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Oszilloskop, wie sicher messen ? Suche nach: oszilloskop (10672) |
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BID = 711871
dl2jas Inventar
     
Beiträge: 9913 Wohnort: Kreis Siegburg
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Bei HF musst Du aufpassen.
Bedenke, der Tastkopf hat eine Kapazität, die dann parallel zum Messobjekt liegt und Messungen ernsthaft versauen kann. Ein paar pF parallel zu einem UKW-Oszillator kann schnell wundersame Dinge verursachen. Auch mir ist es schon bei Oszillatoren passiert, daß sie mit angelegtem Tastkopf nicht mehr schwingen wollten, der eher harmlose Fall. Ärgerlich wird es, wenn Du einen Oberwellenoszillator hast und der plötzlich auf einer anderen Harmonischen schwingt.
Wenn möglich, sollte man die Tastkopfmasse mit der Masse im Gerät verbinden. Ansonsten sucht man sich was, was am ehesten Masse entspricht. Etwas anders ausgedrückt, bei HF-Messungen die Oszilloskopmasse nicht an die "heiße" Seite anschließen.
Bezüglich Lektüre:
http://de.wikipedia.org/wiki/Oszilloskop
Da könnten unten die Links interessant sein.
Bei HAMEG kannst Du Bedienungsanleitungen zu älteren Oszilloskopen herunterladen. Die grundsätzliche Funktion und Bedienung ist ja praktisch bei allen analogen Oszilloskopen gleich.
DL2JAS
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mir haben lehrer den unterschied zwischen groß und kleinschreibung und die bedeutung der interpunktion zb punkt und komma beigebracht die das lesen eines textes gerade wenn er komplizierter ist und mehrere verschachtelungen enthält wesentlich erleichtert |
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BID = 711872
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Zitat :
| | falls das wirklig so kompliziert ist. | Das ist nicht kompliziert, aber ein bischen Überlegung braucht es schon.
Wenn du z.B. bei einem Desktop-Computer, bei dem gewöhnlich der Schutzleiter und die Digitale Masse am Gehäuse liegen, die Masseleitung des Tastkopfs +5V legst anstatt an GND, entsteht über den Schutzleiter des Scope ein Kurzschluß und dann wird es wohl rauchen.
Diese +5V Versorgungen können sehr stromstark sein ...
Du solltest dann die Masseleitung aber auch nicht irgendwo ans Gehäuse legen, denn dann wirst du irgendetwas zu sehen bekommen, was mit dem gesuchten Signal nicht viel zu tun hat.
Notfalls lötet man sich in der Nähe des zu prüfenden Punktes eine Drahtöse an GND und klemmt dort die Masseleitung des Tastkopfs an. |
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BID = 711879
dl2jas Inventar
     
Beiträge: 9913 Wohnort: Kreis Siegburg
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Perl, da habe ich einen kleinen Praxistip.
Drahtöse muß nicht sein. Man muß erst Draht suchen, abschneiden, verzinnen und anlöten.
Ich nehme gern Lötzinn. Stelle erwärmen, Lötzinn dranhalten und erkalten lassen. Dann mit dem Lötkolben auf etwa 5 mm das Lötzinn "abschneiden". So einen Messpunkt hast Du in wenigen Sekunden gesetzt. Hinterher ist er auch ganz schnell wieder entfernt. Eventueller Nachteil, die Dinger sind mechanisch nicht so stabil, nicht für 1000 Messungen geeignet.
DL2JAS
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mir haben lehrer den unterschied zwischen groß und kleinschreibung und die bedeutung der interpunktion zb punkt und komma beigebracht die das lesen eines textes gerade wenn er komplizierter ist und mehrere verschachtelungen enthält wesentlich erleichtert
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BID = 711900
NEXUS-Net Gerade angekommen
Beiträge: 13 Wohnort: Bonn
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Super leute, vielen Dank für eure Tipps. Also immer versuchen so nah wie möglich am getesteten Objekt an GND/Masse anzuschließen ? Habt mir sehr geholfen den Anfang zu verstehen. Natürlich noch etwas lesen, werde mir auch noch die Anleitung runterladen. Aber fürs erste, vielen Dank
Eine kleine Frage habe ich da noch.
Warum kann man anstatt einen Trenntrafo zu benutzen nicht einfach beim scope den Schutzleiter an der steckdose kappen und die Verbindung des Massefühlers des Scopes von dem Scope Gehäuse trennen, damit die eventuell an der Masse des Scopes anliegende Spannung nicht derekt am Gehäuse ist, und dann sicher und ohne sich Gedanken zu machen mesen ?
Außerdem, wenn der Massefühler des Scope sowieso an der Schutzleitung ist, müsste man ja auch nur mit dem Tastkopf messen können ? Schließlich würde ich ja die Masseleitung des Scope ja eh an der Masse des getesteten Objektes hängen, was wiederrum die selbe Schutzleitung wäre, oder bin ich jetzt ganz verwirrt =) ?
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BID = 711906
DonComi Inventar
     
Beiträge: 8604 Wohnort: Amerika
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Zitat :
| | ... nicht einfach beim scope den Schutzleiter an der steckdose kappen und die Verbindung des Massefühlers des Scopes von dem Scope Gehäuse trennen... |
Vielleicht solltest du es doch lassen.
Niemals eine Sicherheitsmaßnahme zum Preis der reinen Funktion außer Kraft setzen!
Nimm den Trenntrafo und gut ist.
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BID = 711907
NEXUS-Net Gerade angekommen
Beiträge: 13 Wohnort: Bonn
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War nur eine reine theoriefrage, habe nicht gesagt dass ich es auch ausführen würde. Mich interessiert hier nur der theoretische Teil.
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BID = 711909
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Zitat :
| | Warum kann man anstatt einen Trenntrafo zu benutzen nicht einfach beim scope den Schutzleiter an der steckdose kappen |
Weil das lebensgefährlich und verboten ist!
Bei älteren Hamegs (um 1974) gab es soetwas noch, da hatte der Netztrafo zwischen Primär und Sekundärwicklung zwei Schutzlagen, von denen die eine mit dem PE und die andere mit dem Gehäuse verbunden war.
Mittlerweile kann man aber auch nicht mehr davon ausgehen, daß aus der Steckdose ein 50Hz Sinus kommt und dann können über die Wicklungskapazitäten des Trafos erhebliche hochfrequente Störungen eingekoppelt werden. Deshalb ist dieses Verfahren auch technisch nachteilig.
Merke: Wer mißt, mißt meistens Mist!
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BID = 711912
NEXUS-Net Gerade angekommen
Beiträge: 13 Wohnort: Bonn
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Okay, das wäre dann mal klar =) bleibt nur noch eine Frage übrig,
wenn der Massefühler des Scope sowieso an der Schutzleitung ist, müsste man ja auch nur mit dem Tastkopf messen können ? Schließlich würde ich ja die Masseleitung des Scope ja eh an der Masse des getesteten Objektes hängen, was wiederrum die selbe Schutzleitung wäre, oder bin ich jetzt ganz verwirrt =) ?
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BID = 711913
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Zitat :
| | wenn der Massefühler des Scope sowieso an der Schutzleitung ist, müsste man ja auch nur mit dem Tastkopf messen können ? |
Wenn du Gleichspannung mesen willst, geht das auch, aber dafür braucht man ja auch kein 250MHz Oszilloguck...
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BID = 711926
NEXUS-Net Gerade angekommen
Beiträge: 13 Wohnort: Bonn
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Oh, stimmt. Daran hab ich nicht gedacht, das war peinlich =)
Nagut leute, vielen Dank für die Hilfe. Hab soweit alles verstanden und melde mich falls noch Fragen aufkommen.
MfG
Daniel
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BID = 711927
NEXUS-Net Gerade angekommen
Beiträge: 13 Wohnort: Bonn
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Ah, da ist mir glatt doch noch was in den Kopf gekommen =)
Um sicher zu gehen, dass ich die Scope Masse nicht falsch anschließe an das getestete gerät, kann ich doch theoretisch mit einem Voltmeter die Spannung zwischen der Stelle im Gerät, an der ich den Massefühler des Oszisanschließen wollte und dem Massefühler des Oszis selbst prüfen, und wenn diese = 0 ist, dann kann ich ruhig loslegen oder ? denn Zwischen dem GND des getesteten gerätes und dem Massefühlers des Scopes dürfte keine Spannung liegen ?
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BID = 711929
perl Ehrenmitglied
       
Beiträge: 11110,1 Wohnort: Rheinbach
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Prinzipiell schon, aber es gibt auch Geräte ohne Schutzleiter, viele Konsumgeräte wie z.B. CD-Player gehören dazu, bei denen das Gehäuse über zwei hochspannungsfeste Kondensatoren (Y-Kondensatoren) mit den beiden Leitern des 230V Netzes verbunden ist.
Dort liegen also hochohmig ca. 115V am Gehäuse und die kann man auch messen und möchte sie auch nicht gern einem teuren Tastkopf zumuten.
Man kann aber den Potentialausgleich auch über eine separate Leitung herstellen. Viele Oszilloskope besitzen zu diesem Zweck eine Erdungsbuchse auf der Frontplatte.
Wirklich keine Spannung zwischen Schutzleiter und Masse wirst du auch nicht zu sehen bekommen.Dafür sorgen hier schon der 5kW Mittelwellensender und die zahlreichen noch stärkeren UKW-Sender auf dem Venusberg.
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BID = 711930
NEXUS-Net Gerade angekommen
Beiträge: 13 Wohnort: Bonn
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Aha, ja die Erdungsbuchse ist soweit ich das sehe vorhanden. Wie funktioniert denn dann der Potenzialausgleich durch diese ? Wie läuft die Verkabelung ?
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