Makita 4-Fach Ladegerät DC18S DC18S

Reparaturtipps und Ersatzteile zum Fehler: Ersatzteil Beschaffung

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Autor
Sonstige Makita 4-Fach Ladegerät DC18S DC18S --- Ersatzteil Beschaffung
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BID = 1136245

HansiE

Gelegenheitsposter



Beiträge: 94

Geräteart : Sonstige
Defekt : Ersatzteil Beschaffung
Hersteller : Makita 4-Fach Ladegerät DC18S
Gerätetyp : DC18S
Messgeräte : Multimeter, Oszilloskop
______________________

Hallo!

Ich habe hier ein Makita 4-Fach-Ladegerät und benötige bitte eure Unterstützung als gelernte Fachleute.

Die Fehlersuche war soweit sehr einfach und schnell erledigt, aber die Beschaffung der Ersatzteile ist der absolute Horror und hat mich allein wegen der Dioden-Identifizierung schon gut zwei Tage gekostet.
Defekte Bauteile:

NTC-Widerstand: aufgeplatzt
Der Elektronikbot meint, dass der Link Spam ist. Bitte an einen Moderator oder den admin wenden.
Eventuell nehme ich von Reichelt den EPC B57364-S509.

MOSFET: interner Kurzschluss
Fuji Power 09N90E
LCSC hat welche auf Lager, der Versand und die neue hohe Verzollung schreckt mich aber sehr ab.

2 Stück Dioden: beide mit 0 Ohm
Diodentyp: SMA (DO-214AC)
Die genaue Bezeichnung ist leider unbekannt, aufgedruckt ist jedoch „82 47“.

Eine Messung mit dem Diodentest des DMM ergab, dass die Dioden D15 und D16 in beide Richtungen eine Durchlassspannung von 545 mV aufweisen. Da zwei Stück in Serie und parallel zum Shunt liegen, dachte ich, dass es eventuell ZVS-Dioden sein könnten.
Reichen hier bidirektionale Siliziumdioden, oder müssen es Fast- bzw. Ultra-Fast-Recovery-Dioden sein?
Ganz interessant ist übrigens, dass der Gleichrichter noch intakt ist.


PDF anzeigen








Würde mich sehr freuen wenn mich jemand über die Dioden aufklärt und Tipps zur Teilebeschaffung hat.


LG

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1136246

HansiE

Gelegenheitsposter



Beiträge: 94

Interessanterweise ist ein Standard Diodensymbol auf die Platine gedruckt.
Beim Messen mit dem Diodentest am DMM messe ich an beiden intakten Dioden, in beide Richtungen die besagten 545mV.[/img]




Erklärung von Abkürzungen

BID = 1136247

unlock

Schriftsteller

Beiträge: 915
Wohnort: Mosbach


Zitat :
HansiE hat am  5 Sep 2026 22:01 geschrieben :



2 Stück Dioden: beide mit 0 Ohm
Diodentyp: SMA (DO-214AC)
Die genaue Bezeichnung ist leider unbekannt, aufgedruckt ist jedoch „82 47“.

Eine Messung mit dem Diodentest des DMM ergab, dass die Dioden D15 und D16 in beide Richtungen eine Durchlassspannung von 545 mV aufweisen. Da zwei Stück in Serie und parallel zum Shunt liegen, dachte ich, dass es eventuell ZVS-Dioden sein könnten.
Reichen hier bidirektionale Siliziumdioden, oder müssen es Fast- bzw. Ultra-Fast-Recovery-Dioden sein?

Würde mich sehr freuen wenn mich jemand über die Dioden aufklärt und Tipps zur Teilebeschaffung hat.





zum Messen sollte man Bauteile mindest. so freilegen, das sie nur noch 1Pol. im Stromkreis hängen.

Schaltplan lesen kann auch helfen, hier stehen manchmal wichtige Informationen.

_________________
One Flash and you're Ash !

Erklärung von Abkürzungen

BID = 1136248

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Die Fehlersuche war soweit sehr einfach und schnell erledigt,

Soso. Du hast also einige Opfer des Desasters gefunden. Aber hast du auch die Ursache gefunden?


Zitat :
2 Stück Dioden: beide mit 0 Ohm
Diodentyp: SMA (DO-214AC)
Die genaue Bezeichnung ist leider unbekannt, aufgedruckt ist jedoch „82 47“.

Eine Messung mit dem Diodentest des DMM ergab, dass die Dioden D15 und D16 in beide Richtungen eine Durchlassspannung von 545 mV aufweisen.

Solange sie eingelötet und in Ordnung sind, werden fast alle Dioden dieses Ergebnis zeigen.
Schau nochmal genau hin, weshalb!


Sind das die gleichen Dioden, die 0 Ohm zeigen???
Dann habe ich ernste Zweifel an deiner Messkunst.



Zitat :
eventuell ZVS-Dioden

Was soll das sein?

Der Typ steht doch im Schaltplan: 1N8255. Die sollen den CurrentSense-Eingang des NCP1200 vor zu hoher Spannung schützen, falls der Trafo während des Hochlaufens in die Sättigung geht. Normalerweise treten da nur 900mV-Impulse auf, so dass die Dioden noch gar nicht leiten.

Und ja: Die Dioden sollen sehr schnell sein, damit der MOSFET rechtzeitig abgeschaltet werden kann.
Wenn magnetische Sättigung des Ferritkerns auftritt, steigt der Strom nämlich sehr viel schneller an, als im Normalbetrieb.

Wenn du nach Gründen für den Ausfall suchst, solltest du zuerst die Komponenten des Snubbers (C8, D6 usw.) prüfen. Vergleichbare Messwerte solltest du an der Schaltung um Q201 finden, denn diese beiden Schaltungsteile scheinen nahezu identisch zu sein.


Erklärung von Abkürzungen

BID = 1136251

HansiE

Gelegenheitsposter



Beiträge: 94

Ich wollte das Posting nicht gleich so umfänglich umschreiben.


@unlock

Ich habe InCircuit gemessen und löte Bauteile im Zweifelsfall auch aus.




@Perl
Die Ursache habe ich nicht gefunden, kennst du sie?
Könnte es ein Wackelkontakt am Netzkabel oder sogar das versagen vom NTC gewesen sein, das den Ferrit in die Sättigung getrieben hat?
Vielleicht viele Transienten?
vielleicht einfach das Altern des Mosfet.
Ich lasse lieber die Rätselraterei.

Mit ZVS habe ich mich vertippt, TVS.

D15 und D16 weisen im Ein- sowohl im ausgelöteten Zustand einen Widerstand von 0-Ohm auf.
D215 und D216 weisen den angegebenen Wert von 545mV, sowohl unter einer Belastung von 8mA zeigte den selben Spannungsabfall.
Den Wert finde ich wegen dem Shunt mit 0,47 Ohm auch plausibel. Daher habe ich die gesunden Dioden zur Überprüfung auch nicht ausgelötet.
Da zwei Dioden in Serie verbaut sind und ich sie einzeln in beide Richtungen mit selben Wert gemessen habe, wurde meine Messung bestimmt korrekt durchgeführt.

Die Dioden hatten ganz hartnäckigen Schutzlack, darum habe ich lange nach einem Schaltplan gesucht.
Diodenaufdruck wie genannt: 8247
Im Schaltplan: 8255
Eine 1N8255 konnte ich als Bezug nirgends ausfindig machen, aber eine Recherche zeigte, dass diese für Consumer nicht erhältlich sein wird. Ich gehe davon aus, dass der Techniker, der das Reverse Engineering angefertigt hat, auch nicht wusste um welche Diode es sich handelte und daher die aufgedruckte Zahlenkombination mit in das PDF abgebildet hat. Es wird wohl kein handelsüblicher SMD code sein, vielleicht ein Herstellerspezifischer.

Dass der kurzgeschlossene Mosfet die Dioden mit in das sterben gezogen haben ist klar. Der Shunt hat es überlebt.

Der Gleichrichter und die Schmelzsicherung haben es auch überlebt.


Vielen Dank mit der Erklärung dass die Spitzen normalerweise nur 900mV aufweisen. Das deckt sich wiederum mit der Dioden Durchbruchspannung die ich gemessen habe.
Auch ein großes Dankeschön dass du meine Frage mit Begründung, ob es sich um sehr schnelle Dioden handeln müssen, beantwortet hast.
Vielen Dank für die Aufforderung dass ich den Snubber sorgfältig überprüfen soll.


Ich wollte das Posting nicht gleich so umfänglich umschreiben. Außer einer Rechtfertigung hat das nichts gebracht.



Vielen Dank erstmal für eure Zeit.

LG Hans

Erklärung von Abkürzungen


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