brauche mal Nachhilfe über Induktionsgesetze beim Magnetzünder

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brauche mal Nachhilfe über Induktionsgesetze beim Magnetzünder
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Kleinspannung

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Bin grad dabei,mein S51 wieder verkehrs und verkaufstauglich zu machen.
Nun waren die ja lange mit 6V unterwegs,erst die späten Exemplare aus Suhl gabs mit 12V.
Allerdings hatte ich meins schon seinerzeit irgendwie "umgebaut"
Soll natürlich auch kein Rückbau auf 6V werden...
Und jetzt kommen wir zu den "Lichtspulen".
Gibt ja sowohl 6V/35W als auch 12V/35W käuflich zu erwerben.
Nur erschließt sich mir der Grund und der Unterschied grad nicht(mehr).
Zumindest rein optisch seh ich nix,genau messen konnt ich allerdings auch noch nicht.
Aber ist das der Spule in dem Fall nicht egal was dranhängt?
Bei 12V muss sie nur den halben Strom liefern,womit die Leistung wieder die selbe wäre,oder nicht?
Zumindest bei meinem damaligen Umbau hats auch mit den 6V Spulen funktioniert.
Allerdings musste man seinerzeit ja nicht ständig mit Licht fahren.
Nun sollte das aber aich in dem Fall gesetzeskonform funktionieren
Und ich hab festgestellt,das ich damals den Masseanschluss der Spulen abgelötet,zweipolig ausgeführt und auf einen selbstgemurksten Brückengleichrichter gelegt hab.
Aber keine Ahnung mehr,welcher Gedankengang vor 30 Jahren zu diesem Konstrukt geführt hat.
Ne Vollenwellengleichrichtung ist ja effektiver hab ich mal gelernt,aber bringt das in dem Fall und nur bei Glühobst auch was??
Im Endeffekt möchte ich aber eigentlich nur wissen,ob ich jetzt extra super duper 12V Spulen kaufen muß,oder was die Induktionsgesetze so dazu sagen.
Nach sonderlich mehr Windungen bzw.erkennbar dünnerem Draht sah es nicht aus.



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Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
(Albert Einstein)

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perl

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Zitat :
Und jetzt kommen wir zu den "Lichtspulen".
Gibt ja sowohl 6V/35W als auch 12V/35W käuflich zu erwerben.
Nur erschließt sich mir der Grund und der Unterschied grad nicht(mehr).
Vielleicht hat man auf 12V umgestellt, weil die 6V Lampen am Aussterben waren.


Zitat :
Aber ist das der Spule in dem Fall nicht egal was dranhängt?
Bei 12V muss sie nur den halben Strom liefern,womit die Leistung wieder die selbe wäre,oder nicht?
Besser gesagt: Sie "müsste", aber tut sie das auch?
Die 6V Spule wird schon etwas dickeren Draht und weniger Windungen haben.

Die Lampe soll ja bei unterschiedlichen Drehzahlen eine einigermaßen konstante Leistung bekommen.
Aus diesem Grund sind solche Generatoren mit einer sehr weichen Kennlinie ausgelegt, haben also eine hohe Leerlaufspannung und arbeiten tendenziell als Konstantstromquellen fast im Kurzschluß.

An diesem Punkt kommen die "Induktionsgesetze" ins Spiel:
Die induzierte Spannung (und die Frequenz) ist proportional zur Drehzahl, aber der induktive Widerstand der Wicklung ist proportional zur Frequenz.
Auf diese Weise steigt mit zunehmender Drehzahl die induzierte Spannung, aber der mit der Frequenz zunehmende (Blind-)Innenwiderstand des Generators, sorgt dafür, dass sich die Spannung an der Last nicht ändert.
Damit das richtig schön funktioniert, werden die Spulen auf die Belastung abgestimmt sein.

Wie gesagt sind die Leerlaufspannungen solcher Generatoren recht hoch, und da ich sehe ein Problem, wenn du die 6V-Spule mit 12V Lampen verwendest:
Bei sehr niedriger Drehzahl (z.B. Leerlauf) wird Spannung zu niedrig für dei 12V-Lampe ausfallen, und bei höherer Drehzahl besteht paradoxer Weise die Gefahr, dass die 12V-Lampe durchbrennt, weil der 6V-Generator niederohmiger ist.

Du kannst ja spaßeshalber mal Leerlaufspannung und Kurzschlußstrom des Generators bei verschiedenen Drehzahlen messen, und anhand der sich ergebenden Kennlinie schauen, wo du mit der 12V-Elektrifizierung landest.
Korrekter Weise sollte man auch noch Kennlinienpunkte mit Widerstandslast *) messen, denn wegen der Phasenverschiebung von Strom und Spannung durch die Induktivität wird die Lastkennlinie keine simple Gerade durch die Punkte I=0 und U=0 sein.


*) Am einfachsten mit der beabsichtigten 12V-Beleuchtung als Last.
Das ist auch endlich mal eine Aufgabe, wo sich der Einsatz der bei vielen Bastlern vorhandenen TrueRMS-Geräten lohnt.




 

  








BID = 1036525

rasender roland

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Zitat :
perl hat am 31 Mär 2018 05:43 geschrieben :

...Auf diese Weise steigt mit zunehmender Drehzahl die induzierte Spannung, aber der mit der Frequenz zunehmende (Blind-)Innenwiderstand des Generators, sorgt dafür, dass sich die Spannung an der Last nicht ändert.

... und bei höherer Drehzahl besteht paradoxer Weise die Gefahr, dass die 12V-Lampe durchbrennt, weil der 6V-Generator niederohmiger ist.


widerspricht sich das nicht?

Hierzu fällt mir eine Story aus meiner naiven Jugend ein.
Ein Kumpel hatte mal ne Schwalbe bei der die 18 Watt Lichtspule defekt(Windungsschluß)war. Habe dann von einer alten Grundplatte die 18 Wattspule implantiert.
Die neue alte Spule hatte nur an den Enden jeweils 2 Winkel mit angenietet. Wahrscheinlich um die Fläche für den Magnet zu vergrössern. Mechanisch passte die Spule so jedenfalls nicht. Also habe ich von der neueren def. Spule den Draht abgewickelt und den Draht der alten heilen Spule auf den Kern der defekten Spule gewickelt.
Wider Erwarten hat es funktioniert und beide Drähte hatten die gleiche Länge und Querschnitt. Bis auf die 4 kleinen Blechwinkel haben die Kerne auch die gleichen Abmessungen gehabt.
Am Ende ist aber immer die 6V/18 Watt Stoplichtbirne durchgebrannt. Selbst eine 12V Birne hielt nur etwas länger. Eine 24V/18W Birne war dann am Ende ok.

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mfg
Rasender Roland

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perl

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Zitat :
widerspricht sich das nicht?
Deshalb schrieb ich ja "paradoxer Weise".
Dass die Spannung des 6V-Generators ausreicht um 12V-Lampen durchzubrennen, wenn nicht genug Strom fliesst, hast du ja selbst festgestellt.

Das Problem bei der Verwendung einer 24V-Lampe dürfte sein, dass die bei weitem nicht genug Spannung bekommt, wenn der Generator bereits durch den Hauptscheinwerfer belastet ist.

Ein Akku und/oder eine elektronische Regelung sind schon etwas Feines.
Vielleicht hatte Kleinspannung so etwas im Sinn, als er den Gleichrichter einbaute.


BID = 1036542

rasender roland

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Zitat :
perl hat am 31 Mär 2018 19:48 geschrieben :

Das Problem bei der Verwendung einer 24V-Lampe dürfte sein, dass die bei weitem nicht genug Spannung bekommt, wenn der Generator bereits durch den Hauptscheinwerfer belastet ist.

Der Scheinwerfer hat da seine eigene Spule.
Die 18 Watt Spule versorgt nur das Stoplicht und die Ladeanlage für den Bleiakku.

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mfg
Rasender Roland

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Kleinspannung

Urgestein



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Zitat :

perl schrieb am 2018-03-31 19:48

Ein Akku und/oder eine elektronische Regelung sind schon etwas Feines.
Vielleicht hatte Kleinspannung so etwas im Sinn, als er den Gleichrichter einbaute.

Vermutlich hat er das.
Deshalb ja auch die Frage in nem anderen Fred wegen Überspannungsschutzdioden
Die Nummer mit der Ladeanlage hab ich zumindest unter "Laborbedingung" schon im Griff.Früher gab es ja entweder ständig leere,oder weichgekochte Akkus.
Das wollte ich ein für allemal aus der Welt schaffen.
Klar könnte ich jetzt auch auf ELBA oder die neumodisch VAPE umrüsten,aber das steigert nur die Kosten,nicht den Nutzen und nicht den evtl. Verkaufspreis.
Und verkaufen will und werde ich das Teil.
Ich bin die letzten 30 Jahre nicht gefahren,und werde das bis zu meinem ableben wohl auch nicht mehr.
Ausserdem sind die Dinger relativ begehrt,weil man damit laut ABE und Einigungsvertrag mit Mopedschein 60 fahren darf und nicht wie mit den neumodischen Gehhilfen mit gestressten 45 im Weg rumsteht.
Und Kosten hab ich schon genug,denn wie jeder weis,ist nach 30 Jahren Standzeit alles was mit Nachnamen Gummi,Dichtung oder Simmerring heißt meist ein Fall für >
Und nun die ernsthafte Frage,weil bei Induktion und ihren Gesetzen muss ich in der Schule wohl gefehlt haben...
Macht das jetzt für die Leistungsbilanz einen Unterschied,ob ich das Glühobst mit "einphasiger" Wechselspannung (wie Standart) betreibe,oder ob ich da nen Brückengleichrichter (ohne nachfolgende Regelung) reinmurkse?

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(Albert Einstein)

BID = 1036573

perl

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Zitat :
Macht das jetzt für die Leistungsbilanz einen Unterschied,ob ich das Glühobst mit "einphasiger" Wechselspannung (wie Standart) betreibe,oder ob ich da nen Brückengleichrichter (ohne nachfolgende Regelung) reinmurkse?
Der Glühlampe ists egal, und der Generator merkt davon kaum etwas, ausser dass er 1,5V mehr liefern muss, bis der gleicher Strom wie ohne Gleichrichter fliesst.

BID = 1036578

unlock

Schriftsteller

Beiträge: 659
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Hallo kleinspannung,
möglicherweise würden genauere Daten von Mopif und Ankerplatte helfen.
Da gab es einige Ausführungen mit verschiedenen Verschaltungen!
Siehe: Schaltpläne Simson

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One Flash and you're Ash !

BID = 1037870

+racer+

Gelegenheitsposter



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@ Kleinspannung

Kennst mich,hab NULL Ahnung, repariere NIX ,ich tausche
-Reparaturen machen andere Jungs a la Meister Verlöter,Mr.Ed, Meister Perl, Blacklight usw., weisse bescheid

Ich hatte mal son Ding,Super
Reifen aufgepumpt und getankt

Warum läßt du die nicht original?
was soll an 6 Volt nicht funktionieren, es funktioniert , glöv mir dat
-mit aller Wahrscheinlichkeit haste die Kontakt ( gesteuerte) Zündung, und? , ist der Unterbrecher verschlissen machst den einfach neu ( nach 10000-15000 km) , Kondensator vielleicht auch, und nach EMP bleibst mobil , die _ spielen momentan mit dem Feuer, wollen aber keine Politik machen

Ärger hatte ich mal mit dem Startvergaser ( Chokekolben ist unten gummiert), der war undicht, gelaufen ist dat Ding nur viiiiiel zu fett.
Hatte die Schwalbe , da sind Doppelbrücken an der Klemmbox, aufpassen
Die Ladeanlage hat ne ( Zenerdiode ???, ohne Gewähr) ,oder irgend son Bauteil - begrenzt die Spannung nur in eine Richtung
Ansonsten super Moppedchen und legal mit 60 km/h
Der Kettenkasten ist geil- gut für Kette, nur man sieht die Kettenspannung nicht,aufpassen
Und wenn dunkel ist fährst einfach mit klarem Visier

Mach dich net verrückt ,weisse bescheid


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