Powercap hochgegangen

Im Unterforum Stromunfälle - Beschreibung: Unfälle mit Strom und Gefährliches

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Autor
Powercap hochgegangen

    










BID = 700251

Beckenrandschwimmer

Schreibmaschine



Beiträge: 1915
Wohnort: Altrip
 

  


Jetzt hat es auch mal eines meiner Gerätschaften erwischt.
Ich hatte mir ein 0...15V 0...60A Labornetzteil gebaut. Das lief seit ca. 3 Jahren ohne Probleme.
Am Kondensator hatte ich eine Spannung von 16,9V im Leerlauf - kein Problem der Kondensator war für 20V ausgelegt - laut Aufschrift.

Vor ein paar Monaten bin ich dann mit meiner Frau umgezogen.
Als ich vorige Woche dann das Netzteil kurz getestet habe, lief alles wuderbar, es hat den Umzug und den ganzen Staub der Umbauarbeiten gut verkraftet. Auch 30min Dauerbetrieb bei 3A (Ladung Bleigelakku) waren kein Problem.

Nur dann habe ich die Akkus voll geladen - über 3h und mit am Ende ca. 30mA.

Als ich in den Keller kam, kam mir schon ein übler Geruch entgegen. Hinter der Türe zum Keller war dicker Nebel und ein abartiger Gestank! Der große Powercap war wahnsinnig heiß und das Überdruckventil hat angesprochen. Natürlich alles gleich aus geschaltet und die Batterien abgeklemmt.
Nachdem ein Ventilator den Gestank abgesaugt und nach draußen befördert hat (24h), schaute ich was wohl los war.

In der alten Wohnung hatte ich durchweg eine Netzspannung von 215..220V und damit am Powercap 16,9V. Im neuen Haus habe ich eine Netzspannung von 235..243V gemessen. Am Powercap hatte ich deswegen knappe 19V anliegen. Eigentlich noch nicht zuviel. Doch der Kondensator hat es nicht ausgehalten. Zum Glück hat wenigstens das Überdruckventil funktioniert und keine Explosion oder gar ein Feuer gegeben.

Leider habe ich nicht daran gedacht ein Foto vom Kondensator zu machen, deswegen nur ein Foto vom "vorher" Zustand.

Jetzt sind im ganzen Haus 11 Funkgekoppelte Rauchmelder installiert somit sollte der nächste eventuelle Defekt früher bemerkt werden.

Grüße

Becky



BID = 700258

Kleinspannung

Urgestein



Beiträge: 13296
Wohnort: Tal der Ahnungslosen

 

  

Zwei Fragen:
Warum muß die riesen Blechbüchse da sein,und wozu brauchst 60A bei 15V?
Schweißt du nebenbei damit?

_________________
Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
(Albert Einstein)

BID = 700325

DonComi

Inventar



Beiträge: 8605
Wohnort: Amerika

Da hast du Schwein gehabt, dass es glimpflich ausging.


Allerdings sieht das alles nach grobfahrlässiger Bastelei aus und erweckt nicht gerade Vertrauen in die Elektronik.
Auch die Befestigung des Kondensators ist sehr professionell gelöst - ist das Heißkleber? Edit: OK, er ist noch zusätzlich verschraubt.

Wie gesagt, wirklich Hochachtung; 60A bei 15V und das regelbar ist schon eine krasse Leistung. Aber der Aufbau sollte meiner Meinung nach ein entsprechend passendes Gehäuse bekommen und vielleicht sollte man den Aufbau um eine Sicherheitsvorkehrung erweitern, die sowas zukünftig verhindert.
Über das Sperrholz als Träger lässt sich streiten .

Fazit:
Ich denke, dass mit den Rauchmeldern ist auf jeden Fall eine gute Idee gewesen!


(Also ohne das jetzt irgendwie polemisch oder böse zu meinen!)

_________________


[ Diese Nachricht wurde geändert von: DonComi am  5 Jul 2010 23:41 ]

BID = 700340

Beckenrandschwimmer

Schreibmaschine



Beiträge: 1915
Wohnort: Altrip

Ja, es war im Nachhinein schon etwas fahrlässig. Dafür kommen jetzt 0,15F/25V rein, anstatt die 1F/20V.
Den großen Powercap hatte ich drinnen, um eine möglichst saubere Gleichspannung vor der Linearausgangsstufe zu haben - außerdem hatte ich mir den vor vielen Jahren für sehr wenig Geld neu ersteigert. Und jetzt habe ich auch wieder etwas neues gelernt.

60A brauche ich ab und zu um PKW-Endstufen zu versorgen bzw. zu testen (Reparatur) und NiCd Zellen wieder frei zu brennen.
Nachfolgend ein paar Betriebszustände. Bis 40A habe ich die Kurzschlussfestigkeit getestet. 60A sollten vom Linearregler her machbar sein. Allerdings macht das der Trafo (12V/60A) wegen der Stromüberhöhung höchstwahrscheinlich nicht allzulange mit.

Schaltplan müsste irgendwo im "Projekte im Selbstbau" liegen. Auf Anfrage stell ich ihn auch gern nochmal ein.

Grüße

Becky








PS: Einstellgrenzen sind:
U: 0,05V...16,3V (16,3V nur bis max. 2A belastbar, danach ist die Primärspannung zu weit eingebrochen)
I: 0,02A...90A (90A nur in Pulsen entnehmbar, bis ca. 40A dauerhaft, 60A für - geschätzt - 10 min max. 13,5V)

Eine Stromsenke ist auch mit an Bord, allerdings nur für 30W ausgelegt, keine Stromregelung, es wird nur die eingestellte Spannung (-50mV) gehalten - man muss also aufpassen.

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Beckenrandschwimmer am  6 Jul 2010  8:17 ]

BID = 700363

Heisenberg

Neu hier



Beiträge: 39
Wohnort: Südbaden

gehört das wirklich in die Stromunfälle?
Dafür ist es meiner Meinung nach zu fundiert!
Und ein Laboraufbau für Experten ist ja auch nicht so verwerflich...

BID = 700372

Bubu83

Schreibmaschine



Beiträge: 2819
Wohnort: Allgäu

Der Spritus auf deinem Bild hat einen guten Standplatz, falls es mal wieder brennt

BID = 700381

Beckenrandschwimmer

Schreibmaschine



Beiträge: 1915
Wohnort: Altrip

Naja, das sind noch Bilder vor dem Defekt.

In den Stromunfällen ist es, weil ich darauf aufmerksam machen will, dass nicht alles, was Jahre ohne Probleme funktioniert hat, auch noch an einem anderen Standort funktionieren muss. Außerdem eine Warnung, den Angaben auf billig-Bauteilen lieber nicht zu 100% zu vertrauen.

BID = 700445

crazydomi

Gesprächig



Beiträge: 179
Zur Homepage von crazydomi

Moin,

bei mir inner Firma ist am Sonntag in der 50KW MGE Online USV so ein Kondensator ähnlicher Größe hochgegangen... Passiert also nicht nur bei billigen Komponenten. Man muss ja froh sein dass die Feuerwehr, die von der BMA alarmiert wurde, erstmal mit Atemschutz ins Rechenzentrum reingegangen ist zum schauen was da eigentlich Sache ist, und nicht gleich den Raum mitm C-Rohr geflutet hat...

BID = 700508

Beckenrandschwimmer

Schreibmaschine



Beiträge: 1915
Wohnort: Altrip

Ja, ein Atemschutz wäre auch nicht verkehrt gewesen. Die Dämpfe sind ja sicherlich nicht gesund, vom Geruch mal ganz abgesehen. Ich hab jedesmal, wenn ich im Kellerraum war - bis der Ventilator vor dem Kellerfenster stand - die Luft angehalten.

BID = 700613

UdoausLu

Gelegenheitsposter



Beiträge: 59
Wohnort: 67063 Ludwigshafen

Hatte mal ein ähnliches Erlebnis:

Bei Arbeiten in einer NSHV-Schaltanlage "knisterte" es auf einmal merkwürdig.
Kam von einem Feld der Kompensation. Das Nachbarfeld(!) vorsichtig
geöffnet -> Bumm und Feuer! Ein KO hat gemeint, er hätte seine
Lebendszeit hinter sich.
Kompensationsanlage gesichert und 2 Stunden Reinigungsarbeiten.
Den defekten Kompensationseinschub natürlich ausgebaut.

Udo


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