Hallo zusammen,
ich benötige einmal wieder eure Hilfe. Mein einziges Messgerät ist ein Benning Duspol Digital LC, meine Kenntnisse sind relativ beschränkt.
Ich bin momentan dabei mein 230V/400V MAG Schweißgerät (ISKRA MIG 210L) auf Schützsteuerung und auf einen zusätzlichen Steuertrafo für den Drahtvorschub umzurüsten. In der Originalausführung ist der Schweißtrafo am Stufenschalter S2 dauerhaft angeschlossen, lediglich eine Ader wird über die Platine gesteuert (T1 im Schaltplan, Kennzeichnung RS2 auf der Platine, Flachstecker neben den beiden Thyristoren mit den Kühlkörpern links). Die Spannung für den Vorschubmotor wurde am Gleichrichter abgegriffen.
Nun habe ich leider das Problem, dass die Platine nach dem Umbau offenbar durch einen kurzzeitig falsch angeschlossenen Steuertrafo (Anschlüsse 0V, 230V und 400V waren gleichzeitig belegt, wobei an 400V keine Spannung, sondern durch S1 in der 230V Stellung nur der Neutralleiter durchgeschaltet wurde) und zudem eine versehentliche Verpolung der Anschlüsse an den beiden kleinen Kondensatoren auf dem Steuertrafo Schaden genommen hat. Kurzzeitig wurden min. 33V verpolt an den Pins 9 und 14 auf der Platine eingespeist. Durch Fehlanschluss des Trafos vermutlich mehr. Dieser fing aber sofort an zu knistern und zu rauchen, sodass ich schnell reagieren konnte.
Nach Änderung der Belegung bzw. entfernen des N an der 400V Klemme, liefert dieser einwandfreie 24VAC, bzw. an den kleinen Kondensatoren liegen nach dem AEG Brückengleichrichter 33VDC an.
Bei Betätigung des Brennertasters tut sich rein gar nichts.
T1 soll zur Steuerung des Schützes, welches S2 und damit letztlich den Trafo mit Strom versorgt, verwendet werden. Leider messe ich an T1 gegenüber N ohne Last eine bei der Messung ansteigende Spannung von ~180 bis maximal 230V. Messe ich die Spannung zwischen T1 und N mit der Duspol Lastzuschaltung, erhalte ich 110V. Schließe ich T1 und N an die Schützsteuerspule an, messe ich nur noch 13,8V.
Tatsächlich müsste ich spätestens mit der Lastzuschaltung 0V messen und bei Betätigung des Brennertasters 230V.
Auffällig ist auch, dass das Magnetventil dauerhaft 15,4V ausgesetzt ist, unabhängig davon, ob der Brennertaster betätigt wird oder nicht.
Hier einmal die gemessenen Spannungen, die auf der Platine an den Pins 1-15 (zu denen die lilafarbenen Kabel an der Steckerleiste K1 führen, oben rechts) messbar sind, wobei lediglich Ph,N,L1 (Flachstecker mit dünnem braunen und dickerem, schwarzen Kabel) und T1 (am Schütz) richtig angeschlossen waren:
U T1,N: 13,8V
U 1,2: 15,7V (Steuerung Magnetventil)
U 2,3: -
U 3,4: 28,4V (Steuerung Brennertaster)
U 4,5: Durchgang
U 5,6: Durchgang (Potentiometer Punktschweißzeit)
U 6,7: -
U 7,8: Durchgang (Anschluss Motor Drahtvorschub)
U 8,9: Durchgang
U 9,10: -
U 10,11: 4,8V \
U 11,12: Durchgang (Pin 10,11,12: Potentiometer Drahtvorschub)
U 10,12: - /
U 12,13: 26,3V
U 13,14: 28,3V
U 14,15: 30,3V
Pin 15 ist durch kein Kabel mit irgendetwas verbunden.
Leider (

) sind auf der Platine keine Schmorstellen vorhanden, wäre ja auch zu einfach gewesen. Lediglich 1-2 Dioden sehen etwas blass aus, aber das war offenbar auch schon vorher so.
Ich freue mich über jede Hilfe und bemühe mich eure Fragen so genau ich es kann zu beantworten. Eine Anschaffung eines Multimeters wird jetzt wohl unumgänglich sein.
Leicht verzweifelte Grüße,
Phil