Herstellung einer Erdungsanlage nach VDE 0100 zur Erdung von BK-Teilnehmeranschlüssen Im Unterforum Elektroinstallation - Beschreibung: Alles über Installation
Achtung immer VDE beachten !!
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Herstellung einer Erdungsanlage nach VDE 0100 zur Erdung von BK-Teilnehmeranschlüssen Suche nach: vde (10449) erdung (2116) |
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BID = 239944
Bufo Viridis Gerade angekommen
Beiträge: 5
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Hallo,
in Rahmen der Installation von Kabelfernsehanlagen müssen wir in Objekten, die keine den aktuellen Bestimmungen konforme Gebäudeerdung haben, eine "Erdungsanlage mit Tiefenerder und Potentialausgleichschiene nach VDE 0100", über die die Teilnehmerleitungen mittels eines Erdungsblocks geerdet werden, aufbauen.
Wir haben hierbei als Tiefenerder einen 1,5 m langen Kreuzerder ausprobiert, bei der Messung des Erdungswiderstandes hierbei jedoch Werte von ca. 35 Ohm herausbekommen, was mir relativ hoch erscheint (meines Wissens sollte dieser < 10 Ohm sein ??).
Sind überhaupt mit einer solchen Anordnung brauchbare Werte zu erreichen, wenn nein, warum sind dann 1,5m Kreuzerder im Handel so verbreitet? Wie hoch darf hier der Erdungswiderstand nach VDE 0100 tatsächlich maximal sein?
Muß die Potential-Ausgleichschiene in diesem Falle auch mit dem PEN verbunden sein oder reicht hier ausschließlich die Verbindung zum Tiefenerder ?
Sollte das so statthaft sein,wie sieht es dann im "Worst case" (direkter Erdschluß in einem der angeschlossenen Geräte, kein FI-Schalter) aus. Die einzige Abschalteinrichtung, die verhindern würde, daß die gesamte Erdungsanlage (gegen PEN) auf Netzpotential liegt, wäre die vorgeschaltete 16A-Sicherung, die aber meines Wissens erst bei 6-fachem Überstrom sofort auslöst, was bei 230 Volt bei einem Erdungswiderstand von < 2,4 Ohm der Fall wäre. Oder liege ich hier falsch ?
Sicherheitshalber haben wir die betroffene Anlage bis zur endgültigen Klärung mit der vorhandenen, über die Hauptwasserleitung durchgeführte Hauserdung verbunden.
Schon mal vorab Danke für Antworten!
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BID = 239953
SPS Schreibmaschine
    
Beiträge: 2848
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Hallo Bufo Viridis,
Probleme mit geringen Erdungswiederstand gibt es besonders im TT Netz.
Da du nach deiner angabe einen PEN hast (also TN System), sehe ich kein Problem mit einer 16A Sicherung.
Also ein richtiges TN System ausführen.
Ich kenne B16 Automaten mit auslösung bei 5mal IN.
Schleifenwiederstand Messen...
Beispiel Wohnungsbau
Im Wohnungbau (TN System) braucht in alten Anlagen kein Erder errichtet werden. Nur bei Erdung von Satanlagen, Antennen ist ein 2,5m langer Erder nötig.
1,5 m lange Erder gibt es, da der Boden längere nicht immer zuläst. Es können mehrere 1,5m lange Erder verwendet werden.
Hier ist ein mindestabstand und eine verbindung der Erder untereinander nötig.
Also das Netzsystem noch mal beim Versorger nachfragen.
Genaue Vorschriften für deine Anlage kenne ich nicht und habe hier auch keine Erfahrung.
Einen link habe ich zur Erdung gefunden.
Link
Ob dieser auf dem neusten Stand ist,ist zu Prüfen.
Ich denke da werden sich noch andere zu diesem Thema melden.
mfg sps
[ Diese Nachricht wurde geändert von: SPS am 31 Aug 2005 23:35 ] |
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BID = 239958
wome Schreibmaschine
    
Beiträge: 1252
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Dass du mit einem Erder von 1,5m Länge 35 Ohm hinbekommst, ist schon eher ein guter Wert. Mehr ist mesit nicht drin, für ein TT-System würde es reichen.
Solche Themen muss man sehr systematisch anpacken:
1. Netzform TT oder TN?
2. Vorhandener Erder an Wasserleitung noch zulässig? Mit (PE)N verbunden?
3. Blitzschutzanlage ja/nein
4. Antennenerder ja/nein
Dann erst kann man eine Aussage wagen.
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BID = 240048
sam2 Urgestein
     
Beiträge: 35321 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
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Eure PAS muß selbstverständlich auch mit dem Hauptschutzleiter verbunden werden! In einem TN-C-S-System wäre das i.d.R. der PEN.
Übrigens würde in TN-Systemen (ohne FI-Schutzschalter) bei Nichtauslösung des vorgeschalteten Überstromschutzorgans im Falle eines vollkommenen Körperschlusses einerseits die Berührungsspannung auf die Hälfte der Spannung gegen Erde zusammenbrechen...
Und ein ggf. vorhandener PA vermindert die Gefahr noch weiter (Potentialsteuerung).
Schon vorhandene Erdungen/PA (wie im genannten Beispiel) müssen selbstverständlich auch mit der neuen Erdung verbunden werden!
_________________
"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"
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BID = 240057
Hemapri Schriftsteller
    
Beiträge: 786 Wohnort: Südthüringen
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Zitat :
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Wir haben hierbei als Tiefenerder einen 1,5 m langen Kreuzerder ausprobiert, bei der Messung des Erdungswiderstandes hierbei jedoch Werte von ca. 35 Ohm herausbekommen, was mir relativ hoch erscheint (meines Wissens sollte dieser < 10 Ohm sein ??). |
Haste scho mal drangepinkelt?
Die Werte dürften rasch sinken. Der Erdungswider stand ist stark vom Boden abhängig. Unter Umständen wäre also ein Tieferer Erder nötig, um bessere Werte zu erreichen. Aber so schlecht ist das gar nicht. Achtet auf jeden Fall darauf, euren Erder mit in den örtlichen Potenzialausgleich zu integrieren.
MfG
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BID = 240299
Bufo Viridis Gerade angekommen
Beiträge: 5
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Danke, eure Antworten haben mich schon ein ganzes Stück weiter gebracht, jedoch ist mein grundlegendes Problem immer noch nicht vollständig gelöst: Wie hoch darf in TN-Netzen gem. VDE 0100 Teil 610 der Erdungswiderstand maximal sein?
Differenziert man hierbei zwischen Erdwiderstand des Netzes (PEN) und Gebäudeerder oder betrachtet man einfach nur den resultierenden Gesamtwiderstand?
Welcher Wert wird letztlich im Prüfrotokoll unter "Erdungswiderstand" eingetragen?
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BID = 240428
wome Schreibmaschine
    
Beiträge: 1252
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1. M.E. gibt es in D keinen festen Wert nach VDE. In TN wirken alle Erder in Bezug auf den Fehlerschutz zusammen. Im TT muss die Berührungsspannung unter 50/25 V bleiben bei Idn des FI.
2. Du vermischst Erderwiderstad mit Schleifenimpedanz, das ist die resultierende Gesamtimpedanz, gemessen gemäß 0100T610, dokumentiert als Schleifenimpedanz.
3. Lokale Erder müssen alle einzeln gemessen und dokumentiert werden, d.h. du musst ggf. mehrere Erder dokumentieren.
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