So ähnlich wird das Ganze wohl funktionieren:
12V AC o---+----Taster1-->|----+
| D1A |
| |
| |
| D2A |
+----Taster2--|<----+---------------------------+
Lange 2-adrige Leitung |
0V AC o-------------------------------------------------+ |
| |
D1B | |
+----->|---Klingel1--+ |
| | |
+ --Klingel2---|<----+ |
| D2B |
+----------------------+
12V AC ist die vom Klingeltrafo gelieferte Wechselspannung
Wenn Taster1 gedrückt wird, dann lässt D1A nur die positiven Halbwellen der Wechselspannung durch
Wenn Taster2 gedrückt wird, dann lässt D2A nur die negativen Halbwellen der Wechselspannung durch.
Am Ende der zweiadrigen Leitung, lässt D1B nur die positiven Halbwellen zur Klingel1 durch,
und D2B schliesst den Stromkreis der Klingel2 nur für die negativen Halbwellen.
Ich habe an den Klingeln die Reihe von Diode und Klingel absichtlich vertauscht, damit du erkennst, dass die Reihenfolge keine Rolle spielt.
Ebenso kann man auch vertauschen in welcher der beiden Adern die Taster, und in welcher die Klingeln liegen.
Es zählt nur die Richtung *) in welcher die Dioden den Strom leiten, und diese entspricht dem Pfeil im Diodensymbol.
Deshalb schrieb ich oben "So ähnlich". Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man diese Schaltung aufbauen kann
Übrigens entspricht der gerade Strich im Diodensymbol dem aufgedruckten Ring auf dem Gehäuse der Diode.
Wenn du mit einer Diode eine Gleichrichterschaltung baust, kommt dort Plus heraus.
*) So genannte
konventionelle Stromrichtung von Plus nach Minus.
Diese Konvention wurde festgelegt, als man noch nichts von Elektronen wusste.
Tatsächlich sind die Elektronen bekanntlich aber negativ geladen und werden daher vom Pluspol angezogen. Der Elektronenstrom bewegt sich in Wirklichkeit von Minus nach Plus.
In der E-Technik, z.B. in Schaltplänen, rechnet man aber auch heute noch regelmäßig mit der konventionellen Stromrichtung, wo der Strom von Plus nach Minus fliesst.