Überladung NiMH am Netzteil?

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Autor
Überladung NiMH am Netzteil?
Suche nach: netzteil (26146)

    










BID = 1119110

AlterSachse

Gerade angekommen


Beiträge: 14
 

  


Hallo liebe Elektronikfreunde,

habe einen 18V-NiMH-Akku Akku 2,8Ah von einem Akkuschrauber am normalen Netzteil mit 21,5V und 0,5A geladen und leider vergessen abzuklemmen. 18V wären meines Wissens 15 Zellen und jede Zelle bekäme so etwa 1,43V ab. Möglicherweise geht der Ladestrom zurück, aber wenn die Zelle bis Montag so weitergeladen wird, könnte der Akku explodieren oder abbrennen oder ist er im schlimmsten Fall einfach nur defekt?
Dann müßte ich jetzt in die Werkstatt zurückfahren und ihn abklemmen, was ich aber wegen der Entfernung nur im äußersten Notfall tun möchte.

Das zugehörige Ladegerät zeigte bei diesem Akku rot an, was für defekt steht. Deswegen war Laden am Netzteil jetzt der letzte Versuch. Leer habe ich noch 13,2V gemessen, somit wäre die zulässige Entladespannung (0,85V je Zelle?) noch nicht unterschritten. Nach 5 Minuen Laden hatte er 20V, der Akkuschrauber ging etwa 2 Sekunden, dann war er wieder leer. Vermutlich ist er wirklich defekt, da schon etwa 15 Jahre alt. Frage mich nur, wodurch das das Ladegerät erkennt? Da sind ja neben + und - ja noch zwei weitere Kontakte.

BID = 1119114

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

 

  


Zitat :
am normalen Netzteil
Also das vom Hersteller vorgesehene Netzteil?
Die messen i.d.R auch die Temperatur des Akkus und drehen nötigenfalls den Strom ab.


Zitat :
Möglicherweise geht der Ladestrom zurück, aber wenn die Zelle bis Montag so weitergeladen wird, könnte der Akku explodieren oder abbrennen oder ist er im schlimmsten Fall einfach nur defekt?
Von explodierten oder brennenden NiMH-Zellen habe ich noch nichts gehört.
Wenn die Zelle voll ist, setzt eine Gasentwicklung ein, und dieses Gas wird, -wie schon bei den NiCd-Akkus-, intern gleich wieder verbrannt.
Dadurch wird ab Ladezustand "voll" alle darüber hinaus zugeführte elektrische Energie in Wärme verwandelt, und der Akku wird ziemlich warm.
Nun sind aber 21V und 0,5A (falls die bei 21V überhaupt noch fließen) gerade mal 10,5W.
Das reicht aus, dass der Akku kochend heiß wird, aber mehr auch nicht. Wahrscheinlich spricht nicht einmal die Überdrucksicherung an.
Wahrscheinlich verliert der Elektrolyt dann aber auch Wasser in Form von Knallgas, so dass die Zelle später keine hohen Ströme mehr liefern kann.

Wie es scheint, ist dein Akku aber schon kaputt.
Evtl. wird der Zustand vom Netzteil erkannt und deshalb wird nicht mehr oder nur mir wenig Strom geladen.
Schau halt am Montag nach, ob da etwas mehr Ladung drin ist.
Du kannst auch mal die Leerlaufspannung des Akkus messen, nachdem er einen Tag oder so vom Ladegerät entfernt ist. Dann sieht man am ehesten, ob eine Zelle platt ist. Direkt nach dem Laden bekommt man wegen der Gasbeladung der Elektroden überhöhte Werte angezeigt.

BID = 1119118

AlterSachse

Gerade angekommen


Beiträge: 14

Danke für die schnelle Antwort. Nein, das vom Hersteller vorgesehene Netzteil lädt ja nicht, zeigt den Akkku als angeblich defekt an, leuchtet rot. Ich weiß auch nicht, wie es den Zustand erkennen will, da ja die Spannung im normalen Bereich ist und auch der übliche Strom fließt.

Deshalb habe ich den Akku ja an ein herkömmliches Netzteil mit einstellbarer Ausgangsspannung von 0-30V angeschlossen und dort 21,5V eingestellt, wo zu Beginn des Ladevorganges etwa 0,5A flossen. Deshalb habe ich ja Angst vor Überladung, weil ich mir nicht sicher bin, ob der Strom wie z.B. bei einem NiCd-Akku mit der Zeit zurückgeht, wenn der Akku voll ist. Manchmal werden die Akkus ja nach einer solchen Prozedur vom zum Gerät gehörenden Ladegerät wieder erkannt und geladen. Ich will nur sichergehen, daß das Ding nicht abbrennt.

BID = 1119120

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Ich weiß auch nicht, wie es den Zustand erkennen will, da ja die Spannung im normalen Bereich ist und auch der übliche Strom fließt.
Vermutlich schaltet es periodisch kurzzeitig auf Entladen um und misst den Spannungsrückgang.
Ich habe ein Ladegerät für einzelne Zellen, bei dem man diese Prüfungen, die vllt alle Minuten stattfinden, mit einem externen Voltmeter gut beobachten kann.
Ausserdem erkennt es an der Spannungslage ob evtl eine kurzgeschlossene Zelle dabei ist.
Normal geht die Zellenspannung ziemlich rasch auf etwas über 1,2V und endet mit Ladestrom bei 1,4xx knapp unter 1,5V. Der Akku wird auch dann schon warm.
Bei NiCd Akkus sinkt die Zellenspannung durch die Erwärmung wieder etwas (negativer Tk der Gasungsspannung), aber das dadurch entstehende Maximum ist bei NiMH wesentlich schwächer ausgeprägt und schlechter zur Ladeendpunktserkennung geeignet. Auch aus diesem Grund enthalten NiMH-Batterien meist einen NTC zur Temperaturmessung.


Zitat :
weil ich mir nicht sicher bin, ob der Strom wie z.B. bei einem NiCd-Akku mit der Zeit zurückgeht, wenn der Akku voll ist.
Darauf würde ich mich nicht verlassen.
Ein Labornetzgerät versucht mit dem eingestellten Maximalstrom die eingestellte Spannung zu erreichen, und reduziert dann innerhalb einiger Millivolt den Strom auf Null.
Wenn die Ladespannung zu hoch eingestellt ist, wird diese Spannung, die i.W. durch die Chemie des Akkus festgelegt ist, evtl nie erreicht, und es wird mit vollem Strom weitergeladen.
Dagegen hilft z.B. eine Zeitschaltuhr in der Netzleitung des Ladegeräts.

BID = 1119137

AlterSachse

Gerade angekommen


Beiträge: 14

Danke! Und was passiert dann, wenn er weiterlädt? Ist er in der Regel nur defekt oder kann er brennen? Am Montag werden wir es genau wissen, aber ich würde mich besser fühlen, wenn ich es vorher wüßte...

BID = 1119142

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
ich würde mich besser fühlen, wenn ich es vorher wüßte...
Natürlich.
Aber meine ist gerade in Reparatur.
Vielleicht brennt ja auch nicht der Akku, sondern das Netzteil ab.
Oder du hast vergessen einen Lötkolben abzuschalten, und der kokelt etwas an.
Oder es schlägt der Blitz ein.
Gewöhnlich passiert bei alledem nichts gravierendes, aber möglich ist es.

Wenn die Entfernung zur Werkstatt ein Problem ist, solltest du vllt einer näher wohnenden vertrauenswürdigen Person einen Schlüssel geben.
Das empfiehlt sich auch für Zeiten längerer Abwesenheit (Urlaub), damit hin und wieder jemand nach der Post sieht, oder ob inzwischen eingebrochen wurde.





BID = 1119192

Murray

Inventar



Beiträge: 4635

Die Einfachladegeräte von anno dazumal haben auf die NiCD Akkus auch nur Konstantspannung drauf gegeben.
Wurden halt regelmäßig dadurch überladen ... sind warm geworden.
Und die NiMH passten da meist auch in die Ladeschalen.

Das da mal was gebrannt hatte dadurch ist mir nicht bekannt

BID = 1119213

Ltof

Inventar



Beiträge: 9232
Wohnort: Hommingberg


Zitat :
Murray hat am 19 Nov 2023 19:57 geschrieben :

Die Einfachladegeräte von anno dazumal haben auf die NiCD Akkus auch nur Konstantspannung drauf gegeben.

Konstantstrom!

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„Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“
(Hanlon’s Razor)

BID = 1119214

rasender roland

Schreibmaschine



Beiträge: 1686
Wohnort: Liessow b SN

Konstantstrom glaube ich nicht.
Zumindest wenn wir einfache uralte Ladegeräte meinen.
Eine konst. Spannung zu realisieren ist doch viel einfacher
Als Konstantstrom. Dann muss ja immer noch eine Spannungsüberwachung her
Oder meinst du Ladegeräte mit nur einem Rv die mit C/50 bis C/30 laden.

_________________
mfg
Rasender Roland

BID = 1119216

Murray

Inventar



Beiträge: 4635


Zitat :
Ltof hat am 20 Nov 2023 08:00 geschrieben :


Zitat :
Murray hat am 19 Nov 2023 19:57 geschrieben :

Die Einfachladegeräte von anno dazumal haben auf die NiCD Akkus auch nur Konstantspannung drauf gegeben.

Konstantstrom!



Das war doch nur ein Trafo mit Gleichrichtung und vll. noch Vorwiderstand.
Die Begrenzung war einfach der passend gewickelte Trafo.
Mit Konstantstrom hat das nix zu tun.

Das wäre dann schon das bessere mit Zeitbegrenzung, hattest aber bei den Ladern für das Billigwerkzeug nicht.
Wobei das ja eh nur gepasst hat wenn der Akku pro Zelle vorher auf 1,0V entladen war ...
Und als die Ladegeräte mit Delta-U-Abschaltung (wo die von NiCD wieder nicht richtig bei NiMH funktionierten) kamen war dann schon bald Li Mode...

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Murray am 20 Nov 2023  9:46 ]

BID = 1119226

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

Glaubt dem Ltof einfach mal!

Oder schaut selbst auf die Akkus, denn da steht meist sogar drauf, mit welchem Strom sie geladen werden sollen.

Niemand hat behauptet, dass man die nur mit einer Präzisionstromquelle laden kann.

BID = 1119229

Murray

Inventar



Beiträge: 4635

Es geht nicht darum wie sie geladen werden sollen, sondern wie die anno dazumal geladen wurden.
Und um viel "Strom" rein zu bekommen hat man die halt in der Ladeschale gelassen bis die kochheiss waren und ein leichter Plastikgeruch in der Luft lag...

Dass die Akkus dann 1-2 Jahre gehalten haben war das Resultat

BID = 1119231

BlackLight

Inventar

Beiträge: 5193


Zitat : perl hat am 20 Nov 2023 15:54 geschrieben :
Glaubt dem Ltof einfach mal!
Redet ihr von dem uralten zeitbasierten Ladeverfahren für 14h(12h?) bei C/10 laden?

Dann hätte ich auch nur null Punkte bekommen. Meine Vorstellung ging da auch eher in Richtung einer "schlechten" CCCV-Ladung. Hab sowas leider nicht mehr zum Zerlegen hier.

BID = 1119234

Ltof

Inventar



Beiträge: 9232
Wohnort: Hommingberg

Niemand hat behauptet, dass das ideale Stromquellen waren. Die Einfachlader waren nur schlechte Netzteile mit hohem Innenwiderstand. Das ist näher an einer Strom- als an einer Spannungsquelle. Aus der Sicht des Akkus sowieso. Auf die Uhr musste man schon selbst schauen oder das bei C/10 dran lassen. NiCd-Zellen waren da tolerant. Die "besseren" Lader hatten ein Glühlämpchen eingebaut, so dass man am schwachen Glimmen erkennen konnte, dass der Ladevorgang fertig ist.

_________________
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(Hanlon’s Razor)

BID = 1119246

AlterSachse

Gerade angekommen


Beiträge: 14

Schade, nun mußte ich es ohne genaues Wissen riskieren und habe bis Montag gewartet. Ging zum Glück gut. Natürlich kann in einem Ausnahmefall immer etwas passieren, zu 99,99% aber nicht. Nur wie sich der Akku in der Regel verhält, wenn er 3 Tage weiter mit 0,5A geladen wird, wußte ich nicht. Ich wollte das Risiko eben einschätzen können, hätte akute Brandgefahr bestanden, wäre ich noch mal zurückgefahren.
Das Ladegerät stand aber weiter bei 21,4V und der 18V-Akku hatte auch diese Spannung. Strom war auf 20mA zurückgegangen, es war nichts warm oder kaputt, der Akkuschrauber funktionierte sogar mit dem geladenen Akku, fragt sich nur wie lange. Aber im Original-Ladegerät wird er weiter als defekt angezeigt.
Hier stand es 100% logisch erklärt, Zitat:"Ein Überladen gibt es nicht mehr...Wenn sich die Akkuleistung von NiMH-Akkus verringert, dann sind das Schäden durch Überladung..." Alles klar? Quelle: https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1101251.htm

[ Diese Nachricht wurde geändert von: AlterSachse am 20 Nov 2023 21:40 ]


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