Simpler Testverstärker für NF mit EC92/EL84

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Simpler Testverstärker für NF mit EC92/EL84

    










BID = 1049044

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1521
Wohnort: Dresden
 

  


Hab mir nun endlich mal die Zeit genommen selber einen
Röhrenverstärker zu basteln.
Ziel ist ein DAU-Sicheres Teil.
Die gröbsten Hürden sind genommen. Jetz gehts ans optimieren.
Die Ausgangsleistung mit einem umgefriemelten (Luftspalt) EI54 als AÜ ist etwa 1 Watt. Im Vergleich mit einer TDA2030-Endstufe klingt das Teil
deutlich brillianter... bei gleichem subjektivem Schalldruck.
Der Bassbereich kommt deutlich besser, Mitten und Höhen sauberer.
Ein M74 Heitztrafo ohne Luftspalt macht etwa 1,5 Watt an der
alten RFT-BOX B9283. Zimmerlautstärke wird überschrittet.
Deutliche Klangunterschiede zum EI54 sind nicht warnehmbar (z.Z).
Jetzt kommen Fragen

Wie kritisch ist die Gleichstrombelastung eines Ausgangsübertragers ohne
Luftspalt?







[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kaira B am  9 Feb 2019 12:48 ]

BID = 1049112

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1521
Wohnort: Dresden

Die Vermutung ist das beim AÜ die 40mA Ruhestrom der EL84 den Trafo
magnetisieren und dies am Austeuerungssingnal fehlt.
Dami fehlt dann ebend Leistung...
Irgend etwas kommt aber meistens am Lautsprecher an.

Hoffendlich passende Ausgangsübertrager sind bestellt.
Hab trotzdem mal einen defekten EI54 umgewickelt. Die Primärwicklung war da hochohmig. Beim Abwickeln sah ich den abgerissenen Draht am Primärwicklungsanfang - Echter Wickelfehler bei der Produktion.

Der neu gewickelte AÜ hat ein Windungsverhältnis von 25:1 bei 2,7 Henry.
Der gleich Aufbau mit diesem AÜ bringt etwa 2,5 Watt... ganz schön laut.

Jetzt gehts ans Klirrfaktor optimieren.
Momentan sieht es so aus.







 

  








BID = 1049116

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Die Ausgangsleistung mit einem umgefriemelten (Luftspalt) EI54 als AÜ ist etwa 1 Watt
Etwas mickrig für eine EL84.

Zitat :
Im Vergleich mit einer TDA2030-Endstufe klingt das Teil
deutlich brillianter.
Das werden die Oberwellen sein.
Im Oszillogramm sieht man ja schon, dass da etwas anderes rauskommt als Sinus.
Zitat :
Der Bassbereich kommt deutlich besser,
Dann wirst du bei der TDA-Endstufe etwas falsch gemacht haben. Zu kleine Koppelkondensatoren vermutlich.


Zitat :
Beim Abwickeln sah ich den abgerissenen Draht am Primärwicklungsanfang - Echter Wickelfehler bei der Produktion.
Kam früher öfter vor. Schuld war das nicht entfernte Flußmittel vom Löten. Heute nennt man das geplante Obsoleszenz.



Zitat :
Der neu gewickelte AÜ hat ein Windungsverhältnis von 25:1 bei 2,7 Henry.
Macht 2,5kOhm aus 4 Ohm. Zu wenig für die EL84. Laut Kurzdaten möchte die 5..7kOhm sehen.
Lediglich beim Betrieb als Triode wären 3,5kOhm richtig. Dann kommen aber nur noch knapp 2W raus.


2,7H -vermutlich auch noch ohne Vormagnetisierung gemessen-, sind auch viel zu wenig.
Bei 50Hz, also noch lange kein Tiefbass, ergibt das einen Blindwiderstand von 850 Ohm, dem der transformierte Lastwiderstand parallel geschaltet ist.
Die Endröhre sieht also nur ca 800 Ohm und würde gerne mindestens das sechsfache sehen.


Zitat :
Wie kritisch ist die Gleichstrombelastung eines Ausgangsübertragers ohne
Luftspalt
o.L. geht für A-Endstufen eigentlich gar nicht. Wenn du mal die Leerlaufstromaufnahme des Trafos an 230V~ misst, und das mit 1,6 multiplizierst, weisst du, bei welchem Strom der Kern in die Sättigung geht, und ohne Luftspalt geschieht das recht plötzlich.


P.S.:
Warum baust du nicht eine Gegentaktendstufe mit 2x EL84?
Dann bis du das lästige Thema Vormagnetisierung los und es geht richtig gut, wenn du dich auf 8W Ausgangsleistung beschränkst.
ECC83 + 2x EL84 habe ich als Schüler schon gemacht (mit Si-Gleichrichter am Netz ) - und verkauft.

Netztrafos sind als Ausgangstrafos aber nicht gut geeignet, denn sie verschwenden viel Platz durch den zu dicken Draht der Primärwicklung. Dünnerer Draht und dafür mehr Windungen ist besser.
Einmal verschachteln (linke Primärwicklung, Sekundär, rechte Primärwicklung reicht.




[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 10 Feb 2019 23:54 ]

BID = 1049118

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1521
Wohnort: Dresden

Die 2,7H haben mir mein Messteil verraten.
Wie ich das mit Vormagnetisierung messen soll
=>Warum baust du nicht eine Gegentaktendstufe mit 2x EL84?<=
Wenn ich einen passenden AÜ finde wird auch das noch...

Keiner braucht wirklich solche "Eigenbauteile".
Aber: Wenn man es selber gemacht hat schätzt man den Aufwand anders ein.
Röhren sind sehr dankbare Bauteile
Allerdings gibt es eine Vielzahl von "Fallen" und "Anforderungen" die
erfüllt und vermieden werden müssen.
Die EL84 sollte 5,3 Watt Sprechleistng machen.
Mein TDA2030 macht 3,2 Watt Sinus.
Mit Min/Max-Messung habe ich Impulsleistung von 6,5 Watt bei der Röhre gemessen.
Das wird wohl der Grund des Klangunterschiedes sein.
Die Übersteuerung bei der Röhre ist auch nicht so wiederlich wie
beim TDA2030.
Die EM80 als Aussteuerungsanzeige ist superflink.
Das sieht schon schnucklich aus.

Ohne galvanische Trennung möchte ich die Röhre nicht nutzen.
Das Netzteil wird die nächste Hürde.

Wie hast Du das als damals ralisiert? Holzgehäuse ?

Jetzt warte ich erst mal auf die orginal AÜs.










[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kaira B am 11 Feb 2019  1:55 ]

BID = 1049120

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Wie hast Du das als damals ralisiert? Holzgehäuse ?
Darüber schweigt des Sängers Höflichkeit.
Es sah aber chic aus und war sehr kompakt.


Zitat :
Wie ich das mit Vormagnetisierung messen soll
Am besten gar nicht, denn die Induktivität ist ja jetzt schon viel zu gering.
Ansonsten kann man das leicht mit einem Transistor als modulierter Stromquelle machen. Wegen des relativ geringen Gleichstromwiderstands der Wicklung genügen bescheidene Spannungen.


Zitat :
Wenn man es selber gemacht hat schätzt man den Aufwand anders ein.
Später habe ich dann noch mit 4x PL81 einen 40W Nachbrenner für den schwachbrüstigen Gitarrenverstärker vom Heizer der Schule gemacht. Der bekam zur Isolation dann aber einen Eingangstrafo (kleiner Lautsprechertrafo rückwärts). Den Ausgangstrafo habe ich selbst gewickelt.
Dieser Nachbrenner verschwand dann in der "Box" eines riesigen elektrodynamischen Lautsprechers. Das Bereitstellen der Erregerleistung für diesen Lautsprecher war der eigentliche Grund den Verstärker zu bauen.
(Anodenspannung direkt aus dem Netz. Röhrenheizung mit Halbwellenbetrieb ebenfalls.)



P.S.:
Sieht aus, als ob der TDA im Dach der negativen Halbwelle schwingt.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 11 Feb 2019  3:21 ]

BID = 1049147

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1521
Wohnort: Dresden

https://www.ebay.de/itm/5x-Valvo-PL.....80084

=>P.S.:
Sieht aus, als ob der TDA im Dach der negativen Halbwelle schwingt. <=
So ist es. Einen sauberen Rechteck bekomm ich nicht hin. Ist die
positive Halbwelle, Oszi falsch angeklemmt. Wollte mit dem Bild das
Übersteuerungsverhalten dieses Aufbaus zeigen.

Heute habe ich den ersten AÜ von LOEWE opta "ATR 610" bekommen.
Die NF-Leistung ist etwas höher in meinem Testaufbau(2,56W an 4 Ohm).
Der Abfall bei den tiefen Frequenzen gleicht dem selbstgewickeltem AÜ.
Fragen gibt es mit der Anschlussbelegung des Trafos.
Muß mal nach dem Gerät suchen wo er geschlachtet wurde.

Nachholebedarf hab ich noch bei der Stromdichte für 0,09 CuL.
Das Grosse Radio-Bastelbuch gibt als I=2,55A Höchtsstrom 0,016A an.
Ich habe mal 230mA für ein paar Stunden angelegt
= Keine 25 Grad Erwärmung.

Bei meinem selbstgewickelten AÜ habe ich 0,21 CuL genommen.
Da passen ebend nur 2000 Wdg ins Fenser.
=>Dünnerer Draht und dafür mehr Windungen ist besser.<=
Dünner Draht ist einfach gesagt.





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