Alte Leuchtstofflampenleuchte T10 ohne EVG, VVG oder KVG

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Alte Leuchtstofflampenleuchte T10 ohne EVG, VVG oder KVG
Suche nach: t10 (40) evg (1039) vvg (131) kvg (248)

    










BID = 918470

Bunkerspirit

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Hallo miteinander,

habe heute bei einem Kunden eine ältere Wannenleuchte mit 4x40Watt Leuchtstofflampen (die dicken) vorgefunden. Das seltsame war, daß keinerlei Vorschaltgerät(e) verbaut waren. Die Leuchte wurde auch nicht verbastelt, sondern war Original schon so "komisch".

Von Klemme L1 wurde über zwei Glühlampen in Reihe und einem Widerstand (rechts und links an Porzelanlüsterklemme mit Keramikkörper) zum Heizwendel verklemmt. Am anderen Ende des Heizwendels ging es über einen Starter (bis 65W) auf die Heizwendel gegenüber. Am anderen Anschluß noch der N und fertig ist die Zauberschaltung.
Also wie eine normale Schaltung nur ohne Vorschaltgerät und mit Glühlampen.

Leider stand auf den Glühlampen keine Leistungsangabe, von der Helligkeit würde ich auf 40-60W tippen, in anbedacht an die Reihenschaltung müssten es ja dann 100W Typen sein. Es waren welche in 220V Ausführung mit Bajonett Fassung.

Bei meiner Ankunft funktionierte nur noch eine Leuchtstofflampe, die anderen 3 waren schon ausgebaut. Mit einer 36W T8 Leuchtstofflampe funktioniert die Schaltung nicht. (die Glühlampen blinken bloß, ohne Zündung)

Auch waren an den restlichen 3 "Plätzen" zwei 40W Glühlampen in Reihe geschaltet, da funktionierte die T10 Röhre Lampe auch nicht. Mit den zwei oben genannten 100W(?) Glühlampen jedoch schon.


Gerade fällt mir noch ein, am N für die linken zwei Lampen war noch was in Reihe geschaltet, evt. ein kleiner Kondensator (im Bild oben Mitte)

Sowas ist mir in meinem 20 Jahren Berufsausübung Kundendienst und Sanierung noch nicht untergekommen.
Es war wohl mal eine "Schnellstarterleuchte", die der Kunde eigentlich behalten möchte. Aber eine Umrüstung auf VVG wäre Wirtschaftlich daneben.



BID = 918473

der mit den kurzen Armen

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Beiträge: 17325

 

  

Deine Glühlampen + der R sind das Vorschaltgerät und begrenzen den Strom durch die Gasendladungsröhre. Ohne Vorwiderstand gibt es einen Knall , wenn die Röhre einmal gezündet hat. Das VVG ist auch nur ein induktiver Vorwiderstand. Bei den Leuchtmitteln tippe ich eher auf 110 V Typen die ursprünglich verbaut waren und wegen Mangel durch höhere Wattagen ersetzt wurden. Unklar ist mir nur wie die Spannungserhöhung funktionieren soll damit die Röhren zünden. (RC-Glied ????)
Evl funktioniert das mit Leuchtstoffröhren für Kühlhäuser und Zündstreifen! Deren Zündspannung liegt niedriger als bei den modernen Sparfunzeln.

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BID = 918480

Bunkerspirit

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Beiträge: 393
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Danke für die Rückmeldung.
Das mit der Zündspannung ist mir auch noch nicht klar, woher die kommen soll. Lampe mit Zündstreifen, hab ich auch noch nie in der Hand gehabt, müsste doch sichtbar sein, oder?
Ich ärger mich gerade darüber, daß ich mir die einzellnen Teile nicht so genau angeschaut habe , werde ich wohl nochmal genauer schauen müssen. Vielleicht finde ich im Lager noch ein paar alte 40W Leuchtstoffampen

BID = 918483

perl

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Beiträge: 11110,1
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Zitat :
Lampe mit Zündstreifen, hab ich auch noch nie in der Hand gehabt, müsste doch sichtbar sein, oder?
Nein, kleinere Lampen zünden auch so. Bei größeren wird die Zündung allein schon durch das nahe Metall des Leuchtengehäuses und die Vorheizung begünstigt.

BID = 918484

der mit den kurzen Armen

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Beiträge: 17325

http://www.lampen-raum.de/catalogse.....eifen
Edit: Für Straßenbeleuchtung und Kühlräume gibt es diese, siehe Link 65 W und 40 W Typen RS oder es werden Zündstrümpfe aufgezogen.


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[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 21 Feb 2014 20:30 ]

BID = 918491

perl

Ehrenmitglied



Beiträge: 11110,1
Wohnort: Rheinbach

In der verlinkten Beschreibung steht :
Zitat :
Spannung 110.00 V

Mit 109,99 V bleibt es dunkel und bei 110.01 V explodiert die Lampe, oder wie soll man das verstehen?

BID = 918492

der mit den kurzen Armen

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Beiträge: 17325

Das ist die Brennspannung bei normalen Röhren liegt diese meist höher.
Edit: hier mal ein Datenblatt zu dieser Art Röhren
http://www.google.de/url?sa=t&r.....d=rja


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[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 21 Feb 2014 20:56 ]

[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 21 Feb 2014 20:58 ]

BID = 918494

Elektro Freak

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Ich sehe 2 Sockel für Starter, auf der anderen Seite ist bestimmt der Sockel (bestückt) für die Lampe die Leuchtet, einfach mal schauen

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BID = 918495

Rafikus

Inventar

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Die Aufgabe der Zündstreifen dürften hier die aufgespannten Drähte erfüllen. Oder sind das etwa nur nichtleitende Schnüre?

Rafikus

BID = 918514

Oertgen

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Ich vermute, es ist eine Leuchtstofflampe, die auch an Gleichspannung betrieben werden soll, zB. an einer 220V=-Notlichtanlage (Sicherheitsbeleuchtung zB. in Kaufhäusern, Tiefgaragen etc.)

BID = 918521

Bunkerspirit

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Wow, hat sich ja einiges getan hier.

@der mit den kurzen Armen. Danke für den link. Habe die funktioniernde Leuchtstofflampe in der Hand gehabt, so ein Streifen ist mir nicht aufgefallen.

@ Elektro Freak. Ja 4 Lampen 4 Starter. Zur Fehlersuche/Schaltungsanalye hab ich nur ein Starter und eine Leuchtstofflampe eingesetzt.

@Rafikus. Diese Spanndrähte könnten durchaus was mit der Funktion zu tun haben. Ich dachte zuerst ist irgendwie ein Sicherungsseil, weil der Kunde irgendwas von einer OP-Leuchte gesagt hat. Wie wird denn so ein Zündstreifen angeschlossen? Einfach nur am Gehäusemit dem Schutzleiter?

@Oertgen: Ob die Leuchte jetzt auch für Gleichspannung ausgelegt ist, kann ich nicht beurteilen. Der Montageort ist seit 3 Jahrzehnten ein Keller, ganz ohne Notstromversorgung.


Ihr habt mir auf alle Fälle mal weitergeholfen. Wenn ich das jetzt richtig interpretiere, dann kann die Leuchte nur mit den T12 (mit T10 lag ich wohl daneben) Lampen funktionieren, mit Zündstreifen, wenn diese "Schnüre" nicht diesen Zündstreifen darstellen. Falls die "Schnüre" der Zündstreifen darstellt, muss diese nur paralell zur Leuchtstofflampe verlaufen, oder um diese herumgewickelt werden?


BID = 918524

der mit den kurzen Armen

Urgestein



Beiträge: 17325

Dieser Zündstreifen sollte so nah wie möglich an der Röhre anliegen. Das Drahtseil übernimmt diese Funktion und ist normal an PE angeschlossen oder sogar gar nicht angeschlossen.
Bei den Schnellstartröhren ist der Quecksilberanteil höher und der Streifen eben schon auf der Röhre. Wie gesagt diese Röhren gab es auch mit einem Drahtgeflecht das über die Röhre geschoben wurde. Ob in der Leuchte evl auch ein Spannungsvervielfacher (Delon) verbaut ist um die Zündspannung zu erreichen entzieht sich meinem Wissen.

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BID = 918531

Mr.Ed

Moderator



Beiträge: 35181
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Zitat :
Falls die "Schnüre" der Zündstreifen darstellt, muss diese nur paralell zur Leuchtstofflampe verlaufen, oder um diese herumgewickelt werden?

Aufgrund der Spannfeder vermute ich mal, daß diese Leitung um die Lampe gelegt werden soll. Sonst wäre die ja unnütz.



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BID = 918617

Trumbaschl

Inventar



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Glühlampen 110 V 60 W und 230 V 100 W dürften sich vom Widerstand recht ähnlich sein, das nützen die Wiener Linien seit sicher 20 Jahren für die Reihenschaltung der Beleuchtung in ihren alten Straßenbahnwagen. Dort gibt es auch Gleichstromlampen mit Zündstreifen.

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BID = 918753

Bunkerspirit

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Beiträge: 393
Wohnort: Nähe Ulm

So, war heute nochmals vor Ort. Im Gepäck 4 Stück 40W Leuchtstofflampen T12. Also die "Wäscheleine" ist tatsächlich ein Zünddraht. Paralell von einer Fassung zur gegenüberliegenden, dann zur Seite, an der nächsten Leuchstaofflampe entlang, und über einen Kondensator (Aufdruck 6800/ 1000- ) am Neutralleiter angeklemmt.

So die 230V/40W Glühlampen hatte der Kunde noch von einem anderen Gerät übrig und halt in diese Leuchte eingesetzt, weil sie so schön passen. Der Tipp mit den 110V Leuchtmitteln war sehr gut. Mit einer, testweise eingesetzten 100W/230V E27 AGL leuchtete auch die 2. Leuchtstofflampe.

Leider ist keinerlei Spannungs- oder Leistungsangabe auf den Originalen Glühlampen erkennbar. Wird dann mal mit 2 Stück 100W/110V probiert, kann aber etwas dauern.



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