Elektronischen Blinkgeber gegrillt?

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Elektronischen Blinkgeber gegrillt?

    










BID = 1052895

Corradodriver

Schriftsteller



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Hi Leute...Neuer Tag, neues Problem. Hab meinem Ford nen elektronischen Blinkgeber spendiert, weil dieser mit der abnormen Lampenlast nicht so leicht außer Takt zu bringen ist. Nun hat das Auto noch nicht 1x die Straße gesehn, und das Teil hats schon gerissen.
Die Blinklichtkontrolle funktioniert nicht mehr. Nach schließen des Hauptschalters leuchtet die Kontrolllampe dauernd,... Egal ob geblinkt wird, oder nicht. Zwischenzeitlich war der Ausgang des Blinkgebers auch so betroffen, aber das Problem hatte sich wieder von alleine gelöst.

Letztendlich ist der neue Blinkgeber für mich aber defekt, und wird vom Verkäufer nun ersetzt. Nun behebt der Teiletausch aber nicht die Ursache des Problems, denke ich. Der Verkäufer meinte:


Zitat :
Do you have any suppression on the lead from your coil to distributor as excess RF Interference can cause problems with the relays?



Zitat :
We'll send a replacement relay for you but you should consider adding a suppressed HT lead or inline 5k ohm carbon suppressor to the lead from your coil to the distributor.


So, wie ich das verstehe, soll ich einen 5KOhm Kohleschichtwiderstand ins Zündkabel hängen. Was soll das bringen, bzw. kann das funktionieren?

MFG Andy

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MFG Andy

BID = 1052896

Kleinspannung

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Beiträge: 12225
Wohnort: Tal der Ahnungslosen
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Ob und was es in deinem Fall bringt,weis ich nicht.
Aber früher gabs die Dinger im "Pertinaxgehäuse" und Spitze an den Enden käuflich zu erwerben.
Wurde die Zündleitung einfach zerschnitten,und dann damit wieder verbunden.
Diente aber seinerzeit nur zur Entstörung,damit halbwegs Radioempfang möglich war,und nicht nur ständig das "knattern" der Zündanlage zu hören.
Und das letzte Exemplar was noch aus Ostalgiezeiten in meinem Besitz war,hab ich kürzlich entsorgt
Und merke,Technik der 30er Jahre und Elektronik werden manchmal nie Freunde...

_________________
Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
(Albert Einstein)

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kleinspannung am 10 Jun 2019 14:21 ]








BID = 1052897

Corradodriver

Schriftsteller



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Ja na die Teile werden auch Heute noch in China kopiert...*denk*

Interessanter Weise bitet der Blinkgeberverkäufer die Teile noch an, und ich hab mal ein son Teil geordert.

https://www.classiccarleds.co.uk/pr.....arbon

Ich frag mich nur, wo und wie das Teil die Elektronik schützen soll.





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MFG Andy

BID = 1052905

der mit den kurzen Armen

Urgestein



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Der Widerling kappt die Stromspitzen und dämpft die Induktionsspannung.

_________________
Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!

BID = 1052906

Corradodriver

Schriftsteller



Beiträge: 826
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Und das funktioniert verlässlich? Ich kenn nur die 1Kohm-Widerstände in den modernen Kerzensteckern, die gegen Radiostörungen sein sollen. Deshalb fehlt mir da grad son bissl das Verständniss...

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MFG Andy

BID = 1052909

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Hab meinem Ford
Baujahr?
Ich schätze, dass alles was ab 1970 oder so hier auf die Straße kam, ausreichend entstört war.
Fahrzeuge mit eingebautem Autoradio sowieso.


Zitat :
weil dieser mit der abnormen Lampenlast nicht so leicht außer Takt zu bringen ist
Was ist daran so abnorm?
Reagiert der Blinkgeber auf den Ausfall einer Blinklampe mit der in der StVZO vorgeschriebenen Erhöhung der Blinkfrequenz?
Andernfalls brauchst du beim TÜV wahrscheinlich gar nicht erst vorzufahren.

Wie ist die Warnblinkerei gelöst?



Zitat :
Interessanter Weise bitet der Blinkgeberverkäufer die Teile noch an, und ich hab mal ein son Teil geordert.
Ein klassischer (nichtmal abgeschirmter) Kerzenstecker mit eingebautem Widerstand. Mag sein, dass so etwas in CN oder den Prärien Nordamerikas etwas besonderes war, hier wurden solche Stecker oder die unsäglichen Widerstandskabel (mit einer Seele aus graphitierter Glasfaser) routinemäßig verwendet.


Zitat :
Zwischenzeitlich war der Ausgang des Blinkgebers auch so betroffen, aber das Problem hatte sich wieder von alleine gelöst.
Ein starkes Indiz, dass ein anderes Problem vorliegt, wie eine schlechte Masseverbindung z.B.
Ob dadurch der Ausgang für die Anzeigelampe beschädigt wurde, lässt sich schlecht erraten. Ich denke, dass eine zulassungsfähige Elektronik solche Fehler aushalten muss.



Zitat :
So, wie ich das verstehe, soll ich einen 5KOhm Kohleschichtwiderstand ins Zündkabel hängen. Was soll das bringen, bzw. kann das funktionieren?
Das darf keine Rolle spielen.
Wenns dir Spass macht, kannst du ja mal nachmessen, ob bei dir der Widerstand im Stecker oder im Kabel ist. Die Widerstandskabel haben aber die Tendenz hochohmig zu werden, weil die Impulsströme die Grapitschicht nach und nach wegbrennen. Zündaussetzer, die immer schlimmer werden, zuerst/besonders bei Vollast, sind die Folge.

Oder du fragst ihn, wo bei deinem Diesel die Zündkabel sind.

P.S.:
Zitat :
soll ich einen 5KOhm Kohleschichtwiderstand
Keinen Kohleschichtwiderstand, denn der erleidet das gleiche Schicksal wie die Widerstandskabel!
Entweder Kohlemassewiderstände oder Drahtwiderstände.

Letztere sind wegen des feinen Drahtes relativ teuer, und das war wohl der Grund sie durch die fehleranfälligen Widerstandskabel zu ersetzen.



[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 11 Jun 2019  1:29 ]

BID = 1052911

Corradodriver

Schriftsteller



Beiträge: 826
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Ford Model A von 1930. Da gabs noch nicht sooo viel, was man stören konnte, um an eine Entstörung zu denken.


Zitat :
Was ist daran so abnorm?

Naja, in die Lampen passen mech. nur Leuchtmittel mit max. 10W.
Blinkgeber ist jetzt irgendwas drin, das mal aufgebörtelt wurde. Keine Ahnung, warum man da rein musste, oder ob der Blinkgeber "umgebaut" wurde. Jedenfalls war da einer dran. Blinken tut er jetzt schon recht schnell... mit Warnblinken eben noch schneller. Auf den Blinkgeber steht was von 6A. Somit bin ich beim Warnblinken rechnerisch schon drüber. 4 x 10W : 6V sond 6,7A. Auf Dauer nicht die Lösung.
Warnblinkanlage bin ich jetzt den ganz simplen Weg gegangen... Hab zwei Hochstrom-Schottky-Dioden aus der Grabbelkiste mit den Ausgängen des Blinklichtschalters verbunden. Die gemeins. Kathode (Pos. Ground) über nen Zugschalter am Eingang des Blinklichtschalters. Das ganze gut gekühlt aufs Blech geschraubt, funktioniert erstmal. Ist die Frage, ob die Schottkys jetzt ebenfalls den Störungen zum Opfer fallen...


Zitat :
Ich denke, dass eine zulassungsfähige Elektronik solche Fehler aushalten muss.

Da stimmen unsere Meinungen überein!


Zitat :
Oder du fragst ihn, wo bei deinem Diesel die Zündkabel sind.


Das ist das Dumme an der Sache. Ist zwar ein Benziner, aber Zündkabel im eigentlichen Sinne hat er so nur eines. Das von der Zündspule zu, Verteiler. Vom Verteiler zu den Kerzen laufen nur einfache Blechstreifen. Da is nix mit Graphit oder Widerstand.


Zitat :
Keinen Kohleschichtwiderstand, denn der erleidet das gleiche Schicksal wie die Widerstandskabel!
Entweder Kohlemassewiderstände oder Drahtwiderstände.

Ja gut, was da in dem "Suppressor" nun direkt drin ist, entzieht sich meiner Kenntniss. Mir wurde das Ding jedenfalls empfohlen, und ich habs mit geordert. Ich bin mir aber nicht sicher, obs was taugt?!

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MFG Andy

BID = 1052916

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Mir wurde das Ding jedenfalls empfohlen, und ich habs mit geordert. Ich bin mir aber nicht sicher, obs was taugt?!
Mit einem wirst du nicht weit kommen, denn es gehört an jede Kerze ein Widerstand.
Der Funke dort ist der eigentliche schnelle Hochspannungsschalter, der innerhalb von wenigen ns Ströme in der Größenordnung von 50A (kein Verschreiber!) bei etlichen kV schaltet.
Wenn dieser steile Stromimpuls erstmal auf unabgeschirmte Kabel kommt, wird er auch abgestrahlt.
Der Funke im Verteiler verursacht auch Störungen, aber weil dieser Schalter bei Normaldruck arbeitet und wohl auch die Funkenlänge geringer ist, sind dort Spannungen und Ströme geringer.

Im übrigen denke ich, dass der Vorwiderstand an den Zündkerzen die Verhältnisse am Blinkgeber nicht verbessert. Eher ist die Elektronik gegen die Spannungsschwankungen, die durch die Stromentnahme der Zündspule verursacht werden, empfindlich. Auf deutsch: Das Ding ist Schund.
Evtl. kann man da mit Drosseln und Elkos etwas machen. Kommt aber auf das Innenleben an.
Falls die Funktionsstörungen tatsächlich durch die Hochfrequenz des Funkens verursacht weden, würde ich lieber direkt am Blinkgeber keramische Kondensatoren, vielleicht 5..10nF, mit möglichst kurzen Beinen kreuz und quer auf die Anschlüsse löten.



Ganz falsch wird die Verwendung von Entstörmitteln aber nicht sein, denn du machst dir keine Freunde, wenn du den Nachbarn den Rundfunk- und Fernsehempfang verhagelst. Gut möglich, dass in der StVZO auch irgendwo auf das EmVG verwiesen wird, also Feldstärke-Grenzwerte festgeschrieben sind.


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