Geräteart : Bildröhren Monitor
Defekt : Gerätesicherung brennt durch
Hersteller : Schneider/Amstrad
Gerätetyp : CTM640
Kenntnis : minimale Kenntnisse (Ohmsches Gesetz)
Messgeräte : Multimeter, Oszilloskop
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Hallo allerseits.
Weihnachten gräbt ja man mal gerne alte Dinge aus. Ich hab das mit meinem ca. 30 Jahre alten Schneider CPC464 gemacht. Der dazugehörige, spezielle Monitor namens CTM640 versorgt den Computer auch gleich mit Strom (5V DC).
Nach kurzem, erfolgreichem Betrieb hat sich allerdings der besagte Monitor mit einem hörbaren "Patsch" verabschiedet.
Elektronische Grundkenntnisse sind vorhanden, Löterfahrung auch - also hab ich den Kasten mal aufgeschraubt, um nach dem rechten zu sehen.
Es waren keine Auffälligkeiten zu sehen, zu dem Zeitpunkt war die eingebaute Feinsicherung noch intakt (mit Durchgangsprüfer). Es waren keine aufgeblähten oder ausgelaufenen Elkos zu sehen, auch sonst war nichts verbranntes sichtbar.
An diese Stelle möchte ich kurz erwähnen, dass ich mir darüber im Klaren bin, dass ich hier Netzspannung und teilweise auch mit Hochspannung zu tun habe. Ich habe leider keinen Trenntrafo, passe aber deshalb auf wie ein Schießhund.
Jetzt, da ich mich mal wieder daran gemacht habe, den Fehler zu finden, habe ich mir einen Schaltplan besorgt (siehe Anhang) und mich mal mit dem DMM auf die Suche gemacht. Ich habe laut Schaltplan auf der Primärseite des Schaltnetzteiles mal versucht die angegebenen Spannungen zu messen - da war aber schon nichts da.
Den ersten Fehler, den ich so gefunden und behoben habe, war R501 (Leistungswiderstand mit 5,6 Ohm) ohne Durchgang - also wohl durchgebrannt, obwohl daran nichts zu sehen war. Den habe ich durch einen entsprechenden Ersatz ausgetauscht und (vielleicht etwas zu sehr) optimistisch einen Einschaltversuch unternommen.
Das hat dann dazu geführt, dass die Gerätesicherung (2A T) durchgebrannt ist.
Seit diesem Punkt weiß ich nicht so recht, wie ich den Fehler weiter verfolgen kann. Ich habe mal alle Elkos im eingebauten Zustand auf Durchgang geprüft. Anscheinend ist keiner kurzgeschlossen. C505 ergab mir zwar einen Durchgang, nachdem ich ihn ausgelötet und separat überprüft habe, hat er sich als intakt erweisen (kein Kurzschluss und die Kapazitätsmessung im DMM hat den Nennwert ergeben). Der Durchgang an den Lötaugen von C505 ist nach wie vor da.
Dann habe ich die Dioden überprüft. In ausgelötetem Zustand hat sich Z-Diode D507 als durchgängig in beiden Richtungen erwiesen.
Die ist also auf jeden Fall mal kaputt. Dummerweise kann ich anhand der Typenbezeichnung (RD 3.6FB1)
online keinen Ersatz finden.
Anscheinend hat sich seit Anfang der 80er die Art der Typenbezeichnungen geändert.
Kann mir da jemand weiterhelfen? Evtl. in alten Katalogen die Daten finden?
Die Bezeichnung lässt ja zumindest mal auf eine Zener-Spannung von 3,6V schließen. Kann ich evtl. eine Alternative mit nur diesem einen, identischen Wert verwenden? Nach einer Hochleistungsdiode sieht sie ja schon mal nicht aus (siehe Foto).
D505 ist ja identisch und zumindest nicht komplett durchlässig. Kann man deren Werte irgendwie ausmessen?
Würde mich freuen, wenn ich das alte Schmuckstück retten könnte. Jedenfalls damals war es ja zumindest noch auf Reparierbarkeit ausgelegt.
Vielen Dank schon mal!
Grüße aus Nürnberg,
Christopher