Fragen zur Elektroinstallation eines 3 Familienhauses?

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Autor
Fragen zur Elektroinstallation eines 3 Familienhauses?
Suche nach: elektroinstallation (1723)

    







BID = 820195

Slick

Gerade angekommen


Beiträge: 10
Wohnort: Vettelschoß
 

  



Zitat :
der mit den kurzen Armen hat am 11 Mär 2012 21:02 geschrieben :

Die 16mm² ist bis 80 A zugelassen. Die Tab fordert das die Hauptleitung zu den Wohnungen bis 63 A ausgelegt ist. So rechnen wir mal DLH mit 18 kW*3 sind 78 A je Außenleiter. Deine Zuleitung vom Dachständer zum Hak dürfte bestenfalls 4*16mm² Cu sein. Verlegeart B1, 3 belastete Adern, 16mm² CU bei 30 Grad 68 A >> 63 A Absicherung. Bei Verlegeart A in wärmegedämmter Wand hast du mit 50 A Recht. Wenn du Jede Wohnung mit einem 18 kW DLH ausrüstest wirst du wenigstens 80 A besser 100A im Hak brauchen. Für die Leitung vom Zähler zur WohnungsUV brauchst du schon allein 5*16mm² Cu. Das bedeutet bei 3 Wohneinheiten vom Dachständer zum Hak und zur NSHV >> 25 mm²CU ( 0,5 % Spannungsfall). Neue Din VDE fordert für alle laienbedienbare Steckdosen bis 32 A 30mA FI. Bei einem HauptFI ist die Verfügbarkeit der Anlage eben nicht gegeben. Die Ausrede kein Platz in der WohnungsUV zählt nicht, es gibt auch 3 und 4 reihige Verteiler. Das eben auf Grund der höheren Forderung ein Einreihiger (12 TE) bzw ein Zweireihiger (24TE) Verteiler zu eng wird ist klar.
2* 4polige Fi sind 8TE Bleiben bei 36 TE immer noch 28 TE.
Mal eine Aufstellung 2 FI + Hauptschalter =12 TE
Herd 4 TE (B20)
DLH 4 Te (B32)
Licht 4 Te (B 10)
Bleiben 12 TE für Steckdosen davon gehen schon im Allgemeinen 4 für die Küche drauf! (Kühlschrank, Geschirrspühler,Mikrowelle, Arbeitssteckdosen)
Edit: Sicherung nach dem Zähler ist überflüssig da der Zähler ja schon mit SLS vorgesichert ist und diese die Freischaltung der Wohnung ermöglichen.
HAK= NH >> SLS vor dem Zähler>> Wohnungsuv >> FI >>> Leitungssicherungen
Selektivität ist durch die LS in der Wohnung und die SLS vor dem Zähler gegeben.
Edit2: Das Deine FI gegen Überlast gesichert sein müssen ist dir Hoffentlich klar. Das kann durch Vorsicherung, hier dann 63 A FI oder durch die nachfolgenden LS sichergestellt werden.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 11 Mär 2012 21:08 ]

[ Diese Nachricht wurde geändert von: der mit den kurzen Armen am 11 Mär 2012 21:11 ]


Danke erstmal für die Nachricht, ich werd jetzt erstmal mit meinem Elektriker durchgehen, der berechnet mir dann auch separat nochmal die Querschnitte für Zuleitung. Danach werd ich mal beim EVU anrufen und klären wieviele DLE ich überhaupt einbauen darf.

Ich werde demnächst mal ein paar Fotos der Anlage hier zeigen.


Zitat :
shark1 hat am 12 Mär 2012 00:22 geschrieben :

Zu erst solltest du unbedingt beim VNB nachfragen, ob 3 DLE bei deinem Hausanschuss überhaupt möglich sind.
Ist die WW-Bereitung ggf. über die Heizungsanlage (eventuell mit Solar) möglich?
Solltest du die DLE einbauen können, würde ich die ganzen Haupt- und Steigleitungen in Alu mit ausrechendem Querschnitt (zB 35mm² bzw. 50mm²). Hier ist ein größerer Querschnitt noch erschwinglich.
Wichtig die richtigen Klemmen einsetzten und Verarbeitungshinweise beachten.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: shark1 am 12 Mär 2012 0:24 ]


Über die Ölheizung läuft die WW-Bereitung zurzeit "noch", allerdings möchte ich im Sommer die Heizung ganz abschalten, da man ja so auch wieder das Öl und etwas Strom spart. Ich finde die Idee mit den 3 DLE besser. Solar ist sicher möglich, aber die Zellen müssten auf das Dach, da mir der Dachdecker aber sagte das das Dach noch ca. 10-15 Jahr hält werd ich dort auch kein Solar mehr draufbauen und für ein neues Dach hab ich im Moment noch kein Geld.

Ist Alu günstiger als Kupfer zurzeit? Wow dennoch will ich nicht wissen was eine 4x50mm² Leitung kostet, ich glaube dabei werd ich eine Menge Asche lassen, wenn ich das in jede Wohnung ziehen müsste. Mehr als 35mm² werd ich sicher nicht verlegen, was auch schon teuer genug ist.


Zitat :
Lightyear hat am 12 Mär 2012 15:11 geschrieben :

Also langsam mich diese unendliche Diskussion einfach nur noch an!

Wer heutzutage zu geizig ist, die paar Euronen für einen zweiten Fehlerstromschutzschalter auszugeben, der sollte sich gar nicht erst eine Immobilie antun!
Nach meinem persönlichem Empfinden hat jeder Endstromkreis über einen Fehlerstromschutzschalter mit IdeltaN 0,03A geführt zu werden alle anderen Ausführungsarten entsprechen nicht dem aktuellen Stand der Technik.
Im Übrigen gilt in Deutschland die DIN, sofern nicht ausdrücklich abbedungen.

Wer also nur einen Fehlerstromschutzschalter installiert und die Beleuchtungsstromkreise ohne Personenschutz betreibt, hat das Schutzziel nicht verstanden und sollte vielleicht besser gar keine Verteiler planen / errichten.

Merke: ein vierpoliger Fehlerstromschutzschalter 40/0,03A kostet wieviel..?
Rrrrichtig, weniger als eine Arbeitsstunde...



Ich werde wohl auch 2 pro Wohnung einbauen, in der mittleren Wohnung dann wohl sogar 3 Stück, da ich auf der Terrasse Außenbeleuchtung und Steckdosen habe. Obwohl ein FI pro Wohnung schon mehr als sicher ist, wenn man bedenkt wieviele Häuser noch in klassischer Nullung ausgeführt sind, wo halt überhaupt kein FI vorhanden ist.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Slick am 12 Mär 2012 15:32 ]

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Slick am 12 Mär 2012 15:34 ]

BID = 820201

shark1

Inventar



Beiträge: 4878
Wohnort: DACH

 

  

NAYY koastet fast nichts im Verhältnis zu Cu.
http://www.elektrotools.de/Produkt/.....-RE-S
http://www.elektrotools.de/Produkt/.....-RE-S
Hier zum Vergleich 4x25 Cu
http://www.elektrotools.de/Produkt/NYM-J-4x25-Tr-250

Zur Heizung:
Ich glaube nicht (bin mir sicher), dass du mit der Umrüstung auf DLE eine Einsparung erzielen kannst. Elektrische WW-Bereitung ist im Normalfall teurer als über die Heizungsanlage (auch beim Betrieb). Ganz zuschweigen von den Kosten die bei einer Leistungserhöhung und der Elektroinstallation entstehen. Eine Leistungserhöhung von zB 20kW (Belastbarkeit der Leitungen vorausgestzt) kostet hier ca. 2500€, da ist aber noch nichts installiert.



[ Diese Nachricht wurde geändert von: shark1 am 12 Mär 2012 16:20 ]

BID = 820203

Trumbaschl

Inventar



Beiträge: 7693
Wohnort: Wien

Abgesehen davon würde ich sicher keine Kollektoren für Indachmontage nehmen, sondern Aufdachmontage. Wenn das nicht gerade ein Faserzementdach ist müsste das auch mit der aktuellen Eindeckung möglich sein.

_________________
"Und dann kommen's zu ana Tür da steht oben "Eintritt verboten!" und da miaßn's eine!"

BID = 820207

Saarlaender

Stammposter



Beiträge: 429


Zitat :
shark1 hat am 12 Mär 2012 16:14 geschrieben :



Zur Heizung:
Ich glaube nicht (bin mir sicher), dass du mit der Umrüstung auf DLE eine Einsparung erzielen kannst.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: shark1 am 12 Mär 2012 16:20 ]


Genau das ist mir auch gerade durch den Kopf gegangen.
Bei 3 Wohneinheiten würde ich die WW-Bereitung wohl auch über die Heizung machen.
Dann 3 WW-Zähler in den Wohnungen für die Abrechnung und fertig.

Es gibt doch aber bei den Stadtwerken Energieplaner die Auskunft zu solchen Fragen geben und sowas auch durchrechnen können.
Einfach dort mal vorbeischauen.

_________________
-Bist Du einsam und allein, sprüh Dich mit Kontaktspray ein!-

BID = 821452

ergster

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Beiträge: 379
Wohnort: Nähe Dortmund

Dann geb ich meinen Senf auch nochmal dazu, da ich denke ein ganz gutes Praxisbeispiel zu haben.
Ich wohne in einem 4 Parteien Haus Bj. 1995 in einer 3 Zimmer Wohnung. Jede Wohnung im Haus hat einen DLE.
HAK Sicherung ist mir unbekannt, die Zuleitung zum Zählerschrank dürfte aber geschätzt min. 35mm² haben.
Dort haben 3 Wohnungen NH Vorzählersicherungen mit 63A, unsere 50A. Da kämen heutzutage ja SLS rein, die dann auch den nach dem Zähler platzzierten Hauptschalter sparen würden, es sei denn man möchte die LS für die Keller gerne in den Zählerschrank bauen und die UVen in den Wohnungen abschalten können aber im Keller weiterhin Strom haben. (So habe ich es und das finde ich ganz praktisch).

In die Wohnungen geht dann je ein 5x 16mm in Uven mit 2x 14 TE.

Da die Originalausführung nicht toll war und es bei uns schon gekokelt hatte, habe ich den Inhalt dann erneuern dürfen und auf 2 FI für die Wohnung + 1 FI für den Garten aufgerüstet.
Zu sehen ist das hier weiter unten im Fred
https://forum.electronicwerkstatt.d......html

Wie man sieht, reicht der Platz gerade so aus, neu würde ich das also größer bauen.
Vorallem, da ich noch 4 weitere LS verbauen würde, und zwar für einen 11KW kompakt DLE für die Küche und einen fürs Schlafzimmer. Der LS für das Untertischgerät wäre dann für einen 2. Stromkreis für Arbeitssteckdosen in der Küche.

Ich habe nämlich garnichts für Niederdruck Untertischspeicher und nur wenig für einen gemeinsamen DLE für Bad und Küche über.

Wirklich effektiv arbeiten die nur, wenn man die Temperatur nicht höher einstellt, als man braucht.
Es nervt aber ungemein, wenn das Ding im Bad auf 34° Pfotenwaschtemperatur steht und man in der Küche heißes Wasser haben will. Spätestens nach dem 3. mal steht der dann fest auf 50°C.

Der Grund für die DLE bei uns ist ähnlich. Die Gaszentralheizung im Haus bedient nur die Heizkörper und versorgt neben unserem Haus noch 3 Reihenhäuser mit.

Wenn du zukünftig planst, die Warmwasseraufbereitung durch Solarkraft zu unterstützen, könnte die Variante mit den DLE garnicht so schlecht sein.

Von daher würde ich dann auch gleich solartaugliche Geräte verbauen wie zB. Clage
DEX ELECTRONIC MPS.

Aber wie schon gesagt wurde, dass würde ich mal durchrechnen lassen.

BID = 821458

sam2

Urgestein



Beiträge: 35321
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

DLE können durchaus sinnvoll sein.

Aber als Ersatz (vielleicht sogar in Verbindung mit einer erst zu erstellenden Solaranlage) für das sommerliche Durchlaufen einer Ölheizungsanlage sind sie bei dauerhaft bewohnten Wohnungen alles andere als sinnvoll!

Und wenn der Liter Öl 5€ kosten würde - diese Investitionskosten holst Du im Leben nie mehr rein...

Abgesehen davon werden für DLE inD vermutlich generell restriktive Zeiten anbrechen (müssen). Wenn die Nachtspeicher gemeuchelt sind, werden die DLE (und das sogar nicht ganz zu Unrecht) drankommen.
Also zukunftssicher ist erwas anderes!
Ein zukunftssicheres Konzept wäre z.B. ne Brauchwasser-Luftwärmepumpe.

_________________
"Das Gerät habe ich vor soundsoviel Jahren bei Ihnen gekauft! Immer ist es gegangen, immer. Aber seit gestern früh geht es plötzlich nicht mehr. Sagen Sie mal, DA STIMMT DOCH WAS NICHT???"

BID = 821487

TF_tronikfan

Stammposter



Beiträge: 372
Wohnort: Stuttgart


Zitat :
Abgesehen davon werden für DLE inD vermutlich generell restriktive Zeiten anbrechen (müssen). Wenn die Nachtspeicher gemeuchelt sind, werden die DLE (und das sogar nicht ganz zu Unrecht) drankommen.
Also zukunftssicher ist erwas anderes!
Ein zukunftssicheres Konzept wäre z.B. ne Brauchwasser-Luftwärmepumpe.

@sam
das solltest Du genauer ausführen, da ich hier überhaupt nicht Deiner Meinung bin.
1.) DLE sind IMPO dezentral anzubringen und eben auch verschiedene für Küche und Bad (und Handwaschbecken)
2.) Luftwärmepumpen für den Hausgebrauch sind mit Vorsicht zu geniesen a.) FCKW - Butan Umweltschädlich und/oder brennbar b.) die Investitionskosten (für einen 2Personenhaushalt) sind unvergleichbar hoch gegenüber DLE.
c.) die Speicherbevorratung von Warmwasser bringt Energieverluste.
d.) Cirkulation ???!


@all
Bitte die Abstände für Sicherungsautomaten beachten für Dauerverbraucher.
(1 Freiplatz siehe Herstellerangaben)

Gruß
tf



BID = 821751

sam2

Urgestein



Beiträge: 35321
Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)

Ich sags mal ganz vorsichtig:
Derartige nicht unterbrechbare und nicht steuerbare Verbraucher mit sehr hoher Leistungaufnahme und vorrangiger Nutzung in bestimmten (auch noch vorwiegend sonnenarmen) Stoßzeiten belasten das Netz in einer Weise, wie sie mit der zukünftigen Erzeugungsstruktur schwer vereinbar sein wird.

Demgegenüber fallen die Bereitstellungsverluste von Speicherlösungen nicht ins Gewicht. Im Gegenteil - häusliche Warmwasser-Speicherlösungen könnten einen wertvollen Beitrag zum Ausbau der Speicherkapazität für Überschußstrom erbringen.

zu Deinen Punkten:
1) beim Fragesteller ist bereits eine funktionstüchtige Warmwasserinstallation mit zentralem Speicher vorhanden - der Umbau auf dezentrale Erwärmung wäre sehr aufwendig und schon deswegen kaum wirtschaftlich

2) Was genau meinst Du damit? Klingt für mich nach der üblichen Panikmache.

Was macht es aus, daß der Kältekreislauf eine kleine Menge brennbares Kältemittel enthält? Das ist nicht anders als bei jedem handelsüblichen Kühlschrank etc.!

Selbst die Behauptung mit den wesentlich höheren Investitionskosten (gegenüber DLE) stimmt nicht!
Im Falle des Fragestellers (3-FH mit bestehendem Zentralspeicher) ist es sogar mit Sicherheit genau umgekehrt:
Die zentrale WP-Lösung wird WESENTLICH billiger in der Anschaffung als die dezentrale DLE-Lösung sein!

Zu den Bereitstellungsverlusten hab ich oben schon etwas gesagt.
Hinzu kommt als Komfortmerkmal die höhere Leistungsfähigkeit einer Zentralanlage (Schüttmenge im Hinblick auf die zunehmende Verwendung von "Wellnessduschen").

Für die Zirkulation gelten die üblichen Regeln für Zentralspeicheranlagen. Auch das ist kein Problem.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: sam2 am 21 Mär 2012 20:49 ]


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