Schrittmotor mit nur 3 Anschlüssen?

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Schrittmotor mit nur 3 Anschlüssen?
Suche nach: schrittmotor (514)

    










BID = 1047770

Otiffany

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Ich suche eine Steuerung für einen Schrittmotor mit nur 3 Anschludrähten. Er soll über ein Poti in der Drehzahl regelbar sein. Außerdem umschaltbar in der Drehrichtung.

Das sollte sich doch mit einem 55er realisieren lassen. Die beiden Wicklungen haben jeweils 350 Ohm.
Leider gibt es kein Typenschild. Diese Motor sitzt auf einem Getriebe.

Gruß
Peter

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BID = 1047773

perl

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Zitat :

Das sollte sich doch mit einem 55er realisieren lassen
Ein einzelner 555 wird ein bischen wenig sein.

Halte mal ein Ohmmeter dran!
Entweder findest du bei allen Kombinationen den gleichen Widerstand, dann hast du im Prinzip einen Drehstrom-Synchronmotor und brauchst drei Gegentakt-Endstufen, die um 60° phasenverschoben angesteuert werden müssen,
oder
du findest 2 Mal R und einmal 2R.
Dann ist es ein "gewöhnlicher" Schrittmotor mit zwei Wicklungen, die einen gemeinsamen Anschluss haben und mit zwei um 90° versetzten Spannungen angesteuert werden.

Das Steuersignal für den ersten Fall erzeugt man am einfachsten mit einem Mikrocontroller, und im zweiten Fall reichen auch ca. zwei bis drei TTL oder CMOS-ICs.



Zitat :
Die beiden Wicklungen haben jeweils 350 Ohm.
Das klingt nach einer recht hohen Betriebsspannung.
Du kannst ja mal anhand der Motorgröße die thermische Belastung abschätzen und daraus den zulässigen Wicklungsstrom berechnen.
Daraus ergibt sich dann unmittelbar die für einen langsamen Betrieb erforderliche Versorgungspannung.
Wenn du schneller schreiten willst, brauchst du deutlich mehr Spannung, und dann verwendet man Strom begrenzende Endstufen.
Analoge (viel Verlustleistung) Konstantstromquellen kann mit entsprechend beschalteten Transistoren oder auch nur mit linearisierenden Widerständen (noch mehr Verlustwärme) bauen.
Kühler, aber auch viel komplizierter, geht es mit schnell schaltenden Endstufen, die zu Stromglättung die Induktivität der Motorspulen nutzen.


 

  








BID = 1047786

Otiffany

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Beiträge: 13527
Wohnort: 37081 Göttingen

Ich bin zuerst davon ausgegangen, daß es sich um einen Kondensatormotor handelt und habe ihn entsprechend mit einem kleinen Motorkondensator an meinem Regeltrenntrafo angeschlossen und langsam hochgeregelt. Es hat der Wicklung nicht geschadet und sie hat die 230V klaglos verkraftet, aber der Motor lief nicht.

Die Schaltung dürfte so aussehen:

Gruß
Peter




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BID = 1047790

perl

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Zitat :
Ich bin zuerst davon ausgegangen, daß es sich um einen Kondensatormotor handelt
Sehr gut möglich.
Die Kondensatoren für kleine Synchronmotore, die sich konstruktiv kaum von Schrittmotoren unterscheiden, liegen in der Gegend von 0,1..0,4µF.

Poste doch mal in Bild von dem guten Stück!
Am besten mit den ungefähren Abmessungen.

BID = 1047812

Otiffany

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Hier mal ein Bild von dem Motor.

Gruß
Peter




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BID = 1047820

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Ich bin zuerst davon ausgegangen, daß es sich um einen Kondensatormotor handelt und habe ihn entsprechend mit einem kleinen Motorkondensator an meinem Regeltrenntrafo angeschlossen und langsam hochgeregelt. Es hat der Wicklung nicht geschadet und sie hat die 230V klaglos verkraftet, aber der Motor lief nicht.

Die Schaltung dürfte so aussehen:


Leider fehlt hier die von dir vervollständigte Schaltung.
Wenn du die Wicklungen in Reihe gespeist hast, und eine davon mit dem Kondensator überbrückt, dann kann es sein, dass du die hochohmige Parallelresonanz erwischt hast, und deshalb kaum noch Strom geflossen ist.
Deshalb speist man bei solchen Stellmotörchen gewöhnlich eine Wicklung direkt und die andere über den Kondensator. Typisch sind 0,1µF bei dieser Parallelschaltung an 220V.
Dabei muss man aber aufpassen, dass wegen des möglichen Auftretens der niederohmigen Serienresonanz der Strom durch die vom Kondensator gespeiste Spule nicht zu gross und die Spannung am Kondensator nicht gefährlich hoch wird.
Falls die Spulen für doppelte Betriebsspannung hintereinander geschaltet werden, benötigt man die doppelte Kapazität, bekommt aber auch mehr Leistung.

Stellmotore vergleichbarer Größe haben eine Leistungsaufname von 3,5VA, was bei 220V 16mA bedeutet.

Bei Betrieb als Schrittmotor nehme ich einmal an, dass pro Wicklung höchstens 1W Verluste auftreten dürfen. Deshalb sollte der Spulenstrom I = 1 / Wurzel(350) = 50mA und ohne Strombegrenzung die Spannung 18V nicht überschreiten.
Mit dieser Spannung wirst du aber wohl nur 300 Schritte pro Sekunde, entsprechend 75Hz erreichen.


Leider steht in den Datenblättern nicht der Gleichstromwiderstand solcher Motore, und ich habe auf die Schnelle auch keinen zum Nachmessen gefunden.


Willst du diesen hoch untersetzten Schleichmotor wirklich als Stepper laufen lassen?


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