Siemens Backen HE 8704 /Typ HET870 Reparaturtipps und Ersatzteile zum Fehler: Mikrowelle brummt Im Unterforum Herd und Backofen - Beschreibung: Reparaturtipps für Elektroherde, Backofen, Grill, Fritteusen, Herdplatten, Glaskeramik, Kochfelder
| Autor |
|
|
|
BID = 1135580
sjaekel Neu hier

Beiträge: 29 Wohnort: 35463 Fernwald
|
|
Das Samsung OM75S hat die identischen Maße von meinem Hitachi
Jetzt müssen noch die elektr. Werte überprüft werden.
Hat 1000W?
Habe bisher nur einen Lieferanten aus Italien gefunden.
|
|
BID = 1135589
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
|
|
Eigentlich sollte der Händler bzw. dessen Hersteller wissen, ob sein Magnetron als Ersatz für einen anderen Typ taugt.
Es gibt ausser den mechanischen Abmessungen auch andere Unterschiede, die sich erst bei einem gründlichen Studium des Datenblattes offenbaren.
Im Übrigen sind auch Kondensator und Hochspannungstrafo recht genau aufeinander und auf das Magnetron abgestimmt.
Die Netzteilschaltung sieht nur so simpel aus, ist aber ein Wirklichkeit ein magnetischer Stabilisator.
Anscheinend hast du dein 2M107A-605 ja schon ausgebaut.
Hast du dabei irgendwelche Beschädigungen oder Brandspuren an der Antenne oder den Steckkontakten feststellen können?
Schau auch mal in den Hohlleiter. Manchmal sind da Einbauten, z.B. kleine Aluminiumzylinder, etwa von der Größe eines Fingerhuts, eingenietet.
Wenn durch Korrosion der Kontakt eines solchen Oberwellenfilters mit der Wand des Hohlleiters schlecht wird, kann das Magnetron auch sterben.
|
|
BID = 1135596
sjaekel Neu hier

Beiträge: 29 Wohnort: 35463 Fernwald
|
Beim Ausbau habe ich nur flüchtig in den Hohleiter gesehen. Er ist rund,
ca.3cm Ø unten auf dem Metall lagen einige Staubteilchen.
Unten an der Metallspitze des HF-Ausgangs ist eine verkokelte Stelle zur Isolierung.
(siehe Bilder)
Vermutlich das Problem? Trotzdem wundert mich, dass es beim 1. Einschalten, nach dem Diodentausch, funktioniert hat.
Das Samsung OM75S (Basismodel) bzw. OM75S(10) hat, wie bereits erwähnt, alle Maße identisch mit meinem Hitachi. Leider gibt es von dem Samsung auch verschiedene Bauformen.
Angeboten wird überwiegend das OM75S(31). Ich habe nur diese Unterlagen gefunden und bin mir nicht sicher ob es mechanisch dem Basismodel entspricht. (siehe PDF) Einige elektrische Werte sind in dem Dokument auch enthalten.
|
BID = 1135598
sjaekel Neu hier

Beiträge: 29 Wohnort: 35463 Fernwald
|
Das Samsung OM75S (Basismodel) bzw. OM75S(10) hat, wie bereits erwähnt,
alle Maße identisch mit meinem Hitachi.
OM75S(10) ist natürlich falsch (Anschluss und Lufteinlaß stimmt nicht)
Die Modelle mit den identischen Maßen sind OM75S(21) oder OM75S(31) oder OM75P(31) ESGN?
Leider stimmen die Abbildungen im Internet oft nicht mit der Modellbezeichnung überein
|
BID = 1135611
sjaekel Neu hier

Beiträge: 29 Wohnort: 35463 Fernwald
|
Hier noch ein Bild von dem Wellenverteiler im Inneren des Backofens.
Dieser funktioniert und dreht sich bei Einschalten der Mikrowelle.
Die rötliche, runde Isolierung zum äußeren Metallrand werde ich mal reinigen.
Wie bereits erwähnt, habe ich im Hohlleiter beim Ausbau des Magnetrons keine Beschädigungen gesehen.
Evtl. ist die verbrannte Stelle im Inneren der Antenne entstanden?
|
BID = 1135612
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
|
Zitat :
| Unten an der Metallspitze des HF-Ausgangs ist eine verkokelte Stelle zur Isolierung.
(siehe Bilder)
Vermutlich das Problem? |
Ja, da hat ein Lichtbogen gebrannt und der wird die dort befindliche hochvakuumdichte Metall-Keramik Verbindung beschädigt haben.
Wenn das nicht durch eine zu hohe Reflexion vom Anwender oder durch einen technischen Fehler verursacht wurde, ist da vielleicht eine Spinne herumgekrabbelt, die nun verdampft ist.
Im Innerern des Keramikzylinders verläuft noch ein recht starkes Kupferband welches das Metallhütchen mit einem der Resonatoren des Magnetrons verbindet.
Zitat :
| | Beim Ausbau habe ich nur flüchtig in den Hohleiter gesehen. Er ist rund, ca.3cm Ø |
Das war dann nicht der Hohlleiter.
Es gibt zwar runde Hohlleiter, aber für diese Frequenz ist deren Durchmesser wesentlich grösser.
Der Hohlleiter ist der rechteckige Kasten, an dem das Magnetron befestigt ist, und in den die Antenne des Magnetrons hineinragt.
|
BID = 1135615
prinz. Moderator
       Beiträge: 8949 Wohnort: Gifhorn und Wolfenbüttel
|
War mal nett
Wurde von BSH auch eingebaut
2M167B-M23
ebay ist voll damit
_________________
Nur für nicht Mutige
1.Freischalten
2.Gegen Wiedereinschalten sichern
3.Spannungsfreiheit allpolig feststellen
4.Erden und kurzschließen
5.Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken
|
BID = 1135692
sjaekel Neu hier

Beiträge: 29 Wohnort: 35463 Fernwald
|
Die 3. Hochvoltdiode ist inzwischen durchgeschmort, aufgrund zu hoher Strombelastung.
Wird so heiß, dass sogar der Silikonschlauch verschmort ist.
Der Fehler musste im Hochspannungsteil liegen.
Deshalb wurde ein original Siemens Hochvolt-Kondensator (00051379) und ein neues Panasonic Magnetron installiert.
1. Test mit einer Tasse Wasser mit 90s/600W wurde sehr gut warm.
2. Test 3min Trafo fing wieder an zu brummen, Hochvoltdiode wieder verschmort.
Also bleibt aus meiner Sicht nur ein Windungsschluß in der Hochvoltwicklung des Trafos übrig.
Die 3,4 V für die Heizung des Magnetrons, machen keine Probleme.
Einen äquivalenten Ersatztrafo (Siemens 081232) wird man wohl nicht finden.
|
BID = 1135712
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
|
Zitat :
|
Die 3. Hochvoltdiode ist inzwischen durchgeschmort, aufgrund zu hoher Strombelastung. |
Oder wegen unzureichender Sperrspannung.
Besonders auch bei ungenügender Kühlung.
Was für ein Typ war das denn, und woher hattest du sie?
Zitat :
| | Also bleibt aus meiner Sicht nur ein Windungsschluß in der Hochvoltwicklung des Trafos übrig |
Wie soll das denn gehen?
Bei einem Windungsschluss verbrennt die Wicklung, und der Verbraucher bekommt zu wenig Spannung. Nicht andersrum.
Ausserdem hattest du den Trafo doch schon im Leerlauf getestet?
Die Frage ist immer noch, weshalb es an dem alten Magnetron den Lichtbogen gegeben hat. Und jetzt vllt auch an dem Neuen??
Die Antwort dürfte im Garraum oder im Hohlleiter zu finden sein.
P.S.
Auf dem Trafo steht 220V!
Das war einmal.
Evtl ist durch die nun höhere Netzspannung die magnetische Stabilisierungsschaltung an ihre Grenzen gekommen.
Der zulässige Betriebsspannungsbereich sollte in den Unterlagen stehen oder bei Siemens zu erfragen sein.
Hast du schon einmal überprüft, wie hoch die 230V bei dir tatsächlich sind?
[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 23 Jun 2026 23:32 ]
|
BID = 1135713
sjaekel Neu hier

Beiträge: 29 Wohnort: 35463 Fernwald
|
Original Diode HVR 1X von BSH
Bei einem Überspannungsschlag wäre die Diode sofort hinüber.
Da sie aber langsam stirbt und verschmort fließt zu hoher Strom.
Die Hochspannungswicklung des Trafo‘s erwärmt sich, es kann also durchaus sein, dass hier intern im Betrieb ein Überschlag erfolgt.
Ich habe den Trafo ausgebaut. Ohne Last fliegt beim Anschluss an 220V oft die Haus/Netzsicherung heraus.
Er zieht, wahrscheinlich wegen der hohen magnetischen Sättigung, einen sehr hohen Einschaltstrom.
Im Herd wird er vermutlich gedrosselt eingeschaltet.
Es stimmt, messtechnisch ist der Trafo ok. Ich habe ihn mit einer 200W Glühbirne in Reihe zur Primärwicklung (220V) einige Zeit angeschlossen. (Erwärmungstest) auch hier keine Probleme.
Die Mikrowelle kann auf 75, 150, 300 und 600 Watt eingestellt werden.
Diese Taktung macht Siemens scheinbar über das Hochspannungs Reed-Relais. Wie erwähnt sitzt es in einem Glasröhrchen in einer Spule. Diese wird mit ca. 24 von der Elektronik gesteuert. Ein Anschluss geht an die Anode der Diode, der andere an das Magnetron. Nach meiner Meinung wird die Hochspannung getaktet (kurzgeschlossen?), wenn man z.B. mit 150W arbeitet.
Das muss ich mir nochmal genau ansehen. Auf jeden Fall wird beim nächsten Test eine Hochvoltsicherung in Reihe zur Diode geschaltet.
|
BID = 1135714
sjaekel Neu hier

Beiträge: 29 Wohnort: 35463 Fernwald
|
Das neue Magnetron zeigt keine Spuren.
Die Netzspg. werde ich überprüfen.
Weiterhin die Ansteuerung des Reed-Relais.
Ich hatte es ausgebaut und mit 24V getestet, schaltet einwandfrei, auch der Kontaktwid. gegen 0 Ohm.
Von der Funktion müsste die Mikrowellen-Zeitsteuerung beim Einschalten das Relais ansteuern und somit die Hochspg. an das Magnetron weitergeben.
Bei geringerer Temperatur < 600 W aus- und wieder einschalten.
Ich werde mal überprüfen ob die Taktung funktioniert. Obwohl, wenn nicht, läuft das Magnetron halt mit voller Leistung.
Übrigens läuft der Ventilator für das Magnetron immer beim Betrieb.
Ein Walzenventilator wird später dazu geschaltet. (Trafo)
Da jetzt fast alles ausgebaut ist (außer Relais) werde ich sobald die neue Diode mit Hochspg.-Sicherung da ist, den Trafo unter Last (mit Magnetron), natürlich ohne angeschlossene Hochspannung, testen.
Beim Letzten Test waren die 2500V Wechselspg. und die Gleichspannung OK.
(ohne angeschlossenem Magnetron!)
|
BID = 1135716
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
|
Zitat :
| Bei einem Überspannungsschlag wäre die Diode sofort hinüber.
Da sie aber langsam stirbt und verschmort fließt zu hoher Strom. |
Ganz so einfach ist das nicht.
In diesen Hochspannungs-Gleichrichtern sind mehrere (meist Avalanche-) Dioden hintereinandergeschaltet, die zusammen eine entsprechend höhere Verlustleistung als eine Einzeldiode abführen müssen.
Wenn die Dioden warm werden, erhöht sich ihr Sperrstrom, der bei der hohen Spannung ebenfalls zur Erwärmung beiträgt. Dadurch steigt der Sperrstrom ...usw. Bei unzureichender Kühlung u.U. bis zur Katastrophe.
Und ja, der Trafo wird zur Leistungssteuerung einfach in langsamen Rhythmus ein- und ausgeschaltet.
Auch die Heizung des Magnetrons wird dabei jedesmal geschaltet. Dadurch erreichen Anodenstrom und HF-Leistung erst mit einer kleinen Verzögerung ihre normalen Werte.
Meist kann man dieses Anschwellen der Trafobelastung deutlich hören.
Das Reed-Relais hat damit nichts zu tun, und es ist auch nicht nötig, wie Millionen andere MW-Herde zeigen.
Zitat :
| Übrigens läuft der Ventilator für das Magnetron immer beim Betrieb.
Ein Walzenventilator wird später dazu geschaltet. (Trafo) |
Hast du die Montage der HV-Diode verändert, so dass sie sich jetzt evtl. nicht mehr im Luftstrom befindet?
|
BID = 1135717
sjaekel Neu hier

Beiträge: 29 Wohnort: 35463 Fernwald
|
Die Diodenpostion werde ich bei der nächsten Installation überprüfen.
Diese wird seitlich vom Gebläse für das Magnetron mitgekühlt.
(siehe 2 Bilder)
Übrigens bin ich mir sicher, dass die Primärspannung (220V) vom Trafo nicht getaktet (75W,150W,300W,600W) wird.
(hoher Einschaltstrom)
Siemens macht es hier mit dem Hochvolt-Reed-Relais. Ist die elegantere Lösung?
Werde das messtechnisch überprüfen.
|
BID = 1135719
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
|
Zitat :
| | Siemens macht es hier mit dem Hochvolt-Reed-Relais. Ist die elegantere Lösung? |
Ein (teures) Bauteil mehr, das versagen kann.
Augenscheinlich halten die thorierten Wolframkathoden dieser CW-Magnetrons und die übrige Konstruktion diesen Ein-Aus-Betrieb ja aus.
Der einzige Grund, den ich mir vorstellen kann, weshalb man hier die Heizung durchlaufen lässt, ist, dass das im Original verwendete Magnetron während der Warmlaufphase, also in unterheiztem Zustand bei zu geringem Kathodenstrom, zu Moding, dem Anschwingen auf einer falschen Frequenz, neigt.
Moding muss vermieden werden, weil es nicht nur Funkstörungen verursachen kann, sondern auch das Magnetron selbst beschädigen kann.
Dieses Problem kann man aber durch konstruktive Maßnahmen, wie z.B. einer nach Betrag und Phase genau definierten Festreflektion, bekämpfen.
|
BID = 1135755
sjaekel Neu hier

Beiträge: 29 Wohnort: 35463 Fernwald
|
Habe nochmal den Trafo ohmisch durchgemessen:
Primär: 0,9 Ohm,
Heizung: 0,1 Ohm,
Hoch Spg. gegen Kern/Masse 44 Ohm
Eigentlich sollten alle 3 Wicklungen galvanisch getrennt sein.
Dies ist auch bei der Messung der beiden Wicklungen Primär und Heizung der Fall.
(gegen Masse und alle Anschlüsse gegeneinander ∞Ω)
Beim Hochspg. Anschluß gegen die Primärwicklung ∞Ω
Allerdings gegen die Heizungswicklung schwankend zwischen 4 und 9 MΩ.
Allerdings ist diese Messung mit dem Multimeter wahrscheinlich nicht so aussagefähig.
(Alterung, Isolation, Kapazität zwischen den Wicklungen etc.)
Leider habe ich kein Isolationsprüfgerät.
Da alles neu ist, bleibt eigentlich nur noch der Trafo?
Wenn die Diode geliefert wird, werde ich mal einen Test unter Last durchführen.
|
Liste 1 SIEMENS Liste 2 SIEMENS Liste 3 SIEMENS |
|
Zum Ersatzteileshop
Bezeichnungen von Produkten, Abbildungen und Logos , die in diesem Forum oder im Shop verwendet werden, sind Eigentum des entsprechenden Herstellers oder Besitzers. Diese dienen lediglich zur Identifikation!
Impressum
Datenschutz
Copyright © Baldur Brock Fernsehtechnik und Versand Ersatzteile in Heilbronn Deutschland
gerechnet auf die letzten 30 Tage haben wir 7 Beiträge im Durchschnitt pro Tag heute wurden bisher 0 Beiträge verfasst © x sparkkelsputz Besucher : 192385183 Heute : 1060 Gestern : 4548 Online : 124 15.7.2026 7:09 3 Besucher in den letzten 60 Sekunden alle 20,00 Sekunden ein neuer Besucher ---- logout ----viewtopic ---- logout ----
|
xcvb
ycvb
0,436497926712
|