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BID = 56673
walterm Gesprächig
  
Beiträge: 187 Wohnort: Wien
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Ich habe das mit der Freilaufdiode noch nicht verstanden, glaube ich.
Ist das einfach eine Diode, die sozusagen Spannungen in der "verkehrten" Richtung kurzschließt?
Und wo wird sie wirklich gebraucht?
Bei allen Spulen, bei denen es passieren kann, daß der Strom plötzlich unterbrochen wird?
Wenn das alles stimmt, dann hab ich's doch kapiert - sonst bitte ich um Aufklärung...
übrigens: Die Suchfunktion habe ich schon benützt...
Ach ja, und wenn alles stimmt: Gibt es noch mehr Fälle für die Freilaufdiode?
Danke für Hilfe,
Walter
[ Diese Nachricht wurde geändert von: walterm am 26 Feb 2004 22:03 ] |
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BID = 56684
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Solche "Freilaufdioden" werden im Zusammenhang mit induktiven Lasten verwendet.
Beim Abschalten des Stroms durch eine Induktivität entsteht eine Spannungsspitze, die das umgekehrte Vorzeichen wie die erregende Spannung hat, und die sehr hoch sein kann.
Die Zündspule im Auto z.B. arbeitet nach diesem Prinzip.
Oft sind diese hohen Spannungsspitzen aber unerwünscht, weil der die Last treibende Transistor dadurch beschädigt werden kann. Beispielweise ist es durchaus möglich, daß beim Abschalten eines 12V Motors eine Spanunngsspitze von weit über 100V entsteht.
Aus diesem Grund legt man parallel zur Induktivität eine Diode, welche sperrt, solange die Spule bestromt wird. Wird der Strom abgeschaltet, so dreht sich die Spannung an der Spule um und wird durch die nun leitende Diode kurzgeschlossen.
Dadurch klingt der Strom durch die Spule und damit das Magnetfeld langsam ab.
Bei Relais ist die dadurch entstehende Abfallverzögerung manchmal unerwünscht, und deswegen muß man eine gewisse Induktionsspannung zulassen, damit der Spulenstrom schneller abbaut. In diesem Fall nimmt man anstatt einer einfachen Diode z.B. eine Dioden-Zenerdioden Reihenschaltung oder eine R-C Reihenschaltung.
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Haftungsausschluß:
Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
Rechtsansprüche dürfen aus deren Anwendung nicht abgeleitet werden.
Besonders VDE0100; VDE0550/0551; VDE0700; VDE0711; VDE0860 beachten ! |
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BID = 56713
Goetz Schreibmaschine
     Beiträge: 1971 Wohnort: Dresden
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Freilaufdioden werden (im modellbau) auch an Motoren verwendet, die ja im Teillastbereich mit Pulsweitenmodulation auch Induktionsspannungen erzeugen. Zum einen wird die steuernde elektronik geschützt, zum anderen erfolgt auch irgendwie eine Energierückführung und das Laufverhalten verbessert sich. Das geht natürlich nur mit Motoren, die nur in eine richtung drehen (Flugzeug, Rennboot -Auto)
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BID = 56785
Triac Gesprächig
  
Beiträge: 165 Wohnort: Franken
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neben der freilaufdiode gibt auch noch wie perl schon sagete R-C Glieder und auch Varistoren die sind gut für AC spannungen.
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BID = 56914
walterm Gesprächig
  
Beiträge: 187 Wohnort: Wien
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Na, dann hab ich's ja doch verstanden... Danke!
Jetzt würde mich aber noch interessieren, wie das mit dem RC-Glied geht!
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BID = 56933
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Das ist leider nicht so einfach.
Im Prinzip handelt es sich dabei um einen gedämpften Schwingkreis.
Die Dimensionierung hängt sehr von der Spule, den Betriebsbedingungen und dem angestrebten Abschaltverhalten ab.
Besonders die wichtige Induktivität der Spule ist oft nicht spezifiziert, und deshalb dimensioniert man so etwas am schnellsten experimentell unter Zuhilfenahme eines Oszilloskops.
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BID = 56943
walterm Gesprächig
  
Beiträge: 187 Wohnort: Wien
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Na, bis jetzt bin ich noch ohne Schwingungen ausgekommen. Bin ganz zufrieden, daß ich mein Ankerleinen-Meßdings eigenhändig entwickeln konnte.
Ich melde mich wieder, wenn ich das brauche...
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