Wie Ihr sicherlich mitbekommen habt, sind letztens einige nah am Wasser gebaute Atomkraftwerke seekrank geworden, haben Bauchgrimmen bekommen.
Die Flatulenzen am Samstag, Montag und Dienstag waren noch in über 40km Entfernung zu vernehmen.
Es heisst offiziell, dass seit Samstag mit Feuerwehrpumpen und -schläuchen Meerwasser in diese Reaktoren gepumpt werden würde, um sie zu beruhigen.
Hat wohl nicht geklappt: Es waren einmal drei Reaktorlein...
Leider kenne ich mich nicht aus in Sachen Feuerwehrpumpen.
Also meine Frage:
Sind Feuerwehrpumpen überhaupt stark genug, um gegen einen Reaktordruck von mindestens 75-90 bar anzupumpen?
Wie machen die das also? Kann man Pumpen auch "herauftransformieren"?
Kommt dann auch noch auf nennenswerten Wasserdurchsatz?
Und geht das auch noch, wenn wie vermutet bei der letzten Explosion der Sicherheitsbehälter beschädigt ist und Wasser aus einem Loch im Reaktorsumpf ausläuft?
Oder geht es nur darum, die Swimmingpools mit den abgebrannten Brennelementen, die nach den Explosionen nun unter freiem Himmel liegen, unter Wasser zu halten?
Auf dem Kraftwerksgelände werden übrigens seit der letzten Explosion steigende Werte gemessen!
So gegen 4 Uhr MEZ lag der Kurs schon bei 12 Millisievert/h, nachdem er um 3 noch bei 8 lag!
Mehr als das Fünffacher der vorherigen Höchstwerte!
Momentan sind nur 50 Leute auf dem Kraftwerksgelände! Angestellte und Militärs!
Alle anderen in sichere Distanz evakuiert, weil man anscheinend vermutet dass es bald Gift und Galle sprühen könnte!
5km militärische Sperrzone!
(Quellen: CNN, BBC, NYT, NTT, WNN, Shimbun usw)
Also, Atomenergie ist schon ein prickelnd-spannendes Thema
Grüsse und vielen Dank schon mal für die Antworten!
Ach ja, P.S. aus gegebenem Anlass.
Wie ich dies abschicken wollte, zwei neue Nachrichten:
nun scheint der vierte Reaktor an der Reihe zu sein, und fast noch interessanter:
In SPIEGEL-ONLINE steht: "In Kanagawa bei Tokio wurden nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo zwischenzeitlich Strahlenwerte gemessen, die den Normalwert um das Neunfache übersteigen."
Interessant, nicht?
Denn:
Lt. staatl. japanischem Strahlenmessnetz (http://www.bousai.ne.jp/eng/) waren vor vier Stunden in Tokio Werte von bis ca. 2000 nGy/h.
Gestern vor der dritten Explosion betrugen die Werte noch so 30-45 nGy.
im Normalfall betragen die Werte aber 10-30 nGy.
Derzeit ist zum Strahlenmessnetz praktisch gar kein Durchkommen mehr, irgendwie nachvollziehbar.
Nur neunmal überhöhte Werte?
Der Spiegel schreibt auch alles ungeprüft ab...
Naja und jetzt brennts auch noch in Block 4...
Oh man unsere armen Freunde und alten Verbündeten, die Japaner...

...so ein Scheiss...