Verkalkung Elektroboiler bei einphasigem vs dreiphasigen Anschluss

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Verkalkung Elektroboiler bei einphasigem vs dreiphasigen Anschluss

    










BID = 1027409

schwarzwaldelch

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Hallo liebes Forum,

ich möchte meinen alten 50l Elektroboiler gegen einen neuen mit gleicher Größe auswechseln.
Der alte war einphasig (also 230V) angeschlossen.
Lohnt es sich, für den neuen einen Drehstromanschluss zu legen, um eine geringere Verkalkung der Heizstäbe zu haben?
Meine Überlegung: Bei 400V verteilt sich die Leisung ja auf mehr Heizstäbe, so dass alles in allem weniger Kalk als bei einem einphasigen Anschluss entstehen sollte.
Dass bei einem dreiphasigen Anschluss der Boiler schneller aufheizt, ist mir bekannt, auch dass das Netz gleichmäßiger belastet wird. Das ist hier aber nicht der Punkt. Es geht mir bei dieser Frage nur um den Kalk.
Vielen Dank für alle hilfreichen Antworten.

Klaus

BID = 1027586

schwarzwaldelch

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Aufgrund der vielen Antworten stelle ich meine Frage anders:
Weiß jemand, ob das Gerät für jede Phase einen eigenen Heizstab hat oder ob die Heizdrähte aller Phasen durch einen gemeinsamen Stab gehen?
Falls letztere der Fall ist, müsste die Kalkbildung unabhängig von der Anschlussart sein - im anderen Fall nicht, oder...???


Grüße
Klaus

 

  








BID = 1027598

FennEck

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In der Regel haben Drehstromboiler drei einzelne Heizstäbe, Wechselstromboiler der gleiche Leistung bei einigen Herstellern allerdings auch, die sind dann nur parallel geschaltet.
Ob die Oberfläche im Verhältnis zu Heizleistung größer oder kleiner ist, hängt davon ab, was für Heizstäbe der Hersteller verbaut, da gibt's mehr alls nur ein Typ.
Von daher ist die Kalkbildung unabhängig von der Anschlussart.


Zitat :
Dass bei einem dreiphasigen Anschluss der Boiler schneller aufheizt, ist mir bekannt,


Bei gleicher Leistung gibt's da keinen Unterschied.

BID = 1027604

schwarzwaldelch

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Naja - schneller geht das sicher schon, denn bei dreiphasigem Anschluss stehen laut Beschreibung bis zu 6KW zur Verfügung, bei einphasigem Anschluss sind es nur 1 bzw 2KW.

Wenn die Leistung bei einphasigem Anschluss über einen von drei Heizstäben abgegeben wird, d.h. die beiden anderen Stäbe bleiben kalt wird dieser Heizstab sicherlich mehr oder weniger schnell verkalken und die anderen beiden bleiben sauber.

Wenn sich alle Heizungen im gleichen Stab befinden passiert das nicht, da dann immer die gleiche Oberfläche erwärmt wird - je nach Anschluss mal mehr und dafür kürzer bzw. weniger und dafür länger.

Gruß
Klaus

BID = 1027610

FennEck

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Zitat :
Naja - schneller geht das sicher schon, denn bei dreiphasigem Anschluss stehen laut Beschreibung bis zu 6KW zur Verfügung, bei einphasigem Anschluss sind es nur 1 bzw 2KW.

Ich dachte, du wolltest ein Gerät von z.B. 230V 1L 3kW gegen ein 400V 3L 3kW tauschen.
Das du einen 6Kw Boiler bisher nur mit 1/3 seiner Leistung betrieben hast und dir beim 3-Leiteranschluss dann entsprechend die bisher nicht genutzten 4kW zur Verfügung stehen,dass ging für mich aus deinen Postings bisher nicht direkt hervor.


Zitat :
Wenn die Leistung bei einphasigem Anschluss über einen von drei Heizstäben abgegeben wird, d.h. die beiden anderen Stäbe bleiben kalt wird dieser Heizstab sicherlich mehr oder weniger schnell verkalken und die anderen beiden bleiben sauber.

Richtig, aber was nützen die sauberen Stäbe, wenn sie das Wasser nicht erhitzen? Du müsstet also Regelmäßig auf einen andern Stab umklemmen (/lassen) um eine gleichmäßige Abnutzung/Verdreckung zu erzielen.
Oder du folgst deiner Überlegung, und legst einen Drehstromanschluss, dann macht das dein EVU 50 mal pro Sekunde für dich, und deine Heizstäbe verkalken schön synchron.

Unter diesen Erkenntnissen: Die Verkalkung verteilt sich beim Betrieb aller Heizstäbe gleichmäßiger, die Gesamtkalkmenge/Zeiteinheit wird in etwa die gleiche bleiben; allerdings hast du dadurch zwischen den Reinigungs- bzw. Gerätetauschintervallen fast die dreifache Zeit.

BID = 1027621

schwarzwaldelch

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Zitat :
Ich dachte, du wolltest ein Gerät von z.B. 230V 1L 3kW gegen ein 400V 3L 3kW tauschen.
Das du einen 6Kw Boiler bisher nur mit 1/3 seiner Leistung betrieben hast und dir beim 3-Leiteranschluss dann entsprechend die bisher nicht genutzten 4kW zur Verfügung stehen,dass ging für mich aus deinen Postings bisher nicht direkt hervor.


Sorry wenn ich mich anfangs unklar ausgedrückt habe
Beide Boiler (der alte wie der neue) können sowohl mit einer wie auch mit 3 Phasen angeschlossen werden.


Zitat :
Richtig, aber was nützen die sauberen Stäbe, wenn sie das Wasser nicht erhitzen? Du müsstet also Regelmäßig auf einen andern Stab umklemmen (/lassen) um eine gleichmäßige Abnutzung/Verdreckung zu erzielen.
Oder du folgst deiner Überlegung, und legst einen Drehstromanschluss, dann macht das dein EVU 50 mal pro Sekunde für dich, und deine Heizstäbe verkalken schön synchron.

Unter diesen Erkenntnissen: Die Verkalkung verteilt sich beim Betrieb aller Heizstäbe gleichmäßiger, die Gesamtkalkmenge/Zeiteinheit wird in etwa die gleiche bleiben; allerdings hast du dadurch zwischen den Reinigungs- bzw. Gerätetauschintervallen fast die dreifache Zeit.


Genau das war auch meine Überlegung.
Wenn aber alle Heizdrähte in einem gemeinsamen Rohr wären (was ich nicht weiss) wäre es wieder egal. Das war eigentlich der Ausgangspunkt meiner Frage.
Das Aufheizen mit 230V wäre dann zwar langsamer, aber immer noch schnell genug für mich und ich könnte mir das Verlegen eines neuen Kabels sparen...

Gruß
Klaus

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der mit den kurzen Armen

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Das Abscheiden von Kesselstein ist eine Funktion der Konzentration , der Temperatur und der Zeit. Deshalb scheidet sich Kesselstein auch an kalten Oberflächen ab. Es bringt also rein gar nichts nur einen Heizstab zu verwenden. Das Aufheizen dauert länger und der Kalk scheidet sich bevorzugt an dem heißen Heizer ab. Werden alle 3 Heizer benutzt ist der Aufheizvorgang kürzer und der Kalk scheidet sich an allen 3 Heizern ab. Damit wird über die Zeit auch die Schichtdicke (und die ist schädlich) an den 3 Heizern geringer sein, als bei nur einem Heizer.
Kesselstein ist ein schlechter Wärmeleiter. Bei 6 kW kommst du um einen Anschluss an Drehstrom nicht herum.

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Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst, dass von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!

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schwarzwaldelch

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Zitat :
der mit den kurzen Armen hat am  4 Okt 2017 07:05 geschrieben :

Das Abscheiden von Kesselstein ist eine Funktion der Konzentration , der Temperatur und der Zeit. Deshalb scheidet sich Kesselstein auch an kalten Oberflächen ab. Es bringt also rein gar nichts nur einen Heizstab zu verwenden. Das Aufheizen dauert länger und der Kalk scheidet sich bevorzugt an dem heißen Heizer ab. Werden alle 3 Heizer benutzt ist der Aufheizvorgang kürzer und der Kalk scheidet sich an allen 3 Heizern ab. Damit wird über die Zeit auch die Schichtdicke (und die ist schädlich) an den 3 Heizern geringer sein, als bei nur einem Heizer.
Kesselstein ist ein schlechter Wärmeleiter. Bei 6 kW kommst du um einen Anschluss an Drehstrom nicht herum.


Es bringt mir, dass ich kein neues Kabel ziehen muss und das ist viel.
6kW brauche ich nicht, da ich bis jetzt auch mit 2kW gut klar gekommen bin.
Und wenn alle Heizdrähte sich im gleichen Stab befinden sollten (was ich wissen wollte), sollte dieser bei einphasigem Anschluss auch nicht schneller verkalken, als bei dreiphasigem. Das Aufheizen geht dann halt schneller, aber die Energie ist die gleiche.

Aber das habe ich in meinen vorausgegangenen Beiträgen eigentlich schon alles geschrieben...

Trotzdem danke

Gruß
Klaus

BID = 1027652

FennEck

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Ein Drehstromheizstab ist mir bisher weder untergekommen, noch finde ich einen Hersteller für sowas; auch dürfte das schwieriger zu produzieren sein als drei Einzelne zusammenschweißen.


Zitat :
Bei 6 kW kommst du um einen Anschluss an Drehstrom nicht herum.

Gut, auf die Idee das Teil mit 6kW an einen Außenleiter zu hängen hätte man Aufgrund meines Postes kommen können, nächstes mal also mit Verweis auf Punkt 10.2.3 der TAB

BID = 1027655

der mit den kurzen Armen

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Du wirst staunen da sind bei 6 kW 3*2kW Heizstäbe vorhanden und die werden bei Drehstrom im Stern verschaltet! Und bei Anschluss an 230V dürfen max 2 parallel betrieben werden! Die Grenze liegt übrigens bei 4,5kW !

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[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am  4 Okt 2017 19:41 ]

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schwarzwaldelch

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Hallo nochmal,

der neue Boiler ist inzwischen (seit einer Woche) in Betrieb. Es ist ein 30l Gerät (STIEBEL ELTRON SHZ 30 LCD) geworden. Das reicht für unsere Bedürfnisse und durch den nun 3-phasigen Anschluss ist bei größerer Entnahme auch wieder schnell nachgeheizt. Wir sind sehr zufrieden damit.
Durch einen Fehlkauf habe ich hier noch einen Heizflansch und die Elektronik von einem SHZ 50 LCD. Kann mir jemand sagen, ob ich die Elektronik so wie sie ist im Falle eines Defektes auch für meinen 30l Boiler verwenden kann? Der Heizflansch ist identisch, das weiß ich.
Oder geht das nicht bzw. muss da etwas vorher umgestellt werden?

Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten,

Klaus

BID = 1035661

schwarzwaldelch

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Also inzwischen weiß ich, dass die Elektronik bei allen Boilern der SHZ-Serie gleich ist.
Bleibt noch die Frage, ob bei einer Elektronik aus einem 50L Boiler etwas anders eingestellt werden muss, wenn sie in einen 30L Boiler eingebaut wird. Kann jemand etwas dazu sagen?

Danke und Gruß
Klaus


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