ich hab malwieder einen Oldie restauriert.
Diesmal ein Urtierchen aus der Firmengeschichte von Hewlett Packard: der 200CD Oscillator.
Er betreibt fünf Röhren und liefert Frequenzen zwischen ein par Hz und 600kHz, die Einstellung erfolgt kapazitiv. Das Gerät hat einen erstaunlich niedrigen Klirr.
Mit im Gepäck hatte er sein Manual und einen Satz ungebrauchter Ersatzröhren die nicht benötigt wurden.
Der Deckel erwärmt sich auf ca 50°C d.h. er wird warm
Zum Abgleichen sollte man ihn mindestens eine Stunde lang laufen lassen vor dem Beginn damit er seine Betriebstemperatur hat.
Abgeglichen wurde bei 1kHz (Skaleneinstellwert):
Da lieferte er 912Hz. Umgeschaltet auf 100Hz: 91,2Hz. Umgeschaltet auf 10Hz: 9,12Hz. Damit wurde schon erkennbar daß die RC Komponenten sich nicht verändert haben im Gange der vielen Jahre. Das Zahnrad wurde gelöst und so verdreht daß er 1kHz liefert bei 1kHz Skale, dann über alle Bereiche und Einstellwerte kontrolliert: stimmte nun prima. Der Einstellfehler liegt egal wo unter 2%, das ist für so ein Gerät in Ordnung. Es ist auch heute noch sehr gut verwendbar.
Auch HP war eine Garagenfirma. Und das erste von denen gebaute Gerät war ein 200 Oscillator. Es wurde dann in Versionen ausgebaut, meist mit erweitertem Frequenzbereich, so gabs dann A, B und CD.
Dieser 200CD wurde über 30 Jahre lang gefertigt, es ist also nicht zu befürchten daß er ausstirbt
Die Regelung der Amplitudenhöhe ist bemerkenswert: Er verwendet hier 2 hintereinandergeschaltete 10W-Glühlampen die als technische Kaltleiter arbeiten. Sie glühen dabei nicht, der Arbeitsbereich ist deutlich unterhalb davon. Das funktioniert bei dieser Kiste sehr gut.
Dank der beiden Endröhren liefert er ein sehr kräftiges Signal ab, der Ausgang ist erdfrei isoliert.
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Martin.M am 30 Dez 2019 8:15 ]