.

BID = 600619

Her Masters Voice

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klar kann man das auch mit nen kleinen Controller lösen. Wenn dein Gockel nicht im Osterurlaub wäre hättest du sicher auch schon den Klassiker mit dem PIC drin gefunden. Sollte sich sogar über die Lupe finden lassen wenn ich mich recht erinnere.

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BID = 600646

Lupin III.

Schriftsteller

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Zitat :
Her Masters Voice hat am  8 Apr 2009 16:11 geschrieben :

klar kann man das auch mit nen kleinen Controller lösen. Wenn dein Gockel nicht im Osterurlaub wäre hättest du sicher auch schon den Klassiker mit dem PIC drin gefunden. Sollte sich sogar über die Lupe finden lassen wenn ich mich recht erinnere.


Dass ich die Methode mit dem Schwingkreis gefunden habe, habe ich im ersten Post schon geschrieben. Da wird einfach die Frequenz verstimmt und mitgezählt. Sollte das eine Anwendung der Wechselspannungsbrücke sein: ok, habe ich nicht erkannt.
Aber es sieht für mich eben nach einem ganz anderen Verfahren aus. Denn bei der Brücke wird die Frequenz von außen vorgegeben (so habe ich das aus perls Beitrag und auch aus dem Wiki-Eintrag herausgelesen). Deswegen habe ich gefragt, ob man die Methode mit der Wechselspannungsbrücke mit einem µC (bevorzugterweise AVR, da ich dafür die Programmiermöglichkeit habe) realisieren kann.

BID = 600751

Nukeman

Schriftsteller



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Ich glaube, hmv meint die SuperProbe (ohne Schwingkreis). Ich habe sie mir letztens
aufgrund des Hinweises hier auch mal aufgebaut.
Es scheint mir aber für L/C nur ein grobes Schätzeisen mit eingeschränktem
Messbereich zu sein.
Trotzdem finde ich das Ding ganz witzig, weil es trotz einfachem Aufbau sehr
vielseitig ist und man damit einen ganzen Satz Allerweltsprobleme lösen kann.

Link SuperProbe

Gruß
Stefan


BID = 600783

Her Masters Voice

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nö, meint er nicht. Die Superprobe ist ein feines Universalgerät für den schnellen Pfusch zwischendurch aber mehr leider auch nicht. Ich meinte das hier:

http://electronics-diy.com/lc_meter.php



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BID = 600840

Lupin III.

Schriftsteller

Beiträge: 616
Wohnort: Salzburg

Danke für die Beiträge!

Die SuperProbe habe ich noch nicht gesehen gehabt. Die scheint für Kondensatoren die Methode mit der Zeitmessung zu verwenden (ganz ohne Bereichsanpassung, weswegen die Messung von Cs im µF Bereich auch einige Sekunden dauern kann.).

Die zweite Schaltung ist die, auf welche ich bei meiner Suche schon oft gestoßen bin (gibt ja das selbe Ding auf Ebay). Das Problem dabei: ich müsste erst eine Menge der Teile besorgen, was von Österreich aus immer wieder lästig ist. Ganz abgesehen davon, dass ich keine Möglichkeit habe einen PIC zu programmieren. Außerdem ist auch der Bereich bei Kondensatoren ziemlich schnell aus. Ich wollte auch Elkos vermessen können, da die immer wieder mal ein Grund für Defekte sind, das ist mit der Schaltung aber nicht möglich. Deswegen suche ich nach Ideen.

BID = 600848

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
wollte auch Elkos vermessen können, da die immer wieder mal ein Grund für Defekte sind,
Und genau das klappt mit mit einer alleinigen Kapazitätsmessung nicht.
Wenn Al-Elkos altern, ändert sich nämlich i.d.R. nicht die Kapazität, sondern der innere Widerstand.


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