Erdung Im Unterforum Elektroinstallation - Beschreibung: Alles über Installation
Achtung immer VDE beachten !!
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Erdung Suche nach: erdung (2116) |
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BID = 389749
onkel_afrika Gerade angekommen
Beiträge: 7 Wohnort: münchen
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O.k., danke.
Wenn ich mir die Bezeichnung der Schutzklassen durchlese, dürfte ich diese selbstgebaute Leuchte gar nicht betreiben, oder? Die Metallfassung der Glühbirne ist ja nicht isoliert.
Zitat :
| Du darfst an Deckenausläßen ohne Schutzleiter keine Leuchte der Schutzklasse 1, also mit Schutzleiteranschluß, betreiben.
Du dürftest nur schutzisolierte Leuchten, also welche der Schutzklasse 2, anschließen. |
und:
Zitat :
| IBei solchen Leuchten dürfen keine Metallteile berührbar sein, die im Fehlerfall unmittelbar Spannung annehmen können (Schutzisolierung oder doppelte Isolierung)
Leuchte darf keinen Schutzleiteranschluss haben und darf nicht mit Netzschutzleiter verbunden werden. |
Und wenn dem so ist, wäre es o.k. wenn ich eine komplett isolierte Fassung benutze?
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BID = 389777
ego Inventar
     
Beiträge: 3091 Wohnort: Köln
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Doch, du darfst eine Leuchte mit Schutzleiter anschließen, vorausgesetzt du hast dich bei den Aderfarben geirrt und es sind genau wie bei den Steckdosen ein grauer und ein schwarzer Draht an der Decke. In diesem fall darfst du(oder Besser der Fachmann), nachdem du(er) Sichergestellt ha(s)t daß der Schwarze der Außenleiter ist und der graue der PEN an den grauen N+ PE deine Leuchte anschließen!
Wenn wirklich blau an der Decke ist, hast du leider Pech gehabt, denn dann darf dieser Draht nur als reiner N Leiter genutzt werden.
In der ersten Antwort wurde deshalb eine andere Auskunft gegeben. |
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BID = 389783
onkel_afrika Gerade angekommen
Beiträge: 7 Wohnort: münchen
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Danke Euch für Eure Hilfe!
Hier noch ein Bild von dem Anschluss an der wozi-Decke.
Wie gesagt, als wir einzogen, hing da ne Leuchte an rot und grau (grau könnte auch braun sein). Die beiden Adern habe ich dann halt auch genutzt.
Beim genaueren Hinsehen jetzt habe ich entdeckt, dass jeweils 2 Adern "zusammengehören": schwarz und grau (braun?), und blau und rot. Mit zus.gehören meine ich, dass die jeweils zusammenliegen.
Wie beschrieben ist an der Tür ein Doppelschalter. Wenn beide Schalter "an" sind, ist auf der schwarzen und auf der roten Ader Spannung, gem. Phasenprüfer.
Als beim Einzug der Elektriker hier war, hat der noch mit dem Kopf geschüttelt bei der E-Installation, bzw. Verkabelung...
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BID = 389787
Kabelkasper Stammposter
   
Beiträge: 497 Wohnort: Niedersachsen
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Ok. Ich habe Deine Beschreibung verstanden, glaube ich. Das ist nicht gut, der Eli hatte recht.
Also erstmal zur Aufklärung (leider ist Dein Bild recht unscharf): Es scheint eine alte vieradrige Leitung zu sein: Diese besaßen damals die Adernfolge: grau, schwarz, rot, blau.
Du spricht von einem Doppelschalter, in Fachkreisen auch Serienschalter genannt.
Bringe ich das mit der uralten vieradrigen Leitung zusammen, sollte es sich um eine Serienschaltung im TT-System handeln, dann _wäre_ folgende Belegung üblich gewesen:
grau = Neutralleiter N
schwarz = Außenleiter L1 1. Gruppe
rot = Schutzleiter PE
blau = Außenleiter L1 2. Gruppe
Deine Messungen habe aber ergeben, dass rot hier als Außenleiter fungiert. Also ist es hier anders: Im TN-System hätte man seinerzeit folgende Belegung benutzt:
grau = Nulleiter PEN
schwarz = Außenleiter L1 1. Gruppe
rot = Außenleiter L1 2. Gruppe
Da hätte dann eine 3adrige Leitung gereicht.
Du musst also unbedingt erstmal feststellen, welche Netzform Du hast! Hast Du ein TN-System, kann es also durchaus so richtig sein. Obwohl dann die überzählige blaue Ader nicht verstehe. Damals wurde sehr gegeizt, was zusätzliche Adern angeht.... Reserve hat man nicht verlegt.
KK
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BID = 389794
Stromfresser Gelegenheitsposter
 
Beiträge: 88 Wohnort: Hamburg
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Entschuldigung, aber ich habe selten soviele unsachgemäße und dazu noch verdammt gefährliche Antworten gelesen.
Es kann ja sein, daß ich mich total irre, aber der Beitrag von ego sollte umgehend gelöscht werden.
Wie kann es sein, daß hier anhand von Farben auf deren Funktion geschlossen wird und dazu noch völlig falsche Tips gegeben werden?
Lieber Onkel Afrika, ich kann Dir nur einen Tip geben. Ruf doch bitte einen Elektriker an, der Dir Deine Lampe anschließen möge und Dich evtl kurz vor Ort aufklärt.
Teuer wird das ganz bestimmt nicht.
Und noch eins bitte, verlaß Dich nie, hörst du, NIE auf einen Phasenprüfer, die Dinger heißen nicht umsonst Lügenstifte. Die Leuchten u.U. auch wenn Du sie an den PE hälst aufgrund von minimaler Induktionsspannungen.
Gruß
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BID = 389807
Trumbaschl Inventar
     
Beiträge: 7690 Wohnort: Wien
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Ich hab mal nen guten Rat für dich (den auch ich selber beherzigen würde wenn ich an der Installation was suchen sollte): Such wo die Leitung herkommt! Verfolg sie!
Dann weißt du mehr.
Bei so einer alten Installation sollte es eigentlich Verteilerdosen geben, notfalls klopf mit dem Schraubenziehergriff die Wände ab.
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"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"
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BID = 389853
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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@ Stromfresser
Dann mußt Du andere Beiträge gelesen haben als ich!
Denn bisher waren alle Antworten sachlich richtig und auch nicht übermäßig gefahrträchtig.
Im Gegenteil wurde der Fragesteller mehrfach (auch von ego in seinem von Dir so kritisierten Beitrag) darauf hingewiesen, daß:
1) die Sache kompliziert liegt
2) man sich NIEMALSNICHT auf die Aderfarben verlassen darf, schon gar nicht bei solch einer klassischen Nullung
3) er besser einen Fachmann heranziehen sollte
@ onkel_afrika
Die erforderlichen Meßgeräte kosten erheblich mehr als auch ein ausführliches Besuch des Elektrikers. Und selbst wenn Du sie hättest, bedürfte es in diesem Fall noch profunder Fachkenntnisse, um die Ergebnisse richtig zu interpretieren.
Daher kann der verantwortliche Rat nur lauten:
Da muß ein (guter!) Fachmann ran!
Vorschlag:
Der Eli soll alle Lichtauslässe (an Decken und Wänden) sorgfältig durchmessen und überall eine PEN-Aufteilung vornehmen. So daß dann jeweils eine dreipolige (bzw. bei der Serienschaltung vierpolige) Lüsterklemme vorhanden ist mit modernem Farbcode und separatem Schutzleiter. Daran kannst Du dann später jederzeit alle Arten von Leuchten anschließen. Den Deckenanschluß mit der vieradrigen Leitung könnte man ggf. auf TN-C-S umklemmen.
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"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"
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BID = 389864
onkel_afrika Gerade angekommen
Beiträge: 7 Wohnort: münchen
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Nochmal Hallo an alle und Danke für Eure Hilfe!
Zu meiner Begriffsdefinition: Doppelschalter meint, da sind 2 Schalter, offensichtlich für 2 separate Abnehmer, z.B. für 2 Leuchten. Und da sind ja auch zwei Adernpaare, von denen eins bei unserem Einzug in Gebrauch war -> "Baustellenlampe". Bzw. 2 von vier Adern, denn anscheinend würden ja blau und schwarz so nicht zusammengehören.
Nun sind wir hier eingezogen, ich habe alles mögliche an elektrischen Geräten installiert (wie bei diversen Umzügen vorher auch), und plötzlich sehe ich nach dieser Diskussion schon die Hütte in Schutt und Asche...
Wie bereits mehrfach erwähnt, waren bei unserem Einzug hier überall noch diese provisorischen Leuchten installiert. Da habe ich dann unsere Leuchten an diese Lüsterklemmen angeschlossen. Licht geht an, Licht geht aus - passt.
Nun ist mir bei diesem Eigenbau aufgefallen, dass Die Sicherung rausfliegt, wenn die Birne defekt ist. Und nach meinem Verständnis sollte das nicht so sein.
Hmmmm, wenn Ihr Experten jetzt wirklich alle meint, dass da ein Experte ran muss, um Klarheit zu schaffen, werde ich mich wohl mal mit meinem Vermieter in Verbindung setzen müssen, da die Art der Verkabelung dann wohl nicht in Ordnung ist, bzw. ich als Mieter nicht über das nötige Fachwissen verfüge, um Leuchten (jetzt hätte ich schon fast wieder "Lampen" geschrieben...) anzuschliessen.
Andererseits kenne ich keinen in meinem Bekanntenkreis, der beim Umzug einen Elektriker bestellt, um Lampen anzuschliessen. Ist das hier jetzt wirklich eine so ungewöhnliche Konstellation?
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BID = 389866
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Was gerne übersehen wird (vermutlich auch von Deinen Bekannten):
Es ist halt ein sehr erheblicher und im Falle des Falles entscheidender Unterschied, ob eine Elektroinstallation nur funktioniert, oder ob sie auch im Fehlerfalle noch sicher bleibt!!!
Die Funktion ist nachrangig, in erster Linie ist die jederzeitige und dauerhafte Sicherheit zu gewährleisten.
Und sowas geht eben nicht mittels "Malen nach Zahlen" (Anklemmen nach Farben, etc.)...
Daß die Sicherung ausgelöst hat, als im Einschaltmoment eine Glühlampe durchbrannte, kommt vor (hängt z.B. vom örtlichen Netzinnenwiderstand und der Auslösecharakterisik des Überstromschutzorgans ab) und hat wahrscheinlich nichts mit einem falschen Anschluß zu tun.
Die Stromversorgung ist in D nicht technisch einheitlich, sondern regional unterschiedlich realisiert.
Du bist eben jetzt in einer Wohnung mit einem TN-C-System. Das ist veraltet und wegen seiner potentiellen Gefährlichkeit aus gutem Grund seit Jahrzehnten für Neuanlagen nicht mehr zulässig.
Wenn die Anlage jedoch in Ordnung ist darf sie weiter betrieben werden, hat eben nur (aufgrund des Alters sogar weniger als) den Sicherheitsstandard der 1960er Jahre.
Als Mieter hat man insofern keine Ansprüche gegen den Vermieter. Und da man fest angeschlossene Leuchten sowieso generell nur von Fachmann anklemmen lassen darf (auch wenn die Praxis anders aussieht...), bedeutet dies keinen nennenswerten Mehraufwand. Denn der Fachmann müßte IMMER prüfen, außerdem weiß er (hoffentlich) mit solch alten Anlagen umzugehen. Leider darf man das heute nicht mehr von jedem Elektroinstallateur erwarten...
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