J-Fets prüfen

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Autor
J-Fets prüfen

    










BID = 1040580

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach
 

  



Zitat :
noch eine Frage um zum Thema J-Fets- lassen die sich einfach
durch einen Transistor ersetzen?
Das "T" in "FET" steht für Transistor.
Durch was willst du es ersetzen?

Mal sehen, was ich da noch so im Schmuckkästchen hätte:
MOSFET in diversen Macharten
HBJT und GaAs-FET
UJT und PUT
COMFET meist aber IGBT genannt
RET
Photo Transistoren, Darlington Transistoren und natürlich gewöhnliche bipolare pnp und npn Transistoren in Germanium, Silizium, GaAs, SiGe.

Kann sein, dass ich was vergessen habe. aber die fallen mir gerade so ein, wenn ich den Blick über die Schubladen schweifen lasse.

BID = 1040583

68Andy

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Beiträge: 254
Wohnort: 72764 Reutlingen

Als ob ich es geahnt hätte....

An einen bipolaren Transistor dache ich, oder geht ein Mosfet?

Interessiert mich , falls mir mal so ein J-Fet kaputtgeht und keiner zur Hand ist.

Ich vermute nun aber stark, dass wenn ein J-Fet verbaut ist, wieder ein J-Fet rein muss.

Gruß

 

  








BID = 1040585

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Ich vermute nun aber stark, dass wenn ein J-Fet verbaut ist, wieder ein J-Fet rein muss.
Das könnte man so sagen.

Hinzu kommt, dass JFETs stets vom selbstleitenden Typ sind, während die meisten MOSFETs, die allein elektrisch eine gewisse Ähnlichkeit besitzen, in der Mehrzahl selbstsperrend sind.
Es gibt zwar auch ein paar selbstleitende MOSFETs, aber die ähneln von den Daten und vom Aufbau her eher Leistungstransistoren, und kommen daher als Ersatz für die kleinen JFETs kaum in Frage.


BID = 1040587

68Andy

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Beiträge: 254
Wohnort: 72764 Reutlingen

Oke, wird bei mir abgespeichert.

Besten Dank!

MfG

Andy

BID = 1041657

nabruxas

Monitorspezialist



Beiträge: 7579
Wohnort: Alpenrepublik

...und?
Funktioniert Dein Finger?

_________________
0815 - Mit der Lizenz zum Löten!

BID = 1041686

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1511
Wohnort: Dresden

Eigentlich ist fast alles gesagt...
Zum echten Problem bei den Teilen wird es beim Verwendungszweck.
Leider streuen die Dinger herstellungsbedingt.
Selbst wenn diese am Komponententester spielen ist nicht garantiert
ob sie in der Schaltung genügen.
Für Nutzung in Kondensatormikros ist das Rauschen der Knackpunkt.
Das der gewählte Strom durch das Teil da auch noch bein Rauschen mitmischt macht die Sache nicht gerade einfacher.
In meinen steinalten Gefell-Teilen in denen sorgfältig ausgesuchte KP303 werkelten haben 2SK30 ein Quentchen besserung gebracht...
Waren damals unerreichbar NSW.
Allerdings war das subjektive Beurteilen der Qualität zeitaufwendig
und echt nervenaufreibend, über den Zeitaufwand schweig ich mal.
Irgendwann sagtman dann: Genügt und PASST.
Hab dann einfach das "Rauschsingnal" aufgenommen und verglichen...
Das die "Fetsigen" fast leistungslos hochohmig angesteurt werden,
Transen aber ohne Basisstrom nicht werkeln erübrigt eine Frage nach der
Austauschbarkeit.
J-Fets sind der (FAST!)ideale Röhrenersatz.
Vom Volumen und Leistngsbedarf auf jeden Fall...
Vom subjektivem "Klangverhalten" ... Ansichtssache.
LCR-T4 ist ein guter Tipp. Was anderes wird in dem etwa ein dutzend
mal so teurem Atlas-Teil auch nicht verbaut sein.
Hab zwar schon etwas ähnliches, allerdings macht es keine "Bilderchen"

Germanium mag mein Teil auch nicht so richtig...
Ist allerdings dem Komponententester am Oszi wie ein bissel überlegen.
Passende Anschlussadapter zwingend ervorderlich.



[ Diese Nachricht wurde geändert von: Kaira B am  7 Aug 2018  1:26 ]

BID = 1041725

68Andy

Stammposter



Beiträge: 254
Wohnort: 72764 Reutlingen

Finger funktioniert

BID = 1042204

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1511
Wohnort: Dresden

...



BID = 1042270

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
Dann kauf dir den Chinamann LCR-T4 tester.
7 Euros für die nackte bestückte Platine oder knapp 10 mit passendem Acrylglasgehäuse.
Durch diesen Thread angeregt habe ich mir auch mal solch ein Spielzeug zugelegt und bin über die Ergebnisse sehr geteilter Ansicht.
Als LCR Tester halbwegs brauchbar, vor allem für herumliegende SMD-Kondensatoren, die ja regelmäßig nicht gestempelt sind.
Für kleine Induktivitäten, wie sie für VHF-Schwingkreise und ZF-Filter verwendet werden, ist das Teil erwartungsgemäß ungeeignet.
Wahrscheinlich kann man damit aber ganz gut Kleinleistungstransistoren, sowie JFETs paaren.

Ich habe den Messungen von Kaira B mal einige hinzugefügt:

BF245A Philips (3 Exemplare)
0,97mA 0,68V
0,75mA 0,53V
0,73mA 0,51V

3,1mA 0,51V andersrum 1,5mA 1,0V (BF245A Teledyne im TO-106)

BF245B Philips (3 Exemplare)
2,1mA 1,5V
2,1mA 1,5V
2,3mA 1,6V


BF245C Siliconix (3 Exemplare)
4,5mA 3,1V
3,0mA 2,1V
4,2mA 2,9V

Leider ist nicht ersichtlich, wie diese Messwerte zustande kommen.
Weder entsprechen sie den im Datenblatt genannten Werten für I_DS_S und -UP, oder UGS für 200µA, noch kann man sie leicht aus den Kennlinien des Datenblatts entnehmen.
Zur Charakterisierung der FETs also nicht geeignet. *)

Interessanter Weise ist mir von irgendwo ein unbenutzter BF245A von Teledyne zugelaufen, der völlig aus der Reihe tanzt. Er ist nicht symmetrisch, sondern zeigt je nach Orientierung die o.g. Werte.
Ausserdem kommt er im TO-106 Gehäuse (weisser Keramikkörper + schwarze Kunstharzkappe) daher.


Ausserdem habe ich mal einige der rauscharmen und sehr steilen JFETs 2SK369-BL eingespannt, die fälschlich als npn mit hFE=3,20M Uf=260mV identifiziert werden (3 Exemplare, gleiche Werte).
Der Test mit Ohmmeter und Finger funktioniert natürlich zuverlässig.
Wenn man den Transistor nur mit zwei Beinen einspannt und das Gate frei lässt, identifiziert diese Messapparatur diesen Transistor, je nach der am Gate verbliebener Restladung, als nichtexistent, als Widerstand von 32 Ohm, als 35 pF Kondensator, oder als antiserielle Anordnung von zwei Dioden mit unterschiedlicher Flussspannung.
Wobei mir schleierhaft ist, wie man überhaupt die Flußspannung von antiseriellen Dioden messen kann.

Besonders für Anfänger ist das Gerät zur Identifiziung von Transistoren also nur sehr bedingt geeignet.


Ich habe bisher keine Bedienungsanleitung oder einen Schaltplan des Geräts gesehen.
Evtl. kann mal jemand hier einen erntsprechenden Link posten.

So etwas braucht man um zu beurteilen, ob man ein Bauteil überhaupt damit untersuchen darf.
Ich schätze nämlich, dass das Gerät einen HF-Transistor mit einem zulässigem Basisstrom von 1mA mühelos umbringt.

Ausserdem ist mir die Displaybeleuchtung zu hell. Ich würde gerne den Vorwiderstand erhöhen, damit die 9V-Batterie länger hält. Weiß zufällig jemand, wo auf der Platine der steckt?


*) P.S.: Interessant ist, dass die U und I Werte für alle gemessenen "echten" BF245 einen recht konstanten Wert von ca. 700 Ohm ergeben. Evtl. steckt da ein Geometriefaktor des Die dahinter.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 21 Aug 2018  1:56 ]

BID = 1042271

J_B

Gesprächig



Beiträge: 189
Wohnort: Karlsruhe

Dieser Schaltplan soll wohl auch für die aktuellen Versionen Gültigkeit besitzen, auch wenn es wohl immer wieder mal kleine Änderungen geben soll...

BID = 1042412

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

@J_B: Danke!
Meine Platine sieht auch so aus.


Mittlerweile fange ich an zu glauben, dass das Gerät gar nicht die Eigenschaften der angeschlossenen JFET misst, sondern irgend einen internen Widerstand des Testers bei verschiedenen Spannungen.
Hier nochmal die obigen Meßwerte mit den zugehörigen U/I-Werten:

BF245A Philips (3 Exemplare)
0,97mA 0,68V = 701 Ω
0,75mA 0,53V = 707 Ω
0,73mA 0,51V = 699 Ω

3,1mA 0,51V andersrum 1,5mA 1,0V (seltsamer BF245A Teledyne im TO-106) 165 Ω und 667 Ω

BF245B Philips (3 Exemplare)
2,1mA 1,5V = 714 Ω
2,1mA 1,5V = 714 Ω
2,3mA 1,6V = 696 Ω


BF245C Siliconix (3 Exemplare)
4,5mA 3,1V = 689 Ω
3,0mA 2,1V = 700 Ω
4,2mA 2,9V = 690 Ω


Einige weitere Transistoren von anderen Herstellern ergaben folgende Werte:

3,9mA 2,7V BF244A (NS) 692 Ω
3,7mA 2,6V BF244C (NSC) 703 Ω
3,6mA 2,5V BF246A (Motorola) 694 Ω
5,1mA 3,6V BF247B (Texas) 706 Ω
BF244 und BF247 unterscheiden sich in der Praxis ja deutlich, aber dennoch erscheinen immer wieder jene mysteriösen 700 Ohm mit weniger als +/- 2% Abweichung.

Selbst ein 2N4392 von Motorola zeigt mit 2,3mA und 1,6V einn Wert von 696 Ω.
Ein zweiter 2N4392 von Motorola ergibt mit 4,1mA und 2,9V ebenfalls 707 Ω.

An P-JFETs habe ich momentan nur J175 von Fairchild zur Hand, und da liefern drei Repräsentanten
1,9mA 1,3V = 684 Ω
2,2mA 1,5V = 682 Ω
2,2mA 1,6V = 727 Ω
Wenn man bedenkt, dass dies völlig andere Transistoren sind, und wohl auch eine andere Meßschaltung verwendet wird, liegen auch diese Werte verdächtig nahe an den magischen 700 Ohm.

Ich habe noch keine schlüssige Erklärung für diese Beobachtung.

BID = 1042490

Kaira B

Schreibmaschine



Beiträge: 1511
Wohnort: Dresden

@perl Durch diesen Thread angeregt habe ich mir auch mal solch ein Spielzeug zugelegt ...
Und ich dachte mir: Nimm zwei.
Nun habe ich drei solche Teile;
Es sind TESTER !
Heute gespielt mit DALE von 0R4 bis 33M erstaunlich brauchbar.
50M geht nicht mehr..
0,02mH bis 20H na ja, plus 33% bei 20H (mit R-Anzeige).
<20µH geht nicht.
30pF bis 220µF (plus ESR) mit Vloss 1,2% kann ich nichts anfangen.
<20pF geht nicht.
ABER dasiss auch nicht richtig wichtig fürn TESTER.

Ideal ist die BE-Belegung 1/2/3 in der Anzeige...

Deutliches DANKE an J_B für den LINK zum mikrocontroller.net
Allerdings brauche ich da noch ewig um mich da durchzuschlabbern.

Das Gerät braucht etwa 13mA für 30 Sekunden...
S/D etwa 5mA.

Chinamann gibt echt zu denken...

Bedienungsanleitung wäre nicht nachteilig, aber ohne gehts auch.








BID = 1042532

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach


Zitat :
<20pF geht nicht.
Dazu gibts den Tipp einen etwas größeren Kondensator, z.B. 50pF, in die Fassung zu stecken und die Veränderung zu messen, die sich durch die Parallelschaltung des Kleinen ergibt.

Habe das gerade mit 27pF + 2,7pF exerziert: Anzeigen 28pF und 30pF
An dem Quantisierungsfehler von +/- 1 Digit kommt man ja nicht vorbei.

15p allein gehen auch bei mir nicht, aber jene 27p + 15p geben Anzeigen 28 und 43.
Mehr kann man bei dem Preis nicht wollen.


Bei Induktivitäten wird das Verfahren wegen der Leitungsinduktivität bei der Reihenschaltung wohl nicht so gut funktionieren


P.S.:
Zitat :
0,02mH bis 20H na ja, plus 33% bei 20H (mit R-Anzeige).

Das kann aber trotzdem stimmen.
Bei manchen Drosseln ist die Induktivität beim Nennstrom angegeben und fällt daher bei dem geringen Meßstrom höher aus.
Ich habe hier einige 100mH Drosseln von Neosid mit Luftspalt. Etwas kleiner als ein Zuckerwürfel.
Drossel 1 471,4 Ohm 105,3 mH
Drossel 2 445,5 Ohm 105,4 mH
Parallel 229,7 Ohm 52,7 mH
Die Widerstandswerte ändern sich bei mehrfachen Messungen merklich. Evtl. liegt das an der Temperaturänderung durchs Anfassen.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: perl am 27 Aug 2018  2:34 ]


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