Familienväter und ihre "Meisterstücke"

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Familienväter und ihre "Meisterstücke"

    










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Fentanyl

Fentanyl mit Overkill
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Ich weiß jetzt nicht, ob es ein allgemeines Syndrom ist, dass besonders Familienväter gern unter Beweis stellen wollen, "wieviel" sie von so "gefährlichen" Dingen wie der Elektrotechnik verstehen. HEraus kommen dabei dann solch tolle Sachen:

1. Fall: Badsanierung
- NYM reichte nicht mehr, also hat der gute Mann kurzerhand die Zuleitung einer Billig-Mehrfachsteckdose abgeschnitten (0,75mm²) und diese fest in der Wand verbaut. Angeklemmt in der Verteilerdose natürlich auch noch mit Lüsterklemmen und ohne Aderendhülsen (späterer Kommentar: "macht nix, hängt ja nur ne Lampe dran"). Dummerweise werden jetzt neben der Deckenlampe auch noch das Halogen-System und die beiden Wandlampen von dieser Leitung versorgt.
- Kein FI verbaut ("warum denn, sowas hat man ja früher auch net reingetan"), wohl, weil die Zuleitung von einer Leitung abgezweigt wurde, an der zusätzlich noch Spülmaschine, Dunstabzugshaube, Waschmaschine und die ganzen Küchensteckdosen dranhängen. Alles klassisch genullt
- Diese Leitung mit B25A abgesichert ("die alte Sicherung flog dauernd raus")
- NATÜRLICH keinerlei PA im Bad .
In dieser Familie leben übrigens drei Kinder...

2. Fall: Außenbeleuchtung (von einem anderen Spezialisten..)
- Erstaunlicherweise gut dimensionierte NYY verlegt (5x2,5mm²), das Dumme war nur, dass er den Abzweig zur Gartenhütte folgendermaßen ausgeführt hat: Normale AP-Verteilerdose genommen, NYY rein, verklemmt, mit Brunnenschaum ausgeschäumt ("das hält ewig!")
- Abgesichert mit 3xC32A ("War noch übrig").
- Kein FI verbaut. Auf meinen deutlichen Hinweis hat er dann einen FI gekauft, allerdings einen mit 0,5A differenzstrom.
- In Gartenhütte dann CEE32 verbaut ("war noch übrig"). Ahh, deshalb diese äußerst fachmännische Absicherung mit 32A

3. Fall: Unterverteilungserneuerung (wieder anderer "Fachmann"):
- Zuleitung von 6mm², Verlegeart B2, 40m, abgesichert mit 3x50A-Neozed-Sicherungen. Aufteilung folgendermaßen: Spülmaschine, 2 Waschmaschinen, ein Boiler, Keller, Außenbeleuchtung 1. Herd-L auf L1. Küchensteckdosen, Garage, Wohnzimmer, Bad,Flure, Kinderzimmer, Schlafzimmer und 2. Herd-L auf L2. Gasheizung und 3. Herd-L auf L3.
- FI mit In=40A in der Zuleitung.
- Teilweise alte TNC-Kreise über den FI geführt.
- Herd mit 5x1,5mm² angebunden (Entfernung ~20m, Verlegeart C), abgesichert mit 20A

Ich frage mich, was sich solche Leute denken. Abgesehen von der Gefährdung für Andere müsste denen doch klar sein, dass jeder versierte Mensch darüber nur den Kopf schüttelt.

MfG; Fenta

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Trumbaschl

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Erinnert mich an die Mitschülerin die mal erzählt hat, ihr Vater habe gestern versucht Steckdosen anzuschließen und"natürlich" x-mal einen gewischt gekriegt...








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LeoLöwe reloaded

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Zitat :

"natürlich" x-mal einen gewischt gekriegt...




Das finde ich auch immer wieder zum schreien dämlich.

Vor einem Jahr haben wir ja neu gebaut.
Nach verputzen, streichen, etc. hat der Elektriker, auf meine ewige Fragerei hin, einen Duspol und 12 Steckdosen in die Hand gedrückt.
Soweit kein Problem, ab nach hinten, die Anlage freischalten und dann die Dosen montieren.
Nachher ist der Elektriker nochmal durchgegangen, hat alles durchgemessen und uns dann ein Protokoll in die Hand gedrückt.

Jetzt kommt mein Vater ins Spiel: Erstmal dem Elektriker eine Standpauke gehalten was dem wohl einfalle.
Na gut, das lies sich klären

Im OG sollte Tapete geklebt werden, da waren aber schon die Dosen gesetzt (vom Elektriker).
Was macht mein Vater? Klar. Licht an, und dann mit nem Lügenstift die Dosen abschrauben.
Nach zwei Dosen sass ich dann im dunkeln.
Ich dachte er hat jetzt endlich das OG freigeschaltet, aber mein, der FI hat seine Aktion bemerkt.

Was macht der? Richtig. Rennt fluchend runter und schaltet den FI wieder ein.

Nachdem er dann den B16 zweimal abgeschossen hab bin ich dann runter und hab alles ausgemacht und den Strom für den Baustrahler von unten geholt.

Dann war Ruhe, er konnte alles abschrauben und Tapeten kleben.

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Fentanyl

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Seit wann holt man zum Tapezieren die Steckdoseneinsätze aus der Wand?

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LeoLöwe reloaded

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Mein Vater ist perfektionist...
Deswegen ist neben dem Kühlschank jetzt auch in der neuen Küche ein fünf Zentimeter breiter Spalt. Toleranzraum, falls die Putzer schlampen...
Da rein sollte ein Holz-Handlauf, der dann abgefliesst werden sollte


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Benedikt

Inventar

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Zitat : Trumbaschl hat am 14 Apr 2006 17:44 geschrieben :

ihr Vater habe gestern versucht Steckdosen anzuschließen und"natürlich" x-mal einen gewischt gekriegt...




Das erinnert mich an den Film den es irgendwo im Internet gibt, wo ein Mann eine leuchtende Lampe abschraubt, dabei eine gwischt bekommt, die Lampe fallen lässt (die natürlich zu Bruch geht) und dann meint "Da ist ja noch Saft drauf...."

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Julian Wieszniewski

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Hallo!

Da kann ich auch noch was zu berichten

1) Mein Opa hat vor etwa 15 Jahren im Garten eine Laterne montiert, die hat er dann mittels "Gummikabl" o.ä. Kabel angeklemmt, ohne Aderendhülsen, usw. wie es eben unter "Heimstümpern" üblich ist. das Beste war aber das Beste war: Der hat das Kabel in der Erde verbuddelt! Als ich für den Garten einen RCD (deltaI=30mA) nachgerüstet habe, flog der immer raus, warum wohl ! Von dem Gabel waren eigentlich nur noch die Kuüpferlitzen da, das ist so auseinandergefallen!
Wenn der noch leben würde

2) Mein Vater ist da nicht viel besser: In unserem WoMo sollte ich eine Hupe (die Sogar StVO zugelassen ist) nachrüsten. Soweit so gut, Kabel schön in den schon vorhandennen Kanälen verlegt (Fiat eben) und dann Maße an Chassis. Plus sollte über eine 20A Sicherung direkt an die Batterien angeklemmt werden. Ich musste zum training und habe meinem Vater gesagt, warte, bis ich wieder da bin, ich klemm das dann an. (Um an dem +-Pol was anzuklemmen, muss man Masse abklemmen, sonst kommt man ziemlich schnell ans Chassis und dann ). Ich komm wieder, und was hat der gemacht? Die neue Leitung mit der Sicherung an einer Vorhandenen 20A Leitung angeklemmt, die für den Aufbau da ist . Und das mit diesem Quetschverteilern (blau an ein 4-6mm²-Kabel!). Ich habe das ganze dann wieder auseinandergefummelt und richtig gemacht!

3) Auch mein Vater: Stromkabel für ne Lampe im Zick-Zack-Verfahren zwischen Backsteinfugen ... Bis ich (bei freigeschalteter Anlage) mit dem Hilti abgerutscht bin.. Jetzt liegt da schön ein Leerrohr mit nem neuen Kabel...


mfg.
Julian

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Renzo Favall

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:andi:

Inventar



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die letzten Heimwerker-Meisterstücke die ich gesehn hab waren mal wieder ein Wohnmobil mit NYM installiert, und das Haus von nem Kumpel.
Neuer Zählerverteiler von 2004 mit Aufkleber eines sehr bekannten örtlichen Installateurbetriebs, möchte nicht wissen ob die Anlage nachher durchgemessen wurde.

Erdkabel in alle Richtungen, Feuchtraumsteckdosen AB montiert (Auf Baum!), Verkabelung der Außenbeleuchtung am Haus mit 2x0,? Boxenkabel usw. Moos und Dreck auf selbigem scheinen verdächtig älter als von 2004 zu sein.

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Primus von Quack

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...ach, und bei keinem ist was abgefackelt na dann Prost *hicks*




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Fentanyl

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Nein, bislang nicht! Und die Kinder leben erstaunlicherweise auch noch alle

Etwas offtopic, aber: Ganz toll war ein Erlebnis, was ich mit 15 hatte. Ich hab da mal einen Elektriker gefragt, warum man bei 5-adrigen Leitungen in Drehstromnetzen keinen größeren N braucht. Seine Antwort: "Ist doch klar: Der Strom wird doch in jedem Gerät weniger, deshalb kommt beim N fast nichts mehr raus!"

Und Derjenige war immerhin Geselle...

Und zig Elektrotechniker (Meister, Gesellen, Lehrlinge), mit denen ich sprach, dachten allen Ernstes, ein FI schütze auch vor Überlast und Kurzschluss. Naja, als ich 8 war, dachte ich das auch noch...

Finde ich, wenn ich darüber nachdenke, eigentlich noch deutlich schlimmer, als den ganzen Laienpfusch, denn von Fachleuten (okay, mal abgesehen von Lehrlingen, die lernen ja noch) sollte man solche blödsinnigen Kommentare doch echt niemals erwarten!

MfG; Fenta

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Fentanyl am 15 Apr 2006  1:48 ]

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Kabelkasper

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@Fentanyl



Volle Unterstützung meinerseits.

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Benedikt

Inventar

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Ich hatte bisher auch meist schlechte Erfahrungen mit Elektrikern.
So Sachen wie ein Kabel ohne Abzuisolieren im Sicherungskasten anklemmen sind da noch Kleinigkeiten.

Einmal sollte ich bei meinem Opa einen Bewegungsmelder austauschen, der von einem Elektriker installiert worden war (Fresnellinse und Sonne vertragen sich nicht lange).
Als ich den alten abgeschraubt hatte, kam ein 3 adriges Kabel zum Vorschein. In der Verteilerdose bemerkte ich dann, dass gelb/grün L war, blau war N und schwarz der geschaltete L zur Lampe...

Seitdem mache ich alles selber. Das ist zwar oftmals auch nicht ganz so wie es sein sollte, aber da kann ich dann wenigstens sicher sein, dass gelb/grün kein L ist !

BID = 322111

stephan84

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Beiträge: 350


Von der Pfuschinstallation bei uns im Hause gibts ja schon einige Berichte im Forum.

Kurz zusammengefasst:
Lustiges Farbenraten,GeGn kann von PE über PEN,N bis zum L oder Korrespondierenden alles sein, das Beste war der Dachboden: L und PEN in einem Rohr, beide Blau.
6 Klemmstellen in einer Dose, 2 davon verdrillt und Isoband drum, da kein Platz mehr war.

AP-Verteiler, die 2cm tief UP saßen. (Eingemauert!)
Klemmstellen in der Holzdecke, die ich nur gefunden hab, weil sich die Farben geändert haben.

Feindrähtige Verklemmungen ohne Endhülsen waren da noch das wenigste....

Ich hab vor kurzem mit dem Elektriker gesprochen, der anno dazumal den Nachtstromboilereinbau abgenommen hat:
Es soll der Sohn der Hausbesitzerin mit ein paar Freunden von "Schwarz und Samstag" die ganze Sache verbrochen haben.
Sinnvollerweise gehöre da das Meiste rausgerissen und komplett neu gemacht.
(Mittlerweile in Teilen geschehen, was noch besteht ist unverbastelt Original 1955)

BID = 322113

Teletrabi

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> Seit wann holt man zum Tapezieren die Steckdoseneinsätze
> aus der Wand?

Das erinnert mich daran, wie der Labor-Ing mit dem Prof darüber philosophierte, wie praktisch es doch sei, sein beruflichen Wissen auch privat nutzen und damit Geld beim renovieren sparen zu können. Nunja, er war voller Stolz, dem Maler die unheimlich elektrikerpflichtige Arbeit des Abschraubens der Steckdosenrahmen abgenommen zu haben...

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Teletrabi am 15 Apr 2006 11:32 ]

BID = 322116

Primus von Quack

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Zitat :
Seine Antwort: "Ist doch klar: Der Strom wird doch in jedem Gerät weniger, deshalb kommt beim N fast nichts mehr raus!"


...ja, das macht Sinn

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...geguckt wird mit den Augen, nicht mit den Fingern!


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