Wohnung / Haus Kindersicher machen im Bereich "Strom"

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Wohnung / Haus Kindersicher machen im Bereich "Strom"

    










BID = 1044299

Spawnie

Neu hier



Beiträge: 36
 

  


Hallo zusammen,

langsam aber sicher mache ich mir schon mal ein Plänchen, wie wir unsere Wohnung demnächst absichern werden, wenn unsere Kleine mobil wird.

Ich denke, dieses Forum ist ideal. Einerseits haben wir hier wirklich Profis und Kinder haben sicherlich auch genug von euch

1) Kindersichere Steckdosen
Wir haben recht viele Powerlineadapter / Zeitschaltuhren / Mehrfachsteckdosen die diese kleinen Plastikdeckelchen in beiden Polen haben.
Kann ich zu 100% davon ausgehen, dass ein Bauteil mit eben diesen Deckelchen IMMER kindersicher ist? Oder gibts sowas auch als "unwirksame Variante" beispielsweise Staubschutz? Wenn ja, wie würde ich denn dann rausfinden was echte Kindersicherungen sind und was nur "Blender"?
Würde euch persönlich das ausreichen oder würdet ihr hier doppelt sichern?

2) Belegte Steckdosen
Ich bin unschlüssig was belegte Dosen angeht.
Für einen Schutz spricht: Sicher ist sicher. Und ich denke, ein Kind kann früher einen Stecker ziehen, als dass es die Gefahren des Stroms vollkommen begreifen kann.

Gegen einen Schutz spricht: Die Pole sind verdeckt, man kommt nicht so ohne weiteres dran. Außerdem gibt es ja 2 Konzepte.
I) Diese Deckelchen die drinne bleiben, quasi die Deckelchen aus (1) zum nachrüsten.
II) Kappen die man einsetzt in leere Dosen und entnimmt wenn ein Gerät dran kommt.
(I) ist dauerhaft sicher, klar. Aber (II)... wenn dies ein akzeptabler Schutz ist, dann bin ich doch wieder am Anfang? Wenn das Kind den Stecker zieht, liegt die Dose frei. Würde (II) aber wirklich als akzeptabel gelten, könnte ich mit der Logik folgend auch bei (I) die Deckelchen auf besetzten Dosen sparen.
Ich hoffe das ist nicht zu verwirrend.

3) Schwer zugängliche Dosen
Ich würde die Dosen ausschließen und ohne Schutz belassen die nicht zugänglich sind, also hinter Möbeln - speziell die schweren Stücke und/oder an der Wand verschraubten Exemplare.
Aber auch schwer erreichbare Dosen würde ich eigentlich nicht absichern, außer sie sind z.B. im Kinderzimmer wo die Kleine auch mal eine Weile ohne Aufsicht sein wird, irgendwann.
Im Detail, Dosen an Lichtschaltern würde ich natürlich absichern, die sind für mich nicht "schwer zugänglich". Aber eine Dose an der Wand der Küchenarbeitsplatte schon, denn hier muss die Kleine ja schon eine gewisse Größe haben und wenn das mal soweit ist, dann kann sie auch mit Strom umgehen? Oder macht ihr generell alles sicher, falls die Kleinen mal mit Hilfsmitteln unbeaufsichtigt auf die Arbeitsplatte hoch kommen?

BID = 1044301

Rafikus

Inventar

Beiträge: 3221


Zitat :
Oder macht ihr generell alles sicher, falls die Kleinen mal mit Hilfsmitteln unbeaufsichtigt auf die Arbeitsplatte hoch kommen?

Meine Kinder sind groß geworden, ohne dass ich in auch nur einer Steckdose eine sogenannte Kindersicherung eingebaut habe.
Ein metallischer Gegenstand, welches in ein Loch der Steckdose passen würde, hat mehr wegen der Verletzungsmöglichkeit an sich nichts in Kinderhänden zu suchen. Wir konnten den Kindern früh genug erklären, dass man in die Steckdosen nur Stecker rein steckt und das auch nur, wenn ein Gerät erlaubterweise gebraucht wird.
Aber vieles liegt wohl an den Kindern an sich. Jedes Elternteil kennt seine Sprößlinge und ahnt, was man denen zutrauen kann.

Ich erinnere mich als ich einen Halter für unsere Küchenmesser gemacht habe. Die Messerklingen hängen dort frei in der Luft. Es gab nie einen Unfall mit unseren Kindern. Es war jedoch interessant zu hören, als eine Bekannte entsetzt sagte "das könnte ich mir bei meinen Kindern nie erlauben". Entweder war das so eine übermotivierte mit krankhaftem Beschützerinstinkt, oder ihre Kinder waren tatsächlich so, dass man denen nichts vernünftig erklären kann.

Um jetzt vielleicht noch was zum eigentlichen Thema zu schreiben:
vergiss die "Kindersicherungen" zum einkleben in die normalen Steckdosen. Das ist Mist und viele Stecker halten dabei nicht vernünftig in der Dose.

Rafikus

 

  








BID = 1044303

Spawnie

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Beiträge: 36

Was taugt denn dann was an Sicherungen?

BID = 1044305

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7296
Wohnort: Wien

Die zum Einkleben sind ganz schlecht, vor allem weil dann der Stecker nicht mehr ganz gesteckt werden kann -> Brandgefahr bei starken Geräten wie Heizlüfter, Staubsauger etc. Am wirksamsten dürften die sein die man nur mit Schlüssel entfernen kann, dafür geht in vielen Haushalten der Schlüssel dauernd verloren. Dicht dahinter sind die fix in der Steckdose verbauten, die erfordern gleichmäßigen Druck in beiden Kontaktlöchern.

Bin aber (als Kind mit drei kleineren Brüdern aufgewachsen) geneigt, Rafikus zuzustimmen - die meisten Kinder lassen da sehr vernünftig mit sich reden. Umgekehrt, das "richtige" Kind überlistet jede noch so raffinierte Sicherung. Ein kleiner Verwandter meiner Ex hat es geschafft, irgendwie eine Schere in eine britische Steckdose zu kriegen, da muss man erst was ins oberste Loch stopfen und DANN noch einen zweiten Gegenstand ins spannungsführende Loch (links oder rechts). Also das ist schon ziemlich raffiniert...

_________________
"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 1044311

Spawnie

Neu hier



Beiträge: 36

Fix in der Steckdose verbaut, das würde ja heißen: Austausch der Steckdosen?

Der Einsatz den man drinne lassen kann (Bissi drehen beim Einstecken) wackelt, so wie ich euch verstehe.

Also blieben die Teile zum rausnehmen, die mit dem Schlüssel, als denkbare Option?

BID = 1044317

Rafikus

Inventar

Beiträge: 3221


Zitat :
Kann ich zu 100% davon ausgehen, dass ein Bauteil mit eben diesen Deckelchen IMMER kindersicher ist? Oder gibts sowas auch als "unwirksame Variante"

Der Beitrag von @Trumbaschl beantwortet es so trefflich.

Hast Du denn schon eine gute Säge und einen Hobel gekauft?
Immerhin müssen doch die ganzen, scharfen Kanten an den Möbeln entschärft werden.
Was ist mit der Besteckschublade? Willst Du da ein Vorhängeschloss anbringen?
Finger können in einer Tür gequetscht werden, soll man da alle Türen ausbauen?

Sicher kannst Du alle Steckdosen in deiner Eigentumswohnung austauschen lassen, aber ist das wirklich sinnvoll? Ist damit die Wohnung sicher?

Wenn es Dich beruhigt, dann baue solche Teile ein, aber übersehe dann nicht all die anderen Gefahrenquellen.

Und gegen Dummheit ist leider kein Kraut gewachsen, selbst wenn die Reinigungsmittel gut gegen Kinderzugriff versteckt sind, kommen die kleinen auf die dumme Idee, dass es doch soo "cool" ist Reinigunsmittelpods im Mund zerplatzen zu lassen.

Rafikus

BID = 1044326

Onra

Schreibmaschine



Beiträge: 2267

Du hast aber keine Bedenken, deinen Nachwuchs der gefährlichen Strahlung der Powerlineadapter auszusetzen?

Onra

BID = 1044327

Elektro Freak

Inventar



Beiträge: 3086
Wohnort: Mainfranken

Ah. Ein Helikoptervater.

Meine Methode wäre:
Kurbelinduktor auspacken, einmal anfassen lassen und sagen "so fühlt sich Strom an". Etwas rabiat, aber das ist die Lektion fürs Leben

Im Ernst: Früher gab es sowas nicht und noch viel schlimmere Dinge, trotzdem sind nicht abnormal viele Kinder im Vergleich zu heute gestorben... Gehirn einschalten ist die Devise.

_________________

BID = 1044328

Bubu83

Schreibmaschine



Beiträge: 2461
Wohnort: Allgäu

Normale Kindersicherungen sollten völlig ausreichend sein. Ich hab bei mir welche zum Einklipsen, aber nicht wegen unserer Kindern sondern wegen potenziellen Gäste-Kindern. Meine Kinder wissen genau dass Steckdosen gefährlich sein können.
Unsere zwei Großen (4 und 5 Jahre alt) wissen ganz genau, dass man mit Steckdosen nicht spielt. Der Kleine (1 Jahr) lernt das gerade. Mit 2-3 Jahren sollten Kinder wissen, dass sie an Steckdosen nichts verloren haben. Inzwischen dürfen die Großen ihren CD-Player selbst ein- und ausstecken, weil wir wissen, dass wir uns drauf verlassen können dass sie damit verantwortungsvoll umgehen.
Trotz drei Kindern haben wir übrigens keinen einzigen Schrank und auch keine Schublade im ganzen Haus abgesperrt (Ausnahme mein Chemie-Schrank im Keller). Wir konnten das super erziehungstechnisch lösen. Ich finde es ist auch keine Lösung den Kindern alles aus dem Weg zu räumen. Kinder müssen auch lernen mit gegebenen Dingen vernünftig umzugehen. Und das funktioniert prima.

Ein Fehler, den ich bei vielen Eltern oft sehe: Papa kommt müde vom Arbeiten heim und sitzt am Sofa. Kind geht an die Steckdose und spielt. Papa ruft: "Ben, lass das. Steckdosen sind nichts für dich". Ben spielt weiter, Papa mault noch bisschen am Sofa bleibt aber sitzen.
Es hätte sich gelohnt, wenn Papa aufgestanden wäre und das Kind von der Steckdose weggenommen hätte und ihm deutlich gemacht hätte, dass das falsch war. So hat Ben keine Konsequenz bekommen.
Wenn du nicht aufstehen kannst, schau einfach weg und sag nichts. Das ist besser wie was zu sagen aber dann keine Taten folgen zu lassen

Übrigens, unser Großer hat mit 3 1/2 Jahren Geld von Oma bekommen. Er wollte dafür unbedingt eine Klappsäge kaufen. Und ich war total froh, dass er sich mal ein sinnvolles "Spielzeug" ausgesucht hat, keinen Plastikscheiß der nach zwei Jahren in die Mülltonne wandert. An der Säge der in vielen, vielen Jahren sicher immer noch Freude. Wir haben die Säge gekauft und immer wenn ich dabei war, hat der die haben dürfen. Die restliche Zeit hab ich die verwahrt. Wir waren viele Sonntage am Illerufer und haben "Biber-Bäume" gesucht und zersägt. Ein einziges Mal hat er sich damit etwas verletzt, mit einem Streifen Pflaster war das schnell "behoben". Inzwischen lasse ich ihn auch alleine im Garten sägen. Und er sägt gern und viel. Am meisten freut er sich wenn er nach Weihnachten sämtliche Christbäume aus der Nachbarschaft zum Zersägen bekommt. Das ist für den noch mehr wert wie die ganzen Weihnachtsgeschenke Danach machen wir aus dem Holz natürlich auch ein Lagerfeuer.
Im Frühjahr, zum 5. Geburtstag hat er von mir ein Taschenmesser bekommen. Am Anfang hat er nur unter Aufsicht damit schnitzen dürfen. Inzwischen darf er auch alleine im Garten damit schnitzen, weil wir wissen, er macht das sehr verantwortungsvoll und hält sich an die Regeln (z.B. wenn andere Kinder in seiner Nähe sind wird das Messer zusammengeklappt, immer vom Körper wegschnitzen usw.).

Was ich damit sagen will, Eltern sollten sich nicht zu sehr verrückt machen. Unsere Kinder haben wir immer klettern lassen, wenn wir das Gefühl hatten dass sie es können. Der Kleine mit 1 1/4 steht manchmal freihändig auf dem Schaukelstuhl - aber er beherrscht das und hat das voll im Griff. Wir kennen ein Kind in unserem Freundeskreis, das durfte nicht mal auf deinen Stuhl klettern. Mit dem Ergebnis, dass er motorisch deutlich weniger weit entwickelt ist.
Für mich gibts zwei wichtige Punkte in der Erziehung: Gemeinsame Zeiten mit den Kindern verbringen und ihnen etwas zutrauen, und Vertrauen gewähren. Ich will die Kinder nicht immer in Watte packen, ich will sie auf ihre Leben vorbereiten und ich will, dass sie lernen Verantwortung zu übernehmen.

Mit meinem 5-Jährigen fahre ich manchmal mit den Fahrrädern abends quer durch Immenstadt zum Alpsee. Von uns aus sind das hin- und zurück insgesamt 21 km. Da gehört krass viel Vertrauen dazu, mit ihm so weite Strecken mit dem Fahrrad und durch die Stadt zu fahren. Aber er kann das, hört aufs Wort und macht das richtig gut. Und das geht nur, weil wir ihm das zutrauen und ihm vertrauen dass er auf uns hört.

Ich wünsche dir viel schöne Zeit mit deiner Tochter und dass du krass viel Vertrauen zu deiner Tochter aufbauen kannst.

Schönes Wochenende
Bubu


BID = 1044355

Onra

Schreibmaschine



Beiträge: 2267


Zitat :
Elektro Freak hat am 13 Okt 2018 00:41 geschrieben :

Ah. Ein Helikoptervater.


Justiere mal deinen Ironiedetektor, bevor du ungetrübt von jeglicher Sach- und Personenkenntnis Kommentare abgibst.

Onra


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