Autor |
Sinustongenerator - Hilfe erwünscht |
|
|
|
|
BID = 88363
HerrGross Gerade angekommen
Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
|
|
hallo elektrofreaks,
ich bin eigentlich musiker, nehme aber ab und an auch mal den lötkolben zur hand...
habe mir gerade einen sinusgenerator nach der schaltung auf home.arcor.de/dr.fehl/schalt.htm gebaut. der funktioniert sogar, allerdings nur, wenn ich ihn mit 12V aus dem netzgerät füttere. er soll aber mobil eingesetzt werden und mit einem 9 V Block laufen. Welchen Widerstand muß ich da ändern? Den 220 kOhm ?
Weitere Frage: ich brauch regelbare Frequenzen zwischen 1000 und 1100 Hz. Muß ich da die beiden Widerstände links unten im Bild ändern (die 10ks)?
In der Hoffnung auf Hilfe
HG |
|
BID = 88383
Benedikt Inventar
Beiträge: 6241
|
|
Die Schaltung ist so ziemlich der einfachste Sinusgenerator den es gibt. Wenn der Sinus etwas sauberer sein soll, dann hilft ein Widerstand in der Emitterleitung (ca. 100-1000ohm).
Läuft die Schaltung nicht mit 9V ?
Wie groß ist dann die Spannung am Kollektor ?
Den 10k Widerstand am Kollektor verkleinern, bis etwa die halbe Betriebsspannung anliegt. |
|
BID = 88394
HerrGross Gerade angekommen
Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
|
hab den 10k widerstand am kollektor (das ist doch der links oben in der schaltung?) jetzt durch einen 10k drehpoti ersetzt.
dh irgendwie drangepopelt: +12V ans linke beinchen, das rechte beinchen frei (wenn ich das auf masse lege, kommt kein ton) und aus dem oberen beinchen zum kollektor. wenn ich nun bei 9V runterregle, passiert leider garnichts: kein ton. wenn ich bei 12V runterregle wird der ton höher...
tscha....
|
BID = 88395
HerrGross Gerade angekommen
Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
|
das messgerät zeigt mir bei batteriebetrieb am kollektor 4V.
die batterie selbst mißt es mit 7V....
|
BID = 88495
ronki1 Schriftsteller
Beiträge: 689 Wohnort: Halle / Saale
|
Ich hoffe, Du versuchst nicht mit einem Multimeter die Kollektorspannung zu messen?!
Die Kollektorspannung kannst Du nur mit nem Oszi messen, da der Generator ja schwinkt.
ronki1
|
BID = 88501
HerrGross Gerade angekommen
Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
|
treffer versenkt.
hab natürlich keinen oszi... wäre auch nicht auf die idee gekommen.
kann man denn nicht irgendwie ausrechnen, wie gross der widerstand sein muss, das es bei 9V funzt?
|
BID = 88507
Benedikt Inventar
Beiträge: 6241
|
Zitat :
ronki1 hat am 3 Aug 2004 22:06 geschrieben :
|
Ich hoffe, Du versuchst nicht mit einem Multimeter die Kollektorspannung zu messen?!
Die Kollektorspannung kannst Du nur mit nem Oszi messen, da der Generator ja schwinkt.
ronki1
|
Da der Oszillator ja nicht arbeitet, kann man das problemlos machen.
Versuch mal durch kurzzeitig Kurzschließen des Kollektors nach Masse den Oszillator anzustoßen.
Belastet du den Ausgang auch nicht zu stark ?
|
BID = 88510
HerrGross Gerade angekommen
Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
|
bei kurzschluss des kollektors knackt der lautsprecher - sonst nichts.
am ausgang hängt einfach ein kleiner lautsprecher, da steht leider keine impendanz drauf
|
BID = 88512
alpha-ranger Schreibmaschine
Beiträge: 1517 Wohnort: Harz / Heide
|
Hallo,
erstmal grundsätzlich: Das ist ein Phasenschieberoszillator. Die drei gleichartigen R-C Glieder von jeweils 10 kOhm und 10 nF sind frequenzbestimmend. Also bitte nicht ändern, im Augenblick.
Der Arbeitspunkt des Transistors wird mit dem 220 kOhm Widerstand eingestellt. Wen die Schaltung bei einer geringeren Betriebsspannung nicht sauber ansschwingt, entweder mal einen anderen Transistor probieren, oder den 220 kOhm Widerstand geringfügig verändern.
Wenn das ganze irgendwann mit der 9 Volt Batterie zufriedenstellend läuft kann man die beiden 10 kOhm Widerstände , die nach Masse gehen durch kleinere ersetzen, die mit einem 4,7 kOhm Stereo Poti in Serie geschaltet sind, ersetzen. Dann soltte die Frequenzeinstellung laufen, kleinerer Widerstand = höhere Frequenz.
Bei betrieb mit Batterie kann ein 470 µF / 16 Volt Elko paralell zur Versorgung nicht schaden. Den Ausgang auch bitte nicht zu niederohmig abschließen, d.h. keinen Kopfhörer oder Mischpult mit 600 Ohm direkt anschließen. Die Eingangsimpedanz des verwendeten Gerätes sollte mindestens 100 kOhm betragen.
mfG.
_________________
Wie der alte Meister schon wußte: Der Fehler liegt meist zwischen Plus und Minus. :-)
Und wenn ich mir nicht mehr helfen kann, schließ ich Plus an Minus an.
|
BID = 88517
HerrGross Gerade angekommen
Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
|
erstma schoma danke an alle, solangsam kommt licht ins dunkel...
@alpha-ranger:
den 220k widerstand geringfügig ändern, heißt das nach unten?
kann ich das ausprobieren indem ich einen drehpoti parallel oder in serie oder wie auch immer anschließe? da war doch so was mit den widerständen, je nachdem, wie man sie schaltet, vergrößern sie sich oder verkleinern sie sich (reste von schulwissen)... ich hab jedenfalls keinen vorrat an unterschiedlichsten widerständen, aber ein paar 10k potis fliegen hier noch rum
|
BID = 88553
Benedikt Inventar
Beiträge: 6241
|
Ich würde sagen, es liegt ganz einfach am Lautsprecher am Ausgang !
Bau mal einen Emittefolger ein:
NPN Transistor (z.B: den selbem Typ wie der bereits der eingebaute) mit Kollektor an +, Basis an den Kollektor des anderen, Emitter über einen ca. 1k Widerstand nach Masse, und dann den Ausgangskondensator an Emitter/Weiderstand.
|
BID = 88790
HerrGross Gerade angekommen
Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
|
also, das spannungsproblem hab ich jetzt mit ner 12V Batterie gelöst
bleibt immer noch die frage der justierung: habe mehrere 10k potis hintereinandergehängt (anstelle der 10k widerstände an den kondensatoren), aber der klang wird kaum tiefer...
|